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Veröffentlicht am 13.08.2020

riesiger Wälzer mit einer noch riesigeren Geschichte

Die Phileasson-Saga - Silberflamme
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„Kann mal jemand unserem Elfen eine runterhauen, damit er wieder normal redet?“ Seite 579


Die vierte Prüfung für die rivalisierenden Kapitäne Phileasson und Beorn steht bevor. Dieses Mal folgen sie den ...

„Kann mal jemand unserem Elfen eine runterhauen, damit er wieder normal redet?“ Seite 579


Die vierte Prüfung für die rivalisierenden Kapitäne Phileasson und Beorn steht bevor. Dieses Mal folgen sie den Geschichten über einen legendären Helden. Doch wo Helden sind, da ist auch Böses. Menschenfresser haben Ysilias Mauern überrannt, irgendetwas lauert in den Wäldern und dann ist da noch dieser Wolfskult.
Wieder einmal müssen die Kapitäne und ihre Recken um ihr Leben kämpfen und auch gegen den Schrecken, der ihre Mannschaften auseinander zu reißen droht.


Nachdem mir der dritte Band der Phileasson Sage nicht so gut gefallen hat, habe ich mich mit neuem Mut an dieses Buch gesetzt. Der Prolog hat es mir schwergemacht. Es geht um einen Elfenkult, der ein verlorenes Schwert zurückbekommen will. Schon viele sind ausgezogen und gescheitert. Die Elfenkriegerin Lailath und ihr Bruder Nantiangel sind die nächsten Mutigen. Es waren am Anfang ziemlich viele Namen und irgendwie fiel mir der Einstieg schwer.

„Auch Legenden sterben …“
Seite 157

Als es dann mit Phileasson weiter ging war aber alles gut. Die Prophezeiung für die nächste Prüfung wurde von Shaya übermittelt. Tjorne hat seine Mannschaft verlassen und ist zu Beorn übergelaufen. Kein Wunder, nachdem Zidaine auf ihn losgegangen und ihn fast getötet hat. Aber niemand außer Tylstyr kennt die Wahrheit und darum halten jetzt beide Seiten Tjorne für einen Verräter und lassen ihn das auch deutlich spüren. Eine einsame Nacht auf der Straße lässt ihm einen Geist begegnen und bringt seiner Mannschaft einen ersten Hinweis auf den Weg ihrer Reise, an deren Ende die Silberflamme gefunden werden soll.

„Für meine Sippengenossen bin ich zu entschlossen. Mein Handeln war ihnen zu rabiat. Für die Welt da draußen ist es gerade richtig.“ S
eite 144

Phileasson und seine Crew verfolgen eine andere Spur und so ziehen die beiden Gruppen zwar zum gleichen Ziel, aber auf unterschiedlichen Wegen. Deswegen ist die Geschichte auch etwas komplexer, weil ihnen unterschiedliche Dinge begegnen. Phileasson wird von Sven verfolgt, dem hünenhaften Krieger, der im letzten Band schonmal aufgetaucht ist. Ich hab mich sehr darüber gefreut, denn er war mir irgendwie sympathisch. Leider ist er jetzt auf das Kopfgeld aus, dass auf Phileasson und seine Leute ausgesetzt ist.

„Ihr habt niemandem am Leben gelassen, oder?“
„Wir sind keinem begegnet, der mit uns verhandeln wollte.“
Seite 383

Beorn dagegen bekommt es mit Ogern zu tun und außerdem ist seine Mannschaft unterwandert worden. Padora reist in der Gestalt der Geweihten mit ihnen und sorgt mehr als einmal für Ärger. Seine Leute beginnen zu ahnen, dass etwas nicht stimmt und Beorn selbst muss immer mehr darum kämpfen, seine Leute zusammenzuhalten.

Dieses Buch hat mir wieder richtig gut gefallen. Das Setting war sehr gut durchdacht und abwechslungsreich. Blutige Kämpfe, weite Reisen, Wolfskulte, und die Geschichten rund um die mysteriöse Silberflamme und ihren Weg durch die Zeitalter.

Mit den Figuren wurde es auch besser, ich kann aber bei Phileasson immer noch nicht verstehen, warum er Beorn gegenüber so gleichgültig ist, obwohl er ihn fast umgebracht hätte. Beorns Zorn dagegen, verstehe ich super gut, denn es gibt schon wieder eine Andeutung, dass Phileasson Beorns Schwester auf dem Gewissen hat.

„Manchmal holt sich der Tod nur das Herz und verschmäht den Rest.“
Seite 444

Den Plott, der Zidaine, Tylstyr, Tjorne-Geschichte liebe ich, er ist einfach unglaublich gut. Leider funktioniert die Umsetzung aber nicht so wirklich. Es war besser als in Band 3 aber immer noch nicht überzeugend. Tylstyr verliebt sich in Zidaine, was ich nicht schlimm finde. Was mir aber fehlt sich Gedanken darüber, wie es weitergehen soll, hat er gar keine Angst mehr, dass sie ihn tötet? Ich an seiner Stelle würde sie einfach mal zur Rede stellen. Ich kann aber verstehen, dass das angesichts des riesigen Werkes einfach auch nicht so ungemein wichtig ist und vielleicht fällt es einem anderen Leser, der diese drei Figuren nicht so sehr mag wie ich, auch gar nicht so doll auf.

Die „Neulinge“ in den Teams mochte ich auch richtig gerne, besonders Phileassons Mannschaft ist einfach super symphytisch. Ich mag den Humor, der hier herrscht und besonders durch Salarin einfließt.

Urteil:
Ein riesiger Wälzer mit einer noch riesigeren Geschichte, deren Setting mich absolut mitgerissen hat. An den Figuren hapert es aber immer noch ein wenig. Darum angeknackste vier Bücher und auf in den nächsten Band.

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Veröffentlicht am 13.08.2020

teilweise seltsam, aber sosnt große Liebe!

Die Phileasson-Saga - Schlangengrab
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„Ihr wollt eine Seeschlange erlegen?“
„Nur so ne ganz kleine Seeschlange … ehrlich.“ Seite 319


Inhalt:
Das Perlenmeer ist für jeden Seefahrer ein Albtraum. Klippen, Stürme und riesige Seeschlagen, die ...

„Ihr wollt eine Seeschlange erlegen?“
„Nur so ne ganz kleine Seeschlange … ehrlich.“ Seite 319


Inhalt:
Das Perlenmeer ist für jeden Seefahrer ein Albtraum. Klippen, Stürme und riesige Seeschlagen, die Schiffe zerquetschen. Einst werden sie mit ihrem Zorn die Welt zerreißen, so heißt es. Und ausgerechnet so einer Bestie sollen sich die Helden für die fünfte Aufgabe stellen. Ein Reißzahn aus dem Maul einer Seeschlange, führt sie näher an den Titel „König der Meere“. Doch allein schon die Fahrt in das Perlenmeer ist ein Kampf mit dem Tod.


Meinung:
Zum ersten Mal ist der Epilog nicht über eine „fremde Person“, sondern über Beorn selbst, die Geschichte, wie er sein Auge verlor und zum Blender wurde. Die Kapitel sind ein bisschen verwirrend angeordnet, trotzdem hat die Geschichte mich mit sich gezogen.

Im ersten Kapitel dann erhalten beide Mannschaften ihre Prophezeiung für die nächste Prüfung. Die ist diesmal recht leicht zu verstehen – der Zahn einer Seeschlange aus dem Perlenmeer. Aber irgendwas hat Pandora gemacht bzw. ihr geheimnisvoller Chef und das macht sie super siegessicher. Ich bin echt gespannt, wann aufgelöst wird für wen genau sie arbeitet und was der Plan ist.

Ein Schiff zu finden ist aber gar nicht so einfach, normalerweise flieht jeder Kapitän, wenn er auch nur die Schuppe einer Seeschlange entdeckt und hält nicht noch drauf zu, um sie zu ärgern.

Phileasson trifft dann aber doch auf einen waghalsigen Kapitän, der sich zu einem Handel bereit erklärt. Beorn dagegen begegnet einem alten Freund und bringt ihn mit einer List dazu, sein Schiff und seine Mannschaft zur Verfügung zu stellen. Doch die Jagd ist nicht leicht. Haiangriffe, Meutereien und seltsame Krötentempel begegnen den Recken auf ihrem Weg.

„Heute Nacht wurden die ersten Strophen der Beorn-Saga geschrieben.“
Seite 91

Wer Angst hat, dass die ganzen 600 Seiten auf einem Schiff spielen – keine Sorge. Dem ist absolut nicht so. Die Suche nach einem Schiff dauert nämlich recht lang und zwischendurch sind die auch immer mal wieder an Land. Ich muss sagen, dass sich das Ganze für mich etwas gezogen hat und das eigentliche Thema kam mir dafür ein klein wenig zu kurz. Das Buch ist nicht so spannend wie die Vorgänger, es passiert zwar immer mal wieder was, aber diese Grundbedrohung wie in den vorherigen Bänden ist nicht da. Das tat meinen Nerven aber auch mal ganz gut.

„In ihrer Brust schlägt das Herz eines Helden. Daran muss sie sich noch gewöhnen.“
Seite 101

Tjorne ist immer noch in Beorns Mannschaft, obwohl sich Zidaine als Spionin geoutet und zu ihrer alten Mannschaft zurückgekehrt ist und sie vorher versucht hat ihn umzubringen. Ich kann sein Verhalten nicht verstehen, warum bleibt er bei Beorn?

Tylstyr versteh ich auch nicht ganz, er macht sich nicht die geringsten Sorgen um seinen Freund, der jetzt gerade mit seiner potentiellen Mörderin rumhängt. Der Zauber, den er immer mal wieder wirkt um nach Zidaine zu sehen, ist aber total süß.
Ich vermisse Sven und das Wolfsmädchen!!

Urteil:
Ich habe jetzt alle vorhandenen fünf Bände innerhalb von drei Wochen durchgelesen, ich finde, das sagt schon einiges über die Reihe aus. Ich freue mich auf den Nachfolger, der hoffentlich noch dieses Jahr erscheint, bin aber auch ein bisschen froh über die Pause und hoffe, dass ich die Charaktere im nächsten Band wieder etwas mehr verstehen und mögen werde. Drei sehr gute Bücher für Band 5 der Phileasson-Saga!

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Veröffentlicht am 13.08.2020

definitiv kein Kinderbuch, aber sehr cool (:

Emily Bones
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„Wie sollte sie auch einen kühlen Kopf bewahren, wenn sie sich hinter jedem Grabstein einen Werwolf vorstellen könnte.“ Seite 11
„Was glaubst du, wer du bist? Batman?“
„Zu sterblich. Aber seine Höhle ist ...

„Wie sollte sie auch einen kühlen Kopf bewahren, wenn sie sich hinter jedem Grabstein einen Werwolf vorstellen könnte.“ Seite 11
„Was glaubst du, wer du bist? Batman?“
„Zu sterblich. Aber seine Höhle ist gar nicht mal so übel.“
Seite 279

Inhalt:
Eben war Emily Bones noch unterwegs zu einer Halloweenparty, doch jetzt erwacht sie plötzlich in ihrem eigenen Grab. Voller Entsetzten stellt sie fest, dass sie gestorben ist und nun als Geist auf dem Friedhof festsitzt. Und das auch noch in ziemlich gewöhnungsbedürftiger Gesellschaft.
Doch nicht nur das: Emily findet heraus, dass sie ermordet wurde und hat nun nur noch ein Ziel: Ihren Mörder zu finden und sich ihr Leben zurückzuholen. Doch selbst für einen Geist gibt es Gefahren und dieser Kampf wird schwieriger, als gedacht …


Aber was wäre die Welt ohne das Ungewöhnliche.
Seite 15

Schon auf den ersten Seiten der Geschichte findet sich der Leser mit Emily in einem Sarg wieder. Sie ist panisch, weiß nicht, was mit ihr geschehen ist, doch es gelingt ihr sich freizukämpfen. Draußen wartet ein nächtlicher Friedhof auf sie und ein wandelndes Skelett, in das sie prompt hineinstolpert und es damit in seine Einzelteile zerlegt. Nicht die beste Methode, um sich Freunde im Reich der Untoten zu machen.
Doch da kommt schon Cosimo, ein Irrlicht, das Emily helfen soll mit ihrem Zustand zurecht zu kommen. Von ihm erfährt sie, dass sie tot und als Geist zurückgekehrt ist, dieser Friedhof soll jetzt ihr neues Zuhause sein.

Welche Wunder der Friedhof auch bereithalten mochte, ein Zuhause konnte er für sie niemals werden.
Seite 97

Aber Emily will sich damit nicht zufriedengeben. Auf einer Vollversammlung der Friedhofsbesucher erkämpft sie sich Antworten und erfährt, wie sie starb: Dass ein Kämpfer des Prinzen der Dunkelheit ihr ihr Leben geraubt hat Emily will sich mit dem Leben als Geist nicht abgeben, sie will ihren Mörder finden und sich ihr Leben zurückholen. Aber so leicht ist das nicht.
Das Buch hat viel Humor. So sagt Cosimo ihr zum Beispiel, was für einen Geist peinlich ist und Emily passieren ständig solche Dinge z.B., dass sie in Ohnmacht fällt. Sie schleichen sich an menschliche Wohnzimmer und schauen Filme mit ihnen. Es gibt zwei Mal die Woche eine Selbsthilfegruppe, die jedoch leider etwas unter geht. Das fand ich etwas schade.

Wahrscheinlich war sie der einzige Geist weit und breit, der sich vor Geistern fürchtete.
Seite 54

Mir hat die Geschichte wirklich gut gefallen, allerdings hatte ich von einem Buch, das eher als Kinderbuch gilt, mit einer Leseempfehlung ab 10 Jahren etwas ganz anderes erwartet. Ich muss sagen, dass ich es für ein Kinderbuch viel zu brutal finde und das Emily sich nicht wie eine 13jährige verhält. Besonders die Art, wie sie ihrem Mörder den Kampf ansagt, fand ich nicht zu ihrem Alter passend und auch die ganze Richtung die das Buch nahm, ist doch eher weniger für Kinder. Mit ein paar mehr Informationen wäre das hier ein ganz normales Jugendbuch.

Außerdem hat mich Emilys ständiges Gefluche wirklich sehr gestört und zum Ende hin ging es mir ein bisschen zu sehr Richtung Epos.
Nichtsdestotrotz ist der Schreibstil genial und man merkt schon, dass die Autorin im Vergleich zu ihren anderen Büchern, hier etwas abgespeckt hat, was ich sehr angenehm fand!
Die Figuren waren toll ausgearbeitet, besonders der „alte Haudegen“ mit dem Emily sich schließlich zusammenschließt.

„Du bist ein Geist und nicht die Schneekönigin.“
„Ach nein? Und ich dachte, ich hätte meine Eiskrone irgendwo verlegt. Danke, dass du mich aufgeklärt hast.“
Seite 229

Kleiner Spoiler zum Thema Liebesgeschichte:
Es gibt keine. Wer eine braucht, dem kann ich dieses Buch dann leider nicht empfehlen.

Außerdem würde mich interessieren, ob hier ein zweiter Band geplant ist, da das Ende doch recht offen ist. Die letzten Zeilen waren aber wunderschön herzzerbrechend.

„Außerdem ist es überaus anstrengend ,deine Gedanken zu lesen. Man stürzt von einem Chaos ins nächste. Ich hab keine Ahnung, wie du es die ganze Zeit in deinem eigenen Kopf aushältst. Seite 160

Urteil:
Diese Geschichte ist für mich mehr Jugend- als Kinderbuch und eher für Leser ab 16 Jahren geeignet. Nichtsdestotrotz ist es eine sehr spannende Geschichte über den Kampf ums Überleben, seinen Platz finden und Freundschaft, mit tollen Humor und einem großartigen Schreibstil.

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Veröffentlicht am 13.08.2020

Ein magisches Kinderbuch

Nevermoor 1. Fluch und Wunder
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„Nevermoor“, flüsterte sie jetzt. Ihr gefiel der Klang – wie ein Geheimnis, ein Wort, das irgendwie nur ihr gehörte.“
Seite 81

Inhalt:
Morrigan Crow ist verflucht zu einem Leben als Unglücksbringer und ...

„Nevermoor“, flüsterte sie jetzt. Ihr gefiel der Klang – wie ein Geheimnis, ein Wort, das irgendwie nur ihr gehörte.“
Seite 81

Inhalt:
Morrigan Crow ist verflucht zu einem Leben als Unglücksbringer und einem frühen Tod. Doch dann kommt alles ganz anders, denn der seltsamen Jupiter North entführt Morrigan wenige Minuten vor Mitternacht und bringt sie nach Nevermoor, eine Stadt voller Wunder und Magie. Aber Morrigan kann nicht einfach so bleiben, sie muss mehrere Prüfungen bestehen und irgendwie haben alle anderen Prüflinge ein besonderes Talent, nur sie nicht. Oder kann Morrigan vielleicht mehr, als sie glaubt?



Meinung:
Morrigan hat es wirklich nicht leicht. Schon seit ihrer Geburt liegt ein Fluch auf ihr. Nicht nur, dass sie an ihrem 11. Geburtstag sterben wird, nein sie bringt auch allen Leuten in ihrer Umgebung Unglück. So ist es nicht gerade leicht Freunde zu finden und auch Zuhause hat Morrigan einen wirklich schweren Stand. Und dann ist sie da, die Nacht ihres Todes. Doch kurz bevor es Mitternacht werden kann erscheint plötzlich ein seltsamer Mann mit roten Haaren, der sich selber Kapitän North nennt und er nimmt Morrigan mit in eine ganz und gar fremde Welt – Nevermoor.

Wie so häufig, wenn Morrigan etwas sagte, wandten sich ihr alle Gesichter mit einem leicht erstaunten Ausdruck zu – so als wäre sie eine Stehlampe, die plötzlich Beine bekommen hatte und jetzt durch den Raum steppte.
Seite 25

Gemeinsam mit Morrigan wohnen wir in einem Hotelzimmer, das sich jeden Tag ein bisschen verändert. Mal wacht sie in einer Hängematte auf, dann plötzlich hat der Raum drei riesige Fenster, dann ein gigantisches Badezimmer, das am nächsten Tag wieder auf die Größe eines Schrankes schrumpft. Es gibt Roomservice, eine magische Riesenkatze und einen Raum, in dem es jeden Tag einen anderen Geruch gibt z.B. Schokolade zur Beruhigung.

Kapitän North nimmt Morrigan als seinen Schützling auf und meldet sie zur Aufnahme in die wundersame Gesellschaft. Doch dafür braucht man eine Gabe. Aber hat Morrigan denn eine? Und zählt Unglück bringen?

„Was passiert, wenn ich die Augen schließe?“
„Du verpasst den ganzen Spaß.“
Seite 74

Ich mochte dieses Buch richtig gerne. Das Cover ist sehr schön gestaltet, der Schreibstil ist einfach und das Setting einfach total magisch. Man kann sich alles super gut vorstellen und fühlt mit Morrigan mit, ohne dass es irgendwie jammrig ist, denn sie hat es ja wirklich nicht leicht. Ich mag sie als Charakter total gerne und auch Hawthorne, den Drachenreiter, der für sie zu einem Freund wird. Selbst als Morrigan ihm nicht sagen will/kann, was ihre Gabe ist, hält er weiter zu ihr. Die Charaktere sind schön aufgebaut, es gibt eine Zicke, einen mürrischen, mysteriösen Typ, einen Lustigen und eine Undurchschaubare und und und …
Morrigan muss sich mehreren Prüfungen stellen, alle spannend, magisch und anders als erwartet. Lest das Buch, ihr werdet es mögen!

„Ich bin zwar kein Experte, aber meinst du nicht, wenn du eine Stimme aus der Kanalisation hörst, die dich bittet, hinunterzuklettern, dass du dann vielleicht … nicht hinunterklettern solltest?“
(…) „Seit wann fürchtest du dich vor alten Damen?“
„Seit sie aus Kanalschächten vor mir hoch rufen.“
Seite 269

Urteil:
Ein magisches Kinderbuch voller toller Details und mit einer spannenden Geschichte und super gestalteten Charakteren. Vier magische Bücher mit Schokoladenduft.

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Veröffentlicht am 13.08.2020

meine Schwester ist in den Aushilfsschurken vom Dienst verknallt

Die Drachen der Tinkerfarm
1

„Du willst, dass ich mich mit Hexenmeister Junior anfreunde?“
„Er braucht wirklich Freunde, Tyler.“
„Die braucht ein Stinktier auch. Trotzdem werde ich nicht so doof sein, eins zu streicheln.“
Seite 224

Inhalt:
Eigentlich ...

„Du willst, dass ich mich mit Hexenmeister Junior anfreunde?“
„Er braucht wirklich Freunde, Tyler.“
„Die braucht ein Stinktier auch. Trotzdem werde ich nicht so doof sein, eins zu streicheln.“
Seite 224

Inhalt:
Eigentlich sollten sie bloß die Ferien bei ihrem Onkel verbringen – ein Onkel von dem sie bis dahin noch nie gehört hatten. Doch die Tinker Farm beherbergt keinesfalls Kühe und Schweine, sondern ist die Heimat für fast ausgestorben Fabeltiere. Hier treffen Lucinda und Tyler auf Einhörner, Basilisken, fliegende Affen und sogar Drachen! Und plötzlich sind sie mitten drin, in einem magischen Abenteuer voller Geheimnisse und Gefahren.


Meinung:
Lucinda und Tyler sind nicht sehr begeistert von den Ferienplänen, die ihre Mutter für sie geschmiedet hat, damit sie selber alleine in den Singleurlaub kann. Als dann noch eine geheimnisvolle Einladung auf die Farm ihres Großonkels Gideons auftaucht, von dem die zwei noch nie gehört haben, scheint er zwar das kleinere Übel, aber wirklich überzeugt sind sie nicht. Eine Farm im Nirgendwo? Gibt es da überhaupt Strom, um den Gameboy von Tyler aufzuladen? Ein Pferdewagen, der sie abholt, und der seltsame Kutscher machen auch nicht viel Hoffnung, aber dann kommt doch alles ganz anders.

„Hier laufen irgendwelche finsteren Sachen, und damit meine ich nicht nur Drachen“
Seite 213

Auf der Tinker Farm gibt es keine Kühe, Hühner oder Schweine, dafür aber Drachen, Basilisken, fliegende Affen und noch jede Menge mehr Fabelwesen. Jeder der Bewohner scheint ein Geheimnis zu haben und dann ist da noch der seltsame Schatten, der Tyler zu verfolgen scheint, während er durch verbotene Räume stöbert. Woher kommen die Fabeltiere? Welches Geheimnis hat Onkel Gideon? Was steckt hinter der Haushälterin Miss Needle und ihrem seltsamen Sohn? Fragen über Fragen.

Brüder, dachte Lucinda. Sie hatte ihre Eltern gebeten sich stattdessen einen Hund anzuschaffen, aber auf sie hörte ja niemand.
Seite 145

Der Einstieg in das Buch war leicht, wenn auch sehr düster. Die Kids fühlen sich abgeschoben und auch ihr Verhältnis zueinander ist nicht gerade super gut. Im ganzen Buch ist es mir ein bisschen schwer gefallen, mir ein richtiges Bild von ihnen zu machen und eine Beziehung zu ihnen aufzubauen. Hobbys?
Lieblingsessen? Fähigkeiten? Bis auf, dass Taylos süchtig nach seinem Gameboy ist, könnte ich davon nichts beantworten. Das hat mir nicht so gut gefallen.
Colin, der Sohn von Miss Needle ist schon von Anfang an super unheimlich und seine Mutter gleich mit. Ich war total gespannt, welches Geheimnis die beiden verbergen, zumal Colin gerade dabei ist, einen Plan gegen Gideon, den Leiter der Farm auszuhecken und das ganze gewaltig schief läuft.

„Na bravo, meine Schwester ist in den Aushilfsschurken vom Dienst verknallt.“
Seite 134

Die Fabeltiere waren super cool, aber keineswegs flauschig und nett, im Gegenteil. Aber die geflügelte Äffin Zara freundet sich mit Tyler an, ein sehr schöner Aspekt an der Geschichte. Dann gibt es noch die Arbeiter auf der Farm, die alle irgendwie ein bisschen seltsam sind. Ob es an der Abgeschiedenheit der Farm liegt oder doch an etwas anderem? Und dann ist da noch dieser super reiche Firmenguru, der seine Finger nach der Farm ausstreckt.

Was ich noch ein bisschen komisch fand ist, dass die Mutter einfach gar nicht mehr auftaucht und die Kinder auch überhaupt nicht an sie oder an Zuhause denken.
Der Schreibstil ist stellenweise etwas alt, aber trotzdem gut zu verstehen. Das Cover mag ich sehr gerne und das Taschenbuchformat war angenehm zum Lesen und Transportieren. Auch Kapiteleinteilung und Absätze waren sehr bahnfahrerfreundlich. Ich hatte ein Kinderbuchbuch mit locker flockigem Humor und plüschigen Einhörnern erwartet. Das findet sich hier definitiv nicht! Aber mir hat das Buch trotzdem gut gefallen.

Ich bin definitiv gespannt auf einen zweiten Band und werde mir gleich einen Suchauftrag bei Tauschticket einstellen. Dort findet ihr den ersten Band übrigens sehr günstig.

Das Buch war gut, spannend und interessant, aber der letzte Funke ist nicht übergesprungen und die Beziehung zu den Charakteren hätte viel enger sein können. Nichtsdestotrotz freue ich mich auf den zweiten Band und werde jetzt auch noch mehr darüber nachdenken mir „Die Hexenholzkrone“ zu holen, wo mich der Klappentext schon seit längerem so anspricht.
Wer Hörbucher mag, dem kann ich das zu „Die Drachen der Tinkerfarm“ sehr empfehlen, der Sprecher ist Andreas Fröhlich (Bob von den ???) und der hat eine wirklich tolle Stimme.

Urteil:
Eine spannende Geschichte, mit einigen Schwächen im Charakteraufbau, aber einem sehr coolen Setting und einer rasanten Handlung, die neugierig auf den Folgeband macht. Von mir gibt es ganz knapp vier Bücher

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