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Veröffentlicht am 28.09.2020

Vikett ❤

Zum Horizont führt keine Treppe
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Im zweiten Teil treffen wir sowohl auf Vikett, wie auch die Namensgeberin dieses Pärchennamens und viele andere uns lieb gewordene Charaktere. Ich möchte sie nicht missen und habe mich über das Wiedersehen ...

Im zweiten Teil treffen wir sowohl auf Vikett, wie auch die Namensgeberin dieses Pärchennamens und viele andere uns lieb gewordene Charaktere. Ich möchte sie nicht missen und habe mich über das Wiedersehen mit Toni, Marie-Lou, Brigitte und dem frechen Jan gefreut.
Die Aufarbeitung von Daniel’s Tod schwebt eine lange Zeit durch die Handlung, aber vor allem Hartmut macht Vika heftig zu schaffen. Ich habe befürchtet, dass wir dieses gestörte Individuum nochmal wieder sehen werden. Was da passiert, müsst ihr auf jeden Fall selbst lesen, denn der Spannungsbogen nimmt hier ungeahnte Höhen und das darf man sich nicht entgehen lassen. Ich war schockiert, verärgert und regelrecht fassungslos.

Allerdings ist der zweite Teil auch eine realistische Darstellung einer Liebesgeschichte mit einem Querschnittsgelähmten. Jedes noch so intime Detail wurde von der Autorin ehrlich, doch taktvoll eingebaut. Alizée Korte zeigt uns die Wahrheit. Es ist alles andere als leicht, aber es ist vor allem genau so möglich, wie einen gesunden Menschen zu lieben und das ist eine Pointe, die ich vollstens unterstütze.
Ich wurde emotional absolut mit gerissen, denn auch der zweite Band wurde aus mehreren Sichten erzählt. Geschrieben wurde es wieder aus der personengebundenen dritten Form unterschiedlicher Personen, aber die meiste Zeit natürlich aus den Sichten der Hauptcharaktere. In Etienne konnte ich mich so besonders gut hinein versetzen. Er war mir einfach am nächsten und seine Probleme, die sich viel mit seinen körperlichen Defiziten und den daraus folgenden Unsicherheiten befassen, haben mir die Tränchen in die Augen getrieben. Dabei bewundere ich ihn immer noch so sehr. Für sein Denken, sein Wesen und seine Ausstrahlung. Ich hab ihn einfach ins Herz geschlossen!

Vika hat es mir manchmal nicht leicht gemacht. Ich wollte ihr damals schon den Kopf für eine Sache waschen und es gibt einen Umstand, der mir das Hineinfühlen schwer gemacht hat. Sie hat sich, logischerweise, nicht weiter entwickelt seit damals, und wir setzen im Buch quasi nahtlos an die erste Geschichte an. Vika ist authentisch und ihr Verhalten passt zu ihr, aber das heißt leider nicht, dass ich so manches, was sie entscheidet, gut heiße. Ich musste oft mal die Augen verdrehen, weil sie so schwierig war. Aber da nehme ich selbst Etienne nicht völlig aus. Auch er hat manchmal unnötige Sorgen.

Dafür liebe ich ihr Miteinander. Beide Persönlichkeiten sind einfach charakterstark und ich konnte meinem inneren Fangirl Futter geben – schwärmen und innig seufzen inbegriffen. Vor allem die spontanen Liebeserklärungen haben mich umgehauen. Man merkt einfach, wie sich im Gegensatz zum ersten Band die Beziehung der beiden vertieft, wie sie lernen auch in einem etwas verrückten Alltag zu bestehen und dabei ihre positive Einstellung nicht verlieren. Im ein oder anderen Moment habe ich mir erhofft sie würden ein wenig erwachsener miteinander kommunizieren, aber selbst das ist kein Makel, denn… nobody´s perfect, nicht wahr?

Der Schreibstil von Alizée Korte hat mich größtenteils flüssig durch die Handlung geführt. Ab und zu holperte ich ein wenig, was mich gerade gegen Ende etwas gestört hat. Ich fand es schwierig und nicht so gut erklärt, warum weshalb und wieso es jetzt lief, wie es lief. Ich habe die Gedanken und Handlungen nicht so richtig nachvollziehen können, daher war ich nicht komplett überzeugt.
Im Großen und Ganzen fesselt Alizée jedoch mit ihrem wundervollen Setting, ihren emotionalen und teils witzig-frechen Dialogen, und dem überraschenden Hergang so stark ans Buch, das man schnell über die Seiten fliegt.

Ich würde wieder dazu greifen um Vika und Etienne nochmals zu treffen und finde es schade, mich nun wieder verabschieden zu müssen.
Sie sind einfach liebenswert.

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Veröffentlicht am 28.09.2020

Unwerfend toll

Die Macht des Kodex
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Nachdem am Ende von Band 2 beschlossen wurde unverzüglich zu Myra aufzubrechen, um heraus zu finden, was das mit ihrem Ehemann und dem Siegel des Karneolvogels auf dem Brief zu tun hat, finden wir uns ...

Nachdem am Ende von Band 2 beschlossen wurde unverzüglich zu Myra aufzubrechen, um heraus zu finden, was das mit ihrem Ehemann und dem Siegel des Karneolvogels auf dem Brief zu tun hat, finden wir uns dort auch Anfang des 3. Bandes direkt ein. Die Informationen häufen sich und die zufälligen Begegnungen leider auch. Doch wer denkt, damit ist die Geschichte erzählt, liegt vollkommen falsch, denn unsere Reise geht nach Spanien und dort dreht Jeanette Lagall erst richtig auf.

Endlich bekommen wir auch mehr Riki-Ramiro-Zeit, doch ist das ganze eine ausgewogene Situation zwischen Himmelhochjauchzend und Drama pur! Genau wie sich das gehört. Außerdem muss alles genau zur viktorianisch angepassten Zeit und Etikette vonstatten gehen, was mich doch öfters sehr amüsierte, weil es einfach so anders ist, als wir heutzutage reagieren würden.

Wir tauchen mehr in den besonderen Kodex der Gaukler ein, lernen ein wenig über die spanische Geschichte und vor allem kommen wir zum Ende der Zeit, in der Myra und auch Riki sich selbst und ihren Platz im Leben finden. Dabei ecken sie noch ein paar Mal an verschiedenen Stellen an und das Ende ist so anders, als ich dachte, und doch wieder nicht! Ich war hingerissen!

Es gibt einige spannende Momente, die ich so gar nicht auf dem Schirm hatte und die den Spannungsbogen immer wieder angehoben haben. Auch viele witzige Szenen waren dabei und ich trenne mich mit einem lachenden, sowie einem weinenden Auge von den mir so lieb gewonnen Charakteren. Leider mag ich euch gar nicht viel verraten, weil das die Genialität der verworrenden Handlungsstränge zu sehr offenbaren würde.

Es hat einfach rundherum Spaß gemacht die zwei Mädchen zu begleiten und dabei so besondere Menschen zu treffen. Selbst Alarico ist mir mittlerweile ans Herz gewachsen und ich werde die verrückte Gauklertruppe vermissen.

Ich habe den 3. Band genauso verschlungen, wie die ersten 2 und kann euch die historische Reihe nur empfehlen.

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Veröffentlicht am 22.09.2020

Ich hab mehr erwartet

Blue Sky Black. Ohne Dunkelheit keine Sterne
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Das neue Buch von Johanna Danninger beginnt direkt mit einem Weltuntergangsszenario. Tsunamis, Erdbeben, Vulkanausbrüche. Während Mila auf einer Autobahn das Ende ihrer Familie mit erleben muss, ist Logan ...

Das neue Buch von Johanna Danninger beginnt direkt mit einem Weltuntergangsszenario. Tsunamis, Erdbeben, Vulkanausbrüche. Während Mila auf einer Autobahn das Ende ihrer Familie mit erleben muss, ist Logan die rechte Hand des Vizepräsidenten Straton und für seinen Schutz zuständig. Mehr oder weniger. Auch Cait, die umher watet im Wasser, um Überlebende zu versorgen, treffen wir schon in den ersten Kapiteln. Doch was haben die drei Charaktere gemeinsam? Sie kämpfen auf die ein oder andere Art für die Zukunft.

2 Jahre nach den Katastrophen steigen wir in die Geschichte mit Mila ein. Vielleicht ist es meiner schnellen Auffassungsgabe zu zu schreiben, aber nachdem was halt so vor sich geht, auf wen sie trifft und was angedeutet wird, kannte ich nach dem ersten Drittel ansatzweise den Hergang des Buches.

Auch Logan hielt da leider nur bedingte Überraschungen für mich bereit. Er ist sympathisch und ausdrucksstark, aber ebenso vorhersehbar. Irgendwie fehlte einfach was.

Das Setting und der Aufbau der neuen Weltherrschaft ist ganz cool, konnte mich so aber leider auch nicht richtig vom Hocker reißen. Zwar fliegt man durch den Schreibstil von Johanna Danninger sehr leicht über die Seiten. Sie konnte mich, was den dystopischen Teil betrifft auch durchaus mitreißen, doch nicht völlig überzeugen.

Oftmals war mir das Drumherum einfach etwas zu langwierig und leider hatte ich durch zu offensichtlich gesetzte Hinweise eine zu große Ahnung was da kommt.

Was mich aber am meisten enttäuscht hat, war die Liebesgeschichte. Ich hab wirklich kein Problem damit, eine Liebesgeschichte im Buch nur ganz am Rande zu bekommen. Manchmal muss es auch gar keine sein. Aber ein 20 Jähriges Mädchen, dass erst wenig Erfahrung hatte und vom Charakter her sehr schüchtern ist, nach nichtmal 4? oder 5? Tagen die große Liebe anzudichten, mit einem quasi Fremden, ohne jegliche Annäherung, ohne beschriebenes Knistern, ohne irgendwas richtig aufzubauen… das hat mich so genervt, dass ich bei der Hälfte des Buches Pause machen musste. Ich fühlte nichts. Keine emotionale Bindung. Ich fand zu den Hauptcharakteren wenig Zugang im Gesamten. Da haben mich die verrückte Doris und der Waschbär mehr amüsiert.

Ich kenne viele Bücher der Autorin und die fand ich einfach besser. Klar ist es immer schwierig zu vergleichen, da auch Autoren gern mal anderes schreiben wollen, aber trotz des ganz schönem Weltenaufbaus war hier die Handlung zu überschaubar und die Emotionen waren zu wenig.

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Veröffentlicht am 22.09.2020

Gruselig und witzig - tolle Kombi

Hex Files - Wilde Hexen
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Ivy Wilde ist eine faule Hexe sondersgleichen. Kein Wunder, dass sie da nicht vor Freude im Dreieck hüpft als das Oberhaupt des magischen Orden der Erleuchtung sie schon wieder um Hilfe bittet – und das ...

Ivy Wilde ist eine faule Hexe sondersgleichen. Kein Wunder, dass sie da nicht vor Freude im Dreieck hüpft als das Oberhaupt des magischen Orden der Erleuchtung sie schon wieder um Hilfe bittet – und das nicht nur wegen einer Kleinigkeit. Einen Mord am Filmset “Verwünscht” soll sie helfen aufzuklären. Zum Glück ist Adeptus Winter auch wieder mit am Start und ihre Anziehungskraft geht in die nächste Runde.

Ich liebe Ivy, weil sie sich kein Stück verstellt. Sie tut das, was sie will und steht zu ihrer Meinung. Ivy hat dabei aber ein echt gutes Herz, auch wenn sie das nicht zeigen möchte. Sie ist intelligent, gewitzt und natürlich – frech wie sau. Ich liebe sie.

Raphael Winter tritt im zweiten Band zwar nur verhalten oft auf, dafür an den richtigen Stellen. Seine Präsenz ist umwerfend und wie er langsam auftaut ist so süß mit an zu sehen. Auch ihre vorsichtige Annäherung hat mich schmunzeln und grinsen lassen. Denn die Art und Weise passte zu den Charakteren.

Die Nebencharaktere sind dieses Mal mehr Quantität als Qualität, was nicht heißt, dass dieser Umstand negativ wäre. Es passt zum Setting und Verlauf, dass da kein großer Tiefgang kommt, dafür haben meine Nerven ohne Ende geflattert.
Helen Harper setzt auf einen fast schon thrillartigen Verlauf mit Mord und Blut uns grässlicher Magie. Die Vorkommnisse haben mein Adrenalin steigen lassen und ich konnte mein Herz flattern spüren. Na gut, ein wenig Ekel war sicher auch dabei und wer das ganze am Ende war hat mich aus allen Wolken fallen lassen.

Der zweite Band “Hexfiles” war jedenfalls so gut geschrieben, dass ich ihn innerhalb weniger Stunden durch hatte. Ich hab mich gebogen vor Lachen und konnte das Buch nicht aus der Hand legen.

Ich freue mich schon auf den nächsten Band!

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Veröffentlicht am 08.09.2020

Begeisterung pur

Die Stadt der Gaukler
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Nach der großen Entscheidung der zwei Ausreißerinnen, bei der Riki den Zirkus und Myra den Schoß ihrer Eltern wählte, war ich unfassbar auf den zweiten Teil gespannt. Ramiro war mir sehr ans Herz gewachsen ...

Nach der großen Entscheidung der zwei Ausreißerinnen, bei der Riki den Zirkus und Myra den Schoß ihrer Eltern wählte, war ich unfassbar auf den zweiten Teil gespannt. Ramiro war mir sehr ans Herz gewachsen und ich musste wissen, ob er leben wird und was mit dem Karneolvogel passiert ist.
Als erstes musste ich kurz enttäuscht schlucken, da die Autorin uns das große Wiedersehen leider verwehrte. Das war schade, aber verständlich, wegen der Zeitspanne, die vergehen musste, aber die wundervollen kleinen Momente zwischen den beiden haben das wieder wett gemacht.

Wir steigen ein paar Monate nach dem Heimkehren von Riki ein und finden uns wenige Tage vor der Ankunft in der Stadt der Gaukler ein. Die Suche war von Hinweisen geprägt, das Artefakt blieb aber verschwunden. Sehr zum Missfallen unserer lieben Zirkustruppe. Ramiro´s Leben steht immer noch auf Messer´s Schneide aber so leicht gibt die Gauklerfamilie nicht auf.

Jeanette Lagall hat für diesen Aufenthalt, die große Versammlung und die neuen, liebevoll erstellten Charaktere ein geniales Setting erschaffen. Ich hab mich gefühlt, als wäre ich mitten unter den Artisten. An jeder Ecke gab es etwas zu entdecken und das Feeling war die ganze Zeit, als würde ich in einer riesigen Manege stehen.

Die Handlung wurde dieses mal mächtig gefährlich und nervenaufreibend. Sowohl emotional als auch betreffend einiger Vorkommnisse ging mir der Po auf Grundeis. Ich möchte euch hier gar nicht zu viel verraten, aber zumindest kann ich euch versichern, dass mir nicht mal ansatzweise langweilig war – es gab heftige Überraschungen. Die Autorin hat so viel aus dem Ärmel geschüttelt, worauf ich nicht mal ansatzweise gefasst war, dass das Buch ein einziges Abenteuer war.

Besonders gut fand ich die Charaktere – sowohl bekannt als auch neu. Jeanette Lagall gibt dem Leser das Gefühl liebgewonnene Freunde wieder zu treffen und in ihrer Mitte aufgenommen zu werden. Wir werden sogar den ein oder anderen unliebsamen Menschen wieder los, doch wie, war richtig hart. Ramiro tat mir am Ende furchtbar leid, auch wenn ich ihm manchmal den Hals umdrehen wollte. Verdient hat er das Mitleid nur ein bisschen.

Ich will jetzt unbedingt erfahren, was es mit Myra auf sich hat. Wie Riki aich entscheidet und… noch so einiges mehr! Für Fans von Gauklergeschichten ist dieses Buch ein Fest.

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