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Veröffentlicht am 02.07.2025

Witzige Comic-Reihe - die InvestiGators im Einsatz gegen skurrile Bösewichte

InvestiGators (Band 3) – Die Rache der Brösel
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Meine Kinder mochten schon die beiden ersten Comic-Bände der InvestiGators von John Patrick Green sehr gerne. Klar, dass wir da mit Band 3 "Die Rache der Brösel" gleich weiterlesen mussten.
Keck und Mango ...

Meine Kinder mochten schon die beiden ersten Comic-Bände der InvestiGators von John Patrick Green sehr gerne. Klar, dass wir da mit Band 3 "Die Rache der Brösel" gleich weiterlesen mussten.
Keck und Mango sind zwei außergewöhnliche Agenten, die für den Geheimdienst S.U.P.E.R. arbeiten. Ganz oben auf der Verbrecherliste steht noch immer Crackerdil, der mittlerweile andere Bösewichte um sich sammelt und dessen einziges Ziel Rache ist.
Die Story Gut gegen Böse ist natürlich nicht neu, hier aber sehr lustig umgesetzt. Es gibt viele Wortwitze, die diesmal auch in der Übersetzung gelungen sind, und einige sehr verrückte Ideen, die uns zum Lachen gebracht haben. Das Lesen des Comics ist meist einfach und ab etwa 8 Jahren sehr gut zu schaffen, auch wenn manche Witze wohl erst von älteren Kindern verstanden werden.
Die Hauptfiguren Keck und Mango mögen wir sehr gerne. Sie sind nicht unbedingt die besten Ermittler, aber irgendwie schaffen sie es doch immer auf Umwegen in ihren Fällen voranzukommen. Auch die Bösewichte sind sehr unterhaltsam und haben uns immer wieder zum Lachen gebracht.
Der Zeichenstil des Comics ist eher einfach gehalten. Die Hintergründe sind so zum Beispiel oft nur einfarbig. Dafür kommen aber die Figuren besonders gut zur Geltung und es gibt viele witzige Momente und Erfindungen, die auch gestalterisch gut umgesetzt sind. Toll ist auch die Zeichenanleitung am Ende des Buches zu einem der Bösewichte!
Im Grunde ist auch dieser dritte Band eigenständig lesbar, da die Geschichte in sich abgeschlossen ist. Allerdings haben natürlich alle Figuren eine Hintergrund- bzw. Entstehungsgeschichte, die hier nur noch angeschnitten wird und besser verständlich ist, wenn man die Vorgängerbände gelesen hat.
Daher empfehlen wir allen Kindern ab etwa 8 Jahren die gesamte Comic-Reihe. Es sind einfache Gut-gegen-Böse-Geschichten mit vielen witzigen Szenen, verrückten Ideen und außergewöhnlichen Charakteren, die es schaffen, auch Wenig-Leser zu fesseln.

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Veröffentlicht am 02.07.2025

Besonderer Detektivfall für alle Kinder

Midwatch – Schule der unerwünschten Mädchen
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Du meine Güte war das ein hervorragendes Buch: "Midwatch - Schule der unerwünschten Mädchen" von Judith Rossell. Meine Jungs und ich waren hin und weg und ich habe das Buch innerhalb kürzester Zeit vorgelesen, ...

Du meine Güte war das ein hervorragendes Buch: "Midwatch - Schule der unerwünschten Mädchen" von Judith Rossell. Meine Jungs und ich waren hin und weg und ich habe das Buch innerhalb kürzester Zeit vorgelesen, da der Fall den die Mädchen des Midwatch-Instituts lösen mussten so spannend war.
Maggie Fishbone ist das erste Mädchen, das man in dieser packenden Story kennenlernt. Sie kommt aus einem Waisenhaus und soll von nun an auf die Schule für unerwünschte Mädchen gehen. Doch statt eines strengen Instituts erwartet sie dort ein Ort, an dem ausgestoßene Mädchen ein neues zu Hause und eine wichtige Aufgabe finden: Alle werden zu Ermittlerinnen ausgebildet. Bald müssen die Mädchen der ersten Klasse ihren ersten Fall übernehmen, der einige Gefahren, Spannung und ein übernatürliches Wesen mit sich bringt.
Die Geschichte spielt vermutlich am Anfang des 20. Jahrhunderts, was uns richtig gut gefallen hat, denn man merkt es an vielen Kleinigkeiten. Natürlich ist die Technik auf dem Stand dieser Zeit mit Zeppelinen und ersten alten Autos. Auch die Kleidung ist altmodisch und schafft einen ganz besonderen Flair. Sogar die Sprache der Mädchen ist mit einigen Ausrufen wie "Meine Güte" oder "Großer Gott" ein bisschen an die Zeit angepasst, was uns sehr gefallen hat, da man sich richtig in die Vergangenheit versetzt fühlt.
Das alles kann man auch in den beeindruckenden, detailreichen Illustrationen sehen. Schon das erste Bild der Stadt mit fliegenden Luftschiffen, Raddampfern und Hochhäusern fanden wir toll. Das ganze Buch ist aber immer wieder gespickt mit kleinen und großen Bildern, die wichtig für die Geschichte sind und Details enthalten, die beim Fall der Mädchen aus der ersten Klasse weiterhelfen.
Ganz besonders wird "Midwatch" aber erst durch die vielen starken Mädchen. Es ist toll, wie sie am Institut an Selbstbewusstsein gewinnen und spannende Unterrichtsfächer wie Verstecken oder Schweizerdeutsch haben. Außerdem lernen sie, als Team zusammenzuarbeiten und sich aufeinander zu verlassen. Es ist eine tolle Message an alle Kinder, die das Buch lesen, dass egal woher man kommt und mit welchem Hintergrund man startet, jedes Kind in einem Bereich besondere Fähigkeiten haben und damit in einem Team etwas bewirken kann.
Meinen Kindern und mir hat die ganze Geschichte sehr gut gefallen, da sie genau die richtige Mischung aus Spannung, Abenteuer, Ideenreichtum und Teamgeist mit sich bringt und so detailreich illustriert ist. Wir empfehlen das Buch daher allen Kindern ab etwa 10 Jahren, die spannende Detektivgeschichten mögen, zum Selberlesen. Durch die vielen beeindruckenden Bilder und den fesselnden Schreibstil ist das Buch aber auch schon für jüngere Kinder ab dem Grundschulalter zum Vorlesen ganz toll geeignet, wenn diese auch mit etwas unheimlichen Szenen klarkommen.

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Veröffentlicht am 29.06.2025

Witzige Idee mit interessanten Denkanstößen

Der Lehrerinnendrucker
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In der Grundschule kennen es mit Sicherheit viele Kinder. Die Klassenlehrerin wird schwanger, darf nicht mehr unterrichten und bis eine neue gefunden ist, vergeht einige Zeit mit Vertretungen, Praktikantinnen ...

In der Grundschule kennen es mit Sicherheit viele Kinder. Die Klassenlehrerin wird schwanger, darf nicht mehr unterrichten und bis eine neue gefunden ist, vergeht einige Zeit mit Vertretungen, Praktikantinnen und Aushilfslehrern. Was wäre, wenn man sich stattdessen eine neue, perfekte Lehrerin einfach ausdrucken und nach Wunsch der Schülerinnen und Schüler gestalten könnte?
Genau diese Grundidee verfolgt die Geschichte "Der Lehrerinnendrucker" von Christian Seltmann. Fritz und Carl drucken mithilfe einer Erfindung von Carls Vater eine neue Lehrerin aus. Was da alles passieren kann! Ist die Lehrerin zu nett oder zu streng? Welche Eigenschaften sollte sie mitbringen? Und was ist die Lehrerin überhaupt - Mensch oder Künstliche Intelligenz?
Das Buch richtet sich in erster Linie an alle Kinder im Grundschulalter und regt mit dieser ausgefallenen Geschichte zu vielen Fragen an. Es gibt einige fast schon philosophische Gedanken, die meinem 7-jährigen Sohn und mir wirklich sehr gut gefallen haben. Was macht einen Menschen aus? Wo kommt der Mensch her? Sind wir nicht alle auch ein bisschen Dinosaurier? Zusammen mit weiteren Fragen zu Künstlicher Intelligenz haben uns diese Denkanstöße wirklich sehr gut gefallen, vor allem auch, da sie größtenteils von den Kindern Fritz und Carl selbst ausgehen.
Einzig der Schreibstil und die Gegenwartsform waren für mich persönlich nicht ganz so angenehm, aber das ist natürlich Geschmacksache. Auch wenn die Umsetzung hier für mich nicht ganz gelungen ist, hat uns die Geschichte thematisch sehr gefallen. Es gibt viele witzige Momente, ein bisschen Spannung und einige Denkanstöße nicht nur für Kinder, sondern auch für mitlesende Erwachsene, die "Der Lehrerinnendrucker" zu einer schönen Geschichte für alle ab dem Grundschulalter machen.

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Veröffentlicht am 27.06.2025

Humorvoll, romantisch, mit wundervollen Charakteren

Love On Repeat
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Manchmal ist es Liebe ab der ersten Seite. So ging es mir gerade mit „Love on Repeat“ von Angela Kirchner. Ich liebe alles an diesem Buch - den humorvollen Schreibstil, die interessanten Figuren, die Charakterentwicklung ...

Manchmal ist es Liebe ab der ersten Seite. So ging es mir gerade mit „Love on Repeat“ von Angela Kirchner. Ich liebe alles an diesem Buch - den humorvollen Schreibstil, die interessanten Figuren, die Charakterentwicklung und natürlich die Liebesgeschichte.
Lara hat ihr Sabbatical komplett durchgeplant: Vor ihrem Start ins „richtige“ Berufsleben möchte sie einen Thriller schreiben. Doch sie steckt fest, kommt mit dem Schreiben nicht voran und dann schnappt ihr auch noch ein Mister Etwas-zu-alles namens Leo das Buch weg, das ihre Schreibblockade lösen könnte. Damit nicht genug - am folgenden Montag trifft sie schon wieder auf Leo.
Es folgt eine Time-Loop-Geschichte der ganz besonderen Art. Denn obwohl Lara in einer wöchentlichen Zeitschleife feststeckt, ist jede Wiederholung ganz anders bis auf Leo, der immer wieder in ihr Leben tritt.
Lara war für mich genau die richtige Hauptfigur, die so viel Entwicklungspotenzial mit sich bringt, aber mir schon von der ersten Seite an sympathisch war. Sie hat ein Ziel vor Augen, macht detaillierte Pläne, analysiert alles, aber übersieht dadurch so viel um sie herum. Ihr Gegenpart Leo war für mich gleich zu Beginn ein interessanter Charakter, der genau wie Lara aber doch ganz anders feststeckt. Manchmal ist er deswegen ganz schön launisch, aber er ist gleichzeitig ein so netter Kerl.
Ich mochte es sehr, wie Lara und Leo zueinanderfinden. Die Gefühle waren alle da - ich hatte wie Lara Herzflattern und konnte ihre Verzweiflung über die Zeitschleife und auch die Wut so gut nachvollziehen.
Neben der wirklich schönen Liebesgeschichte waren es aber fünf weitere Herzensfiguren, die „Love on Repeat“ für mich zu einem ganz besonderen Buch machen. Denn neben Liebe, Selbstfindung und Loslassen, geht es auch um Freundschaft und ein ganz besonderes Füreinander-Dasein. Was es mit Isabel, Kurt, Willi, Pedro und Nalini auf sich hat, sollte man aber am besten selbst lesen.
Ich kenne kaum eine Geschichte, bei der ich fast die ganze Zeit ein Dauerlächeln im Gesicht hatte. Mir haben die humorvollen Dialoge zwischen allen Charakteren und Laras Gedankengänge so gut gefallen haben, dass ich das Buch am liebsten gleich noch einmal lesen würde.
Noch lieber wäre es mir ganz bald einen neuen Liebesroman von Angela Kirchner in den Händen zu halten. Deswegen hoffe ich sehr, dass sie dem Genre treu bleibt und es bald mehr von ihr und vielleicht sogar einigen Charakteren aus dem Buch zu lesen gibt!

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Veröffentlicht am 24.06.2025

Geniale Fotos, sehr gut strukturiert - ein Tierlexikon für die ganze Familie

National Geographic Kids - Lexikon der Tiere
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Sachbücher über Tiere finden meine Kinder immer toll. Natürlich haben wir da schon einige Bücher im Regal stehen, aber beim "National Geographic Kids - Lexikon der Tiere" aus dem Ravensburger Verlag konnte ...

Sachbücher über Tiere finden meine Kinder immer toll. Natürlich haben wir da schon einige Bücher im Regal stehen, aber beim "National Geographic Kids - Lexikon der Tiere" aus dem Ravensburger Verlag konnte ich dann doch nicht widerstehen.
Allein das Cover mit dem schleichenden Jaguar hat uns gleich in seinen Bann gezogen und die Fotos, die im gesamten Buch folgen, sind fast alle mindestens genauso beeindruckend. Leider gibt es ein paar wenige Fotos, die etwas unschärfer sind, aber natürlich kommt es bei so einem Buch nicht nur auf die Fotos an.
Die Gliederung des Buches ist sehr verständlich und für Kinder einfach zu handhaben. Nach einer kurzen Einleitung zur Benutzung des Buches und Erklärungen zur Tierwelt im Allgemeinen folgen sechs farblich am Rand markierte Abschnitte zu den unterschiedlichen Tierklassen: Säugetiere, Vögel, Reptilien, Amphibien, Fische und Wirbellose.
Auch die Unterscheidung in unterschiedliche Klassen, Arten und Familien wird vorweg verständlich erklärt, sodass sich auch Kinder alleine in dem Buch gut zurechtfinden werden. Die Auswahl der Tiere in jeder Tierklasse hat meinen Kindern und mir sehr gut gefallen. Es sind bekannte Tiere wie Tiger, Elefanten, Pinguine oder Haie dabei, aber auch Axolotl, Tapire, Kleine Pandas und etliche Schlangen, Frösche, Insekten und viele mehr.
Die systematische Einteilung in Tierfamilien hat uns sehr gut gefallen. So gibt es zu jeder Tierfamilie einen kurzen einleitenden Text über Gemeinsamkeiten, Merkmale und Besonderheiten. Danach folgen kleine Steckbriefe zu einzelnen Tieren, die auch verdeutlichen, warum sie zu dieser Familie gehören. Manche Tiere werden anschließend sogar noch näher von Menschen vorgestellt, die sich intensiver mit dieser Tierart beschäftigt haben.
Besonders interessant fanden wir auch die Rekorde aus den unterschiedlichen Tierklassen, die jedes Kapitel abschließen. Einige davon kannten wir bereits, andere haben uns wirklich überrascht.
Zum Abschluss folgt noch eine zusätzliche, nach Tierfamilien geordnete Liste mit Tieren, die an dieser Stelle nur mit einem kleinen Steckbrief (Größe/Verbreitung/Lebensraum/Ernährung) vorgestellt werden. Auch das Glossar und Register am Ende des Buches sind schön gestaltet und hilfreich.
Das Lexikon der Tiere richtet sich in erster Linie an Kinder ab 8 Jahren. Diese können hier selbstständig Informationen über alle Tiere sammeln, die sie gerade interessieren. Die Texte lassen sich trotz Fachbegriffen recht einfach lesen, sind informativ, mit außergewöhnlichen, wissenswerten Fakten gespickt und auch noch für ältere Kinder und Jugendliche und sogar Erwachsene interessant. Deshalb empfehlen wir "National Geographic Kids - Lexikon der Tiere" allen Familien, Schulbüchereien und Menschen, die Tiere lieben.

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