Ich liebe es
Hiding HurricanesAuf den 3. Band der “Fletcher University” – Reihe habe ich mich irre gefreut. Schon im vorherigen Teil lüftet sich das Geheimnis für uns Leser, wo Lenny James arbeitet. Das gerade die unscheinbare, mürrische ...
Auf den 3. Band der “Fletcher University” – Reihe habe ich mich irre gefreut. Schon im vorherigen Teil lüftet sich das Geheimnis für uns Leser, wo Lenny James arbeitet. Das gerade die unscheinbare, mürrische Eleanor die stadtbekannteste Stripperin Daisy ist, hat mich vollends umgehauen. Ich wollte unbedingt wissen, wie Creed darauf reagieren wird, vor allem jetzt, wo sein Berufswunsch eine Überraschung für den Freundeskreis sein wird.
Creed ist mir im ersten Band schon aufgefallen. Sein optimistisches Wesen, seine sonnige Art und immer einen Spruch auf den Lippen – er hat mich in den Bann gezogen. Dabei ist es bewundernswert, dass dieser junge Mann so ist, wie er ist. Auch wenn man bei Creed ein bisschen weniger Handlung in Bezug auf seine Vergangenheit liest, ist sie nicht weniger tragisch. Seine Kindheit ist mit Ches und Maxx verbunden. Von denen erfährt man noch mehr und die Autorin schlägt hier gleich eine Brücke zum nächsten möglichen Buch. Auf dieses ungleiche Pärchen wäre ich ja sofort wieder gespannt. Aber zurück zu Creed. Er ist ein wenig blind und schwer von Begriff, was Lenny angeht, aber er meint es nur gut und das hab ich Creed zu gute gehalten. Er ist einfach rawwrrr.
Lenny ist eine Kämpferin. Dafür, dass sie so schlimm behandelt wurde, und jetzt auch noch ein Doppelleben führen muss, damit niemand erfährt, wie sie wirklich ist, hat sie eine wahnsinnig starke Persönlichkeit. Natürlich macht sie ihre Fehler, was ich gleich noch authentischer finde und Lenny nahbar macht, aber sie besitzt auch Eigenschaften, die Len weicher wirken lassen. Sie möchte so hart und abgeklärt wirken, dabei sehnt sich Lenny nach mehr Normalität, Freundschaft und Liebe.
Tami Fischer hat einen schön flüssigen und leichten Schreibstil. Sie greift kritische Probleme auf, zeigt den Vorbehalt der Gesellschaft gegenüber manchen künstlerischen Berufen auf, aber eben genauso, dass man gegen alle möglichen Menschen Vorurteile haben kann, egal was derjenige tut. Wenn man jemanden nicht mag, findet sich immer ein Grund. Lenny hat da einiges zu bewältigen und auszuhalten.
Witzig war, wie lange die zwei umeinander rum geschlichen sind. Das hätte ein Blinder mit einem Krückstock gesehen, was mit Creed und Lenny los ist. Nut die zwei eben nicht. Es kommt zu richtig umständlichen Situationen, die uns Lesern dafür ordentlich Drama bringen. Allerdings war es nicht zu viel und fühlte sich natürlich an.
Ich bin so gespannt auf die anderen Mädels und noch den ein oder anderen Kerl. Ich hoffe es gibt mehr Bücher zu der Clique. Ich mag diese Gruppe einfach.