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Veröffentlicht am 14.07.2025

Typischer Mittelband

House of Destiny (Packende Fortsetzung der dystopischen Fantasysaga)
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Cover

Passend zum ersten Band schmiegt sich dieses Cover an das restliche Erscheinungsbild an. Weiterhin liebe ich die starken Kontraste sowie die kleinen Details.

Meine Meinung

Nachdem ich gerade ...

Cover

Passend zum ersten Band schmiegt sich dieses Cover an das restliche Erscheinungsbild an. Weiterhin liebe ich die starken Kontraste sowie die kleinen Details.

Meine Meinung

Nachdem ich gerade den ersten Band dieser Trilogie gelesen habe, habe ich die Gelegenheit ergriffen sofort mit diesem zweiten Band anzufangen. Allerdings, für diejenigen unter euch, die den ersten Band direkt nach Erscheinen gelesen haben: Die Autorin hat sich extra die Mühe gemacht vor Beginn dieses Bandes eine Zusammenfassung der Ereignisse mithilfe eines QR-Codes zur Verfügung zu stellen. Ich liebe sowas und bin trotzdem froh, dass ich lange genug gewartet habe, um sofort weiterlesen zu können.
Wie wir es bereits kennen ist Averie unsere weibliche Protagonistin und gleichzeitig diejenige aus deren Sicht wir das ganze Buch bzw. vermeintlich die ganze Trilogie erleben dürfen. Averie hat es noch immer nicht geschafft mich gänzlich von sich zu überzeugen. Ich wünschte, sie würde ihre Pläne anständig durchdenken, ihren Freunden nicht jedes Geheimnis sofort auf die Nase binden und auch das Vertrauen, welches sie in andere Personen steckt ein wenig mehr hinterfragen. Ich warte vergeblich auf den Moment in dem ich sie tatsächlich als Kämpferin, als Rebellin und vielleicht auch als Anführerin sehe. Doch weiterhin lebt sie selbst sehr viel in der Vergangenheit, lässt sich von anderen, stärkeren Nebencharakteren an der Nase herumführen und außerdem bin ich der Meinung, dass es endgültig Zeit wird Atticus zu vergessen.
Die Beziehung von Atticus und Averie hat in Vergangenheit bereits viel einstecken müssen, doch ich für meinen Teil sehe die beiden nicht länger als Paar oder eine gemeinsame Zukunft für beide. Atticus hatte durchaus seine guten Momente, doch so richtig gefühlt habe ich beide zusammen nie. Im Gegensatz dazu muss ich zugeben, dass ich ab sofort Team Minas angehöre. Vergesst den Sturmjäger, der Aion stiehlt ihm nämlich locker die Show. Ich liebe die geheimnisvolle und ränkeschmiedende Art von Minas. Wie er seine Brüder gegeneinander ausspielt, andere ungesehen verteidigt und auch die Menschen nicht als wertlos betrachtet. Ich bin gespannt, welche seiner Pläne zukünftig aufgehen, ob wir sehen wo er in Vergangenheit bereits rettend eingegriffen hat und wie sich seine Beziehung zu Averie wandelt.
Was die Emotionen und Gefühle dieses Buches betrifft bin ich an vielen Stellen nicht abgeholt worden. Tatsache ist, dass es jede Menge Momente gab, die das Potenzial hatten mich zu berühren, es aber nicht vollumfänglich geschafft haben. Häufig hatte ich den Eindruck, dass Marah Woolf sich hier und da einfach mehr Zeilen hätte nehmen sollen um bestimmte Ereignisse dramatisch in die Länge zu ziehen. Als Beispiel das Ende des ersten Wettstreits, da war so viel Potenzial mich zu zerstören, aber die Szene kam mir zu kurz. Wie einige andere auch.
Irgendwie schafft die Autorin es leider, dass ich einige der Freunde von Averie zwischenzeitlich unsympathisch finde. Im ersten Band war es Rowan, hier ist es eindeutig Junah. Junahs verzweifeltes Bemühen jemanden zu retten, der ihr etwas bedeutet, gab ihr in meinen Augen nicht das Recht alle anderen involvierten Leben als unwichtiger zu betrachten. Damit bleiben als einzige von Averies Freunden, denen ich persönlich mein Vertrauen schenken würde: Nikos und Willow.
Dafür gibt es jede Menge interessante Wendungen, alles veränderte Informationen, neue Geheimnisse und Intrigen. Die Zeitenspiele als solche nehmen eine vergleichsweise unwichtige Rolle ein und ich hätte diese persönlich nicht gebraucht. Mir fehlte es an Spannung und der Fähigkeit mich Mitzureißen, wobei ich ähnlich wie im letzten Absatz schon angesprochen, oft die Frage "Das wars?" im Hinterkopf hatte.
Das Ende war durchaus fesselnd, aber auch hier besteht einfach noch Luft nach oben. Wenn ich den dritten Teil nicht ebenfalls zur Hand hätte, wüsste ich nicht, ob dieser Schluss es automatisch zu meinem nächsten CR gekürt hätte. Und doch kann ich nicht leugnen, dass gerade die letzten 100 Seiten wohl zu denen gehören, die mich am meisten emotional abholen konnten. Ich habe endlich etwas mitgefiebert, versucht herauszufinden wer wen betrogen hat und welche Charaktere wir hoffentlich wiedersehen und wen nicht.

Fazit

Ähnlich wie auch schon beim ersten Band stehen die Weichen für ein großartiges Buch bereits in den richtigen Positionen, doch viele Kleinigkeiten können leider nicht überzeugen.

Von mir gibt es 4 von 5 Sternen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 12.07.2025

Kein schlechter Auftakt

House of Eternity (Luxusausgabe einer aufwühlenden RomantasySaga in dystopischem Setting)
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Cover

Ich bin immer wieder davon begeistert, wie hübsch Marah Woolfs Cover aussehen – dieses bildet dabei keine Ausnahme. Neben den kleinen Details liebe ich die kontrastreichen Farben und die Dynamik ...

Cover

Ich bin immer wieder davon begeistert, wie hübsch Marah Woolfs Cover aussehen – dieses bildet dabei keine Ausnahme. Neben den kleinen Details liebe ich die kontrastreichen Farben und die Dynamik ganz besonders.

Meine Meinung

Ich habe bereits das ein oder andere Buch von Marah Woolf in Vergangenheit gelesen, von Highlights bis mittelmäßig war alles dabei, weshalb ich natürlich gehofft habe, dass „House of Eternity“, also der Start ihrer neuen Trilogie, mich begeistern kann.
Absolut fesseln und überzeugen kann Marahs Worldbuilding. Neben der Feindschaft zwischen den Kindern des Chronos und des Kairos, sowie der Unwissenheit der Menschen darüber gibt es noch allerhand anderes zu entdecken. Besonders fasziniert haben mich die Verbindung zwischen den Chronisten und ihren Pegasoi, das Sammeln und Verarbeiten von Zeit, sowie die unterschiedlichen – teils – verlorenen Welten. Wie unter anderem Eternity eine der Welten ist, die theoretisch noch gerettet werden kann. Allerdings gab es den ein oder anderen Aspekt, der sich mir nicht ganz erklärt hat. Als Beispiel: Averie kann Menschen nur Zeit entziehen, wenn diese Zeit verschwenden. Seine Zeit am Handy zu verbringen oder Online-Spiele zu spielen gilt als Zeitverschwendung, in einen Club zu gehen, zu feiern und sich zu betrinken merkwürdigerweise nicht. Versteht mich nicht falsch, jeder kann machen, was er möchte, aber ich als jemand, der mit Partys & Co. überhaupt nichts anfangen kann, würde behaupten, dass es sich dabei um Zeitverschwendung handelt. Mich würde ja brennend interessieren, wer was als Zeitvergeudung bestimmt hat.
Averie Aslanidis ist bekanntermaßen unsere weibliche Protagonistin und diejenige aus deren Sicht wir dieses Buch erleben dürfen. Averie ist fest entschlossen eine Sturmjägerin zu werden, also jemand, der mit seinem Pegasus in einen Sturm fliegt, um sogenannte Zeitenbänder zu flicken. Ich kann mir gut vorstellen, dass Averies Verhalten nicht jedermanns Sache ist – mir geht es nämlich so. Ich kann viele ihrer Entscheidungen durchaus nachvollziehen und fand sie größtenteils sympathisch. Doch ich vermisse ihr Gemeinschaftsgefühl. Ich vermisse Eigeninitiative, denn all ihre Informationen kommen ungefiltert von ihrem Vater. Dass ihre eigene Familie ihr so wenig bedeutet – von ihrem Vater mal abgesehen – fand ich frustrierend, denn ich hätte wahnsinnig gerne die Sicht ihres Bruders und ihrer Mutter auf die Geschehnisse gehabt.
Noch mehr frustriert hat mich eigentlich nur ihre Beziehung zu Atticus. Das ewige Hin und Her, die Lügen und Geheimnisse, die Gewissensbisse und alles dazwischen haben mich irgendwann nur noch gelangweilt. Es passiert nichts wirklich Relevantes, außer, dass immer wieder deutlich wird, dass beide die Finger nicht voneinander lassen können. Atticus ist mir persönlich etwas zu sprunghaft. Denn womit Averie meiner Meinung nach komplett richtig liegt: Ich würde auch niemandem vertrauen, der mich einfach sitzen lässt und sich jahrelang nicht meldet. Atticus Annäherungsversuche, sein behütendes Verhalten, aber ebenso die schlichte Tatsache, dass er ganz offensichtlich mehr weiß als er erzählt, passen zwar zusammen, waren aber nicht so ganz mein Fall.
Ähnlich ergeht es mir mit der Freundschaft zwischen Averie und ihren Freunden. Ich mag die Dynamik der Gruppe eigentlich ganz gerne, aber irgendwie scheint jeder von ihnen seine ganz eigenen Probleme mitzubringen und die große Belastungsprobe aka der Untergang ihrer Welt reißt ziemlich schnell die ersten Brücken ein.
Marah Woolfs Schreibstil überzeugt im Gegensatz dazu auf ganzer Linie. Neben den vielen Informationen, die wir zum Glück nach und nach erhalten, bleibt die Geschichte spannend und fesselnd, die Charaktere sind weitestgehend authentisch und ich möchte behaupten, dass viele inhaltliche Aspekte in sich logisch sind.
Persönlich erwarte ich noch mehr. Das Buch ist toll geschrieben, aber so richtig abgeholt worden bin ich keineswegs. Ich werde die Reihe in jeden Fall weiterverfolgen, denn was nicht ist, kann ja noch werden. Oder so ähnlich.

Fazit

So ganz mit meinen Erwartungen mithalten, kann dieser Auftakt noch nicht. Irgendwie habe ich auf den Moment gewartet in dem ich selbst die Geschichte vollumfänglich liebe und dieser blieb bis zur letzten Seite leider aus.

Von mir gibt es 4 von 5 Sternen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 09.07.2025

Hmm...

A Fate Forged in Fire – Aus Flammen geboren
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Cover

Zu meinen Lieblingscovern wird dieses wohl nicht gehören. Mir gefallen zwar die Farben und die eindeutige Verbindung zum Inhalt, dafür mag ich das Gesamtbild als solches einfach nicht besonders ...

Cover

Zu meinen Lieblingscovern wird dieses wohl nicht gehören. Mir gefallen zwar die Farben und die eindeutige Verbindung zum Inhalt, dafür mag ich das Gesamtbild als solches einfach nicht besonders gerne.

Meine Meinung

Dieses Buch ist mir in den letzten Wochen bereits an den unterschiedlichsten Orten unter die Augen gekommen, allerdings habe ich ganz unterschiedliche Meinungen darüber gelesen. Aber, ihr kennt das ja, solange man ein Buch nicht selbst gelesen hat, kann man sich kein richtiges Urteil erlauben. Gelesen habe ich "A Fate Forged in Fire" zwar jetzt, eine eindeutige Meinung habe ich bisher allerdings nicht erlangt.
Prinzipiell entspricht diese Geschichte meinem Beuteschema. Wir haben eine faszinierende und weitläufige Welt, bevölkert von unterschiedlichen Wesen, einen drohenden Krieg und eine Liebe allen Widerständen zum Trotz. Ich möchte allerdings ehrlich sein, bis zur aller letzten Seite, konnte mich das Buch nicht wirklich für sich einnehmen. Ich habe die ganze Zeit auf den Moment gewartet, wo ich den Inhalt wirklich gefühlt und gelebt habe, doch dieser kam für mich persönlich leider nie.
Zunächst einmal bin ich in der Regel kein Fan von übermäßig temperamentvollen und arroganten Protagonistinnen. Und leider liest sich Aemyra häufig wie so eine Protagonistin. Gerade die Kombination aus "Ich werde Königin" und der Relation dazu, was sie in ihrem Leben bereits erreicht hat - außer als Frau geboren zu werden - natürlich, passt für mich nicht ganz zusammen. Ja, Aemyra hat als Heilerin durchaus Gutes bewirkt, doch sehen wir im Verlauf, dass eine Krone ein gänzlich anderes Gewicht mit sich bringt, als sie sich hätte vorstellen können. Auch zeigt sich deutlich, dass Aemyra trotz der Vorbereitung ihres Vaters noch lange nicht bereit ist eine echte Anführerin zu sein. Ihr Temperament bringt sie in vermeidbare Schwierigkeiten und ebenso ihr Vertrauen in die falschen Leute.
Ich gestehe, dass die erste Hälfte des Buches ziemlich durchwachsen war. Gerade in Anbetracht der Tatsache, dass bis zur Hochzeit - die uns der Klapptext ja prophezeit - ungefähr das halbe Buch vorbeizieht wirkt alles recht bedeutungslos. Inhaltlich passiert nicht allzu viel, für mich persönlich war das Wichtigste und das woran ich mich wohl am ehesten erinnern würde, die Verbindung von Aemyra zu ihrer Familie - insbesondere zu ihrem Zwilling Adarian und ihren vermeintlichen Eltern. Natürlich spielt auch das Worldbuilding auf den ersten Seiten eine wichtige Rolle doch auch damit bin ich nicht gänzlich warm geworden. Ich liebe den schottisch angehauchten Hintergrund dieser Welt, gerade mit den unterschiedlichen Clans, den rothaarigen Prinzen und den kleinen Details wie Namen für Kleidungsstücke etc. Doch um ehrlich zu sein, bei der gedanklichen Aussprache hatte ich gerade bei den Orten und den Clans bis zum Schluss regelmäßig einen Knoten in der Zunge. Es viel mir mitunter schwer die Sätze flüssig in meinem Kopf zu formen und letztlich war es eher frustrierend als angenehm. Der Schreibstil ist nicht per se schlecht oder so, aber flüssig lesen konnte ich das Buch nun mal nicht.
Kennt ihr das Gefühl, wenn ihr eine Geschichte vor der Nase habt, die den Sprung von "Könnte ich mögen" zu "Mag ich tatsächlich" nicht schafft? "A Fate Forged in Fire" ist für mich leider genauso ein Buch. Es bringt die richtigen Elemente mit, es gibt tolle - auch humorvolle - Dialoge, Spannung und durchaus genug Szenen, die mich mitreißen konnten, aber final kann ich nicht behaupten, dass ich derzeit genug Interesse hätte die Reihe weiterzuverfolgen. Vielleicht entscheide ich mich zukünftig doch noch dazu Aemyra eine weitere Chance zu geben, aber derzeit warten noch genug andere vielversprechendere Geschichten auf mich.

Fazit

Trotz eines vielversprechenden Inhaltes konnte mich dieses Buch bis zur letzten Seite nicht catchen. Gerade Aemyra machte es mir schwer sie zu mögen, mir mangelte es an Emotionen und Tiefgang, außerdem dauerte es ewig bis endlich etwas Schwung ins Buch kam.

Von mir gibt es 3,5 von 5 Sternen.

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  • Charaktere
Veröffentlicht am 08.07.2025

Eher was für Einsteiger ins Genre

Crimson Sky – Die Seelenjägerin
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Cover

Ich liebe dieses Cover! Neben den kräftigen Farben finde ich, dass es perfekt zum Inhalt passt.

Meine Meinung

Während ich meinen Stapel ungelesener Bücher auf der Suche nach der nächsten Geschichte ...

Cover

Ich liebe dieses Cover! Neben den kräftigen Farben finde ich, dass es perfekt zum Inhalt passt.

Meine Meinung

Während ich meinen Stapel ungelesener Bücher auf der Suche nach der nächsten Geschichte durchforstet habe, sprang mir dieses Buch quasi in die Arme. Bisher kannte ich noch nichts dieser Autorin, auch wenn ich schon häufiger über den Namen Kira Licht gestolpert bin.
Diejenige aus deren Sicht wir die komplette Geschichte erleben und die logischerweise gleichzeitig unsere Protagonistin ist, ist Remy, deren Traum von der großen Sportkarriere gerade geplatzt ist. Remy hat ihre guten, wie auch ihre schlechten Momente. Ich kann durchaus verstehen, dass es hart ist seinen Traum auf so plötzliche Weise zu verlieren, doch ihr anfängliches Gejammere zeigt alles, nur keinerlei Kampfgeist. Ihre Auseinandersetzungen mit Keon, dem Prinzen, waren durchaus vermeidbar und ich hatte häufig den Eindruck, dass ihre Wesensarten nicht immer kompatibel waren. Als Beispiel, im Laufe des Buches wird hier und da erklärt, dass Remy nicht gerne im Mittelpunkt steht – aber sich immer wieder mit dem Prinzen in aller Öffentlichkeit anzulegen, war merkwürdigerweise völlig in Ordnung. Viele Entscheidungen, die Remy trifft kann ich nicht wirklich nachvollziehen, wie ihr verzweifeltes Bemühen sich einzureden, dass es sich bei der Wilden Jagd nur um eine verrückte Show handelt.
Keon entspricht leider in vielerlei Hinsicht einem toxisch angehauchten und sprunghaften Stereotyp, welches alteingesessenen Hasen wie mir aus vielen anderen Büchern bekannt vorkommt. Er scheint sich offenbar nicht entscheiden zu können, ob er Remy herumschubst oder ob er über sie herfallen möchte. Passend dazu muss ich nämlich leider zugeben, dass ich die Beziehung der beiden überhaupt nicht gefühlt habe. Dies betrifft sowohl das körperlich Verlangen als auch Remys Gefühle für ihn. In meinen Augen geht es zu schnell zur Sache, es fehlt an Tiefgang, an Harmonie und schlicht an gemeinsam verbrachter Zeit, die keine Jagd und keinen Sex beinhaltet.
Das Worldbuilding weist meiner Meinung nach riesige Lücken auf. Besonders gewundert hat mich alles, was mit den Reittieren zu tun hat, von denen offenbar jeder Jäger wahllos eines bekommt. Es hat auch nicht geholfen, dass Remy zu ihrem Wesen innerhalb weniger Seiten eine ach so tiefe Bindung aufbaut, welche ich ähnlich wie Remys Beziehung zu Keon so nicht fühlen konnte. Auch wer die Chance hat ein Jäger zu werden, die unterschiedlichen Völker der Anderswelt in Kombination mit den Göttern – viele elementare Informationen scheinen nur oberflächlich aufgebaut zu sein und überzeugen mich daher gar nicht.
Das Buch ist durchaus spannend, doch einen Spannungsbogen habe ich vergeblich gesucht. Ich hatte eher den Eindruck, dass wir was die Spannung betrifft, immer auf dem gleichen Level herumdümpeln. Wobei ich gerade vom Ende besonders enttäuscht war, weil ich die ganze Zeit darauf gewartet habe, dass die Geschichte mich endlich richtig packt, dass ich mitgerissen und gefesselt werde. Tja, Pustekuchen. Am Schluss läuft es leider darauf hinaus, dass die Autorin sich entschieden hat die kleinen, unwichtigen Fragmente, die im Laufe des Buches an die Oberfläche gekommen sind, zu einer Geschichte zu formen, die vielen von uns so bereits bekannt vorkommen könnte – einschließlich des unerträglich tiefen Vertrauensbruches zwischen Remy und Keon. Gähn.
Ich werde diese Reihe wohl nicht weiterverfolgen. Ich fand sie keineswegs schlecht, aber ebenso nicht gut genug, um meine Zeit damit zuzubringen zu hoffen, dass der zweite Band mich doch noch fesselt.

Fazit

Vermutlich macht sich dieses Buch besser bei Beginnern dieses Genres. Ich bin leider weder mit der Protagonistin, dem Worldbuilding noch der emotionalen Bandbreite wirklich warm geworden.

Von mir gibt es 3 von 5 Sternen.

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Veröffentlicht am 07.07.2025

Kann nicht mit der Hauptreihe mithalten

Die dunklen Tiermagier – Klingen und Rosen
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Cover

Dieses Cover passt nicht nur gut zur Hauptreihe - trotz farblicher Abgrenzung - sondern sieht trotz seiner Schlichtheit gut aus. Gerade der farbliche Kontrast zwischen Gold und Lila gefällt mir ...

Cover

Dieses Cover passt nicht nur gut zur Hauptreihe - trotz farblicher Abgrenzung - sondern sieht trotz seiner Schlichtheit gut aus. Gerade der farbliche Kontrast zwischen Gold und Lila gefällt mir neben den kleinen Details besonders gut.

Meine Meinung

Nachdem ich bereits vor einigen Jahren die Hauptreihe "Die Tiermagierin" gelesen habe, wollte ich bereits seit einiger Zeit dieses dazugehörige Spinn-Off lesen. Gerade, dass es bei diesem Buch um Kost und Gaige geht, hat mich wahnsinnig neugierig gemacht und endlich habe ich diese Geschichte von meinem Stapel ungelesener Bücher befreit.
Ich kann mich leider nur noch an wenig aus den anderen drei Büchern erinnern und trotz der Tatsache, dass ich mehrfach gelesen habe, dass dieses Buch auch ohne Vorkenntnisse aus den anderen Büchern gelesen werden kann, hat es sich für mich nicht danach angefühlt. Zunächst einmal möchte ich betonen, dass ihr dieses Buch in jedem Fall nach der Tiermagier-Trilogie lesen solltet, ansonsten werdet ihr auf jeden Fall gespoilert. Für mich hat es sich leider immer wieder angefühlt, als müsste ich bestimmte Dinge noch wissen, als würde ein Teil des Puzzles durchgängig fehlen und das war wahnsinnig frustrierend. Ich hätte sehr gerne eine kurze Zusammenfassung der bisherigen Ereignisse gehabt um selber wieder Zugang zu dieser Welt zu finden.
Leider muss ich schweren Herzens zugeben, dass ich "Klingen und Rosen" bis zum Schluss nicht wahrhaftig gefühlt habe. Dies betrifft besonders die Beziehung zwischen Kost und Gaige. Man sollte meinen, dass die Sichtweisen von beiden uns als Leser helfen würden sie zu verstehen, aber die ewige Misskommunikation und die fehlenden tiefergehenden Emotionen machen diesen Gedanken zunichte. Trotz dieser mehr als 400 Seiten habe ich nicht das Gefühl einen von beiden wirklich zu kennen. Es ist nicht so, dass ich die Beweggründe beider nicht verstehen könnte, denn das kann ich durchaus, aber es mangelt an Authentizität, an Greifbarkeit und ehrlichen Gefühlen.
Was ich hier leider ebenso vermisse ist die Dynamik der Charaktere untereinander. Es gibt eine Handvoll wiederkehrender Nebencharaktere, welche mäßig bis wichtige Rollen spielen, wo ich das Miteinander genossen, aber ebenso nicht gefühlt habe. Es fehlt an Dimensionalität, an Zwischenmenschlichkeit und der Fähigkeit mich zu überzeugen.
Der Schreibstil als solcher ist nicht schlecht und doch habe ich während des Lesens den Eindruck bekommen, dass das Abarbeiten des Plots allem anderen die Show stiehlt. Wie bereits mehrfach geschrieben fehlt es der Autorin an der Kraft die Gefühle wirklich lebendig zu gestalten und dies merken wir auch bei so einfach Dingen wie dem angesprochenen Schreibstil. Grundsätzlich lässt sich der Inhalt und auch die Charaktere weitestgehend verstehen, die Geschichte liest sich leicht und flüssig und ist in vielen Punkten logisch.
Das Worldbuilding hat unfassbar faszinierende Seiten, gerade was die vielen unterschiedlichen Tierwesen betrifft. Ich persönlich bin kein Fan davon mir Informationen aus dem ans Buch angehängte Bestarium zu suchen und hatte einmal mehr den Eindruck, dass nicht alle Informationen zu einhundert Prozent bei mir angekommen sind. Für mich besteht bei den unterschiedlichen Magieformen - Tiermagier, Assassine und Zauberer - nebst den angesprochenen Bestien noch Luft nach oben.
Insgesamt bin ich enttäuscht. Eigentlich habe ich ziemlich schnell gemerkt, dass mich dieses Buch nicht fesseln kann - wollte aber nicht so schnell aufgeben und hatte gehofft, dass das Ende mich mitreißt. Nun ja, ich kann sagen, dass der Schluss durchaus spannend und fesselnd war, aber ehrlich gesagt war ich ebenso froh, als ich die letzte Seite endlich gelesen und das Buch zur Seite legen konnte.
Ich glaube nicht, dass ich diese Reihe weiterverfolgen werde bzw. dass, ich in Zukunft erneut ein Buch von Maxym M. Martineau lesen werde. Vielleicht lassen sich andere von dieser Welt verzaubern, was ich sehr hoffe, ich gehöre nur leider nicht dazu.

Fazit

Trotz eines vielversprechenden Inhalts bin ich emotional leider überhaupt nicht abgeholt worden. Die ewige Misskommunikation der beiden Protagonisten hat mich frustriert und insgesamt fehlt es an Spannung und Lebendigkeit.

Von mir gibt es 3 von 5 Sternen.

  • Einzelne Kategorien
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  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere