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Veröffentlicht am 21.05.2025

Generationsübergreifende Familiengeschichte

Das Licht in den Wellen
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Janne Mommsen erzählt in ‘Das Licht in den Wellen‘ die bewegende und bewegte Geschichte der Inge Martensen, die in sehr jungen Jahren ihre Heimat die Insel Föhr verlassen hatte, um sich in New York ein ...

Janne Mommsen erzählt in ‘Das Licht in den Wellen‘ die bewegende und bewegte Geschichte der Inge Martensen, die in sehr jungen Jahren ihre Heimat die Insel Föhr verlassen hatte, um sich in New York ein neues Leben aufzubauen. Bereits auf der Überfahrt freundet sie sich mit Karolina an, die ihr die ersten englischen Worte beibringt. In der Fremde angekommen arbeitet sie in einem Delikatessengeschäft, das von Landsleuten aus Föhr geführt wird, die sie in ihre kleine Gemeinschaft aufnehmen.
Nun fast einhundertjährig kehrt Inge gemeinsam mit ihrer Urenkelin Svantje zurück nach Manhattan. Während der Überfahrt erzählt sie ihre Lebensgeschichte, wie sie Giovanni und David kennenlernte, wie sie ihr eigenes kleines Unternehmen führte und welches Leben sie in all den Jahren führte, wie sie Ängste überwinden musste, um Zutrauen in ihre eigene Stärke zu gewinnen. Das beeindruckt Swantje, die sich auch so einiges für ihre Zukunft vorgenommen hat und noch etwas Unterstützung braucht.
Die Geschichte macht Mut aufzustehen und Gelegenheiten beim Schopf zu packen, um Träume wahr werden zu lassen, scheint die Lage auch noch so aussichtslos zu sein. Mitfühlend und sehr authentisch beschreibt der Autor seine Protagonisten, die das Herz am rechten Fleck haben und anpacken können.
Ein wunderschöner Roman, der ein Stück Zeitgeschichte zu Beginn des zwanzigsten Jahrhunderts zeichnet und die Motivation zur Auswanderung von einer starken, bewundernswerten Frau beschreibt. Anfang 2026 ist eine Fortsetzung angekündigt, auf die ich mich sehr freue.

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Veröffentlicht am 21.05.2025

Ein Stück japanische Lebenskultur

Das kleine Antiquariat von Tante Sango-san
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Hika Harada bringt uns mit ihrem Roman ‘Das kleine Antiquariat von Tante Sango-san‘ ein Stück japanische Lebenskultur näher. Wir tauchen eine in eine Welt, die von Harmonie und lebendigen gegenseitigem ...

Hika Harada bringt uns mit ihrem Roman ‘Das kleine Antiquariat von Tante Sango-san‘ ein Stück japanische Lebenskultur näher. Wir tauchen eine in eine Welt, die von Harmonie und lebendigen gegenseitigem Interesse bestimmt ist.
Als die siebzigjährige Sango-san von ihrem verstorbenen Bruder Jiro ein Geschäft mit antiquarischer Literatur im berühmten Bücherviertel Tokios Jimbocho erbt, lässt sie dieses mit viel Herzblut und Tatkraft wieder zu neuem Leben erwecken, obwohl sie sich bisher nie mit dieser Materie beschäftigt hat und sich somit überhaupt nicht auskennt in diesem Gewerbe. Sie bekommt jedoch fleißige und fachkundige Unterstützung von ihrer Nichte Mikki, die ihr im Studium erworbenes Wissen hier vorteilhaft anwenden kann. Aber auch die nachbarschaftliche Gemeinde leisten immer wieder wertvolle Unterstützung. Sango-san verwöhnt ihre Kunden neben Tee auch mit so manch kulinarischer Köstlichkeit. Man kommt sich näher und tauscht immer wieder interessante Informationen über den früheren Ladenbesitzer aus, bekommt damit wertvolle Einblicke in das Leben des Verstorbenen.
Die Autorin erzählt eine unaufgeregte Geschichte mit authentischen, liebenswerten Charakteren, deren Sicht auf das Geschehen wechselseitig dargestellt wird. Sie vermittelt ganz nebenbei interessantes Wissen über die japanische Kultur, die sich grundlegend von der westeuropäischen unterscheidet. Man lebt miteinander und versucht dieses Miteinander in den Mittelpunkt des Alltags zu stellen.
Ein lesenswerter Roman für entspannte, glückliche Lesemomente.

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Veröffentlicht am 16.05.2025

Auf den Spuren des genialen Barockmusikers

Bach bewegt
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Wer denkt nicht sofort an Johann Sebastian Bach, wenn die dramatischen, wunderschönen Klänge des Weihnachtsoratoriums den Raum mit seiner machtvollen Musik erklingen lassen? Jedes Jahr aufs Neue werden ...

Wer denkt nicht sofort an Johann Sebastian Bach, wenn die dramatischen, wunderschönen Klänge des Weihnachtsoratoriums den Raum mit seiner machtvollen Musik erklingen lassen? Jedes Jahr aufs Neue werden wir damit eingestimmt auf die Festtage im Dezember zum Abschluss des Jahres.
Knut Elstermann zeigt mit seinem Filmführer ‘Bach bewegt‘ was für ein großer Fan er von diesem berühmten Komponisten ist, dessen Werke auch in unserer modernen, schnelllebigen Zeit nicht an Popularität eingebüßt haben, ganz im Gegenteil. Zahlreiche Verfilmungen stellen das Lebenswerk dieses Mannes in dem Mittelpunkt, zeigen den Kampf des großen Musikgenies und Meisters von Kantaten um Perfektion zum Genuss unseres Gehörs.
Zum 275. Todestag von Johann Sebastian Bach beschenkt uns der Autor mit einem reichlich bebilderten Buch, in dem von Filmschaffenden berichtet wird, die über die Jahre ein sehr differentes Bild vom Komponisten und Menschen Bach geschaffen haben, das den jeweiligen Zeitgeist einfängt und widerspiegelt. Es ist sehr unterhaltend und amüsant zugleich, den Spuren des Mannes aus dem Barockzeitalter zu folgen.

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Veröffentlicht am 16.05.2025

Schmackhafte Wohlfühlrezepte

Natürlich Maria
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Auf dem Cover ihres Kochbuches ‘Natürlich Maria – Das Glück liegt in den kleinen Dingen. Rezepte für das Leben‘ strahlt Maria Groß, die Wirtin des Restaurants ‘Bachstelze‘ in Erfurt, uns mit einem lebensfrohen, ...

Auf dem Cover ihres Kochbuches ‘Natürlich Maria – Das Glück liegt in den kleinen Dingen. Rezepte für das Leben‘ strahlt Maria Groß, die Wirtin des Restaurants ‘Bachstelze‘ in Erfurt, uns mit einem lebensfrohen, herzhaften Lachen an. Man spürt ihre Lust, den Stunden des Tages viel Genuss einzuhauen, Genuss für den Körper und die Seele gleichermaßen. Bevor wir uns in die Zubereitung der einfach nur köstlichen Gerichte vertiefen, gibt Maria einen Einblick in ihre Welt. Es beginnt mit einer Zeitreise zurück zu den Ursprüngen bis hin zu dem Ort, der sie ganz offensichtlich sehr glücklich macht. Dieser Teil des Buches hat mir einfach nur Spaß gemacht. Großartige Fotografien, die einen Einblick geben, wie die Natur in ein einzigartiges Restaurant integriert und in Szene gesetzt ist, geben diesem Buch einen besonderen Touch. Es macht einfach unglaublich viel Freude zu blättern und zu genießen. Und dann geht es richtig los. Da kommen sie auch schon die Rezepturen der wirklich einfachen und doch so schmackhaften Gerichte. Ihr verführerischer Duft ist mir immer wieder in die Nase gestiegen und hat mich animiert zum Kochen, Backen Ausprobieren. Natürlich gibt es neben den farbenfrohen Vorspeisen, Hauptspeisen und Desserts jede Menge Basics mit wertvollen Küchengeheimnissen und Ideen zur Vorratshaltung.
Maria Groß ist in Zusammenarbeit mit dem Brandstätter Verlag und der Fotografin Vivi D‘Angelo wieder einmal etwas Großartiges gelungen, ein Kochbuch, das seine genial einfach nachzuarbeitenden Rezepturen und die Nachhaltigkeit durch Regionalität in den Mittelpunkt stellt. Es lohnt sich, mehr als einen Blick zu riskieren.

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Veröffentlicht am 15.05.2025

Agnetas Kampf um ein selbstbestimmtes Leben

Merci Agneta
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Agneta hat ihren Hauptwohnsitz von Schweden in die Provence verlegt. Gemeinsam mit Einar lebt sie in einem ehemaligen Kloster, einem riesigen Anwesen mit dazugehörigem Gartengrundstück. Einar hat seine ...

Agneta hat ihren Hauptwohnsitz von Schweden in die Provence verlegt. Gemeinsam mit Einar lebt sie in einem ehemaligen Kloster, einem riesigen Anwesen mit dazugehörigem Gartengrundstück. Einar hat seine große Liebe Armand verloren und droht selbst durch fortschreitende Demenz in ein graues Nichts abzudriften. Beide verband die Liebe zur Kunst und das Kloster gestalteten sie zu ihrer einzigartigen Bühne. Als Agneta sich in einer prekären Notlage befand, bot Einar, der schwedisch spricht, ihr großzügig freie Kost und Logis an, was sie dankend annahm. Seitdem lebt dieses ungleiche Paar gemeinsam, man kümmert sich umeinander so gut man es eben vermag in dieser außergewöhnlichen Gemeinschaft. Doch nun droht ungeahnte finanzielle Gefahr, die das neue Leben der Agneta und natürlich auch das von Einar zum Einsturz bringen kann. Auch eine noch frische Liebe spielt beim großen Kampf zur Sicherung der Lebensumstände eine nicht zu vernachlässigende Rolle.
Emma Hamberg vermag es in ihrem Roman ‘Merci Agneta‘, der Fortsetzung von ‘Bonjour Agneta‘, eine liebevolle, heitere Geschichte um zwei eigenwillige Charaktere zu weben, die sich eingerichtet haben in einer zum Teil sehr skurrilen Welt mit täglich neuen Herausforderungen, die den Alltag immer von seiner schönen und angenehmen Seite zu nehmen wissen. Bei allem Humor setzt sich die Autorin mit ernsthaften Themen unserer Zeit, wie Pflege und Umgang mit an Demenz erkrankten Menschen oder dem Ausbruch einer Frau aus dem typischen Rollenverhalten im Ehealltag mit stetig fordernden Kindern aber auch mit Dankbarkeit gegenüber einer Menschengruppe, die sich verantwortlich füreinander fühlen, auseinander.

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