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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 25.01.2018

Warum es gut ist, auch einmal Pläne zu machen

Gut geplant ist halb verliebt
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„Seit sie denken konnte, hatte Heather Fowler diesen einen Traum gehabt: in New York leben. Das hatte sie schon als altkluge Achtjährige erklärt, als die beste Freundin ihrer Mutter nach einem Glas Wein, ...

„Seit sie denken konnte, hatte Heather Fowler diesen einen Traum gehabt: in New York leben. Das hatte sie schon als altkluge Achtjährige erklärt, als die beste Freundin ihrer Mutter nach einem Glas Wein, den sie wie Wasser heruntergestürzt hatte, zu redselig geworden war und sie gefragt hatte, was sie denn später mal werden wolle.“

Das Buch ist aus zwei Sichten geschrieben und genauso gibt es auch zwei Inhaltsbeschreibungen. Im Klappentext wird Heather vorgestellt. Die junge Hochzeitsplanerin, die nach New York gezogen ist, um sich ihren Kindheitstraum zu erfüllen. Sie steht kurz vor der Beförderung und muss viele Überstunden machen. Da kann sie es überhaupt nicht gebrauchen, dass ihr neuer Nachbar Josh bis spät in die Nacht mit seiner Band probt.

Basierend auf dieser Inhaltsangabe habe ich einen fröhlichen, amüsanten Liebesroman erwartet. Natürlich darf es hier auch einmal ein paar Probleme geben, aber generell habe ich eher ein leichtes Buch erwartet. Neben dieser Beschreibung gibt es noch eine Inhaltsangabe im inneren des Buches. Hier wird Josh vorgestellt, der den Krebs besiegt hat und seitdem sein Leben umgekrempelt hat. Er lebt viel spontaner und kann die verkrampfte neue Nachbarin Heather überhaupt nicht verstehen. Sie soll in seinen Augen deutlich lockerer werden.

Gerade Joshs Geschichte gibt dem Buch Tiefgang. Habt ihr euch jemals gefragt wie es wäre, wenn man wirklich jeden Tag so lebt, als ob er der letzte ist. Josh verkörpert dies, sodass er sich nicht mehr erlaubt langfristige Pläne zu machen. Seine Sicht fand ich fast noch schöner. Obwohl es diese ernste Seite gibt, hat das Buch dennoch viel Witz. Ich habe die Kabbeleien zwischen Josh und Heather einfach geliebt. Sie sind so amüsant geschrieben, dass ich mehrfach einfach lachen musste.

Neben der Sprache mochte ich auch sehr die Charaktere und ihre Entwicklung. Heather und Josh sind einfach sehr gegensätzlich, aber es heißt ja auch nicht umsonst, dass sich Gegensätze anziehen. Das Tempo mit dem die Geschichte erzählt wird war sehr realistisch und sie war wirklich abwechslungsreich. So eignet sich das Buch perfekt für einen schönen Sonntag auf der Couch oder für den Urlaub.

Veröffentlicht am 06.01.2018

Mehr ein Thriller als ein Liebesroman, aber trotzdem gut

Someone for you
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„Du hast mich gefragt, wer ich bin. Das bin ich. Ich bin das kaputte Mädchen, dass sich in den falschen Kerl verliebt hat und das für immer mit sich herumtragen wird. Gleichzeitig weiß ich aber, dass ich ...

„Du hast mich gefragt, wer ich bin. Das bin ich. Ich bin das kaputte Mädchen, dass sich in den falschen Kerl verliebt hat und das für immer mit sich herumtragen wird. Gleichzeitig weiß ich aber, dass ich das nicht für immer sein möchte. Ich will wieder ich sein, meine Träume leben, nicht mehr fliehen. Ich will einfach nur … ich sein. Zur Ruhe kommen, verstehst du?“

Von der Buchbeschreibung her hatte ich eher einen Liebesroman erwartet. Tatsächlich waren für mich die Thriller-Elemente deutlich präsenter. Das hat mich überhaupt nicht gestört, aber im ersten Moment doch etwas überrascht. Wer nicht gerne spannende Geschichten liest, sollte daher die Finger von diesem Buch lassen.

Liv hat in ihrer Jugend einen Fehler gemacht und sich in den falschen Mann verliebt. Nachdem sie sich endlich von ihm lösen konnte, ist sie auf der Flucht vor ihm. Doch egal wo sie einen Neubeginn versucht, findet er sie immer. Als sie sich in einer kleinen amerikanischen Kleinstadt niederlässt, weiß sie auch, dass dies nicht für immer ihr Wohnort ist. Dort lernt sie jedoch Elijah kennen und kommt ihm näher. Ihr Exfreund ist jedoch auch nicht weit entfernt. Kann sie verhindern, dass Elijah mit in ihre Probleme hineingezogen wird und dass ihr Exfreund sie nicht doch letztendlich findet?

Der Roman ist das Debüt von Ronja Delahaye. Diese Information ist eigentlich nicht erwähnenswert, da es in keiner Weise so wirkt, als hätte Ronja noch nie ein Buch vorher veröffentlicht. Ihr Schreibstil ist sicher und wirklich spannend. Der Leser wird von der ersten Seite an von der Geschichte gefesselt und bangt mit Liv mit. Mir hat dieses Debüt sehr gut gefallen. Der einzige Grund, warum es doch nennenswert ist, dass dies ein Debüt ist, ist das Alter der Autorin. Ich bin schon nicht sonderlich alt, aber als ich gelesen habe, dass die Autorin mit 21 Jahren so jung wie meine kleine Schwester ist, war ich sehr überrascht. Die Geschichte wirkt überhaupt nicht jugendlich. Meinen Respekt an die Autorin!

Bei den Charakteren hatte ich das Gefühl, dass sie wirklich schon einiges durchlebt haben. Nicht nur Liv, sondern auch Elijah haben ihr Päckchen zu tragen. Bei Liv fand ich bemerkenswert, wie ihre Ängste und Wünsche dargestellt werden. Es war nicht überzogen beschrieben, wie sie teilweise schreckhaft ist und Vorsichtsmaßnahmen trifft. Obwohl sie nirgendwo Wurzel fassen darf, merkt man trotzdem zwischendurch wie sie von einem normaleren Leben träumt. An erster Stelle steht jedoch nicht ihr Glück, sondern das der anderen Menschen.

Elijah wirkte auf mich im ersten Moment wie ein normaler Clubbesitzer. Welche Type Mensch besitzt schon einen Club? Keine Ahnung, ob hier das Wort normal angebracht ist. Jedoch habe ich zunächst nicht mehr hinter seinem Charakter vermutet. Ein Teil der Geschichte wird aus seiner Sicht beschrieben, sodass der Leser auch einen größeren Einblick in sein Wesen bekommt. Er ist auch sehr um seine Mitmenschen bedacht, aber hat keine einfache Vergangenheit. Wie er sich um Liv kümmert und sorgt, fand ich in jedem Fall sehr schön zu lesen.

Auch wenn es für mich eher ein Thriller war, hat mich die Geschichte überzeugen können. Ich fand sie spannend und konnte stundenlang lesen. Es gibt eine abwechslungsreiche Handlung, interessante Charaktere und definitiv auch genug Aktion. Für mich war dieses Buch ein super Start in das Lesejahr 2018.

Veröffentlicht am 03.01.2018

Eine der besten Sportler-Romanzen

Game on - Trotz allem du
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Es gibt so viele Sportler-Romanzen, aber leider nur so wenige wirklich gute. Für mich zählt „Game on“ hier zu der Spitzenliga. Noch kenne ich nicht alle Teile, aber das werde ich definitiv noch nachholen, ...

Es gibt so viele Sportler-Romanzen, aber leider nur so wenige wirklich gute. Für mich zählt „Game on“ hier zu der Spitzenliga. Noch kenne ich nicht alle Teile, aber das werde ich definitiv noch nachholen, dafür mag ich die Jungs viel zu gerne.

Das Buch handelt von Chess Cooper, die gerade dafür engagiert wurde ein Kalender-Shooting der Footballmannschaft durchzuführen. Hierfür müssen die Jungs ihre Hüllen fallen lassen. Damit hat Quarterback Finn Mannus ein besonders großes Problem, da ihn Chess komplett aus der Fassung bringt. Als sie durch einen Brand ihre Wohnung verliert, bietet er ihr an rein freundschaftlich bei ihm einzuziehen. Doch Freundschaft scheint nicht alles zu sein, an dem Finn interessiert ist.

Bei der Geschichte hat mich besonders die Beziehung der beiden fasziniert beziehungsweise wie sich die Beziehung verändert. Bei Chess und Finn ist es wirklich Abneigung auf den ersten Blick. Ich konnte das gut nachvollziehen, weil Finn echt kein netter Kerl zu sein scheint. Über die ersten Gespräche, leicht flirtende und lustige SMS entsteht dann jedoch eine Freundschaft. Den Übergang fand ich sehr gut beschrieben und es war auch toll mitzuerleben, wie hier Vertrauen aufgebaut wird. Hätten die beiden sich wohl schon im Kindergarten getroffen, wären es wohl beste Freunde fürs Leben geworden.

Ich weiß nicht, welche von den beiden Figuren ich lieber mag. Im wahren Leben könnte ich mir vorstellen mit beiden befreundet zu sein. Bei Finn merkt man ganz klar, dass er obwohl er selber keine Beziehung möchte, alles für seine Freunde tun würde. Er ist schon sehr gefühlsbetont (was nicht heißen soll, dass er weinerlich ist), auch wenn es ihm schwer fällt darüber zu reden. Chess ist ihm in vielerlei Hinsicht ähnlich, aber dennoch auch in anderen Dingen sehr gegensätzlich. Sie möchte keine One-Night-Stands, sondern eigentlich den Partner fürs Leben. In der Vergangenheit und vor allem auch bei Dates hat sie jedoch nur schlechte Erfahrungen gemacht. Bei ihr mag ich, dass sie selbstbewusst, unabhängig und kein bisschen zickig ist.

Den Schreibstil habe ich – wie bereits auch schon bei den anderen Teilen der Reihe – sehr gemocht. Er ist witzig und locker, ohne dabei flach zu wirken. Er werden hier auch ernstere Themen angesprochen und verarbeitet. Einzige klitzekleine Kritik ist nur, dass das Ende vielleicht ein bisschen kitschig war. Ich mochte es trotzdem, aber es war doch rosaroter als der Rest des Buches.

Als Fazit kann ich nur sagen, dass ich das Buch geliebt habe. „Game On – Trotz allem du“ ist zwar in sich abgeschlossen, jedoch wird noch ein weiterer Teil über Jack Ryder erscheinen. Die Veröffentlichung in Englisch ist noch für 2018 geplant. Den Teil werde ich mit Sicherheit auch gerne lesen.

Veröffentlicht am 02.01.2018

Wo bleibt der Tiefgang?

Brooke & Luke - L.A. Love Story
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Zuerst einmal muss ich bei diesem Buch gestehen, dass ich die beiden Vorgänger nicht kenne. In der Regel macht dies auch bei so einer Reihe keinen Unterschied, weil jedes Buch von einer anderen Person ...

Zuerst einmal muss ich bei diesem Buch gestehen, dass ich die beiden Vorgänger nicht kenne. In der Regel macht dies auch bei so einer Reihe keinen Unterschied, weil jedes Buch von einer anderen Person handelt und dadurch zwar bekannte Gesichter in den anderen Teilen auftauchen, aber meist kein Vorwissen benötigt wird. Hier ist einmal ein Fall eingetreten, bei dem ich mir gewünscht habe, ich hätte die anderen Bücher gelesen. Der Handlung konnte ich auch so folgen, aber ich denke, dass ich die anderen Personen besser verstanden hätte, wenn ich ihre Geschichte schon gelesen hätte.

Erst einmal zur Handlung: Brooke weiß noch nicht, was sie mit ihrem Leben anfangen soll. Sie arbeitet zurzeit als Kellnerin, aber wartet noch auf eine Eingebung, was ihr Traumjob ist. Da sie viel alleine ist, schenken ihre Schwestern ihre einen Selbstverteidigungskurs, um neue Menschen kennenzulernen. Der Trainer dieses Kurses, Luke, lässt dabei ihr Herz schneller schlagen.

In dem Klappentext wird Luke mit einer dunklen Vergangenheit dargestellt. Dies klingt düster, geheimnisvoll und lässt ihn wie einen Bad Boy klingen. Hier darf man sich definitiv keinen Bad Boy vorstellen. Luke ist vom Beruf her Polizist und kümmert sich gerne um Kinder im Kinderheim. Er ist somit das genaue Gegenteil.

Die Grundidee hat mir gut gefallen und vom Ansatz her fand ich die ganze Geschichte auch ziemlich realistisch. Auch hat der Schreibstil dafür gesorgt, dass ich das Buch gerne und super schnell gelesen habe. Nach einem Tag hatte ich das Buch schon aus.

Leider haben mir die Charaktere und der Handlungsverlauf nicht so gut gefallen. Das größte Problem hatte ich mit Brooke. Ich kann gut verstehen, dass man selber noch keine Idee hat, wie es mit dem Leben einmal weiter gehen soll. Es ist nun einmal auch schwer sich auf einen Beruf (erst einmal) festzulegen. Diese Thematik hätte ich gerne noch vertieft gehabt. Es wird immer wieder einmal erwähnt, aber als Leser hatte ich nicht das Gefühl, dass sich Brooke allzu viele Gedanken um ihre Zukunft macht.

Ein weiterer Kritikpunkt an ihrem Charakter ist ihre plötzliche Unselbständigkeit. Sie hat zwar zwei Schwestern, auf die sie sich immer verlassen kann, aber ansonsten ist sie in der Vergangenheit immer gut alleine zurecht gekommen. Ich mag es überhaupt nicht, wenn eine Frau ihre Selbständigkeit komplett aufgibt, sobald ein Mann auf der Bildfläche erscheint. Was für einen Grund sollte es geben, warum man dann plötzlich nicht mehr alleine abends raus gehen oder mit dem Auto zur Arbeit fahren kann? Die Frau ist ja auch vorher sehr gut alleine zurecht gekommen.

Um noch einen letzten Makel an dem Buch los zu werden, möchte ich das Tempo erwähnen. Ja die Zeit vergeht in Büchern teilweise anders. Da kann es vorkommen, dass Charaktere nach zwei Monaten heiraten, direkt zusammen ziehen oder im ersten Jahr bereits die Familienplanung abgeschlossen haben. Aber nur, weil das in anderen Büchern der Fall ist, möchte ich nicht bei einem zweiten Date (bspw.) schon den Satz „Ich liebe dich“ lesen. Die Liebesbeziehung von Brooke und Luke ging mir hier einfach viel zu schnell. Brooke hat Luke schon gespürt, als er den Raum betreten hat, obwohl sie ihn noch nicht gesehen hat oder kannte. Wir realistisch ist es, dass eine so starke elektrische Ladung noch vor dem ersten Blick in der Luft liegt.

Bei dem Buch habe ich keinen nobelpreiswürdiges Meisterwerk erwartet, aber ich hätte mir bei der Handlung und den Personen etwas mehr Tiefgang gewünscht. So war es nur eine teilweise nette Lektüre. In dem Genre gibt es leider einige andere Bücher, die deutlich besser sind.

Veröffentlicht am 29.12.2017

Eine neue Geschichte mit viel griechischer Mythologie

Wonder Woman – Kriegerin der Amazonen
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„Sie verscheuchte den Gedanken und dachte stattdessen an ihren Unterricht bei Teuta. Überlege dir eine Strategie. Schlachten werden häufig deswegen verloren, weil die Beteiligten nicht wissen, welchen ...

„Sie verscheuchte den Gedanken und dachte stattdessen an ihren Unterricht bei Teuta. Überlege dir eine Strategie. Schlachten werden häufig deswegen verloren, weil die Beteiligten nicht wissen, welchen Krieg sie eigentlich kämpfen.“

Auch wenn ich die ursprünglichen DC Comics aus den 40er Jahren nicht kenne, in denen Wonder Woman ihren ersten Auftritt hat, bin ich ein großer Fan von den neueren Comicverfilmungen. Egal ob von Marvel oder DC, egal ob Thor, Captain America, Batman oder Superman, ich freue mich jedes Mal auf den Kinobesuch. Die neue Verfilmung von Wonder Woman habe ich auch gesehen und ich muss sagen, dass es für mich die beste DC Comicverfilmung ist. Ich fand es daher sehr spannend zu erfahren, wie sich Wonder Woman als Jugendroman macht.

Das Buch beginnt ähnlich wie die Comics oder auch der Film, aber danach verläuft die Handlung ganz anders, sodass dies eine ganz neue Geschichte ist. Für diejenigen, die bereits die anderen Geschichten kennen, ist es somit nicht langweilig auch dieses Buch zu lesen. Die junge Diana lebt mit den anderen Amazonen weit entfernt von der Menschenwelt auf der Insel Themyscira. Als sie ein Mädchen vor dem Ertrinken rettet und auf die Insel bringt, wird das Gleichgewicht zerstört. Es ist der Beginn von einer Kette von Ereignissen, sodass es nun Dianas Mission ist in das heutige New York zu reisen und dort einen dritten Weltkrieg zu verhindern.

Auf ihrer Reise gelangt Diana auch nach Griechenland. Insgesamt hat die Geschichte viele Aspekte aus der griechischen Mythologie. Ich bin auf diesem Gebiet kein Experte, aber die Fakten, die ich kenne, habe ich auch so in der Geschichte wiedergefunden. So tauchen hier viele Götter und Sagen auf. Diese Seite des Buches hat mir besonders gut gefallen.

Zwei drittel des Buches waren für mich sehr nachvollziehbar. Es gab ein paar Überraschungen und etwas Raum für Spekulationen, aber ansonsten war alles sehr linear und schlüssig. Am Ende hat mich hier gestört, dass viel zu viele Themen noch angesprochen wurde. Plötzlich war das Problem viel größer, mehr Menschen waren involviert und eine Lösung war ferner denn je. Um am Ende keinen Weltuntergang zu haben, musste somit eine ziemlich extreme Auflösung her. Viele Autoren scheinen ein Problem mit dem Ende ihrer Geschichte zu haben und wollen einen riesen großen Paukenschlag, wodurch zu viel Handlung in den Schluss gepackt wird. Hier hätte mir weniger und dadurch eine realistische Handlung deutlich besser gefallen.

Ein weiterer Kritikpunkt ist für mich die Person der Diana. Sie bietet so viel Potenzial, das hier meines Erachtens nicht genutzt wurde. Wer als unsterbliches Wesen geschaffen wurde, ist eigentlich weder eine Amazone noch ein Mensch. Ihr Innenleben müsste daher voller Konflikte sein. Sie müsste sich eigentlich wünschen, irgendwo dazuzugehören und sich ihren Platz zu erkämpfen. Diese Emotionen sind mir zu kurz gekommen. Es wird ein stärkerer Fokus auf die Handlung und die Beschreibung der Schauplätze gelegt, als auf die Gefühle.

Mein Fazit ist daher, dass das Buch nicht mit dem Film verglichen werden kann, da die Handlung komplett anders ist. Es gibt somit eine interessante, neuartige Geschichte. Der Bezug zur griechischen Mythologie hat mir gut gefallen, jedoch konnte mich die Geschichte nicht ganz fesseln. Für Fans ist es wirklich schön mal eine andere Wonder Woman kennen zu lernen. Wer kein Fan ist, sollte lieber ein anderes Buch lesen.