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Veröffentlicht am 19.03.2018

Die Handlung um die Götter herum war super, aber...

GötterFunke 3. Verlasse mich nicht
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Es ist lange her, dass ich bei einem Buch so zwiegespalten war. Ich versuche das mal so in Worte zu fassen, dass ihr das spoilerfrei nach vollziehen könnt.

Jess hat ja nun heraus gefunden, was Prometheus ...

Es ist lange her, dass ich bei einem Buch so zwiegespalten war. Ich versuche das mal so in Worte zu fassen, dass ihr das spoilerfrei nach vollziehen könnt.

Jess hat ja nun heraus gefunden, was Prometheus da für eine bekloppte Wette am Laufen hatte und ist zu Recht stinksauer. Cayden ist sterblich und am Ende von Band 2 lebensgefährlich verletzt worden. Es sah auch echt nicht gut aus für ihn und ob er noch lebt, müsst ihr selbst heraus finden. Agrios plant Zeus mit Hilfe von einigen neuen Feinden zu stürzen und ein Verräter befindet sich auch noch in den Reihen des Göttervaters. Und das ist noch nicht mal alles...

Kommen wir zuerst zu den positiven Dingen am dritten Teil. Endlich wieder richtig geballte Götterhandlung. Es passiert echt viel und ich finde hier hat Marah Woolf sich noch einiges einfallen lassen. Ich habe im Laufe der Geschichte noch einige bekloppte und auch liebreizende Götter kennen gelernt und fand sie auch ziemlich genial dar gestellt. Sie bringen Schwung in die Sache und Jess erlebt ein paar heftige Momente in der göttlichen Welt. Auch was die Spannung angeht, wurde einiges geboten und ein paar heftige Schockmomente treiben einem schon mal kurzzeitig das Adrenalin in die Höhe. Genauso konnte die Autorin mich emotional gut abholen. Ich hab schon ein Tränchen vergießen müssen zum Schluss.

Ich mag die Schreibweise von Marah Woolf sehr gern. Sie hat einen lockeren Stil, eine malerische Art zu beschreiben und auch ein Talent für freche und witzige Dialoge. Ich musste oft schmunzeln was der Autorin so humorvolles eingefallen ist.

Aber nun komme ich zu dem großen Manko, dass mir echt 3/4 des Buches fast schon vermiest hat. Ich meine, ich verstehe, dass es zu der Story dazu gehört, dass Jess und Cayden nicht sofort ihr Happy End kriegen können. Und vielleicht gibt es auch gar keins. Aber meine Güte hab ich mich über Jess aufgeregt. So stur, so weinerlich und so wenig ehrgeizig - selbst Leah hatte mehr Ehrgeiz in der Mitte der Geschichte als die Protagonistin. Sie jammert darüber, dass Götter so egoistisch sind und selbst ist sie keinen Deut besser. Doch dann lässt sie sich wieder blenden und benutzen, behandelt sich selbst schlecht und macht sich runter.Und dann dieses wehleide Denken, das unnötige Aufstacheln ihr Wut gegen Cayden und dieses "extra Suchen nach Fehlern". Ich bin bald wahnsinnig geworden. Ich wollte ihr den Hals umdrehen. Es tut mir aufrichtig leid, weil die Autorin wirklich genial schreibt, aber das war einfach zu anstrengend.

Und das andere waren manchmal so die Hüpfer mitten in den Szenen. Ohne einen Absatz, ohne einen Hinweis hüpfte man von einer Situation am Nachmittag zu einer anderen am nächsten Tag Vormittag. Ich hätte mir da zum Beispiel Kapitelenden gewünscht oder ähnliches. Es war sehr verwirrend so plötzlich in einer anderen Situation zu stecken.

Die Handlung war so genial, aber die Liebesgeschichte hat es mir echt schwer gemacht und wer keine Geduld für so eine überzogenen Dramatik hat, kann hier leider schnell seine Grenzen erreichen. Das reißt leider auch dieses absolut genial gelöste Ende nicht mehr heraus.

Veröffentlicht am 18.03.2018

Überraschung pur, ich liebe es!

Blood Destiny - Bloodfire
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Mack, auch Red genannt wegen ihrem feurigen Temperament und den roten Haaren, lebt seit klein auf bei Gestaltwandlern. Sollte rauskommen, dass ein Mensch bei dem Rudel wohnt, wird es verheerende Strafen ...

Mack, auch Red genannt wegen ihrem feurigen Temperament und den roten Haaren, lebt seit klein auf bei Gestaltwandlern. Sollte rauskommen, dass ein Mensch bei dem Rudel wohnt, wird es verheerende Strafen geben und doch kann keiner etwas verraten. Als der Rudelführer plötzlich ermordet wird, ruft diese Brutalität die Bruderschaft auf den Plan. Es erfordert schon so einige Tricks um das neue Oberhaupt Lord Corrigan hinters Licht zu führen, wobei Mack das mit ihrer großen Klappe auch nicht wirklich schafft sich bedeckt zu halten und der Lord anfängt skeptisch zu gucken. Seltsame Angriffe, Sichtungen von Wesen der Anderwelt und einige andere Vorkommnisse zwingen die Bewohner zu handeln. Doch wenn Mack sich zu sehr einmischt, fliegt sie auf. Tut sie es nicht, könnten noch mehr Freunde verletzt werden. Auch vom Feuer in ihrem Blut sollte möglichst niemand erfahren... Fragen über Fragen und fantastische Wege werden sich auftun....

Zuerst muss ich ja mal gestehen, dass ich in letzter Zeit gerade um Vampir- und Gestaltwandlerbücher einen großen Bogen gemacht habe. Es war einfach nicht meins. Aber der Klappentext zu "Bloodfire" hat mich wirklich neugierig gemacht. Vor allem weil Mack ja nicht gleich als Gestaltwandlerin auftritt. Aber nun bin ich so froh, dass ich diese Reihe angefangen habe. Ich würd am liebsten sofort den zweiten Teil lesen.

Mackenzie ist loyal, freundlich und sensibel. Sie wirkt gefestigt, trotz ihrer Vergangenheit, ist stark und klug, etwas zu temperamentvoll und unglaublich frech. Sie weiß, was sie kann und vertritt ihre Ansichten oft sehr energisch. Aber in ihr steckt auch ein weiches Herz. Der Wunsch angenommen zu werden und nach ein bisschen heimeliger Wärme ist tief in ihrem Herzen versteckt. Als die Zufälle sich häufen und John stirbt muss Mack das Problem selbst in die Hand nehmen, wodurch sie sich nicht  nur einmal in eine verdammt brenzlige Lage befördert...

Wäre da nicht Corrigan. Und jetzt kommt das echt geniale an diesem Buch:
Es gibt quasi im ersten Teil keine Liebesgeschichte. BÄM! Ja ich weiß ihr denkt euch jetzt... Was ? Wieso? Das darf nicht sein, aber glaubt mir wenn ich sage: ES IST GENIAL!
Corrigan ist natürlich unglaublich attraktiv. Seine grünen Augen verzaubern, sein muskulöser Körper bringt das nötige Knistern in die Geschichte und die schlagfertigen Auseinandersetzungen bringen uns zum schmunzeln. Man spürt das Feuer, spürt wie sich etwas aufbauen könnte, aber im ersten Teil finden wir nichts genaues in der Richtung.

Und das braucht es auch nicht! Wow, ich hab wirklich schon länger kein Buch mehr gelesen, dass so vielfältig, so trocken witzig ist und so viele coole Überraschungen betreffend neuer Wesen aus der Anderwelt bereit hält, und trotzdem ohne Kitsch oder Romantik auskommt. Wir lernen ganz tolle Familienbande innerhalb des Rudels kennen. Wir treffen einzigartige liebe wie auch fiese Charaktere. Jeder wurde toll beschrieben und bekam eine wichtige Rolle im Buch, was die Story einfach super abrundet. 

Dazu diese total unvorhersehbare Handlung mit vielen Spannungspitzen, schockierenden Aufdeckungen und liebevoll gestaltetem Setting. Ich war so fasziniert. Am liebsten, neben Corrigan, mag ich Alex. Den Magier. Er hat einfach absolut Stil und seine Art sich zu artikulieren ist einfach verrückt. Ich kann es nicht besser beschreiben. Er ist eine Mischung aus Hippiezauberer und klugem Kopf.

Ich möchte unbedingt ganz schnell mehr lesen. Die Schreibweise ist sehr fesselnd und leicht, locker und flüssig. Ein richtiger Pageturner. Ich konnte es nicht aus der Hand legen und habe es innerhalb 24 h durch gesuchtet. Helen Harper hat mich in ihre Welt mitgenommen und ich freu mich auf den nächsten Teil!!! Ich muss mehr haben und kann es super weiter empfehlen.

Veröffentlicht am 14.03.2018

Amüsant für Zwischendurch

Mr Undateable
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Heute mal kurz und knapp, denn ich denke der Klappentext sagt schon Einiges aus.

Andrea hat ein ganz besonderes Talent. Sie kann ihr Gegenüber innerhalb von Minuten einschätzen und liest aus der Mimik ...

Heute mal kurz und knapp, denn ich denke der Klappentext sagt schon Einiges aus.

Andrea hat ein ganz besonderes Talent. Sie kann ihr Gegenüber innerhalb von Minuten einschätzen und liest aus der Mimik und wenigen Details in einem Gespräch ob der jenige die Wahrheit sagt, was für Absichten dahinter stecken oder ob derjenige vielleicht sogar etwas zu verbergen hat. Doch nicht jeder nutzt ihr Talent für gutes und so ist sie seit ein paar Monaten arbeitslos. Als ihre Schwester die Anzeige von Blake Donovan im Internet findet, ist das zuerst der letzte Job den Andy annehmen möchte, denn dieser arrogante, überhebliche Chauvinist sucht im Prinzip einen Roboter getarnt als Ehefrau. Still, fügsam und Hausfrau sollte sie sein.
Es ist köstlich der armen Matchmakerin dabei zu zu sehen, wie sie eine Frau mit spezifischen Eigenschaften für den attraktiven Millionär finden soll und dabei immer mehr seine harte Schale knackt, sich aber auch ein bisschen selbst verliert....

Blake würde sich nie eine Frau wie Drea suchen. Laut, ungehorsam, frech und mit einer Vorliebe für Diskussionen, dass ihm nur so die Ohren schlackern. Sein Leben besteht aus geradlinigen Wegen, jeder hört auf ihn und seine Ausstrahlung macht ihm  zum typischen Boss. Dabei hat er kleine "Schwächen" zu verbergen, die ihn so viel sympathischer und auch menschlicher machen.

Was passiert, könnt ihr euch in etwa vorstellen und verrate nichts. Leider war es wirklich ab und zu etwas zu vorhersehbar und emotional hat mir die Autorin nicht sooo viel geboten. Dafür waren die leidenschaftlichen Szenen ungeheuer heiß und die neckenden und frotzelnden Dialoge zwischendurch zum weg lachen. 

Die Schreibweise ist leicht und locker, nicht sehr komplex und angenehm zu lesen. Gefehlt hat mir etwas die Feinheit in den Nebencharakteren. Außer der Schwester von Andrea erschienen die anderen sehr blass und ungenau.

Alles in allem ist es aber ein unterhaltsames sexy Buch für Zwischendurch und ich hatte für ein paar Lesestunden meinen Spaß.

Veröffentlicht am 14.03.2018

Ein gelungener Abschluss

Eine Krone aus Herz und Asche
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Achtung!!! Dies ist eine Rezension zum 3. Teil Spoiler zu den ersten Bänden möglich!

Bücher von Laura Labas haben mich bisher immer beeindruckt. Erst letztens, als ich Mitte der Geschichte war und mich ...

Achtung!!! Dies ist eine Rezension zum 3. Teil Spoiler zu den ersten Bänden möglich!

Bücher von Laura Labas haben mich bisher immer beeindruckt. Erst letztens, als ich Mitte der Geschichte war und mich darüber unterhalten habe, ist mir wieder aufgefallen, was für eine enorme Vorstellungskraft diese Autorin haben muss. In ihrer Reihe im Alison und Gareth bekommt ihr nicht nur eine Geschichte, die sich durch das ganze Buch zieht, erzählt und fertig. Im Prinzip sind es eine große und mindestens fünf Nebenhandlungen, die so fein aufeinander abgestimmt sind, das einem beim Lesen schon echt der Kopf rauchen kann.

Jede Figur nimmt einen ausgeklügelten Platz ein, reagiert immer aus kalkulierten Motiven, schon ab dem ersten Teil der Reihe. Kam es in den ersten beiden Bänden sogar manchmal nur zu hauchzarten Berührungen der einzelnen Stränge, ist es Laura Labas gelungen am Ende alle Wege miteinander zu verschlingen und sie zu einem großen Ganzen zusammen zuführen. Jede Aktion, jede Verbändelung, jegliche Emotion machte plötzlich Sinn. Und ich ziehe absolut meinen imaginären Hut vor so viel Talent.

Der letzte Band hat eine sehr düstere Stimmung. Es gibt viele Kämpfe, viele schockierende Momente und echt traurige Vorkommnisse. Ständig wird man von neuen Situationen überrascht und auch reißen die Handlungen oft noch auseinander, bevor sie sich am Ende wieder fügen. Es ist manchmal ein etwas anstrengendes Hin- und Her gewesen.


Ich empfand die Spannung im Buch durch die Ausgangsposition sowieso schon ziemlich hoch und konnte daher nicht unbedingt noch mehr Aufbau feststellen. Momente, die mir so wichtig gewesen wären, sind so schnell vorbei gegangen und andere waren dafür so erdrückend lang. Ich hatte manchmal das Gefühl erschlagen worden zu sein, von den vielen Handlungssträngen, die zusammen geführt werden mussten. Es kamen ja auch noch neue Freunde, andere Intrigen oder neue Machtkämpfe dazu und da verlor sich für mich irgendwie die Leichtigkeit im Buch. Dafür hatte man eine wirklich umfangreiche Handlung mit vielen ausgeklügelten Situationen, die mich dafür schon sehr beeindruckt haben.

Was mich aber leider am meisten enttäuscht hat, waren die positiven Emotionen. Gerade zwischen unseren Hauptcharakteren gab es vorher so eine intensive Verbindung, die mir Gänsehaut auf die Arme getrieben hat. In ihren Berührungen, ihren Blicken, überhaupt ihrem Verhalten zueinander hat immer so eine starke Ausstrahlung gesteckt. Die ging hier irgendwie verloren. Ich kann es nicht besser beschreiben, aber durch den ständigen Zeitdruck des Geschehens, fühlte es sich oft so nebensächlich an. Das war unglaublich schade, da man Aly's Verzweiflung fast greifen konnte. Die Liebe war da, und gegen Ende wieder mehr, aber zwischendurch empfand ich die Stimmung sehr bedrückend. Natürlich ist das in so einem Band auch gewollt aber ich hätte mir gewünscht, dass die kurzen Momente, in denen sie Zeit füreinander hatten, positiver gestrahlt hätten, das ihre frotzelten Dialoge aufleben, ein paar freche Kommentare mehr eingewoben würden, ein bisschen mehr Leichtigkeit das bedrückende Geschehen aufgelockert hätte.

Außerdem geht das auch die anderen Charaktere an. Es stirbt natürlich bei so einem großen Kampf nicht nur eine geliebte Person, aber über den Tod eines Charakters war ich total schockiert. Nicht weil er stirbt, sondern weil ihm, seinem Tod und der ganzen Situation kein Raum gegeben wird. Das war so lieblos. Bumm... Zack. Tot. Ich konnte das gar nicht begreifen. Die Art wie das geschrieben wurde hat mich mehr verletzt, als der Tod an und für sich.

Und trotzdem ist es alles in allem ein gelungener Abschluss mit ein paar genialen Streichen, einem etwas unerwartetem Ende und absolut empfehlenswert. Die Reihe ist sonst so mitreißend und genial geschrieben. Versteht mich nicht falsch, natürlich habe ich meine negativen kleinen Anmerkungen, aber hier geht es nur noch um die Suche nach den Feinheiten, den Nadeln im Heu, die mich stören. Im Ganzen ist "Eine Krone aus Herz und Asche" wirklich genial geschrieben und das muss man Laura Labas einfach lassen. Talent hat sie und gefesselt war ich die meiste Zeit trotzdem!

Veröffentlicht am 14.03.2018

Sehr empfehlenswert!

Jane & Miss Tennyson
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Tja. Was erzähle ich euch über Devon. Eigentlich ist sie die meiste Zeit ziemlich normal, zumindest hält sie sich selbst für nichts Außergewöhnliches. Sie hat kein großes Talent und muss jetzt auch noch ...

Tja. Was erzähle ich euch über Devon. Eigentlich ist sie die meiste Zeit ziemlich normal, zumindest hält sie sich selbst für nichts Außergewöhnliches. Sie hat kein großes Talent und muss jetzt auch noch mit der Tatsache klar kommen, dass ihr 14-jähriger Cousin eine zeitlang bei ihr und ihren Eltern leben soll. Foster ist ein bisschen verschroben, ziemlich ehrlich und er betrachtet in seinem Alter die Welt einfach etwas anders. Kein Wunder bei dem was er durch gemacht hat. Ich glaube aber es ist auch zum großen Teil einfach seine Persönlichkeit so zu reagieren, wie er es tut. Dev versucht ihren Platz zu finden, oder ihren besonderen Kurs um ihre Collegebewerbung aufzubessern, aber das bringt ihr auch nur das Halten einer Kameraausrüstung oder ein seltsames Interview mit dem Starfootballer Ezra ein. Zu dem schließt Foster eine wirklich ungewöhnliche Freundschaft und er, mit seiner Unfähigkeit zu kommunizieren und der junge Foster im Paket treiben Devon bald noch leicht in die Krise.
Dabei wollte Dev doch nur weiter in ihrer Blase mit ihrem besten Freund Cas versumpfen...

Ich bin einfach mal wieder entzückt. Ich kann es gar nicht oft genug sagen, aber Bücher des Königskinder Verlag sind einfach mehr! Sie zeigen uns so viel zwischen den Zeilen, versteckte Botschaften und tiefgründige Erkenntnisse, ohne so überzogene dramatische Situationen herauf beschwören zu müssen. Und trotzdem passiert etwas. Die Bücher sind so liebevoll geschrieben, mit malerischen Beschreibungen, mit der Liebe zum Detail und zu den Figuren. Man kriegt einfach keine platte Liebesgeschichte vor gesetzt, sondern erfährt die Lebensumstände zu den Personen und auch ihre Eigenarten. Dadurch sind sie so sympathisch und wirken viel echter. Hinter jedem Charakter steckt eine Botschaft, eine Geschichte, ein versteckter Hinweis auf das Gesamtbild und wenn du am Ende von "Jane & Miss Tennyson" ankommst hast du dieses warme Gefühl im Bauch und möchtest dich nicht von der Geschichte trennen. Ich hab das Buch mitsamt den Personen einfach ins Herz geschlossen.

Devon mit ihrer kalkulierten Art, den ehrlichen Feststellungen und trotzdem einem so sensibel empathischem Herzen.

Cas, der Sunnyboy, mit einer liebevollen aber auch sehr überheblichen Seite.

Foster, ein Junge mit tieferen Gräben, als man sich das in so einem Alter nur vorstellen kann.

Ezra, der Kerl ohne Worte, der doch so viel zu sagen hat und hinter dem so viel mehr steckt, als man anfangs auch nur erwarten würde.

Und dazu einige verrückte oder auch liebevolle Mädchen, die auf den ersten Blick vielleicht sogar total drüber wirken, und doch am Ende einen wichtigen Grund besetzen.

Ich konnte nicht anders, als es an einem Stück zu verschlingen und die Schreibweise von Emma Mills hat mich auch hier wieder so dermaßen mit gerissen und verzaubert, das es einfach leicht war, dem Ruf des Buches zu folgen. Die Mischung aus kleineren Highschool Problemen, einer coolen Footballmaschinerie und Lebensumständen, die verbindend aber zum Glück einfach echt dar gestellt sind, machen die Story einzigartig.

Erzählt wurde aus der Sicht von Devon und das war perfekt, da die Autorin es doch ihre phänomenale Art schafft, jede Emotion auch der anderen Figuren so gut einzufangen, dass man sich in jeden rein versetzen konnte. Ob Trauer, Angst, Vertrauen, Freundschaft oder sogar einen zarten Hauch von Liebe. Es war alles dabei!

Am Ende ließ sie mich zurück, mit einem glücklichen Herzen, mit der Mahnung die Menschen nicht voreilig in Schubladen zu stecken und mit dem Wunsch auch mehr zu sein.

Absolutes Herzensbuch!