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Veröffentlicht am 15.03.2026

Literarische Reise ins Nordmeer

Jenseits der Wintersonne
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Schon mit 17 Jahren zieht es die norwegische Autorin Veronica Skotnes aufs Wasser. Sie heuert als Crewmitglied eines Schoners auf der Nordsee an und kann so die erforderlichen Erfahrungen sammeln, um dann ...

Schon mit 17 Jahren zieht es die norwegische Autorin Veronica Skotnes aufs Wasser. Sie heuert als Crewmitglied eines Schoners auf der Nordsee an und kann so die erforderlichen Erfahrungen sammeln, um dann ihren Traum zu leben. Mittlerweile lebt sie auf einem eigenen Segelboot und hat die unwirtschaftliche und sehr einsame Region des Nordmeeres als ihr Traumziel auserkoren. Hier bereist sie die vielen kleinen Inseln und versucht dort die Atmosphäre und die alten Traditionen einzufangen und zu erleben.

Veronica Skotnes beschreibt ihre Reisen in einem literarischen und sehr gut zu lesenden Schreibstil, der mich als Leser immer wieder vor Ort wähnte. Gerade ihre gefühlvollen und bildreich skizzierten Erzählungen lassen die Region vor Augen erscheinen und ihre bewundernswert offene und mutige Einstellung ist es zu verdanken, viele Informationen gerade vergangener Generationen zu erfahren und für die NAchwelt festzuhalten. Die Atmosphäre dieses doch immer weiter von Menschen verlassenen Teils der Erde ist rau, aber sehr herzlich. Die wenig Verbliebenden, die den Kampf um Fischquoten und der sterbenden und immer mehr kommerzialisierten Fischindustrie noch strotzen, erzählen stolz von ihren Traditionen und auch ehemals blühenden Zeiten. Es kommt schon eine melancholische Stimmung auf, die Veronica Skotnes hervorragend einfängt und über die einzigartige und fast unberührte Natur einen ausgleichenden Gegenpol schafft.

Insgesamt ist "Jenseits der Wintersonne" aus meiner Sicht ein mehr als gelungener und besonderer Reisebericht, der in erster Linie mit dem Ziel und der unglaublich authentischen Erzählweise der Autorin überzeugen kann. Das Buch gibt die Gelegenheit dem Alltag zu entfliehen und gleichzeitig Inspiration in eine Welt aus Meer, Wind und endlosen nordischen Landschaften einzutauchen. Ich empfehle es daher sehr gerne weiter und bewerte es mit den vollen fünf von fünf Sternen.

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Veröffentlicht am 15.03.2026

Bewegende Familiengeschichte

Ein weites Leben
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Die fünfköpfige Familie MacBride lebt in Westaustralien auf einer großen Schaffarm. Ein tragischer Unfall verändert das Leben der fünf von einem Tag au den anderen. Der Vater und der älteste Sohn sterben ...

Die fünfköpfige Familie MacBride lebt in Westaustralien auf einer großen Schaffarm. Ein tragischer Unfall verändert das Leben der fünf von einem Tag au den anderen. Der Vater und der älteste Sohn sterben und der jüngste Sohn wird schwer verletzt. Er kehrt nach längerer Karenzzeit wieder nach Meredith Downs zurück und gemeinsam versuchen sie die Farm weiter zu betreiben. Ein weiterer Schicksalsschlag trifft die Familie dann, welcher das Leben der drei verbleibenden MacBrides nochmals massiv bestimmen wird.

Die australische Autorin M.L. Stedman hat mit ihrem Debütroman "Das Licht zwischen den Meeren", das 2013 erschien bereits auf sich aufmerksam gemacht, so dass ich mit viel Vorfreude und einer großen Erwartungshaltung in ihr neues Werk gestartet bin. Sie erzählt die Geschichte der MacBrides in einem bildreichen und hervorragend zu lesenden Schreibstil, der mich schnell ins entlegene Australien entführte und mir die Geschehnisse lebendig vor Augen führte. M.L. Stedman gelingt es aus meiner Sicht sehr gut, die Gefühle und Gedanken der Protagonisten einzufangen und ihnen auch einen entsprechenden Raum zu geben um der Geschichte eine Tiefe zu verleihen. Sie spricht dabei ein gesellschaftliches Tabu-Thema an, ohne mit Klischees zu arbeiten, so dass es sehr passend in die Familiengeschichte eingewoben wird. Mich hat die Familien-Saga bis zum Finale berührt.

Insgesamt ist "Ein weites Leben" ein ruhiger, aber auch sehr tiefgründiger Roman, der mich mit interessant gezeichneten Protagonisten, einer moralischen Auseinandersetzung eines selten behandelten Themas und dem Erzähltalent der Autorin mehr als überzeugen konnte. Wer also gefühlsbetonte Geschichten mit Herzschmerz und Emotionen mag, dem sei der Roman ans Herz gelegt. Meine Bewertung fällt mit den vollen fünf von fünf Sternen entsprechend positiv aus.

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Veröffentlicht am 15.03.2026

Skurriles Roadmovie

Beutemacher
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Frankfurt ist ein heißes Pflaster. Das müssen auch Nika und Mike feststellen. Zu Beginn des Buches kennen sie sich noch nicht, aber als Nika "Beute" machen muss, um ihrer leidlichen Situation zu entkommen ...

Frankfurt ist ein heißes Pflaster. Das müssen auch Nika und Mike feststellen. Zu Beginn des Buches kennen sie sich noch nicht, aber als Nika "Beute" machen muss, um ihrer leidlichen Situation zu entkommen trifft sie auf Mike, der ihr in der ersten Not Hilfe und Unterkunft anbietet. So kommt Nika in eine Gruppe aus Gestrandeten, die sich in ihrer Welt so weit arrangiert haben, dass man gut zurecht kommt. Da haben sie aber die Rechnung ohne Nikas Verfolger gemacht. Er sucht Nika und er findet Nika und er schreckt nicht vor Gewalt zurück...

Der deutsche Autor und Regisseur Rolf Silber hat mit "Beutemacher" einen mehr als außergewöhnlichen Frankfurtkrimi geschrieben. Er erzählt die Geschichte in einem speziellen und anfangs doch ein wenig gewöhnungsbedürftigen Schreibstil, der teilweise doch schon härtere Gewalt mit schrägem Humor vereint. Ein skurriler Auftritt, der auf dem Buchrücken passend mit Mischung aus Tarantino und Monty Python beschrieben wird. Der Spannungsbogen wird mit dem zufälligen Treffen von Nika und Mike direkt zu Beginn des Buches gut aufgebaut und über die actionreichen und unterhaltsamen Geschehnisse auf einem aus meiner Sicht hohen Niveau gehalten. Die schwer vorhersehbare Entwicklung hält den Leser in Atem und unterhält mit der wirklich ungewöhnlichen Mixtur aus Gewalt und Humor. Ich war bis zum fulminanten Finale, welches einen überraschenden Abschluss parat hält, gut unterhalten.

Insgesamt ist "Beutemacher" ein für mich außergewöhnlicher Kriminalroman, der mit seiner besonderen Sprache und dem Wortwitz des Autors überzeugt und so aus der Masse des Genres heraussticht. Auch wenn der Beginn aufgrund der ungewöhnlichen Erzählform etwas holprig war empfehle ich das Buch gerne weiter und bewerte es mit guten vier von fünf Sternen.

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Veröffentlicht am 20.02.2026

Spannender Auftakt einer neuen Thriller-Reihe

Ungelöst – Die erste Zeugin
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Die Medizinstudentin Luisa Menkhoff erkennt die vermisste Frau auf dem Flugblatt in der Nähe der Uni sofort. Zu traumatisch waren die Umstände, als sie im Kindesalter entführt wurde und dabei Nicole Klement ...

Die Medizinstudentin Luisa Menkhoff erkennt die vermisste Frau auf dem Flugblatt in der Nähe der Uni sofort. Zu traumatisch waren die Umstände, als sie im Kindesalter entführt wurde und dabei Nicole Klement kennenlernte. Aufgeschreckt nimmt Luisa Kontakt mit der Polizei auf, wo Hauptkommissar Ramin Brunner den Fall übernimmt. Gerne nimmt er die Hilfe Luisas an, die sich aufgrund ihres eidetischen Gedächtnisses noch sehr gut an die Vergangenheit erinnert. Da der damalige Entführer wieder kurz zuvor auf freien Fuß gesetzt wurde, scheint es sehr wahrscheinlich, dass sich die dramatischen Ereignisse von damals wiederholen sollen...

Der deutsche Autor Arno Strobel ist eigentlich ein Garant für die Spannungsliteratur. Schon mehrfach konnte er mich mit seinen Geschichten in den Bann ziehen, so dass ich mit viel Vorfreude und einer hohen Erwartungshaltung in sein neues Werk gestartet bin. Er erzählt die Geschichte in seinem temporeichen und flüssig zu lesenden Schreibstil, der das Buch für mich schnell wieder zu einem Page-Turner machte. Der Spannungsbogen wird um die vermisste Nicole Klement und die Freilassung des damaligen Entführers Lichner sehr gut zu Beginn des Buches aufgebaut und über die ereignisreichen Ermittlungsarbeiten auf einem aus meiner Sicht sehr hohen Niveau gehalten. Strobel arbeitet hier auch mit vielen kurzen Kapiteln, die mit den jeweilig einhergehenden Perspektivwechseln für ein zusätzliches Tempo sorgen. Es entwickelt sich eine sehr spannende Geschichte, die mit vielen überraschenden Wendungen zunehmend komplexer wird. Eine gut nachvollziehbare und gelungene Auflösung rundet das Ganze dann ab.

Insgesamt ist "Ungelöst - Die erste Zeugin" ein gelungener Auftakt einer neuen Thriller-Reihe, die mich verheißungsvoll auf den zweiten Band blicken lässt. Der Thriller überzeugt mit einer guten Grundidee, interessant gezeichneten Protagonisten und dem Erzähltalent des Autors. Wer Thriller mag, die weniger auf "laute" Effekte, sondern eher auf psychologische Tiefe eingehen, sei das Buch ans Herz gelegt. Die Bewertung fällt mit den vollen fünf von fünf Sternen entsprechend positiv aus.

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Veröffentlicht am 09.02.2026

Spannung aus der Schweiz

Solothurn ruft nach Vergeltung
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Chefermittler Dominik Dornach bekommt es mit einem sehr brisanten Fall zu tun. Der Regisseur Tom Kurti soll den renommierten Kulturpreis "Prix de Soleure" für seinen Dokumentarfilm über Gewalt gegen Frauen ...

Chefermittler Dominik Dornach bekommt es mit einem sehr brisanten Fall zu tun. Der Regisseur Tom Kurti soll den renommierten Kulturpreis "Prix de Soleure" für seinen Dokumentarfilm über Gewalt gegen Frauen erhalten, wird aber kurz vor der Preisverleihung brutal ermordet. Der provokante Regisseur hat aufgrund seines Schaffens viele Feinde und den Ermittlern eröffnet sich ein Sammelsurium aus Bedrohungen. Schnell wird Dornach aber klar, dass der Fall vielleicht mit einem ungelösten Verbrechen aus seiner Vergangenheit zusammenhängt. So wird der Fall zu einem ganz persönlichen Einsatz, bei dem es um Leben und Tod geht...

"Solothurn ruft nach Vergeltung" ist bereits der siebte Band aus der Reihe um den sympathischen Ermittler Dominik Dornach. Die bisherigen Fälle konnten mich immer begeistern, so dass ich mit viel Vorfreude und einer gewissen Erwartungshaltung in das neue Werk vom Schweizer Autor Christof Gasser gestartet bin. Er erzählt die Geschichte in einem ruhigen aber sehr intensiven Schreibstil, der sich sehr flüssig lesen lässt und mich schnell in die Schweiz entführte. Der Spannungsbogen wird mit dem Mord an den Regisseur direkt zu Beginn des Buches gut aufgebaut und über die kniffligen und mit überraschenden Wendungen versehenden Ermittlungsarbeiten auf einem aus meiner Sicht sehr hohen Niveau gehalten. Geschickt und mit Feingefühl verwebt Christof Gasser das brisante Thema des Femizids in die Handlung und verleiht dem Kriminalroman damit eine zusätzliche Tiefe. Auch die Weiterentwicklung der Protagonisten trägt zum Gelingen des Buches bei, so dass ich bis zum fulminanten Finale, welches die Geschichte mit einer nachvollziehbaren, aber für mich überraschenden Auflösung gelungen abrundet.

Insgesamt ist "Solothurn ruft nach Vergeltung" ein für mich sehr gut gelungener Kriminalroman, der mit einem gesellschaftskritischen Thema, einer spannenden und raffiniert konstruierten Story, sehr interessant gezeichneten Protagonisten und dem Erzähltalent des Autors überzeugen kann. Ich freue mich auf weitere Fälle für Dominik Dornach, empfehle das Buch gerne weiter und bewerte es folgerichtig mit den vollen fünf von fünf Sternen.

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