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Veröffentlicht am 03.08.2017

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Mr. President – Macht ist sexy
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Bereits die Real-Reihe von Katy Evans hat mich gefesselt. Ich wusste also vom Schreibstil her, worauf ich mich einlasse und ich wurde nicht enttäuscht.

Von den Präsidentenwahlen in Amerika habe ich bis ...

Bereits die Real-Reihe von Katy Evans hat mich gefesselt. Ich wusste also vom Schreibstil her, worauf ich mich einlasse und ich wurde nicht enttäuscht.

Von den Präsidentenwahlen in Amerika habe ich bis jetzt nicht so viel mitbekommen. Also das ganz grobe Konzept kenne ich schon, aber mit den Details habe ich mich nie auseinandergesetzt. Ich weiß, daher nicht, wie realistisch die Darstellungen des Wahlkampfes sind. Auf mich hat jedoch alles plausibel gewirkt und obwohl es der hauptsächliche Handlungsstrang ist, wird hier drauf nicht so detailliert eingegangen.

In Mr. President begegnet der Leser anziehenden Charakteren, die durchaus nicht perfekt sind. Für mich ist es immer wichtig, dass Personen auch mal kleine Makel haben, weil sie dadurch viel realistischer wirken. Charlotte ist relativ jung und was Wahlkämpfe angeht, komplett unerfahren. Da sie jedoch aus einer politisch engagierten Familie kommt, ist ihr in Fleisch und Blut eingegangen, dass Skandale in jedem Fall zu vermeiden sind. Matthew, der Kandidat für das Präsidentenamt, führt laut seinem Wahlkampfteam nur eine Beziehung mit Amerika. Ein sehr großes Dilemma.

Was mir besonders gut an dem Buch gefallen hat, ist dass es sehr interessant geschrieben ist und dass ich durch diesen Schreibstil die Gefühle der Hauptpersonen so gut nachvollziehen konnte. Es war für mich sehr schlüssig, warum sie so gehandelt haben, wie sie gehandelt haben. Außerdem mochte ich, wie sie sich weiterentwickelt haben.

Auch wenn ich begeistert von dem Buch bin, muss ich zugeben, dass es ein paar kleine Schwächen hat. Die Geschichte ist durchaus nicht besonders komplex und auch die politischen Themen hätten stärker aufgegriffen werden können. Jedoch haben mich diese Sachen nicht gestört. Ich wollte kein höchst komplexes und intellektuelles Buch lesen, sondern wollte einfach nur ein paar Stunden in eine schöne Liebesgeschichte eintauchen. Somit hat mich das Buch – so wie es – ist gut unterhalten und ich freue mich jetzt schon auf den zweiten Teil.

Veröffentlicht am 24.07.2017

Der Milliardär und die Praktikantin

Nothing Like Us
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Zurzeit gibt es viele Ausprägungen von Geschichten mit Milliardären. Es scheint irgendwie, als bräuchte man nur eine steinreiche, attraktive Hauptperson und ein Buch wird zum Bestseller. In letzter Zeit ...

Zurzeit gibt es viele Ausprägungen von Geschichten mit Milliardären. Es scheint irgendwie, als bräuchte man nur eine steinreiche, attraktive Hauptperson und ein Buch wird zum Bestseller. In letzter Zeit habe ich viele solcher Geschichten gelesen und fand auch einige davon sehr gut. Ich habe mich somit auf „Nothing Like Us“ gefreut und war gespannt, wie die Konstellation von dem Milliardärs-Erben und der Praktikantin ausgeht.

Die Geschichte startet sehr amüsant. Die deutsche Praktikantin Lena kennt den Sohn des Hotelbesitzers nicht und bringt Sander zum Arbeiten. Es beginnt eine Zeit aus gestohlenen Küssen in Wäschekammern, kleine Dates und neckischen SMS. Am Anfang fand ich dies auch ganz amüsant. Die Begegnungen sind sehr abwechslungsreich und die Gespräche sind mit viel Witz geschrieben. Aber selbst als die beiden sich besser kennen lernen, weiß Lena immer noch nicht, wer Sander eigentlich ist. Der Konflikt ist somit vorprogrammiert.

Im weiteren Verlauf des Buches hatte ich dann jedoch das Gefühl, dass sich die Argumente, Streitereien und Gespräche wiederholen. Es hat sich alles immer wieder im Kreis gedreht und ist nicht wirklich weitergegangen. Hier fehlte mir die Handlung oder die Abwechslung. Auch kamen mir manche Aspekte sehr unrealistisch vor.

Lena ist eine deutsche Praktikantin, die nach dem Abitur nach New York zieht um Erfahrung in einer Hotelküche zu sammeln. Wie viel Gehalt bekommt man wohl als Praktikantin, die nur ein bisschen aushilft? Es wird wohl nicht so viel sein, dass man sich damit ein Zimmer in Manhattan leisten kann. Außerdem hat mich auch gewundert, wie viel Macht Sander hat. Wer lässt seinen zwanzigjährigen Sohn, der keinerlei Erfahrung im Management hat, um das ganze Hotelpersonal kümmern? Auch wenn dies nur kleine Details sind, hat dies dennoch dazu geführt, dass mir die Geschichte unrealistisch vorkam. Ohne diese feinen Details wären viele Wendungen nicht möglich gewesen.

Auch waren mir die Personen nicht unbedingt sympathisch. Lena wirkte auf mich häufig überheblich und von oben herab. Wäre ich eine kleine Praktikantin, dann wäre ich zurückhaltender und unscheinbarer. Ich konnte sie nicht ganz verstehen und mochte auch ihre Art nicht immer.

Obwohl mir die Grundidee gefallen hat, waren es viele kleine Aspekte in der Umsetzung, die mir nicht sonderlich gut gefallen haben. Es war immer wieder mal amüsant, aber im Großen und Ganzen gibt es hierfür keine Leseempfehlung von mir.

Veröffentlicht am 11.07.2017

Derbe Sprache, etwas brutal, aber einfach nur fesselnd

Lawless
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Zurzeit probiere ich ein paar neue Sachen aus. Angefangen bei Rockstar-Romanzen und jetzt weiter mit Biker-Geschichten. Als Neuling dieses Genres kenne ich die ersten beiden Teile der King-Reihe leider ...

Zurzeit probiere ich ein paar neue Sachen aus. Angefangen bei Rockstar-Romanzen und jetzt weiter mit Biker-Geschichten. Als Neuling dieses Genres kenne ich die ersten beiden Teile der King-Reihe leider noch nicht. Zu Beginn von „Lawless“ steht zwar im Vorwort der Autorin, dass es hilfreich ist, die ersten beiden Teile zu kennen, aber ich bin auch so gut in die Geschichte reingekommen. Es kann helfen die äußeren Umstände zu kennen und zu wissen wer die anderen Personen sind, aber es ist keine Voraussetzung.

Direkt zu Beginn hat mich das Buch sehr positiv überrascht, in dem die Autorin es schafft, die Geschichte wirklich aus zwei Sichten zu erzählen. Abwechselnd sind mal Passagen aus Bears und mal aus Thias Sicht geschrieben. Beide Perspektiven sind unterschiedlich und einzigartig. So hat man die Möglichkeit die beiden Charaktere wirklich kennenzulernen und zu verstehen. So wird auch ein starker Kontrast zwischen Bears sehr harter und brutaler Realität und Thias deutlich friedlicheren, aber dennoch nicht rosaroten Welt geschaffen.

Die Biker-Szene ist nicht friedlich und wie nach Darwins Gesetzt überlebt hier nur der Stärkere. Diese Haltung zeigt sich auch an vielen Stellen in der Sprache. So sind einige Beschreibungen ziemlich derbe und sexistisch und andere dafür sehr brutal. Wer zart besaitet ist, sollte dieses Buch nicht lesen. Wer kein Problem mit Gewalt und Sexszenen hat, dem kann ich dieses Buch nur empfehlen.

Die Geschichte ist wirklich spannend und emotional. Die Beziehung zwischen Thia und Bear hat mich einfach fasziniert, sodass ich zum einen das Buch nicht mehr aus der Hand legen konnte und zum andere mir schon den Termin in den Kalender geschrieben habe, wann der zweite Teil erscheint. Nach dem Cliffhanger am Ende von Lawless möchte ich unbedingt weiterlesen.

Veröffentlicht am 11.07.2017

Was lässt uns fliegen? – Eine wahre Geschichte

Hidden Figures - Unerkannte Heldinnen
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Der Titel des Buches heißt „Hidden Figures – Unerkannte Heldinnen“. Für mich passt dieser Titel außerordentlich gut, da die drei Hauptcharaktere wirklich unerkannte Heldinnen sind. Auf das Buch bin ich ...

Der Titel des Buches heißt „Hidden Figures – Unerkannte Heldinnen“. Für mich passt dieser Titel außerordentlich gut, da die drei Hauptcharaktere wirklich unerkannte Heldinnen sind. Auf das Buch bin ich über den aktuellen Kinofilm aufmerksam geworden und habe danach in meiner Familie sowie meinem Freundeskreis nachgefragt, ob irgendwer schon einmal von den Mathematikerinnen bei der NASA gehört hat, die die Flugbahn zum Mond berechnet haben. Ebenso wie ich, kannte sie keiner.

Die erste Überraschung kam für mich schon nach den ersten Seiten. Irgendwie hatte ich einen tiefgründigen, anspruchsvollen Roman erwartet und war nicht wirklich auf ein Sachbuch eingestellt. Dass im Anschluss an die Geschichte 50 Seiten Fußnoten sind, habe ich einfach ignoriert und die Geschichte ganz normal gelesen. Dennoch enthält der Text sehr viele Fakten, Daten und Namen, sodass man nicht leugnen kann, dass es sich um ein Sachbuch handelt.

Wer sich aber einmal an die Sprache gewöhnt hat, der lernt die Geschichte von drei außergewöhnlichen Frauen kennen. Zu einer Zeit, als Dunkelhäutige in Amerika diskriminiert wurden und Frauen nicht für höchst intellektuelle Jobs eingestellt wurden, schafften es diese Frauen gegen diese Hindernisse und Vorurteile anzugehen. In einer weißen Männerdomäne fassen sie Fuß und tragen entscheidend dazu bei, dass die ersten Männer auf dem Mond gelandet sind.

Mich hat die Geschichte begeistert und bewegt. Wer sich jedoch nicht an den Sprachstil gewöhnen kann oder dem ein Sachbuch nicht zusagt, dem kann ich nur den Kinofilm empfehlen. Er stellt zwar eine kürzere Zeitspanne dar, als das Buch, aber auch hier werden alle grundlegenden Thematiken angesprochen.

Veröffentlicht am 11.07.2017

Da hätte ich besser gar nichts gehört

Nothing more
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Eigentlich bin ich nicht der größter Hörbuchhörer, da ich mir beim Lesen die Personen und Handlungen besser vorstellen kann. Bei „Nothing More“ wollte ich den Hörbüchern noch einmal eine Chance geben – ...

Eigentlich bin ich nicht der größter Hörbuchhörer, da ich mir beim Lesen die Personen und Handlungen besser vorstellen kann. Bei „Nothing More“ wollte ich den Hörbüchern noch einmal eine Chance geben – ich hätte es besser sein gelassen.

Die ersten Teile der After-Reihe habe ich eigentlich gerne gelesen, bis dann das Drama überhandnahm. Aus diesen Büchern kannte ich schon Landon und ich mochte ihn auch. Die After-Reihe muss man jedoch nicht gelesen oder gehört haben, um „Nothing More“ zu verstehen. Die beiden Reihen haben kaum etwas miteinander zu tun.

Diese Geschichte ist nun aus Landons Sicht und dementsprechend ist auch die Sprache. Dies bedeutet nicht nur, dass mehr Kommentare über diverse weiblichen Körperteile enthalten sind, sondern auch, dass sich immer wieder Landons pessimistische Einstellung zeigt. Zwischendrin war ich ziemlich genervt, dass sich Landon immer wieder als Waschlappen, Loser oder Langweiler bezeichnet. Wenn ich mal nicht so motiviert war weiterzuhören, dann hat mich seine deprimierte Art und Weise auch nicht vom Gegenteil überzeugt. Dies wird außerdem noch durch den Sprecher betont. Er hat eine sehr ruhige, langsame Stimme, wodurch die teilweise zähe Stimmung noch unterstrichen wird.

Leider hat das Buch auch kaum Handlung. Es passiert nicht sonderlich viel – keine heißen Nächte, interessante Wendungen oder Überraschungen. Ich hätte gedacht, dass sich wenigstens Landon verändert. Aber am Ende ist es noch der gleiche Langweiler, wie zu Beginn des Buches. Ich hätte mir diese Geschichte somit sparen können.

Zwischendrin habe ich auch überlegt, ob ich das Hörbuch nicht abbrechen sollte, aber habe tapfer durchgehalten. Ich hatte die Hoffnung, dass sich noch etwas ändert. Leider bin ich hier komplett enttäuscht worden. Selbst Personen, die die After-Reihe mochten, kann ich dieses Hörbuch nicht empfehlen.