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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 26.08.2018

Witzig und frisch. Ein gemütlicher Auftakt.

Evig Roses (Band 1): Escort will gelernt sein
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Emma steckt in einer kleinen Krise. Ihr Vater hat die Zahlung für die Ausbildung ihres Bruders eingestellt und Emma braucht schnell eine unglaublich hohe Summe Geld. Was gibt es da besseres als die Idee ...

Emma steckt in einer kleinen Krise. Ihr Vater hat die Zahlung für die Ausbildung ihres Bruders eingestellt und Emma braucht schnell eine unglaublich hohe Summe Geld. Was gibt es da besseres als die Idee ihres Kumpels Jan eine Rose zu werden?  Ab zur Escort Agentur und der Spaß beginnt.

Ich habe mich echt amüsiert. Denn alle anderen Charaktere sind so elegant und attraktiv, und vor allem selbstbewusst. Emma ist zwar klug, aber in Situationen, in denen sie nervös ist, lässt sie kein Fettnäpfchen aus. Es ist zum Schießen lustig. So stolpert sie zum Vorstellungsgespräch und in die erste Prüfung rein. Was mir am besten an Emma gefällt, ist ihre liebevolle Art. Die junge Frau wirkt zwar verpeilt, aber so süss und warmherzig, vielleicht dabei einen Hauch naiv aber das passt zu ihr. Ob sie diesen Job machen kann ist Vincent ja von Anfang an noch so überhaupt nicht klar. Allein in welchem Outfit sie dahin kommt und wie Jan das dann lösen will, ach... lest das einfach selbst. Ich hab gejohlt vor Lachen.

Im ersten Teil begleiten wir sie auf dem Weg in die Escort Firma und es ist ein gemütlicher Einstieg. Ein bisschen Humor, ein paar erotische Andeutungen und eine tolle, leichte Schreibweise machen den ersten Band zu einem runden Leseerlebnis. Jasmin Romana Welsch wartet mit ihrer schön flüssigen Schreibweise auf, wenn doch mir ab und zu ein bisschen der Pepp selbst gefehlt hat. Es ist nicht so, dass es langweilig gewesen wäre, aber der erste Teil der "Evig Roses"-Reihe hat mich jetzt nicht so geflasht, wie ihre anderen Bücher.

Für Zwischendurch ist es auf jeden Fall empfehlenswert.

Veröffentlicht am 26.08.2018

Eine schöne Geschichte

Unruh
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Die junge Saya würde mit einem kleinen Mal der Stirn geboren, das aussieht wie ein kleines Zahnrad. Es zeigt ihre Zukunft und macht sie zu einer Hüterin der Zeit. Die Magie in ihr braucht jedoch Übung ...

Die junge Saya würde mit einem kleinen Mal der Stirn geboren, das aussieht wie ein kleines Zahnrad. Es zeigt ihre Zukunft und macht sie zu einer Hüterin der Zeit. Die Magie in ihr braucht jedoch Übung und so wird sie vom Meisterhüter Damandres unter die Fittiche genommen. Am selben Tag zeigen sich auch die Konflikte dieser Welt und eine Rebellin reißt das Ruder an sich. Intrigen, alte Feindschaften, aber auch eine zarte Liebesgeschichte kommt auf die junge Frau zu. Leider sind Menschen mit den zahnradähnlichen Malen auf dem Kopf nicht überall hochgeachtet. In anderen Teilen des Landes werden sie wie Aussätzige behandelt. Egal ob die Magie und das alte Wissen wichtig wäre in einer Bibliothek zu bewahren oder nicht. Denn diese wird nur mit Magie zugänglich, da sie durch einen Uhrwerkmechnismus geschützt ist.

Mia Faber hat hier eine dystopische Welt mehr fantasylastig, als mit Steamelementen durchsetzte Welt im 22. Jahrhundert erschaffen. Das Setting ist wirklich toll beschrieben und hat nichts mehr mit unserer Welt, wie wir sie kennen, gemein. Die Handlung ist spannend und abwechslungsreich, allerdings nichts für Zwischendurch. Durch mehrere Sichten ergeben sich eher kurze Kapitel und öfters einen Sichtwechsel. Erzählt wird aus der Sicht des Allgemeinerzählers, was uns wirklich in jeden Charakter eintauchen lässt. Allerdings fand ich es auch nicht immer so einfach, da die Geschichte unheimlich komplex ist.

Emotional konnte mich das Buch nur bedingt mitreißen und irgendwie fand ich es schade, nicht mehr fantastische Elemente oder Elemente des Steampunk zu entdecken. Es ist eine tolle Story ohne Frage, aber sie wirkt dadurch etwas trocken zeitweise und ich hab mich manchmal etwas schwer getan.

Alles in allem ist "Unruh - Das Ticken des Uhrwerks" eine spannende, komplexe Geschichte mit einem flüssigen Schreibstil und einer toll aufgebauten Handlung in besonderem Setting. Wer beim Lesen gerne auf viele Charaktere und eine intensive Handlung setzt, ist hier genau an der richtigen Adresse.

Veröffentlicht am 14.08.2018

Absolutes fangirling!

Teach me Love: ONCE & TWICE
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Eigentlich weiß ich gar nicht so richtig wo ich anfangen soll. Jedes Mal wieder möchte ich gerne als erstes sagen, das ich wirklich ein großer Fan von Jasmin Romana Welsch bin, aber das wird ja langweilig ...

Eigentlich weiß ich gar nicht so richtig wo ich anfangen soll. Jedes Mal wieder möchte ich gerne als erstes sagen, das ich wirklich ein großer Fan von Jasmin Romana Welsch bin, aber das wird ja langweilig mit der Zeit.

Ich werfe euch einfach mal mitten rein und schreie wuhuuuuuu... Was für eine Geschichte!

>> Wenn dich das Leben mit betrügerischen Motten überrascht und dich zwingt neu anzufangen, bekommt man Lakritzschnecken naschende Paulchen als Wiedergutmachung. Jap - damit kann ich arbeiten. Guter Neustart! <<
(Kapitel Wer bin ich? Wo bin ich? Und wieso?)



Wer die New Adult Bücher der Autorin kennt weiß, dass wir jedes Mal wieder eine außergewöhnliche Geschichte bekommen. Es ist erotisch, wieder einen Hauch grenzenüberschreitend und total witzig. Allein für ihre Schlagfertigkeit vergöttere ich die Bücher von Jasmin. Doch dieses Mal, ist das nicht alles. Ich habe schon gemerkt, dass die Autorin gern mit tiefgründigen Charakteren aufwartet, doch mit der verletzten Mel, dem gepanzerten Remo oder auch dem geprägten Pascal hat sie nochmal eine Schippe drauf gelegt. Selbst die Nebencharaktere wurden mit kleinen Hintergründen und greifbaren Persönlichkeiten dargestellt. Es war umwerfend!

Aber um was geht es eigentlich? Melanie wurde von ihrem Freund betrogen und kann nun, bis die neue Wohnung in Wien frei ist, bei ihrem Vater unterkommen. Er wohnt in einem Internat auf einem abgelegenen Berg in der Schweiz und wie ihr euch schon beim Titel denken könnt, gibt es dort wirklich heiße Lehrer. Doch für mehr als eine Affäre ist Mel ja eh nicht zu haben. Da kommen der einsame Wolf und das egozentrische Einhorn genau recht.

Es tauchen ein paar Überraschungen und witzige Begegnungen auf. Jasmin Romana Welsch zieht eine geniale Szene nach der anderen aus dem Ärmel und ich habe ihr Buch innerhalb eines Tages förmlich eingesaugt. Ich habe unglaublich viel gelacht und in der zweiten Hälfte zum Ende hin sogar richtig weinen müssen.

Jasmin Romana Welsch hat es einfach drauf die Leser mitzureißen, zu umgarnen, einfach zu unterhalten und zu berühren.

Ich kann euch nur empfehlen gleich beide ebooks zu besorgen, denn der erste Cliffhänger ist wirklich böse. Oder ihr nehmt einfach gleich das Taschenbuch. Da sind beide Teile drin.
Von mit eine klare Leseempfehlung!

Veröffentlicht am 14.08.2018

Ein hammer Setting, aber zu wenig Emotionen

Elian und Lira – Das wilde Herz der See
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Von Lira, der Tochter der Meereskönigin, wird erwartet grausam und brutal zu sein, eiskalt wie die See. Als sie eigentlich nur ein großes Geschenk darbieten möchte, bestraft sie die Königin dafür nur noch ...

Von Lira, der Tochter der Meereskönigin, wird erwartet grausam und brutal zu sein, eiskalt wie die See. Als sie eigentlich nur ein großes Geschenk darbieten möchte, bestraft sie die Königin dafür nur noch härter. Ein Herz soll sie stehlen, aber nicht irgendeins. Und so trifft Elian auf das junge Mädchen mit den blauen Augen und dem wilden Wesen, mit dem zarten Sein und der Stärke eines Sturmes. 

Anfangs hab ich mich sogar super in die Geschichte eingefunden. Der Schreibstil der Autorin ist wortgewandt und flüssig. Man taucht in die Welt der Sagen und Mythen ein und begibt sich auf eine sehr brutale und düstere Reise mit der Sirene in Menschengestalt und dem rastlosen Prinzen aus Gold. Die Beschreibungen vom Setting sind einfach nur toll und ich wurde ziemlich schnell mit gerissen. Ob im Meer oder an Land, Alexandra Christo vermag es den Leser in ihre Welt zu entführen. 

Die Charaktere waren sehr authentisch. Lira ist wie das  wilde Meer. Stürmisch, störrisch und stur. Wunderschön, aber auch eiskalt. Sie musste im wahrsten Sinne des Wortes erst auftauen.

Wie Elian, habe ich mir einen heldenhaften Piraten vorgestellt. Er ist etwas temperamentvoll und dickköpfig, aber so gutherzig. Ich mochte ihn sehr.

Auch die Nebencharaktere sind klasse. Es gibt einige, die auch einen wichtigen Part in der Geschichte einnehmen, zum Beispiel die Mitlieder der Piratenbande auf der Saad oder die Cousine von Lira. Sie waren teilweise greifbar und teilweise eher Statisten, aber das war in Ordnung. Es hat sich einfach keiner zu sehr in den Vordergrund gedrängt.

Doch ab der Hälfte in etwa wünschte ich mir nun diese intensive und unendliche Liebe, wie man es aus so einer Verbindung ähnlich dem Klassiker Arielle kennt. Die Abenteuer sind zwar immens und die Spannung steigt auch immer wieder. Mit ein paar verworrenen Handlungssträngen und der einen oder anderen Nebenhandlung, welche sich am Ende dann schön ineinander fügen, hat mich "Das wilde Herz der See" schon zeitweise gefesselt. Aber die großen Emotionen in der Liebesgeschichte habe ich vergeblich gesucht. Das Schlimme daran ist leider, dass durch das fehlende Gefühl total der Tiefgang abhanden kommt und man am Ende nicht mal berührt sein kann. Mir persönlich nahm das so ziemlich den Spaß am Lesen und ich musste mich schon etwas drängen um die Geschichte fertig zu lesen. "Das wilde Herz der See" hat mich einfach keine emotionale Bindung aufbauen lassen und die Vorkommnisse gingen dann irgendwie so an mir vorbei. Wirklich schade.

Das Buch hat ein tolles Setting, mit einer erfrischenden Handlung, aber leider so gut wie keinen spürbaren Emotionen.

Veröffentlicht am 10.08.2018

Ich bin restlos begeistert und tief berührt...

Wie die Erde um die Sonne
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Warum nur habe ich das Gefühl nach einem Buch von Brittainy C. Cherry jedes mal wieder ein Stückchen anders zu sein? Diese Autorin erschüttert mein Herz, bringt mich zum Lachen, trägt mir ihre Lebensweisheiten ...

Warum nur habe ich das Gefühl nach einem Buch von Brittainy C. Cherry jedes mal wieder ein Stückchen anders zu sein? Diese Autorin erschüttert mein Herz, bringt mich zum Lachen, trägt mir ihre Lebensweisheiten zu und zerreißt meine Seele, um sie kurz darauf wieder zusammen zu setzen. Und ich freue mich jedes Mal wieder darauf...

Ich kann einfach keine normale Rezension mehr zu den Büchern der Autorin schreiben, denn Worte wie episch, phänomenal oder emotionsgeladen beschreiben nicht mal annähernd, was ich fühle. Jedes Buch der "Romance Elements" - Reihe hat mich in den Grundfesten erschüttert, meine Welt zum Beben gebracht und mich zitternd auf der Couch zurück gelassen. Ja, manchmal bin ich schon ein sensibler Mensch, aber es haben nur weniger Autoren bisher geschafft mich zum Schluchzen zu bringen, weil das Gefühl des Schmerzes so stark war, dass ich mir das Herz aus dem Leib reißen wollte. Ich konnte es nicht ertragen und habe doch so unendlich mitgefiebert, ob das ganze noch ein gutes Ende nimmt.

Auch hier. Denn als Lucy auf Graham trifft, ist alles so dermaßen hoffnungslos. Seine Tochter ist in einer ausweglosen Situation und Graham stößt jeden von sich. Seine tiefe Verletzung macht es ihm schier unmöglich Menschen in seinem Leben zu ertragen. Was man auch an seiner "Beziehung" sieht. Dabei ist dieser Mann so außergewöhnlich. Nur wenige Worte verlassen seinen Mund, aber in seinem Kopf stecken so viele. Seine kalte, harte Ausstrahlung und seine forsche Art Gespräche zu führen lassen andere zurück schrecken. Nur seine Augen sind ein Tor zu seiner Seele. Man muss nur lernen ihn zu lesen.

Und dann kommt sie. Eine Hippiebraut mit schrägen Kleidern, einer grundlegend optimistischen und aufopferungsvollen Art. Einem Lächeln bei dem jeder Raum erstrahlt und einem Gemüt, wie ein ausgeflippter Engel. Sie liest manchmal in seinen Augen, wie in einem Buch und obwohl sie weder dumm noch naiv ist, lässt sie sich manchmal wissentlich darauf ein die starke Schulter - oder der Fußabtreter - für ihre Lieben zu sein. Und dabei ist Lucy absolut stark, mutig und so intelligent. Ich liebe ihre liebevolle Schlagfertigkeit und das sie Graham einfach entgegentritt. Man möchte denken, Lucille wäre zu weltfremd, aber in ihr steckt so viel mehr.



Du wirst ihre Stärke sein. Ich weiß, dass es so sein wird, denn du liebst schon jetzt offen und geradeheraus. Selbst die finsterste Seele könnte in deinem Lächeln ein wenig Licht finden.
(S. 8)



Und auch gerade mit so manchem der Nebencharaktere haben es beide nicht leicht. Natürlich muss es auch die gewissen Portion Dramatik geben. Aber dann finden wir da herzensgute Menschen, die ich einfach nur ins Herz geschlossen habe, weil sie uns die Hauptcharaktere auf eine andere Art und Weise nochmal ein gutes Stück näher bringen. Sie haben tragende Rollen, sind greifbar und absolut authentisch dargestellt, bewegen sich zwar immer eher im hinteren Geschehen, aber dafür leuchten sie mit solch einer Kraft, das man sie niemals vergessen kann. Danke, das ich Ollie kennen lernen durfte.



Es gibt gute Momente, in denen ich nur so dahin geschmolzen bin. Und es gibt die Schlechten, in denen ich mehr Taschentücher geholt habe. Manchmal habe ich aus lauter Rührung selbst in den guten Augenblicken Taschentücher gebraucht. Denn die Schreibweise von Brittainy C. Cherry ist nicht von dieser Welt. Sie nutzt die Sprache einfach so intensiv gewandt um uns eine Geschichte näher zu bringen, die schöner und tiefgründiger nicht sein könnte und ist dabei einfach außergewöhnlich.

Eine Liebe, die nicht mit einem Knall beginnt.

Eine Verbindung, die nicht sein darf und doch das beste im Leben des jeweils anderen sein könnte.

Eine Hoffnung, die bekanntlich zuletzt stirbt...

Oder?