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Veröffentlicht am 11.07.2017

Mal eine ganz andere Dystopie

Sakura
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Dystopien sind meines Erachtens geniale Geschichten, da sie zwar ein erfundenes Weltbild beschreiben, aber dennoch Parallelen zu unserer aktuellen Gesellschaft aufzeigen. Obwohl die aktuellen Dystopien ...

Dystopien sind meines Erachtens geniale Geschichten, da sie zwar ein erfundenes Weltbild beschreiben, aber dennoch Parallelen zu unserer aktuellen Gesellschaft aufzeigen. Obwohl die aktuellen Dystopien so unterschiedlich scheinen mögen, sind sie dennoch relativ ähnlich. Alleine schon, da sie so häufig als Trilogie geschrieben und damit gleich aufgebaut sind. „Sakura“ ist hier definitiv anders und spielt nicht mit den vielen Stereotypen, die es bei Dystopien gibt. Die Unterschiede beginnen bereits damit, dass die Geschichte aus „nur“ einem einzelnen Buch besteht. Es ist zurzeit kein Nachfolger geplant.

„Sakura“ beschreibt eine Gesellschaft, die unter der Erde aufgebaut wurde. Für jede einzelne Gesellschaftsschicht gibt es quasi eine eigene Etage unter der Erde und Juri, die Hauptperson, kommt aus der untersten. Sie ist es gewohnt für ihr Überleben zu kämpfen und unabhängig zu sein. Sie benötigt kein Team oder Gefolgsleute, wodurch sie sich ebenfalls von der typischen Protagonistin unterscheidet.

Der größte und für mich interessanteste Unterschied basiert jedoch auf der Idee für das Weltbild. Es basiert auf einem japanisch-angehauchten Götterbild. Dieser Bezug zu Japan und den Göttern fand ich faszinierend. Dies war für mich auch der Grund dieses Buch zu lesen.

Obwohl die Idee und die Geschichte mich gefesselt haben, gab es ein paar Punkte, die mich ein bisschen gestört haben. Die Handlung findet unter der Erde statt, wo es düster ist. So ist auch die Grundstimmung in dem Buch. Das Individuum zählt nicht und es gibt keine Menschlichkeit. Ich habe sehr lange gebraucht, um mich mit dieser Atmosphäre anzufreunden. Auch gab es kaum positive Emotionen, die das Buch vermittelt hat. Es passte zwar perfekt zu der Geschichte, aber dennoch habe ich gerne ab und zu mal ein positives Gefühl, wenn ich ein Buch lese.

„Sakura“ ist insgesamt eine sehr gut ausgearbeitete Dystopie, die viele neuartige Seiten hat. Außerdem ist sie wirklich gut geschrieben, sodass die Seiten nur so dahin fliegen. Für mich war es wahrscheinlich nicht das richtige Buch, sodass es mich nicht vollkommen überzeugen konnte. Wer einmal eine Dystopie ohne kitschige Liebesgeschichte lesen möchte, der sollte „Sakura“ auf jeden Fall lesen.

Veröffentlicht am 11.07.2017

Ein gelungener Abschluss der Reihe

Melody of Eden 3: Blutrache
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Nach dem Cliffhanger am Ende des zweiten Bandes konnte ich es kaum erwarten zu lesen, wie es mit Melody und Eden weitergeht. Ich habe nie geglaubt, dass Melody beim Kampf gegen die Wilden verstorben ist, ...

Nach dem Cliffhanger am Ende des zweiten Bandes konnte ich es kaum erwarten zu lesen, wie es mit Melody und Eden weitergeht. Ich habe nie geglaubt, dass Melody beim Kampf gegen die Wilden verstorben ist, aber ob und wie sie überlebt, verrate ich nicht. Tatsache ist, dass Eden sie für tot hält und verzweifelt ist. Ich fand genial, wie seine Emotionen beschrieben sind. Nach und nach gibt er sich immer mehr seiner dunklen Seite hin.

Auch die anderen Charaktere, die ich bereits in den anderen Teilen liebgewonnen habe, haben noch einmal eine Entwicklung durchgemacht. Auch wenn sie nie meine beste Freundin wird, konnte ich am Ende Scarlett sogar ein bisschen mehr leiden. Das Highlight waren aber wieder Rich, Ivy und Kardia. Sie sind drei Charaktere, die ich ganz dolle in mein Herz geschlossen habe.

Die Geschichte zeichnet sich insgesamt durch viel Witz und Humor aus. Richs schlagfertige Antworten, ein paar Patzer und einige komische Szenen. Mein Kopfkino ist auch wieder von der ersten Seite an gelaufen. Somit war auch Teil 3 wieder sehr gelungen.

Wer das Gefühl hat, dass hier noch ein kleines „Aber“ kommen muss, hat leider recht. Aus den anderen Büchern von Sabine Schulter bin ich viele Überraschungen und unerwartete Wendungen gewohnt. Die Thematiken aus den vorherigen Büchern werden zwar wieder sehr gut aufgegriffen, aber darüber hinaus gab es keine neuen, überraschenden Entwicklungen.

Insgesamt war „Melody of Eden – Blutrache“ ein gelungener Abschluss und ich kann die Reihe jedem nur wärmstens empfehlen. Meine Erwartungen an das Finale waren jedoch noch ein bisschen größere, sodass ich diesem Buch „nur“ drei Sterne geben kann.

Veröffentlicht am 11.07.2017

Leichte, kurze Liebesgeschichte

Der Maskenball
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Mit etwas mehr als 200 Seiten ist das Buch nicht besonders dick, aber das muss ja eigentlich nichts heißen. Auch eine kurze Geschichte kann einen fesseln und faszinieren. In diesem Fall hätte ich mir jedoch ...

Mit etwas mehr als 200 Seiten ist das Buch nicht besonders dick, aber das muss ja eigentlich nichts heißen. Auch eine kurze Geschichte kann einen fesseln und faszinieren. In diesem Fall hätte ich mir jedoch mehr Seiten gewünscht.

Virginia Prescott ist mit dem silbernen Löffel geboren worden und musste nie für irgendwas arbeiten. Ihre Termine und Flüge werden von einer Assistentin organisiert, Zuhause sorgt eine Haushälterin für sie und wenn es dann doch mal ein wirkliches Problem gibt, gibt es da noch ihren Vater. Nun versucht sie einmal ihrem glamourhaften Leben den Rücken zuzukehren, selbstständig zu sein und sich einen Job zu suchen. Ein durchaus interessanter Ansatz und eine spannende Grundidee. Es ist mal nicht das Aschenputtel, dass sich plötzlich in einer Welt des Luxus wiederfindet, sondern die Prinzessin, die das Dorfleben kennenlernt.

Ich mochte die Geschichte, jedoch hatte ich bis zum Ende leider nicht das Gefühl Virginia zu kennen oder zu verstehen. Von der ersten bis zur letzten Seite vergeht in etwa ein Monat. Für mich war dies zu kurz um Virginias Vorgeschichte zu erfahren, eine Entwicklung mit zu erleben und mir vorzustellen, wie es mit ihr weitergeht. Ich habe sie zu Beginn als eine sehr oberflächliche sowie unselbständige Person kennen gelernt und habe die Vorstellung, dass sich dies eines Tages vielleicht auch mal ändert. Jedoch ist es hierzu nicht in dem Buch gekommen.

Liam ist für mich eindeutig der stärkere Charakter. Bei ihm hatte ich direkt das Gefühl, dass er klare Prinzipien und Ziele im Leben hat. Auch wenn es noch vieles gibt, dass man über seine Vergangenheit erfahren könnte, war er mich viel greifbarer. Er ist zwar definitiv nicht der Junge von nebenan, aber mir sehr sympathisch.

Der Schreibstil ist sehr angenehm und bildlich. Bis jetzt war ich zwar noch nie in Asien, aber ich konnte mir das vorstellen, wie man durch einen Park schlendert und hinterher in einem Teehaus einen Tee trinkt. Es werden hier auch schon Virginias Schwestern vorgestellt, von denen die folgenden Bände handeln. Bereits in diesem ersten Buch wird deutlich, dass die Schwestern sehr unterschiedlich sind. Jedoch erfährt der Leser nicht besonders viel über die einzelnen Frauen.

Insgesamt war „Prescott Sisters – Der Maskenball“ eine nette, kurzweilige Lektüre mit einer guten Grundidee, jedoch wurde meines Erachtens nicht das ganze Potenzial ausgeschöpft.

Veröffentlicht am 11.07.2017

Traumhaft schöner Ausflug nach Mederia

Mederia 2
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Bereits der erste Ausflug nach Mederia hat mich komplett gefesselt und begeistert. Ich konnte es kaum erwarten in das Land zurückzukehren und die Fortsetzung von Lanas und Greys Geschichte zu lesen. Meine ...

Bereits der erste Ausflug nach Mederia hat mich komplett gefesselt und begeistert. Ich konnte es kaum erwarten in das Land zurückzukehren und die Fortsetzung von Lanas und Greys Geschichte zu lesen. Meine Erwartungen wurden voll und ganz erfüllt – wenn nicht sogar übertroffen.

Schon am Ende des ersten Teils spürt der Leser die Vertrautheit zwischen den beiden Hauptpersonen. Auch in „Mederia – Kampf um Tetra“ ist es ein Highlight die Beziehung zwischen Lana und Grey mitzuerleben. Zu merken, wie die Freundschaft immer stärker wird und wie die beiden sich gegenseitig brauchen. Aber nicht nur ihre gemeinsame Entwicklung, sondern auch die Wandlung der einzelnen Charaktere ist faszinierend. Lana versucht sehr stark ihrer Rolle gerecht zu werden und Grey hat mit den ganzen Anforderungen an seine Person zu kämpfen. Ein echter Spagat, den er hinlegen muss.

Neben den bekannten Personen tauchen jedoch auch neue Figuren auf. Der Leser lernt Greys Familie sowie Freunde kennen und neue Verbündete tauchen auf. Ich kann gar nicht mehr sagen, wer für mich der liebste Nebencharakter ist. Sie sind einfach so unterschiedlich und alle auf ihre Art liebenswert.

Der Titel und auch das Cover mögen zwar deutlich düsterer als „Mederia – Aufziehende Dunkelheit“ sein, aber auch die schönen Episoden kommen nicht zu kurz. So gibt es unter anderem idyllische Landschaften, Abende am Lagerfeuer mit Musik und lustige Dialoge. Eine perfekte Mischung aus Aktion und Ruhe.

Das einzige was ich nicht mochte war die letzte Seite. Ich habe das Buch wieder verschlungen und hätte so gerne noch weitergelesen. Daher fand ich es gar nicht gut, dass ich dann doch viel zu schnell die letzte Seite erreicht habe. Teil drei erscheint voraussichtlich im März 2018, sodass ich nicht allzu lange warten muss. Es kommt mir aber trotzdem wie eine Ewigkeit vor. Ich bin wieder restlos begeistert und kann es kaum erwarten weiterzulesen.

Insgesamt können sich Fans vom ersten Teil können auf eine ebenso starke und fantasievolle Fortsetzung freuen. Wer die Riehe noch nicht kennt, sollte das schleunigst ändern.

Veröffentlicht am 07.07.2017

Eine Reise durch Europa mit vielen interessanten Orten, Gedanken zum Leben und zur Freiheit

Liebe findet uns
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"Hast du schon mal den Spruch gehört, dass Bücher Orte sind, die man besucht, und wenn man Leute kennenlernt, die dieselben Bücher gelesen haben, dann ist es so, als wäre man am selben Ort gewesen? Wir ...

"Hast du schon mal den Spruch gehört, dass Bücher Orte sind, die man besucht, und wenn man Leute kennenlernt, die dieselben Bücher gelesen haben, dann ist es so, als wäre man am selben Ort gewesen? Wir wissen, etwas über den anderen, weil er in derselben Welt gewesen ist wie wir. Wir wissen, wofür er lebt."

Zuerst hat mich einfach das Cover bezaubert. Ich habe selten so ein schönes Titelbild gesehen und war dann überrascht zu lesen, dass der Klappentext genauso interessant klang. Das Buch ist aber nicht nur schön verpackt, sondern der Inhalt, wie ich feststellen durfte, ist genauso schön.

Das Zitat oben aus dem Buch beschreibt die Geschichte eigentlich ziemlich gut. Heather und Jack besuchen viele verschiedene Orte – manche
Touristenattraktionen und manche Geheimtipps von Jacks Großvater. Ein paar dieser Orte habe ich wirklich schon besucht und konnte die jeweiligen Eindrücke sowie Emotionen gut nachvollziehen. Aber bei den Orten, die ich noch nicht kannte, habe ich jetzt teilweise das Gefühl, dass ich sie gesehen habe. Ich konnte mir sehr gut vorstellen, wie es ist in Amsterdam am Wasser zu sitzen und einen Kaffee zu trinken oder in Polen eine Salzmiene zu besichtigen.

Es ist keine klassische oder kitschige Liebesgeschichte, sondern es ist eine niveauvolle, ehrliche Geschichte über zwei Menschen, die sich zufällig treffen. Begleitet von Hemingway, einem alten Tagebuch, vielen Zielen im Leben und Träume reisen Heather und Jack durch Europa. Ohne Plan lernen sie sich kennen und erleben gemeinsam die Reise ihres Lebens.

Das Buch lebt von den vielen Dialogen zwischen den beiden. Unterhaltungen über den Alltag, der einen wie ein Gefängnis einsperren kann, oder die Notwendigkeit sich Träume nicht erst im hohen Alter zu erfüllen. Manches Mal hat mich die Geschichte dazu animiert, selber über mein Leben nachzudenken.

„Liebe findet uns“ war für mich ein literarischer Kurzurlaub. Eine Reise durch Europa, die ich guten Gewissens weiterempfehlen kann.