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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 18.10.2017

Schmidt mein Name

Schmidt ist tot
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Patrick Schmidt erfährt über den Tod seines Bruder Rene. Die beiden haben sich zwar in den letzten Jahren so gut wie nicht mehr gesehen, aber irgendwie kann Patrick die schockierende Nachricht nicht verarbeiten. ...

Patrick Schmidt erfährt über den Tod seines Bruder Rene. Die beiden haben sich zwar in den letzten Jahren so gut wie nicht mehr gesehen, aber irgendwie kann Patrick die schockierende Nachricht nicht verarbeiten. Als er dann noch einen mysteriösen Anruf eines Polizisten aus Wien erhält, der behauptet, der Tod seines Bruders wäre heikel und er könne nicht am Telefon darüber sprechen, beschließt Rene zur Beerdigung zu fahren, um die Hintergründe zu erfahren. In Wien wird er mit unglaublichen Neuigkeiten konfrontiert, die ihn vermuten lassen, dass er seinen Bruder nicht gut gekannt hat...

Raoul Biltgen hat mit "Schmidt ist tot" aus meiner Sicht einen besonderen Kriminalroman geschrieben. Allein der anfangs ein wenig gewöhnungsbedürftige Erzählstil unterscheidet das Buch von anderen in dem Genre. Aber genau dieses Spiel mit den Worten beherrscht Raoul Biltgen sehr gut und verleiht seinen Protagonisten eine Seele. So kommt der Hauptprotagonist Patrick Schmidt allein über den Schreibstil anfangs als ein wenig unbeholfen daher und in den richtigen Momenten stellt er plötzlich blitzgescheite Fragen und entpuppt sich als sehr begabter Ermittler. Die Stimmung in dem Buch ist ein wenig melancholisch nach dem Tod von Rene Schmidt, aber durch geschickt eingefügte humorvolle Situation lockert diese immer wieder auf. Im Laufe des Buches offenbart sich dem Leser mehr und mehr die raffiniert konzipierte Geschichte und weiß bis zum überraschenden Ende den Spannungsbogen auf einem hohen Niveau zu halten. Wie besonders das Buch ist, zeigt auch die Positionierung des Prologs, der mit dem Epilog das Buch abschließt und den Leser aufgeklärt zurücklässt.

Insgesamt konnte mich "Schmidt ist tot" positiv überraschen und hervorragend unterhalten. Ich möchte daher diesen besonderen Kriminalroman sehr gerne weiterempfehlen und bewerte ihn mit vollen fünf von fünf Sternen.

Veröffentlicht am 17.10.2017

Gerechtigkeit

Der Totensucher
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Adrian Speer von von der Drogenfahndung ausgeschlossen und erhält eine neue Chance in der Mordermittlung. Ihn verfolgt ein traumatisches Erlebnis der Vergangenheit. Vor zwei Jahren wurde im Rahmen seiner ...

Adrian Speer von von der Drogenfahndung ausgeschlossen und erhält eine neue Chance in der Mordermittlung. Ihn verfolgt ein traumatisches Erlebnis der Vergangenheit. Vor zwei Jahren wurde im Rahmen seiner Undercover-Tätigkeit seine siebenjährige Tochter entführt und es fehlt noch jegliche Spur von ihr. Adrian kann sich noch immer nicht mit dem Gedanken abfinden, seine Tochter nicht wiederzufinden, obwohl seine Frau und sein Sohn sich von ihm abgewandt haben. Zu Beginn seiner Tätigkeit in der neuen Abteilung wird er mit seinem neuen Kollegen zu einer grausam getöteten Leiche eines älteren Mannes gerufen. Nur einen Tag später bekommen sie es mit dem nächsten Toten zu tun und der Täter nimmt Kontakt zu Adrian auf. Er behauptet zu wissen, wo seine Tochter ist...


Chris Karlden konnte mich schon mit seinem Thriller "Der Todesprophet" begeistern, "Der Totensucher" steht dem aber in nichts nach. Der Autor erzählt die packende Geschichte in einem sehr lebendigen und flüssig zu lesenden Schreibstil. Seine Haupt-protagonisten werden interessant charakterisiert und ihre Schicksale geben dem Thriller einen zusätzlichen Schub an Spannung und Dramatik. Gerade Adrian Speer hat mit seinem schweren Schicksal zu hadern und wird durch die Hoffnung getrieben, seine Tochter doch noch wiederzufinden. Der Spannungsbogen kann in dieser sehr clever konzipierten Geschichte auf einem sehr hohen Niveau gehalten werden, um dann in einem fulminanten und über-raschenden Finale zu enden. Die Dramatik und das hohe Tempo des Thrillers haben mich durch die Seiten fliegen lassen und so fiel es mir unglaublich schwer, das Buch zur Seite zu legen.


"Der Totensucher" bietet alles, was ein spannender und zugleich fesselnder Thriller braucht. Es bleibt zu hoffen, dass das dramatische Ende eine Fortsetzung bekommt, ich würde mich zumindest sehr freuen. Insgesamt ein tolles Buch, welches ich sehr gerne weiter-empfehle und mit fünf von fünf Sternen bewerte!!!

Veröffentlicht am 16.10.2017

Ehrenmorde

Love like Blood
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In London fällt eine Lehrerin einem grausamen Verbechen zum Opfer. Sie wird gezielt mit Säure im Gesicht verletzt und darauf in ihrer Wohnung brutal getötet. Die Lebensgefährtin der Lehrerin ist eine Polizistin ...

In London fällt eine Lehrerin einem grausamen Verbechen zum Opfer. Sie wird gezielt mit Säure im Gesicht verletzt und darauf in ihrer Wohnung brutal getötet. Die Lebensgefährtin der Lehrerin ist eine Polizistin und die Vermutung liegt nahe, dass es sich bei dem Verbrecheen um eine Verwechslungstat handelt, da sie gerade verstärkt an der Aufklärung sogenannter "Ehrenmorde" arbeitet. In ihrer Verzweiflung bittet sie DI Tom Thorne um Hilfe, der sich auch bereit erklärt die Ermittlungen in dem Fall aufzunehmen. Das ungeklärte Verschwinden zweier Jugendlicher weckt sein Interesse. Kann auch hier die Familienehre ein Tatmotiv sein? Tom Thorne versucht sich in das Gedankengut dieser möglichen Täter zu versetzen, um weiter Anhaltspunkte zu finden...


Ich habe schon zwei Bücher von Mark Billingham gelesen und er konnte mich beide male mit seinem temporeichen und flüssig zu lesenden Schreibstil überzeugen. Ich war nun sehr gespannt auf "Love like blood", auch wegen des sehr brisanten Themas der Ehrenmorde. Dem Autor gelingt es, sich dieser Thematik zu widmen, ohne dabei reißerisch zu wirken. Er versucht sich dem anderen Gedankengut und dem Verständnis von Familienehre zu nähern, um die Hintergründe solcher Taten aufzudecken. Gleichzeitig hat er hierum eine sehr clevere Geschichte aufgebaut, die mit viel Spannung und Dramatik zu überzeugen weiß. Das Finale war für mich überraschend, aber sehr gut nachvollziehbar.  


Die Umsetzung als Hörbuch konnte mich gerade mit der aus meiner Sicht sehr passenden Stimme von Uve Teschner überzeugen. Ihm gelingt es mit der richtigen Betonung und einer sehr angenehmen Tiefe in seiner Stimme, den einzelnen Protagonisten Leben einzuhauchen. Die Hörbuchfassung wirkte auf mich sehr authentisch und konnte mich so in den Bann ziehen.


Insgesamt wurde meiner Meinung nach mit "Love like blood" ein guter Thriller mit Tiefgang sehr gut als Hörbuch umgesetzt. Die 4 CDs bescheren gute 5 Stunden Spannung und regen durchaus auch ein wenig zum Nachdenken an. Ich empfehle das Hörbuch gerne weiter und bewerte es mit guten vier von fünf Sternen.

Veröffentlicht am 15.10.2017

Schnell mal was zaubern...

Simply Quick
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Julian Kutos hatte bei seinem Kochbuch "Simply Quick" einen tollen Grundgedanken. Auch wenn es mal schnell gehen soll, muss die Qualität des Essens nicht leiden. Gerade für Berufstätige ein guter Gedanke, ...

Julian Kutos hatte bei seinem Kochbuch "Simply Quick" einen tollen Grundgedanken. Auch wenn es mal schnell gehen soll, muss die Qualität des Essens nicht leiden. Gerade für Berufstätige ein guter Gedanke, denn wer erwischt sich nicht dabei, der knappen Zeit geschuldet, auf die eigene Zubereitung des Essens zu verzichten und dafür sich lieber dem "Fast Food" zuzuwenden. Dies muss nicht sein, wie man sehr einfach in "Simply Quick" erkennen kann. 

Julian Kutos präsentiert seine Rezepte sehr facettenreich. So widmet er sich bei seinen schnellen Gerichten den Themen Pasta, Fleisch, Gemüse, Brot, Desserts und Salate. In allen Bereichen konnte ich sehr interessante Rezepte entdecken, die wirklich sehr einfach nachzukochen waren und das auch durchaus in der jeweils  vorgegebenen Zeit. Teilweise wird Die Zubereitung des Gerichts in einzelnen Schritten dargestellt, so dass wirklich nichts mehr schief gehen kann.

Die teilweise sehr raffinierten Rezepte werden mit tollen Fotos verlockend dargestellt, so dass sofort Lust aufkommt, sie aus-zuprobieren. Meine Highlights der bereits ausprobierten Rezepte waren "Baked Sweet Potatoes mit Chili-Creme Fraiche", "Zürcher Geschnetzeltes" und Coq au vin". Bei allen Gerichten hatte ich keinerlei Schwierigkeiten ein ansehnliches Ergebnis auf den Teller zu zaubern, und konnte sogar Bewunderung für meine Kochkünste einheimsen. 

"Simply Quick" von Julian Kutos stellt eine sehr gelungene und sinnvolle Ergänzung in meiner Kochbuchsammlung dar. Die Idee der schnellen, aber gleichzeitig hochwertigen Zubereitung von Speisen ist alltagstauglich und somit für mich gut anwendbar. Sicherlich eines der Kochbücher, die öfter mall aus dem Regal gezogen werden. Ich empfehle das Buch daher sehr gerne weiter und bewerte es mit guten vier von fünf Sternen.

Veröffentlicht am 13.10.2017

Hexenverfolgung in der Schweiz

Luzerner Totentanz
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Es ist Heiligabend, aber den Mitgliedern des Teams Leib und Leben in Luzern ist nicht nach feiern zu Mute. Sie werden an einen Tatort gerufen, wo ein kleines Kind als Engel verkleidet aufgefunden wird. ...

Es ist Heiligabend, aber den Mitgliedern des Teams Leib und Leben in Luzern ist nicht nach feiern zu Mute. Sie werden an einen Tatort gerufen, wo ein kleines Kind als Engel verkleidet aufgefunden wird. Es wurde mit Schlaftabletten ruhiggestellt und kann unverletzt zu den Eltern gebracht werden. Der Tatort selber ist mit vielen okkultischen Symbolen versehen und nicht weit entfernt können die Ermittler eine Frau mit roten Haaren auf einem Pferd fliehen sehen. Was hat diese seltsame Szene zu bedeuten? War das die Tat einer Hexe? Sind weitere Taten zu befürchten? Es geht die Angst in Luzern um, und der weihnachtliche Frieden rückt in weite Ferne...

"Luzerner Totentanz" ist bereits der vierte Band mit dem Ermittler-Team u Cem Cengiz. Der Vorgängerband "Luzerner Todesmelodie" hatte mir schon sehr gut gefallen und dieses Buch steht ihm in nichts nach. Die alten liebgewonnen Protagonisten können auch im vierten Teil überzeugen. Sie werden interesssant charakterisiert und ihre persönlichen Schicksale und Verwicklungen tragen zum hohen Unterhaltungswert des Buches bei. Die Autorin Monika Mansour versteht es wieder hervorragend mit ihrer lebendigen und tempo-reichen Schreibweise den Leser an die Geschichte zu fesseln. Die Rahmenhandlung ist mit der Sage um die Hexe "Sträggele" außergewöhnlich und interessant. Sehr geschickt hat die Autorin diese Rahmenhandlung in einen packende und clever konzipierte Geschichte eingebettet. Der Spannungsbogen wird mit der Entführung eines kleinen Kindes zu beginn des Buches gut aufgebaut und durch die mystischen und undurchsichtigen Tatumstände auf einem hohen Niveau gehalten. Das fulminante Finale war für mich überraschend und überzeugend, so dass ich hoffe, dass das sympathische Ermittlerteam noch den einen oder anderen Fall zu lösen bekommt.

Ein toller Kriminalroman, der mir einige spannende Stunden beschert hat. Aus meiner Sicht ist "Luzerner Totentanz" ein sehr lesenswertes Buch, so dass ich es gerne weiterempfehle und mit vollen fünf von fünf Sternen bewerte.