Ein schönes Setting
We hunt the FlameZafira geht entgegen den Regeln des Königreichs Arawiya auf die Jagd – als Mann verkleidet, damit sie auch keiner so schnell erkennt, denn Frauen besitzen keinen hohen Stellenwert in diesem Land. Nun soll ...
Zafira geht entgegen den Regeln des Königreichs Arawiya auf die Jagd – als Mann verkleidet, damit sie auch keiner so schnell erkennt, denn Frauen besitzen keinen hohen Stellenwert in diesem Land. Nun soll sie die Magie zurück bringen, die Schatten daran hindern sich weiter auszubreiten und wird dafür auf die Insel Scharr geschickt. Doch die selbstbewusste Zafira hat ihre Bedenken.
Ich mag sie. Zafira hat ein gutes Herz, hilft ihren Landsleuten und versucht etwas zu bewirken. Ich mag ihre Art, auch wenn sie etwas gebraucht hat, um mehr von sich zu zeigen.
Der Prinz des Todes, Nasir, erledigt die Dr*cksarbeit für den König mit einer Grausamkeit, die auch dem König schon nachgesagt wurde. Auch er soll zur Insel Scharr reisen um Besucher daran zu hindern, sie zu betreten. Nasir wirkte für mich schon ziemlich früh wie ein Mann, der eine Aufgabe erfüllt, weil er dazu gezwungen ist. In seinem Herzen sah es aber anders aus. Doch er traut sich zu wenig, gibt seinem Vater zu viel Macht und hat einen langen Weg vor sich, bis sein Verhalten eher dem gerecht wird, wie ich sein Herz beurteile. Er hat sich am Ende etwas mehr getraut, aber meiner Meinung nach ist da noch Luft nach oben.
Zu Beginn ist es nicht leicht in diese atmosphärische Welt einzutauchen. Hafsah Faizal bringt viele Begriffe ihrer Sprache ein, die zunächst etwas ungewohnt sind, lässt uns das mit der Zeit aber als völlig normal erachten und der Lesefluss wird fast nicht mehr gestört. Man muss in diese Welt Hals über Kopf eintauchen, dann fühlt sich das einfach richtig an. Der Anfang zieht sich etwas, man muss sich über ein paar Längen kämpfen, doch ab der Hälfte des Buches nimmt die Handlung und auch die Spannung Fahrt auf und es geht am Ende Schlag auf Schlag.
Es ist von Vorteil, dass die Autorin abwechselnd aus den Sichten der Protagonisten schreibt. Man kann einfach besser in die Sichtweisen der Charaktere eintauchen, sie mehr nachvollziehen und auch ihren Weg, ihre Reise, wie auch ihr Leben, sind greifbarer für den Leser. Allerdings hätte die Beziehung zwischen Zafira und Nasir etwas mehr Tiefe vertragen können. Manche Situationen waren einfach etwas vorhersehbar und ich hätte mir hier mehr natürliche romantische Elemente gewünscht. Mir fehlte es da etwas an der Intensität.
Ein Highlight war Altair, der mit seinem Humor und seiner Schlagfertigkeit für wirklich witzige Momente sorgt. Überhaupt mochte ich die Nebencharaktere total und die Dynamik der Gruppe super angenehm.
Ich bin trotz langatmigem Anfang gespannt auf den zweiten Band. Ich denke, man hätte hier gerade auf der ersten Hälfte mehr rausholen können, aber das arabische Flair und die Gruppe selbst konnte dann schon begeistern.