Profilbild von Liz2910

Liz2910

Lesejury Star
offline

Liz2910 ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit Liz2910 über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 25.03.2020

Ich brauche Band III. Jetzt!

Nevernight - Das Spiel
0

Sie war im inneren von Büchern groß geworden. Egal, wie finster es in ihrem Leben zugegangen war – sie hatte nur einen Buchdeckel aufschlagen müssen, um all den Schmerz auszusperren. Sie mochte das Kind ...

Sie war im inneren von Büchern groß geworden. Egal, wie finster es in ihrem Leben zugegangen war – sie hatte nur einen Buchdeckel aufschlagen müssen, um all den Schmerz auszusperren. Sie mochte das Kind ermordeter Eltern und einer gescheiterten Rebellion sein, aber dennoch wanderte sie so auf den Spuren von Gelehrten und Kriegern, Königinnen und Eroberern. Seite 120

Inhalt:
Mia hat es geschafft, die Kirche hat sie zu einer Klinge ausgebildet. Doch ihre Rache ist noch nicht vollendet und als sie herausfindet, dass ihre Auftraggeber, sie von ihrem Feldzug abhalten wollen, startet sie ein Waghalsiges unterfangen: Mia lässt sich als Sklavin verkaufen, an eine Gladiatoren Schule. Denn wer auf dem Sand siegt, wird den Herrschern gegenübertreten, den Männern, die sie töten will …

Meinung:

„Es kotzt mich einfach nur unglaublich an, dass ich selbst keine Ahnung habe, was ich eigentlich bin.“
„Aber das ist doch ganz einfach. (…) Du bist mutig. Und du bist klug. Und du bist schön.“ Seite 382

Der erste Band war spannend und rasant und ich habe mir direkt den zweiten bestellt, weil ich unbedingt wissen wollte, wie es weitergeht. Am Anfang wechselt die Sicht sehr oft zwischen Gegenwart und Vergangenheit, was mich etwas rausgebracht hat, die Geschichte aber perfekt und von allen Seiten beleuchten konnte.

Mia hat für die Rote Kirche gearbeitet und gemordet, doch dann trifft sie auf Ashlinn, die Verräterin, die Tric ermordet hat und den Assassinen Orden vernichten wollte. Mia ist außer sich vor Wut, doch Ashlinn weiß Dinge und liefert Mia den Beweis für den Verrat der Roten Kirche. Daraufhin schmiedet Mia einen eigenen Plan und es gelingt ihr an eine Gladiatoren Schule verkauft zu werden. Jetzt muss sie um ihr Leben kämpfen, denn am Ende der Spiele steht eine Siegerehrung wo sie unbedingt in der ersten Reihe stehen will. Denn so kann sie die Männer endlich töten, die ihr Leben und ihre Familie zerstört haben.

„So ein Mädchen wie du gehört hier nicht hin.“ „So ein Mädchen, wie ich“, erwiderte Mia, „Ist dir noch nie begegnet, Käpt´n.“ Seite 72

Das große Thema der Dunkelin war für mich super spannend und ich hätte mir so sehr gewünscht, noch mehr darüber zu erfahren! Über Mias Familie werden neue Details bekannt, die ich so nicht erwartet hatte und die das Ganze noch spannender machen, die Mia aber auch dazu bringen ihre Mission zu hinterfragen.
Es ist schon faszinierend, dass der Autor es schafft den Leser dazu zu bringen, mit einer Mörderin mit zu fiebern.

Es ist komisch, aber … wenn man jemanden aus dieser Welt gehen lässt, dann verschwindet nicht nur dieser Mensch, nicht wahr?“ Seite 547

Die Handlung ist schnell und spannend. Es fällt super schwer das Buch aus der Hand zu legen, weil man einfach unbedingt wissen will, was passiert. Die Charaktere sind gut, immer wieder bekommt man einen tieferen Einblick in ihre Geschichten und das macht die Arbeit für dieses Buch wirklich super komplex, weil immer mal wieder ein Schicksal mit einem anderen verwoben wird.

Was ich nicht gebraucht hätte, ist die Romanze, die Mia hat, auch die ausgedehnten Sex Szenen passen irgendwie nicht so ganz zu dem Kampf ums Überleben und all den Geheimnissen, die es eigentlich zu lüften gibt. Auch der zweite Band ist wieder sehr vulgär, was mich genervt hat, einfach weil die Geschichte es nicht nötig hat.

Für Humor sorgt Mias Sarkasmus und die Kabbeleien ihrer beiden Mitreisenden, denn der Schattenwolf von Lord Cassius reist jetzt ebenfalls mit Mia und versteht sich so gar nicht mit der Schattenkatze Herr Freundlich. Auch wenn Thematik und Setting Düster sind, gelingt es dem Autor doch, dass das Buch nicht zu dunkel und traurig wird, eher im Gegenteil, aber auch ohne Albernheiten oder Erzwungenheit.
Und Oh Du Meine GÜTE! Was war das bitte für ein Ende? Ich saß wirklich einen Moment sprachlos da bei den letzten Seiten und konnte es nicht fassen. Gut, zwei Dinge hatte ich erwartet und vor allem erhofft, aber dann schon wieder die Hoffnung aufgegeben und vor allem war diese Umsetzung in meinem Kopf nicht geplant! Ich brauche Band III. Jetzt!

Der Tod ist das einige Versprechen, das wir alle stets halten. Seite 235

Urteil: Eine sehr spannende Fortsetzung von Mias Weg zur Rache, die ich nur schwer aus der Hand legen konnte und die ohne das vulgäre Geschimpfe beinahe perfekt wäre (: Das Ende hat mich sprachlos und mit Herzklopfen zurückgelassen. Ich brauche Band III. Jetzt!

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 22.03.2020

sehr lebensnah

Für immer und dich
0

Für immer und dich


Zitate
„Ich werde alles dafür tun, dass du dich wieder an mich erinnerst.“ Seite 128

„Ich weiß, du versuchst mir jeden Tag die Sonne vom Himmel zu holen, aber sie scheint für mich ...

Für immer und dich


Zitate
„Ich werde alles dafür tun, dass du dich wieder an mich erinnerst.“ Seite 128

„Ich weiß, du versuchst mir jeden Tag die Sonne vom Himmel zu holen, aber sie scheint für mich einfach nicht mehr.“ Seite 340

Inhalt
Jonas hat eigentlich mehr als genug Sorgen, doch die sind vergessen, als er in der Berliner Ringbahn ein weinendes Mädchen trifft. Station um Station fahren die Beiden und können sich einfach nicht voneinander trennen. Doch jede Zugfahrt endet einmal und am Ende bleibt ein Versprechen auf ein Wiedersehen. Doch Jonas wartet vergeblich …

Meinung
Der Einstieg in die Geschichte fiel mir ein bisschen schwer, weil die Sichtweise zwischen Jonas und dem Mädchen wechselt und ich erst nicht gescheckt habe, wer wann redet. Ansonsten war es aber super toll, weil sie zwei sich während einer Bahnfahrt kennenlernen und als Bahnfahrer kann ich sagen: Sehr gut erfasst! =D Die Situationen sind einfach so wahr und so mein Alltag und ich konnte mich so sehr in die Szenen hineinversetzten. Die zwei Protas sind locker, lebensecht und die Situation in die sie schliddern wirkt gar nicht gestellt oder gewollt, sondern einfach gut (: Ich mag den Schreibstill, bin super gut reingekommen, es ist locker flockig und lädt total zum Weiterlesen ein.

„Ich weiß selbst, wie es ist, eine Familie zu haben, auf die dich kein Therapeut dieser Welt vorbereiten kann.“ Seite 209

Das Mädchen verschwindet aus der Bahn, ohne das Jonas ihren Namen erfährt, was ich wirklich cool fand. Leider taucht die Mysteriöse nicht am vereinbarten Treffpunkt auf und die Geschichte geht ein paar Wochen später weiter. Jonas kümmert sich um seine kleine Schwester, die seit einem Unfall in ihrer Kindheit, im Rollstuhl sitzt. Sie ist ein super süßer Charakter, lustig und lebendig und gibt diesem Buch einen ganz tollen Touch!
Und dann trifft er das Mädchen wieder. Im Krankenhaus. Im Rollstuhl. Weil auch ihr etwas Schlimmes passiert ist.

„Ich bin nicht wichtig. Sieh dir all das Elend dieser Welt an, und sann sag mir, ob es irgendeine Bedeutung hat, dass ich laufen kann.“
„Für mich ist es von Bedeutung.“
Seite 177

Zwischendurch mochte ich Jonas nicht, besonders, wenn er mit seinem besten Freund unterwegs ist, wird es einfach nur vulgär und sexbesessen. Ich finde es irgendwie nicht gut die Jungs in diese Schublade zu stecken. Auch Josephines Eltern waren sehr seltsam und ihre Handlung nicht verständlich. Am Ende gibt es einen dramatischen Knick, der passte, ja, aber die Argumente waren für mich nicht schlüssig und ich fand auch das Element am Ende für Josephine nicht so sehr schön.
„Wie kann ich eure Rettung sein, wenn ich mich selbst verloren habe?“
Seite 306
Sonst ist das Buch aber wirklich schön. Jonas gibt sich große Mühe Josephine für sich zu gewinnen und auf der Flucht vor ihren Eltern, lässt sie sich auf ihn ein. Allerdings nutzt sie ihn ein auch ein bisschen aus oder? Aber man kann ihr irgendwie nicht böse sein, weil ihr Schicksal echt ätzend ist. Ich mochte, wie sie aus dem Krankenhaus flüchtet und zu ihm nach Hause will, wie er ihr hilft, der Moment, als sie um ein Treffen bittet und er mitten in der Nacht losrennen wollte =D
Für Humor sorgt auch Karl der furchtbare Bruder von Jonas, der sich total gehen lässt, richtig verwahrlost ist, aber eine coole Entwicklung durchmacht. In dieser Geschichte scheinen einige Leute wieder auf die Beine zu kommen (: Und ich mag Cem, Cem ist lustig ^^

„Bescheid“, flüsterte sie.
„Was?“
„Ich sollte dir Bescheid geben, wenn ich dich in meinem Leben haben will.“
Seite 365

Fazit: Das Buch liest sich schnell und gut, locker leicht und sehr lebensnah. Ein paar Kritikpunkte hatte ich, aber alles in allem gebe ich der Geschichte vier Sterne und ein großes Kompliment an die Autorin für das Herzblut, was sie in dieses Buch gesteckt hat (:

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 18.03.2020

Für Buchliebhaber ein tolles Extra (:

My Book Journal. Seitenweise Glück
0

Ich habe mir dieses Journal im letzten Jahr geholt und erst einmal voller Staunen durchgeblättert - Die Gestaltung ist einfach super schön und sehr sehr liebevoll.

Neben den Steckbriefen für einzelne ...

Ich habe mir dieses Journal im letzten Jahr geholt und erst einmal voller Staunen durchgeblättert - Die Gestaltung ist einfach super schön und sehr sehr liebevoll.

Neben den Steckbriefen für einzelne Bücher, gibt es wunderschön gestaltete Sammelstellen für Zitate, die ich unglaublich toll finde, weil ich mir auch gerne in Büchern Zitate mit Post IT´s markiere. Hier kann man seine liebsten Stellen noch einmal festhalten z.B. von einem Buch, as man vielleicht doch nicht so sehr mochte, ihm keinen eigenen Steckbrief schreiben wollte und lieber weiter gibt, aber diese eine Stelle eben doch cool fand. So kann man auch die vermerken.

Die Steckbriefe sind sich sehr ähnlich. Manchmal ändern sich die Formulierungen und nicht immer passen sie genau auf das, was man zu diesem einen Buch gerade festhalten möchte. Aber da ist ja jeder in seiner Gestaltung total frei und die Doppelseite bietet eigentlich genug Platz für alle Anmerkungen und was man eben festhalten möchte (:

Außerdem gibt es eine Anleitung zum Lesezeichen basteln, Grafiken für eine Black-List, eine Wunschliste … Das Buch ist für jeden Buchliebhaber auf jeden Fall eine tolle Sache (:

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 12.03.2020

habe ich sehr geliebt (:

Heaven. Stadt der Feen
0

„Menschen helfen einander nicht einfach so.“
„In Filmen schon.“
„Naja, das ist aber kein Film.“
„Auch in Büchern.“
„Ein Buch ist das hier auch nicht.“
„Das ist London. Hier ist alles möglich.“
(Seite 85)









David ...

„Menschen helfen einander nicht einfach so.“
„In Filmen schon.“
„Naja, das ist aber kein Film.“
„Auch in Büchern.“
„Ein Buch ist das hier auch nicht.“
„Das ist London. Hier ist alles möglich.“
(Seite 85)









David ist auf der Flucht vor seiner Vergangenheit, die ihn
hoch oben auf Londons Dächer führt. Hier ist er frei, hier kann er atmen und
hier trifft er auch auf Heaven. Ein wunderschönes Mädchen, das seine ganze Welt
auf den Kopf stellt, denn Heaven erzählt ihm, dass man ihr ihr Herz gestohlen
hätte. Und zwar buchstäblich. Und ehe David wirklich weiß, was passiert, sind
sie schon auf der Flucht vor Dingen, von denen er vorher nicht einmal geahnt
hatte.

Heaven war mein Urlaubsabschlussbuch und hat mich auf dem
Flug nach Hause begleitet. Der einfache Schreibstil und die ruhige, ein
bisschen melancholische, aber auch verträumte Stimmung kam mir da sehr zugute.

David ist von Zuhause davon gelaufen, weil sein Elternhaus
ihn zu ersticken drohte. In London traf er nach einiger Zeit in der Unterwelt
auf den Buchladen The Owl and the
Pussycat, der Miss Trodwood gehört. Sie ist eine ältere, alleinstehende und
ein klein bisschen seltsame Dame, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, Bücher aufzutreiben und
besonderen Kunden zukommen zu lassen. David fängt als ihr Gehilfe an und darf
über dem Bücherladen in der kleinen Wohnung wohnen. Am Anfang dieser Geschichte
ist David gerade unterwegs, eines dieser Bücher zu überbringen, doch David ist
kein gewöhnlicher Kurier, seine Wege führen ihn über die Dächer Londons. Und
dort trifft er auch auf Heaven, die verletzt und verängstigt ist und behauptet
böse Männer hätten ihr Herz gestohlen. David ist ziemlich verdutzt und glaubt
erst, dass sie auf Drogen sei, doch Heaven hat etwas an sich, das ihn in ihren
Bann zieht. Kurzerhand nimmt er sich des seltsamen, wunderschönen Mädchens an
und schon bald gerät auch er in Gefahr.

Ich mochte diese Geschichte von Anfang an. Der Stil und die
Stimmung sind einfach irgendwie besonders, die Charaktere sind toll und die
Geschichte hat mich in ihren Bann gezogen. Das Buch wird hauptsächlich aus der
Sicht von David erzählt, aber immer mal wieder rutscht man auch in andere
Perspektiven ab, was mich hier aber nicht gestört hat.

Heaven ist kein sehr offener Mensch. Sie hat Geheimnisse und
erzählt David doch recht viel, was andere Leute erstaunt. Sie ist traurig über
Verluste, die sie erlitten hat, und liebt es, die Sterne zu beobachten. Sie
führt zwei Leben, eins in der College Welt und ein zweites, in dem sie allein
auf einem Hausboot lebt.

„Wer bist du wirklich.“
„Ich bin kompliziert.“
(Seite 157)




David hat eine schwere Zeit hinter sich und in London etwas
Neues gefunden, was er liebt. Die miese Beziehung, die gerade hinter ihm liegt,
hat ihn getroffen, doch sein Job und die Zeit über den Dächern machen ihn
glücklich. Er ist ein bisschen nerdig, aber nicht übermäßig, kein Bad Boy und
auch kein Hipster, er ist ein David und ich mochte ihn sehr.

„Allein sein ist nicht immer gut.“
(Seite 167)



Hier gibt es noch Bösewichte, die einfach die Bösen sind,
weil sie eben böse sind. Es gibt magische Geschichten über Kometen und
Sternschnuppen, die sich in unserer Welt in etwas anderes verwandeln, es gibt
viel Gefühl und Herz und all das macht „Heaven“ zu einer wundervollen
Geschichte.

„Heaven: Stadt der Feen“ von Christoph Marzi hat eine ganz eigene Melodie, die ich gar nicht wirklich erklären kann, aber ich war von der ersten Seite an verliebt und konnte wunderbar zwischen den Seiten verschwinden und mit
Heaven und David durch London streifen. Fünf Sterne von mir und eine ganz klare glitzernde Leseempfehlung!

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 12.03.2020

Ein wirklich richtig gutes Buch mit einer wichtigen Botschaft

Wie du mich siehst
0

Zitat:
„Ich schaute niemanden an. Die Leute schauten mich nämlich an, und wenn ich zurückschaute, fassten sie das als Einladung auf, irgendwas zu sagen, und das war dann fast immer etwas Beleidigendes ...

Zitat:
„Ich schaute niemanden an. Die Leute schauten mich nämlich an, und wenn ich zurückschaute, fassten sie das als Einladung auf, irgendwas zu sagen, und das war dann fast immer etwas Beleidigendes oder Dummes oder Beides, weshalb ich schon vor längerer Zeit entschieden hatte, dass es einfacher war, so zu tun, als würden sie gar nicht existieren.“

Inhalt:
Shirins Alltag ist schwer. Unverschämte Blicke, fiese Sprüche, sogar physische Attacken und dass an jeder neuen Schule, nur weil sie Muslima ist und ein Kopftuch trägt. Musik und Breakdance-Training gemeinsam mit ihrem Bruder ist ihre Flucht und ihr Halt. Doch dann ist da plötzlich Ocean, ein Junge der irgendwie anders ist, als die anderen. Shirin fällt es schwer ihn an sich heranzulassen, aber Ocean lässt nicht locker …

Meinung:
Ich mag Tahere Mafi seit ihrer Shatter Me Reihe unheimlich gerne und darum ist ihr neues Buch ziemlich direkt auf meine Wunschliste gewandert. Die Sprache ist leicht und der Einstieg ganz einfach, man findet sich sofort in Shirins Kopf mitten in einer amerikanischen High-School wieder.

Shirin ist wütend. Sie ignoriert die Menschen, blendet alles Mögliche aus und geht mit gesenktem Kopf durch die Welt. Was absolut verständlich ist! Aber sie vergibt auch keine Chancen und verbaut sich damit auch selber welche. Deswegen ist es mit Ocean auch anfangs so schwierig, aber nach und nach lässt sie sich doch auf ihn ein und das was da entsteht ist einfach sehr schön und liebevoll. Ich mochte den Verlauf der Geschichte sehr gerne, auch wenn es Momente gab, wo ich Shirin gerne geschüttelt hätte, weil sie so verbohrt war. Aber ich glaube, das ihr Charakter einfach so schwere, innerliche Verletzungen hat, die wir als privilegierte Weiße nicht verstehen können. Als Christ, bin ich selber oft genug in der Schule ausgelacht worden. Aber ich wurde nie gehasst, wie Shirin, wurde nie als Attentäterin und Mörderin beschimpft.

Shirins familiärer Hintergrund hat mich etwas verwirrt. Ich habe die Beziehung der Eltern zu ihren Kindern, die Erziehung und auch den Glauben nicht so ganz nachvollziehen können. Auch bei Shirin kann ich im Endeffekt nicht genau sagen, warum sie das Kopftuch trägt und was ihr Glaube sonst noch für Auswirkungen auf ihr Leben hat, denn sie wirkt absolut nicht religiös in dieser Geschichte. Sie hat sich aber eben dafür entschieden das Kopftuch zu tragen und kämpft dafür, was ich auch absolut okay finde. Aber mir hat hier doch noch einiges gefehlt, um es ganz verstehen zu können.

Der Sprachstill ist nicht so märchenhaft, wortgewaltig, wie in Shatter Me, sondern etwas nüchterner, was aber total gut zu der Geschichte passt. Ich habe das Buch an einem Tag durchgelesen und konnte es kaum aus der Hand legen. Ich möchte bitte mehr von dieser Autorin (:

Mein Blick auf die Welt ist schon ein bisschen anders geworden, nach diesem Buch. Auf dem Klappentext wird angekündigt, dass es autobiographisch ist und ich fand was Shirin erleben musste wirklich schlimm! Ich denke, man könnte dieses Buch auch ganz gut im Schulunterricht lesen, zur Sensibilisierung (:

Fazit: Ein wirklich richtig gutes Buch mit einer wichtigen Botschaft, wo vielleicht noch ein zwei Erklärungen gutgetan hätten.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere