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Veröffentlicht am 16.02.2018

Fantastisch!

Lebe lieber übersinnlich – Flames 'n' Roses
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Evie ist seit ihrem 8. Lebensjahr Angestellte der IKBP (Internationale Behörde zur Kontrolle Paranormaler). Ihr Job besteht darin mit ihrer ungewöhnlichen Sichtweise Paranormale zu erkennen, ihnen eine ...

Evie ist seit ihrem 8. Lebensjahr Angestellte der IKBP (Internationale Behörde zur Kontrolle Paranormaler). Ihr Job besteht darin mit ihrer ungewöhnlichen Sichtweise Paranormale zu erkennen, ihnen eine Fußfessel zu verpassen und sie den Behörden zu übergeben. Die heute 16 - Jährige hat das auch nie in Frage gestellt. Schließlich ist das auch gleichzeitig ihr Zuhause. Als aber Lend in das Büro der Direktorin einbricht und geschnappt wird, beginnt sich in Evie etwas zu verändern. Woher kommt er? Was will er und vor allem, was bitte ist er? Neben verrückten Elfen, mit Computerstimme sprechenden Meerjungfrauen und stinkenden Moorhexen versucht das junge Mädel mit dem Hang zur Farbe Pink eigentlich nur eins zu finden: Normalität.
Ob sie das schafft, müsst ihr selbst herausfinden, aber im ersten Teil kann ich euch sagen, ist sie davon noch weit weit entfernt - ganz zu unserer Belustigung.

Ich habe echt heftig mit der weiblichen Hauptfigur gelacht. Nicht nur ihre etwas verrückte, etwas zu selbstbewusste freche Art hat es mir total angetan, auch diese totale Unbedarftheit was soziale Kontakte angeht, (sie kennt ja nur Vampire, Werwölfe & Co.) ist so süss und liebenswert. Wie sie sich in Szene setzt, mit dem pinken Teaser und ihrer unerschrockenen Art, mit ihrem Mut und trotzdem diesem Wunsch nach Familie und Liebe ist authentisch, sympathisch und super witzig.

Über die anderen Charaktere mag ich zunächst mal nicht viel verraten. Nur so viel: Sie sind überraschend, detailliert und abwechslungsreich. Es gibt altbekannte Arten und total neue Wesen. Die Geschichte um jeden ist schön beschrieben und lässt niemanden blass wirken. Ich hab sie ins Herz geschlossen und fühlte mich absolut in das Abenteuer hinein gerissen. Und Lend..... seufzt

Mit der lockeren, typisch jugendlichen Erzählweise konnte Kiersten White mich in ihren Bann ziehen und durch die ständigen Spannungsspitzen immer adrenalinmäßig auf einer Berg- und Talfahrt vom Feinsten halten. Es passiert ständig etwas, ob witzig oder dramatisch, überraschend oder einfach süß peinlich, es gibt immer etwas zu entdecken und ich will mehr! Möchte unbedingt erfahren was es mit der Fähigkeit von Evie auf sich hat und natürlich auch was mit Lend passiert, oder warum Reth so stalkermäßig auftritt.

Ich kann es super weiter empfehlen, für Fans von Jugendbüchern mit fantasiereichen Abenteuern.

Veröffentlicht am 13.02.2018

Knappe 4 Sterne - ich finde da geht noch was!

Silberschwingen 1: Erbin des Lichts
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Dein Rücken schmerzt so stark, als würde er brennen.
Deine Augen sehen Dinge, die dein Kopf nicht begreifen kann.
Und der Einzige, der dich retten könnte, ist dein Feind.
Was wirst du tun?

Als Thorn in ...

Dein Rücken schmerzt so stark, als würde er brennen.
Deine Augen sehen Dinge, die dein Kopf nicht begreifen kann.
Und der Einzige, der dich retten könnte, ist dein Feind.
Was wirst du tun?

Als Thorn in einer Nachsitzen-Stunde fast zusammen bricht und dann entführt wird, ändert sich alles in ihren Leben. Vorher war ihr größtes "Problem" den nächsten Wettbewerb im Staffellauf zu gewinnen. Jetzt hat es eher mit verrückten, gefederten Wesen zu tun und einer Gesellschaft, die dem jungen Mädchen mehr als altmodisch vor kommt.
Hilfe erhält sie dabei von Stellen, die ihr im Traum nicht eingefallen wären und bald muss sie eine unfassbar schwere Entscheidung treffen. Liebe oder Loyalität?
Und wer steht für was....

Die Leseprobe von "Silberschwingen" hat mich schon so gefesselt, dass ich mich echt gefreut habe, es endlich lesen zu dürfen. Thorn ist für eine fast 16-jährige ziemlich cool. Auf der einen Seite kann sie einem mit ihren Unsicherheiten und der leichten Naivität schon etwas auf den Keks gehen, vor allem ihr zeitweise sehr intensives Gejammere ist nicht jedermanns Sache. Auf der anderen Seite macht sie genau das aber erst authentisch. Denn Thorn ist trotzdem kämpferisch, temperamentvoll und sehr rechtschaffen. Ich finde sie recht sympathisch, muss aber gestehen, dass ich nicht grundsätzlich alles nach vollziehen kann, wie sie handelt.

Auf der männlichen Seite finden sich zwei sehr starke Protagonisten. Riley ist witzig, freundlich, beschützend und warmherzig, aber etwas zu leichtlebig und unvorsichtig. Dafür hat er ein großes Herz und seine liebenswürdige Art muss man einfach mögen.

Lucien hat eine ziemlich düstere Ausstrahlung, schwierige Ansichten und muss erst noch lernen für sich und vor allem für seine Gedanken und Entscheidungen einzustehen. Er ist klug, lässt sich aber noch zu sehr beeinflussen und sieht einfach noch nicht genau hin, was vor seinem Auge geschieht. Dabei ist er im Herzen unglaublich stark, liebevoll und beschützerisch. Manchmal sieht man diese Eigenschaften schon durch blitzen und wenn man so einen Blick auf seinen Kern erhascht, ist das wie ein Feuerfunke, der heiß aufflammt und Herzen entzündet. Aber es geht einfach noch mehr und ich bin auf seine Entwicklung gespannt.

Erzählt wurde der erste Teil der "Silberschwingen"- Reihe aus der Sicht von zwei Personen. Thorn, und der Sicht des düsteren Protagonisten Lucien. Ich finde es gerade in einem Buch mit zwei gegenüberstehen Gruppen sehr interessant unterschiedliche Denkweisen zu lesen. Emily Bold hat eine sehr lockere und leichte Schreibweise, angenehm und mitreißend. Die bildhaften Beschreibungen haben mich total gefesselt und mich das Setting förmlich vor meinen Augen sehen lassen. Es war echt klasse diese wunderschönen Plätze in London zu besuchen.

Die Handlung ist sehr spannend, etwas aggressiv angehaucht, könnte aber noch mehr Überraschungen vertragen. Durchsetzt mit vielen intensiven Emotionen fiebert man mit Thorn und ihrem Schicksal mit und kann das Buch fast nicht aus der Hand legen. Mir persönlich stand die Liebesgeschichte etwas zu sehr im Vordergrund und ich hätte mir mehr Handlung in Bezug auf die Gemeinschaft der Silberschwingen gewünscht, aber ich war trotzdem begeistert und habe mich mitreißen lassen - bis zum letzten Viertel des Buches.

Erst am Ende war ich echt enttäuscht. Ich weiß, es ist eine Dilogie und der Cliffhänger reißt auch wirklich so mit, dass ich unbedingt weiter lesen möchte. Es kann auch nicht gleich alles perfekt sein, aber so richtig konnte mich Emily Bold mit den Vorgängen am Ende nicht glücklich machen. Ich kann nicht den Finger drauf legen und möchte euch nicht Spoilern, aber ich hab Thorn ihr Verhalten nicht ganz so abgekauft und dieses extra dramatische Hin und Her empfand ich als etwas zu anstrengend und gewollt.

Veröffentlicht am 11.02.2018

Zückt schon mal die Taschentücher...

Wie die Stille unter Wasser
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Maggie und Brooks. Eine Verbindung, die erst nicht sein sollte und dann zur stärksten wurde, die ich je in einem Buch mit erleben durfte. Denn Brooks fand Maggie als 10 - Jährige ziemlich doof. Doch sie ...

Maggie und Brooks. Eine Verbindung, die erst nicht sein sollte und dann zur stärksten wurde, die ich je in einem Buch mit erleben durfte. Denn Brooks fand Maggie als 10 - Jährige ziemlich doof. Doch sie schlich sich irgendwie in sein Herz und nach einem folgenschweren Abend gab es ein Versprechen und ein Symbol, dass das Leben beider verändern sollte. Und als es dazu kam, dass Maggie selbst der Anker werden sollte, stand sie vor einer schweren Entscheidung. Werden die Ketten der Vergangenheit die junge Frau weiterhin an ihre Ängste fesseln, oder wird sie denjenigen retten, der einst sie rettete?

Eigentlich muss ich ja ehrlich gestehen, dass ich immer noch hier sitze, weinend, mit einem Berg Taschentüchern um mich herum, nur weil ich noch einmal meine Gefühlswelt durch gehe um irgendwelche spröden Worte zu finden. Worte, die zeigen welch außergewöhnliche Geschichte ich erleben durfte, Worte die euch auch nur annähernd zeigen könnten, wie sehr ich " Wie die Stille unter Wasser " liebe. Ich glaube, dieses Mal geht es nicht. Ich bin sprachlos.

Die Autorin hat mit Maggie ein Mädchen und später eine junge Frau erschaffen, die ich unheimlich bewundere. Trotz dem, was ihr widerfahren ist, wurde sie zu einer so liebevollen und empathischen Person. Natürlich beherrschen sie ihre Ängste, aber innerhalb ihres Hauses, ist sie fast schon ein kleines Wunder. Sie hört alles, was andere nicht mal bemerken würden, wäre es still um sie herum. Maggie ist so aufopferungsvoll und trotzdem so stark. Und wie sie sich verändert, ist absolut überraschend und überwältigend. So echt, so gefühlsnah, ich konnte mich viel zu gut in sie rein versetzen.

Ich glaube, jeder wünscht sich einen Mann, wie Brooks an seiner Seite. Er ist nicht nur stark, witzig und charmant, er bringt dieses unglaublich positive Lebensgefühl ins Buch. Er baut nie Druck auf, ist immer einfach da und lässt Maggie sein, so wie sie ist. Diese Verbindung, dieses extreme Band zwischen den beiden ist unfassbar stark und die Emotionen sind so intensiv, dass man sie förmlich anfassen und festhalten könnte. Zudem ist Brooks aber auch sehr intelligent und einfühlsam, gelassen, und trotzdem frech und gewitzt. Ich habe ihm einen Platz in meinem Bücherherzen geschenkt.

Als ich den Grund für Maggies Zustand erfuhr, war ich mehr als schockiert und ich fühlte, wie sie erstarrte und mein Herz schmerzte so wahnsinnig in den Momenten, wenn Maggie ihre Panikattacken wieder und wieder durch macht.
Da das Buch aus den Sichten der beiden Hauptcharaktere geschrieben wurde, steckt man so richtig tief in der Geschichte drin. Jedes Lächeln, jeder Fortschritt ist wie ein Sonnenstrahl, der durch das Buch scheint. Und jeder Rückschlag trifft den Leser so hart, dass es dich in den Grundfesten deines Seins erschüttert.

Die Art und Weise, wie Brittainy C. Cherry schreibt, ist phänomenal. Leicht und flüssig erzählt sie so eine schwere Geschichte, dass man völlig mitgerissen und von den Emotionen quasi umgeworfen wird. Ihr Wortschatz und vor allem ihre Art Dinge besonders zu umschreiben, anders als es so viele schon getan haben, verursachten mir ganze Niagarafälle von Tränen. Ich bin einfach überwältigt.

Auch die Nebencharaktere wurden mit so viel Liebe für Feinheiten kreiert. Jeder Einzelne geht einem irgendwie ans Herz und trägt etwas wichtiges zur Story bei. Und vor allem machen sie auch alle eine gewisse Wandlung durch. Am meisten liebe ich Cheryl, Calvin und Mrs. B. Ich könnte sie mir nicht weg denken.

Und wer jetzt denkt, nur eine rührselige Liebesgeschichte serviert zu bekommen, der irrt sich gewaltig. Hier lernt ihr, was Seelenverwandschaft bedeutet. Ihr lernt, dass zuhören oft mehr wert ist, als zu reden und wie Brittainy C. Cherry selbst formuliert hat...



》 Manchmal war der Regen angenehmer als die Sonne. Manchmal war der Schmerz erfüllender als das Gefühl zu heilen. Und manchmal waren die einzelnen Teile eines Puzzles schöner, wenn sie durcheinander lagen. 《 (Kapitel 37)



Ich kann eigentlich nur noch eins sagen. Lest das Buch!

Veröffentlicht am 10.02.2018

Nicht überzeugend

Verliere mich. Nicht.
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Auch nach einem Tag reiflicher Überlegung ist es mir nicht leichter gefallen diese Rezension zu schreiben. Der erste Teil "Berühre mich. Nicht." war noch angenehm und recht authentisch zu lesen.
Im zweiten ...

Auch nach einem Tag reiflicher Überlegung ist es mir nicht leichter gefallen diese Rezension zu schreiben. Der erste Teil "Berühre mich. Nicht." war noch angenehm und recht authentisch zu lesen.
Im zweiten Teil ging das leider unter. War Sage mir im ersten Band noch sympathisch und zollte ich ihr Respekt für ihren Ehrgeiz und ihre Stärke, verlor ich in der Fortsetzung etwas den Glauben an diese Eigenschaften. Ihr umständliches Denken und Handeln fühlte sich einfach nur zäh und hinhaltend an, was den Verlauf der Geschichte angeht. Sie konnte sich nur wenig selbst reflektieren, mutierte zu einer Zicke mit wenig Entschlossenheit Entscheidungen auch durch zu ziehen, und als sie dann doch die Wahl traf in die Wohnung zurück zu kehren, obwohl sie sich ja unbedingt von Luca fern halten wollte, war ich so genervt von dem seltsamen Hin und Her, dass ich das Buch kurzzeitig in die Ecke gelegt habe. Ich empfand sie als dermaßen anstrengend....

Luca ging mir auch nicht mehr unter die Haut. Es tut mir echt leid, aber wo war der Mann geblieben, der seinen Mund aufmachen konnte, um ein Problem anzusprechen. Warum ist er aus jeder schwierigen Situation geflüchtet. Und warum hat er Sage nicht auf manches angesprochen und es einfach so hin genommen. Ich finde es wirklich nicht logisch, wie er reagiert, zumal er eben ein einfühlsamer, aber impulsiver Charakter ist. Er wirkte schon manchmal authentisch, gerade wenn er so verständnisvoll und lieb mit Sage umging, aber es hat sich für mich seltsam angefühlt.

Die Schreibweise von Laura Kneidel ist eigentlich sehr flüssig und angenehm. Sie besitzt einen breit gefächerten Wortschatz und eine detaillierte Art zu beschreiben. Aber in dieser Dilogie ist es einfach zu viel. Es gibt so viele langatmige Stellen und im Gegensatz dazu ist das Ende so zusammen gepresst, dass man das Gefühl bekommt, die Autorin muss dann endlich mal schnell zum Ende kommen. Es war niederschmetternd, vor allem da die Lösung zum Schluss, meiner Meinung nach völlig unwirklich ist. Ich fände es besser, wenn ein Ende zum Buch passt. Ich brauche keine verschönerten Tatsachen, nur damit ich mich als Leser vielleicht besser fühle.

Das Cover finde ich ganz hübsch. Es ist einfach mal was anderes und macht sich gut im Schrank.

Abschließend kann ich sagen, dass die zwei Bücher dieser Reihe von Laura Kneidel nicht unbedingt schlecht sind, aber für mich persönlich auch nicht wirklich gut. Man hätte das ganze knackiger zusammen fassen und es bei einem Buch belassen können. Dann wären vielleicht diese zu langwierigen Passagen weniger gewesen. Und vielleicht wäre auch diese Veränderung in den Charakteren nicht so extrem aufgefallen. 

Veröffentlicht am 05.02.2018

Ich habe mich einfach amüsiert.... <3

Mr. O - Ich darf dich nicht verführen!
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"Der Höhepunkt einer Frau ist wie Sommerferien, Weihnachtsabend und Urlaub auf den Fidschi-Inseln, vereint zu einem fantastischen Bündel Glückseligkeit, das die Fensterscheiben fast zum Bersten bringt. ...

"Der Höhepunkt einer Frau ist wie Sommerferien, Weihnachtsabend und Urlaub auf den Fidschi-Inseln, vereint zu einem fantastischen Bündel Glückseligkeit, das die Fensterscheiben fast zum Bersten bringt. Verdammt, wenn wir die Schönheit und Energie einer Frau beim Orgasmus einfangen und nutzen könnten, würde das wahrscheinlich ausreichen, um ganze Städte mit Strom zu versorgen, die globale Erwärmung zu stoppen und für den Weltfrieden zu sorgen." (S. 7)



Allein schon der Prolog zeigt uns in welche Richtung Lauren Blakely uns dieses Mal führen wird. Wer also auf absolute Tiefgründigkeit hofft, ist hier vielleicht etwas fehl am Platz. Und dennoch... aber beginnen wir am Anfang.

Harper Holiday, die Schwester von Spencer aus dem ersten Teil "Big Rock - Sieben Tage gehörst du mir ", ist Single, sexy, liebenswürdig und absolut vertrottelt, wenn es um die Kontaktaufnahme zu fremden männlichen Wesen geht. Das beweist Harper Nick auch prompt, als sie in einem Café auf einen Kunden für ihre magische Show trifft. Der beste Freund ihres Bruders, auch Mr. Orgasmus genannt, versucht ihr mit Rat und Tat zur Seite zu stehen und obwohl er heimlich ganz andere Gefühle für Harper hegt, lässt er sich auf ein gewagtes Unterfangen ein.

Da das Buch aus der Sicht von Nick geschrieben ist, bleibt mir die Gefühlswelt von Harper völlig verschlossen. Nur durch kleine Anzeichen von Mimik und Gestik kann ich erkennen, was in der jungen Frau vorgeht. Und ehrlich: Ich finde es fantastisch. Die Autorin hat wirklich Talent dafür mit diesen Feinheiten zu spielen.

Einen so heißen Liebesroman aus der Sicht eines Mannes zu erleben ist wirklich mal wieder was erfrischendes. Nick ist ehrlich, direkt, warmherzig, intelligent und echt versaut. Ernsthaft! Dieser Zeichner von Cartoonserien hat eine so lebhafte Fantasie, dass einem entweder ständig heiß wird oder man nur noch grinsen kann.

Es kommt echt viel S.E.X. vor. All zuviel tiefgründige Gespräche werden nicht geführt, aber das Problem, bei dem Nick Harper hilft, ist lebensverändernd. Die Art und Weise wie Lauren Blakely den Protagonisten als Helden der weiblichen Höhepunkte darstellt ist witzig und etwas irre. Aber wenn man mal hinter die Fassade geblickt hat, fällt einem auf, wie liebevoll und fürsorglich Nick ist. Mit welcher ehrlichen Hingabe er seinen Weg geht, beruflich wie privat, und mit welch beeindruckender Beobachtungsgabe er auf seine Angebeteten reagieren kann. Fingerspitzengefühl ist sein Steckenpferd.

Die Geschichte ist unterhaltsam, leicht und sehr humorvoll, besitzt aber die nötige Ernsthaftigkeit um nicht platt zu wirken. Sie kommt zum Glück ohne diesen wahnsinnig überdramatischen Hang aus, auch wenn natürlich schon ein bisschen was zum mitfiebern eingebaut wurde. Dafür knistert es gewaltig und die Anziehungskraft ist förmlich greifbar!

Die Persönlichkeiten und auch das ganze Grundgefühl von "Mr. O - Ich darf dich nicht verführen" ist einfach mal so richtig positiv und locker.

Lauren Blakely hat eine unvergleichliche Schreibweise. Sie reißt mit, nimmt kein Blatt vor den Mund und schafft es mit ihrer schonungslosen Direktheit gerade was die zwischenmenschlichen Beziehungen angeht, uns zu schockieren, zu begeistern und zu amüsieren. Auch dieser Teil ist in sich abgeschlossen und ich hoffe wir lesen noch viel mehr!!! Natürlich muss ich euch auch ganz ehrlich gestehen, es ist wirklich ein Buch, in dem es hauptsächlich um ein Thema geht: Der Orgasmus der Frau und wie Nick ihn den glücklichen verschaffen kann, aber wenn man den Klappentext liest, sollte man ungefähr wissen auf was man sich einlässt und ja... ich hatte einfach Spaß dran und habe es nicht zu ernst genommen. 

Schnulzig, sexy und einfach was für Zwischendurch. Ich finde "Mr. O - Ich darf dich nicht verführen!" klasse.