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Veröffentlicht am 18.09.2018

Zauberhafte Gute-Nacht-Geschichten

Kalle Körnchen: Kalle Körnchen
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"Kalle Körnchen: Ein kleiner Sandmann kommt groß raus" ist ein Gute-Nacht-Geschichten - Buch über den kleinen Wichtel Kalle, der plötzlich die Urlaubsvertretung für den echten Sandmann übernimmt. Zuerst ...

"Kalle Körnchen: Ein kleiner Sandmann kommt groß raus" ist ein Gute-Nacht-Geschichten - Buch über den kleinen Wichtel Kalle, der plötzlich die Urlaubsvertretung für den echten Sandmann übernimmt. Zuerst ist er sehr überrascht, dass es überhaupt klappt, aber zum Glück hat er ja Frechdachs Flick an seiner Seite und auch die Pflasterfee versorgt eventuelle Wehwehchen wunderbar.

Kalle startet in ein unvergleichliches Abenteuer. Er bringt den Kindern nicht nur Traumblasen, sondern schlichtet auch kleinere Streitsituationen, rettet besondere Schafe und Sternschnuppenmädchen oder versucht Flick aufzuhalten irgendwelchen Blödsinn anzustellen.

Das Cover ist zuckersüss und mit den kleinen glitzernden Effekten ein absoluter Hingucker für Erwachsene, als auch Kinder.

Mit einer kindgerechten Schreibweise, angenehmen Längen der Geschichten und einer zauberhaften Innengestaltung ist dieses süsse Buch eine Freude für Jedermann. Die Bilder sind farbenfroh und groß gestaltet. Man entdeckt zwar  viele kleine Details, aber die größeren Zeichnungen sind auch wunderbar für die Kleinsten gemacht.

Die Wortwahl ist ab und zu etwas zu niveauvoll für ein Alter von 3-6 Jahren, aber da es nicht allzu oft vorkommt, tut das den Geschichten keinen Abbruch.

Meine zwei Leseratten finden die Geschichten mit dem kleinen Wichtel Kalle Körnchen ganz toll und so war das Buch schnell zu Ende. Zu ihrem Missfallen. Mir persönlich hat jedes Mal dann auch noch der Abschluss der Geschichten gefallen. Es ist eine passende Frage zur vorangegangen Geschichte und jedes Mal ein schöner Abschluss um danach ins Bettchen zu gehen. Wie ein kleines Ritual, das den Kleinen nochmal ins Gedächtnis ruft um was es in der Geschichte ging und das sie vielleicht auch die Möglichkeit haben, dies gleich in ihrem Traum zu erleben.

Veröffentlicht am 12.09.2018

Ein genialer zweiter Band

Der verbannte Prinz
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Morgan’s erster Weg nach der Pleite mit dem Wunsch, der ungewollten Verbindung mit Caél und dem brutalen Rauswurf von Aithan führt die junge Knochenhexe über ein paar kurze Abstecher zurück nach Yastia. ...

Morgan’s erster Weg nach der Pleite mit dem Wunsch, der ungewollten Verbindung mit Caél und dem brutalen Rauswurf von Aithan führt die junge Knochenhexe über ein paar kurze Abstecher zurück nach Yastia. Immer darauf bedacht Larkin nicht in die Hände zu fallen schmiedet Mor Pläne um ihren Verräter zu entlarven. Dabei tun sich mächtige Abgründe auf, welche die junge Wölfin immer wieder kurzzeitig in ihren Grundfesten erschüttern. Vertrauen wurde missbraucht und bei anderen Begegnungen werden Feinde plötzlich zu Freunden. Doch wem soll sie folgen?

Im zweiten Band der Reihe von Laura Labas wurde wieder mächtig was aufgefahren. Nicht nur die Geschichte von Morgan geht weiter, auch die Nebenhandlung um die Webhexe Rhea bekommt drastische Ereignisse. Verschleppt, betrogen und gebrandmarkt….
Ob sie ihren geliebten Prinzen jemals wieder sieht?

Die Spannung erreicht immer wieder horrende Spitzen. So oft erscheinen Situationen auswegslos nur um dann einen genialen Schlenkerer in eine ungewohnte Richtung machen zu lassen. Die Autorin bietet uns so einiges und ich habe mich nicht gelangweilt.

Durch die lockere, flüssige und vor allem sprachgewaltige Schreibweise fiel es mir leicht immer wieder in die Handlung einzutauchen. Das detailliert beschriebene Setting machte es mir leicht mit der Diebin durch die Städte zu streifen und ihre Aufgaben quasi mit zu erleben. Und davon bekommt sie reichlich neue. Wir treffen nicht nur alte Bekannte wieder, auch neue Charaktere haben sogar ziemlich schnell einen festen Platz in Morgan´s Leben.

Und doch konnte mich der erste Teil mehr begeistern. Ich kann das schwer beschreiben, ohne zu spoilern, aber zum Beispiel die neue Anbandelung einer Liebelei hat mich stutzig werden lassen, auch wenn ich den männlichen Charakter unglaublich fangirle. Aber wie wird es im dritten Teil sein? Ich bin etwas verwirrt, zumal ich eine andere Person im Auge hatte.

Dafür fand ich es unglaublich genial wie Laura Labas am Ende die Fäden wieder mal in die Hand genommen und ein Stück weit zusammen geführt hat. Daher hat mich das jetzt auch nicht unbedingt gestört und die Bewertung bleibt so.

Wer Fan von komplexeren Fantasygeschichten mit einer authentischen, starken, aber durchaus sensiblen Protagonistin ist, die gern mal Hintern versohlt, ist hier absolut richtig.

Vielen Dank für das Vorabexemplar.

Veröffentlicht am 10.09.2018

Eine geniale Idee, aber verschenktes Potenzial

Der Dämonenprinz und ich
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Der Privatdetektivin Chloe Sanchez fällt bei einem Auftrag kein geringerer als der Thronanwärter der Dämonen vor die Füße. Als Mason sie anheuert um heraus zu finden, wer ihn umbringen möchte, beginnt ...

Der Privatdetektivin Chloe Sanchez fällt bei einem Auftrag kein geringerer als der Thronanwärter der Dämonen vor die Füße. Als Mason sie anheuert um heraus zu finden, wer ihn umbringen möchte, beginnt eine rasante Verfolgungsjagd. Zwischen Hexen mit verrücktem Aussehen, glitzrigen Feen, nackten Engeln und süchtigen Vampiren hat die ehemalige Polizistin alle Hände voll zu tun. Mit ihrer schlagfertigen Art, ihrem toughen Wesen und dem guten Herzen vereinnahmt sie andere Charaktere wie auch den Leser selbst und ich hatte viel Spaß mit ihr. Ich mag es ja, wenn Protagonistinnen ein bisschen Kick-Ass benutzen und so dem ganzen Verlauf eine schlagfertige Note geben.

Leider hab ich auch ein bisschen mehr erwartet, denn das Cover ist ja wohl mal der absolute Oberhammer. Es liegt nicht unbedingt an der Schreibweise der Autorin. Johanna B. Becking schreibt humorvoll, locker und leicht. Mit ihren malerischen Beschreibungen sieht man Setting und Charaktere super vor sich und kann der Protagonistin quasi auf Schritt und Tritt folgen. Es gibt auch genügend spannende Überraschungen und mir wurde nie langweilig. Ich hab das Buch innerhalb von drei Stunden durch gehabt.

Aber genau das fand ich eben auch so schade. Mir fehlt vollkommen die Tiefe und die Hingabe fürs Detail. Abläufe, bei denen man dachte, die Detektivin käme jetzt mal richtig in Schwierigkeiten wurden aalglatt gelöst und es griff ständig alles in sich, als gäbe es keine richtige Herausforderung. Die Emotionen gingen komplett an mir vorbei und ich hab quasi geguckt wie ein Schwein, wenn's blitzt, als da plötzlich eine Liebesgeschichte aufkam. Das war mir völlig unheimlich und aus der Luft gegriffen. Mir fehlte absolut der Bezug zum Gefühlsleben und ich habe mir so sehr gewünscht richtig gepackt zu werden - bei dem Ende vor allem von mehr Gefühlen.

Mason ist zwar ausdrucksstark, aber leider hat er echt nicht viel dahinter. Ich fand es zwar schön ein bisschen in die Vergangenheit einzutauchen, aber auch hier hätte ich mir gewünscht noch emotionaler gepackt zu werden. Man erfährt ein wenig über seine Familienverhältnisse, aber wer ist der Dämonenprinz denn bitte himself? Warum schiebt er Chloe vor und hat nicht ein bisschen mehr Po in der Hose. Warum ist sein Auftreten so charismatisch und vereinnahmend, aber leider nur heiße Luft? Und nochmal? Wie bitte konnte da eine Liebesgeschichte, wenn man dieses kurzen Miteinander überhaupt so nennen kann, entstehen?

Auch bei Chloe war das einfach zu wenig. Man erfährt nur beiläufig, warum sie keine Polizistin mehr ist und auch mit dem Vater wird sich eigentlich nicht auseinander gesetzt. Hier und da so ein kleiner Fetzen. Und dann sind da so tolle Nebencharaktere, aber auch hier wird nur knapp angerissen, warum der eine Medikamente nimmt und der die kleine Fee ein bisschen zu temperamentvoll ist. Es ist einfach so schade!

Alles in allem hat mich "Der Dämonenprinz und ich" kurzweilig unterhalten, aber da ich ja sehr gerne für die Protagonisten fangirle, hat mir hier einfach die Bindung gefehlt. Ich finde die Autorin hat definitiv großes Potenzial, aber das wurde hier für mich persönlich noch nicht richtig genutzt. Da geht noch was!

Veröffentlicht am 10.09.2018

Bewegend, schockierend, aber ein wenig mehr Emotionen hätten sein dürfen

One Small Thing – Eine fast perfekte Liebe
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Rachel ist tot. Die große Schwester von Beth wurde vor drei Jahren von einem Auto überfahren und seit dem ist in ihrer Familie nichts mehr, wie es einmal war. Verständlicherweise.
Und doch ist die 17 - ...

Rachel ist tot. Die große Schwester von Beth wurde vor drei Jahren von einem Auto überfahren und seit dem ist in ihrer Familie nichts mehr, wie es einmal war. Verständlicherweise.
Und doch ist die 17 - jährige, die noch am Leben ist, wie lebendig begraben. Sie darf keinen Hund haben, weil Rachel allergisch war. Sie darf zu keinen Partys, weil ihr ja etwas passieren könnte. Und nun soll sie auch noch von zu Hause aus studieren, damit ihre Eltern sie immer unter Kontrolle haben. Es ist grauenhaft. Beth bricht aus und dabei driftet sie auf eine Katastrophe zu, die immense Ausmaße hat und ihre Welt erschüttern wird.

Charlie Donnelly wurde für drei Jahre ins Gefängnis gesteckt. Nun ist er zurück und versucht sein letztes Jahr an der Highschool zu Ende zu bringen. Wann ist man endlich genug bestraft? Wann darf bzw. kann man Vergangenes lassen wo es ist - in der Vergangenheit? Ist ein 16 - jähriger, der ein Auto klaut und dabei ein Mädchen überfährt, gleichzeitig ein Mörder?

Wie würdest du entscheiden?

Ich für meinen Teil, war im Laufe der Handlung unglaublich wütend. Ich verstehe, dass man als Vater oder Mutter, Schwester oder Freund, wütend auf denjenigen ist, der einem die geliebte Person genommen hat. Man muss denjenigen ja nicht gleich lieben oder in der Familie aufnehmen. Aber wie man Charles in "One Small Thing" behandelt, ja quasi mobbt und diskriminiert, als Fußabtreter missbraucht und nichts als Hass entgegenbringt, hat mich bald zur Weißglut getrieben. Ich wollte ins Buch hüpfen und den Menschen gehörig meine Meinung sagen. Und gerade die, die sich am größten aufspielen, waren am Ende schlimmer, als der Achtung Sarkasmus böse, kriminelle Mörder von der armen Rachel.

Guckt man sich nämlich die Nebencharaktere mal an, wäre ich wahrscheinlich in der Situation von Beth böse ausgerastet. Aber ich muss gestehen, auch wenn sie so ihre Ausbrüche hat, habe ich Respekt vor ihr. Klar ist sie nicht unfehlbar, aber das macht sie sehr authentisch. Eine Mischung aus jungem Mädchen, das selbst noch dringend ihren eigenen Weg finden muss und junger Erwachsene, die reifer ist, als so mancher Volljähriger im Buch.
Ob ihre Eltern, die beste Freundin Scarlett, der Exfreund der Schwester Jeff oder auch andere... Man kann sie quasi alle in einen Sack werfen und drauf kloppen. Es würde nie den Falschen treffen.

Sympathisch sind mir die Menschen aus den Gebieten, die im Buch als schlechtes Umfeld bezeichnet werden. Ich glaube die und Beth haben ihr Hirn noch im Kopf und ansatzweise Herz in der Brust.

Was soll ich abschließend sagen. Die Schreibweise ist flüssig und locker. Die Wortwahl eher jugendlich gehalten, was ja sehr gut zum Setting passt. Mir hat an und für sich die Handlung gefallen, auch wenn sie ein wenig vorhersehbar war. Ab und zu hätte ich mir doch gewünscht, auch einem positiv gesinnten Menschen zu begegnen. Beth stand schon ziemlich alleine da und irgendwie kann ich es mir nicht vorstellen, dass keiner der Erwachsenen etwas reifer oder intelligenter sein soll. Das war in meinen Augen doch etwas unfassbar. Außerdem hat mir die schnelle Abhandlung am Ende irgendwie das Gefühl der Situation geraubt. Ich hätte mir da ein wenig mehr Input gewünscht um emotional noch einmal richtig mitgetragen zu werden.

Alles in allem ist "One Small Thing" ein Buch, das stark berührt und zum Nachdenken anregt, zumindest was das Gerechtigkeitsgefühl angeht. Alles andere hätte etwas intensiver sein können. Die Hauptcharaktere allerdings hab ich ins Herz geschlossen und Charlie wird absolut unterschätzt.

Veröffentlicht am 07.09.2018

Ein angenehmer Mittelteil

Blood Destiny - Bloodrage
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Kaum hatte ich das Buch angefangen, war es auch schon wieder vorbei. Auch der dritte Teil der "Blood Destiny"-Reihe hat mich sofort in den Bann gerissen. Ich war so wütend, als der Erzmagier die liebe ...

Kaum hatte ich das Buch angefangen, war es auch schon wieder vorbei. Auch der dritte Teil der "Blood Destiny"-Reihe hat mich sofort in den Bann gerissen. Ich war so wütend, als der Erzmagier die liebe Mack dazu zwang in die Magierakademie zu gehen. Doch sie schlägt sich tapfer, auch wenn es ihr die wenigsten leicht machen vor Ort. Dazu kommt Alex, der auch eine gefährliche Bitte an die junge Drako Wyr hat und welche die Handlung absolut aufrütteln wird. Und nicht zu vergessen Corrigan, oder Lord Pelzi wie Mackenzie ihn heimlich nennt. Auch er hält die junge Frau ganz schön auf Trapp und bringt so langsam Chaos in ihre Gefühlswelt. Es wird wieder aufregend in der Stadt London.

Der dritte Band der Reihe ist ein schön gelungener Mittelteil. Man kennt langsam die wichtigsten Charaktere mit den verrückten Eigenschaften und freut sich auf die frechen Dialoge. Natürlich kommen auch wieder ein paar neue Personen dazu, die man ins Herz schließt oder auch hasst wie die Pest.

Die meisten Lehrer der Akademie haben fast Panik vor dem Menschen mit den sonderbaren Kräften und der Direktor würde sie am Liebsten wieder vor die Tür setzen. Neben ihren besonderen Problemchen und Begegnungen mit Vampiren oder Geistern, versucht Mack auch noch typische Teenagerprobleme für ihre Mitschüler zu lesen. Ich habe oft geschmunzelt. Und auch wenn man anfangs meint, sie könnte  zu hochnäsig wirken, als so ziemlich die älteste Schülerin dort, findet Mackenzie Freunde.

Ich finde "Bloodrage" unglaublich spannend, aber auch wahnsinnig emotional. Ich musste mir die eine oder andere Träne verdrücken und nach ein paar Irrungen und Wirrungen wurde das Ende einfach super aufgelöst. Es macht Lust auf den nächsten Band. Ich hoffe wir müssen nicht zu lange warten, denn das Finale verspricht wieder einen ergreifenden nächsten Band. Ich war schockiert.

Die Schreibweise von Helen Harper ist wieder fesselnd, locker und leicht. Ab und zu hätte ich mir noch ein wenig mehr in der Handlung gewünscht. Ich hab es schnell verschlungen aber so der letzte Funke zur völligen Begeisterung hat mir dieses Mal leider gefehlt.

Ich bin mir aber sicher, das Abenteuer lohnt sich für alle Fans von Fantasygeschichten mit Humor und wesenübergreifenden Überraschungen, denn die Reihe an sich ist einfach genial und so vielfältig gestaltet.