Profilbild von Luise43

Luise43

Lesejury Profi
offline

Luise43 ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit Luise43 über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 02.11.2025

Super illustriert

Perla und der Pirat 2
0

"Perla und der Pirat" von Isabel Allende ist schon der zweite Band einer Kinderbuch-Reihe. Uns war der erste unbekannt, das macht hier gar nicht, die Geschichte ist verständlich und in sich abgeschlossen.
Die ...

"Perla und der Pirat" von Isabel Allende ist schon der zweite Band einer Kinderbuch-Reihe. Uns war der erste unbekannt, das macht hier gar nicht, die Geschichte ist verständlich und in sich abgeschlossen.
Die Autorin war mir bisher auch nur für ihre Erwachsenen-Literatur bekannt.
Als erstes fallen hier die wunderschönen Illustrationen von Sandy Rodríguez ins Auge, sie sind farbenfroh, großformatig und absolut passend zum Text.
So gibt es begleitend beim vorlesen immer ganz viel anzuschauen, Kleinigkeiten und Details zu entdecken, auf jeder Seite.
Perla ist ein kleiner Hund und Nico sein bester Freund. Der Pirat spielt in einer Band und ist neu in der Nachbarschaft.
Als Nico sich auf dem Schulweg verläuft, verbündet Perla sich mit dem Piraten und sie machen sich auf die Suche.
Eine wunderbare Geschichte über Freundschaft, Zusammenhalt und Vorurteile.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 01.11.2025

Nicht ganz stimmig

House of the Beast
0

"House of the Beast" von Michelle Wong ist ein wunderschön gestaltetes Buch. Ich habe mich auch sehr auf eine Fantasy-Geschichte gefreut, aber so richtig habe ich hier nicht reingefunden.
Alma lebt mit ...

"House of the Beast" von Michelle Wong ist ein wunderschön gestaltetes Buch. Ich habe mich auch sehr auf eine Fantasy-Geschichte gefreut, aber so richtig habe ich hier nicht reingefunden.
Alma lebt mit ihrer Mutter ein einsames, einfaches Leben. Sie ist einsam, wird aber sehr geliebt. Als ihre Mutter schwer erkrankt wendet sich Alma an ihren Vater, der ein Gefäß der Schreckensbestie ist und ein Vorstand des Hauses Avera.
Alma muss ein Opfer, ihren eigenen Arm, bringen und wird von niemanden anerkannt, auch auf diesem Anwesen ist sie allein.
Als ihre Mutter dann trotzdem stirbt, schwört sie Rache und stürzt sich in ihre Ausbildung, um stark und mächtig zu werden.
An ihrer Sete ist ein Gott, den sie sich selber als Kind ausgemalt hat und den niemand weiter sieht, der ihr seine Existenz aber beweisen kann.
Die Geschichte selbst ist etwas zerrissen, mal Fantasy, mal Liebesgeschichte, Götter, Dämonen und reelle Gefahren.
Auch, wenn man es geschafft hat, hier abzutauchen, fehlt mir hier die Spannung, ich habe immer wieder zu tun, die Zusammenhänge nachzuvollziehen.
Mir war es letztlich zu flach, zu wenig Weltenbau und Charakterstudie, zuviel Romance und Nebensächlichkeiten. Nicht einmal die Entwicklung von Alma konnte ich nachvollziehen und habe mehr als einmal den Kopf geschüttelt über ihre Reaktionen.
Ansätze rund um das Schattenreich und die Götter, die Kämpfe waren gut, aber der Fokus lag eben nicht darauf.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 21.10.2025

Zum nachdenken

Das Geschenk
0

In "Das Geschenk" von Gaea Schoeters wird das Thema der politischen Entscheidungen und deren weitreichenden Konsequenzen auf eine eindringliche Weise behandelt. Die Geschichte, die sich um die 20.000 Elefanten ...

In "Das Geschenk" von Gaea Schoeters wird das Thema der politischen Entscheidungen und deren weitreichenden Konsequenzen auf eine eindringliche Weise behandelt. Die Geschichte, die sich um die 20.000 Elefanten dreht, die vom Präsidenten Botswanas nach Deutschland geschenkt wurden, dient als scharfsinniges Kommentar zu den Entscheidungen der deutschen Regierung, insbesondere zum Einfuhrverbot von Jagdtrophäen.

Der Autorin gelingt es, ernsthafte Themen mit schwarzem Humor und Sarkasmus zu verbinden, was das Lesen zu einem unterhaltsamen, aber auch nachdenklichen Erlebnis macht. Die Perspektive, aus der die Mächtigen agieren, wird eindrucksvoll skizziert und reflektiert die realen politischen Dynamiken, die in der heutigen Gesellschaft vorherrschen.

Schoeters' pointierte Schreibe regt zum Nachdenken über die Auswirkungen von Entscheidungen an, die oft ohne Berücksichtigung der betroffenen Umstände getroffen werden. Dies macht das Buch nicht nur zu einer fesselnden Lektüre, sondern auch zu einer wichtigen Reflexion über Verantwortung und Ethik in der Politik. Ein Werk, das sich durch seine Tiefe und seinen Witz auszeichnet und jedem empfohlen werden kann.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 21.10.2025

Anspruchsvoll

Wohin du auch gehst
0

"Wohin du auch gehst" von Christina Fonthes ist ein fesselnder Roman, der die Schicksale zweier Frauen aus Kinshasa über mehrere Generationen hinweg beleuchtet. Die Autorin verwebt geschickt die Lebenswege ...

"Wohin du auch gehst" von Christina Fonthes ist ein fesselnder Roman, der die Schicksale zweier Frauen aus Kinshasa über mehrere Generationen hinweg beleuchtet. Die Autorin verwebt geschickt die Lebenswege von Mira und Bijoux, wodurch der Leser die komplexen Zusammenhänge ihrer Erfahrungen und Herausforderungen nachvollziehen kann.

Die Erzählung thematisiert die Schwierigkeiten, die Frauen in patriarchalischen Gesellschaften erfahren, und beleuchtet die Auswirkungen von Machtmissbrauch, Vorurteilen und religiösen Normen. Fonthes gelingt es, politische und soziale Kontexte einzubinden, die das Leben der Protagonistinnen prägen. Der flüssige Schreibstil und die abwechselnden Perspektiven halten die Spannung hoch und ermöglichen ein tiefes Eintauchen in die Materie.

Die emotionalen Schilderungen der Charaktere und ihrer Lebensumstände sind eindringlich und bleiben im Gedächtnis. Das Buch ist zwar leicht zu lesen, behandelt jedoch komplexe und schmerzhafte Themen, die zum Nachdenken anregen. "Wohin du auch gehst" ist eine bedeutende Erzählung, die die Realität vieler Frauen in Kinshasa widerspiegelt und eine absolute Leseempfehlung darstellt.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 18.10.2025

Wunderbarer Einstieg

Till the End of the Moon 1
0

"Till the End of the Moon- Verdorbenes Herz" von Teng Luo Wei Zhi ist der Auftakt einer Fantasy-Reihe von vier Bänden. Ich war erstmal recht skeptisch, weil Romantasy mit angesprochen wird, allerdings ...

"Till the End of the Moon- Verdorbenes Herz" von Teng Luo Wei Zhi ist der Auftakt einer Fantasy-Reihe von vier Bänden. Ich war erstmal recht skeptisch, weil Romantasy mit angesprochen wird, allerdings steht das wirklich nicht im Vordergrund.
Li Susu, die Tochter des Oberhaupts der Hengyang-Schule und die Protagonistin reist 500 Jahre in die Vergangenheit, um den mächtigen Dämongott, der in ihrer Zeit die Welt vernichtet, an seinem Beginn zu zerstören. Der Dämon ist Tantai Jin, sie selber fährt in den Körper von Ye Xiwu, der mit ihm sogar verheiratet ist.
Die Geschichte fesselt von Beginn an, es gibt eine Menge Intrigen, wenn man sich erstmal an die Namen gewöhnt hat, kann man der Handlung gut folgen. Zeitsprünge sind immer gut erkennbar. Es gibt hier auch ein sehr gutes Glossar, Namensverzeichnis und Hilfen zur Aussprache.
Das Buch geht tief in die chinesischen Gebräuche und Gefüge familiärer und politischer Art. Es ist sehr interessant das zu lesen, auch die verschiedenen Fantasy-Gestalten und magischen Elemente, die eingefügt sind.
Es ist eine handfeste und spannende Fantasy-Geschichte, die mich absolut überzeugen konnte, ich warte schon sehr gespannt auf die folgenden Teile, die ich auch weiter verfolgen werde.
Der Schreibstil ist eingängig und bildhaft, Romanzen drängen sich nicht in den Vordergrund und auch Gewalt wird nur gezeigt, wo es für die Handlung notwendig ist.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere