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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 21.08.2023

Skurriler Kriminalroman - toll erzählt

Kommissar Jennerwein darf nicht sterben
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Im Laufe der Zeit hat sich der clevere und sehr erfolgreiche Kommissar Jennerwein eine stattliche Anzahl Feinde gemacht. Diese haben sich nun tatsächlich zusammengetan und einen der besten Profikiller ...

Im Laufe der Zeit hat sich der clevere und sehr erfolgreiche Kommissar Jennerwein eine stattliche Anzahl Feinde gemacht. Diese haben sich nun tatsächlich zusammengetan und einen der besten Profikiller engagiert, um den verhassten Gegenspieler aus dem Weg zu räumen. Da sich Kommissar Jennerwein zur Zeit im Urlaub befindet, soll genau dort der Anschlag stattfinden. Der Ermittler kann aber auch das Schnüffeln nicht ganz sein lassen, denn es ist ein Vertreter eines großen Unternehmens auf ihn zugekommen, das Verschwinden eines verdienten Mitarbeiters aufzuklären. Dabei muss sich Kommissar Jennerwein auf ein ganz neues Terrain begeben...

"Kommissar Jennerwein darf nicht sterben" ist bereits der fünfzehnte Band der erfolgreichen und außergewöhnlichen Krimi-Reihe. Vorherige Bände konnten mich schon begeistern, so dass ich mit viel Vorfreude und einer gewissen Erwartungshaltung in den aktuellen Fall gestartet bin. Der Autor Jörg Maurer erzählt die Geschichte in einem hervorragend zu lesenden Schreibstil, der mir ausgesprochen gut gefällt. In seinen Romanen weiß man nie, wohin die Geschichte führen wird und sowohl die Protagonisten als auch der weitere Verlauf ist oft unberechenbar. So auch dieses mal, wo Kommissar Jennerwein eigentlich eher in der digitalen Welt recherchiert und es mit künstlicher Intelligenzen zu tun bekommt. Es ist schon sein untrügliches Gespür gefragt, um auch in einer technologischen Welt den Täter ausfindig machen zu können. Der Spannungsbogen wird mit dem rätselhaften Verschwinden des Mitarbeiters und dem gleichzeitig geplanten Attentat auf Kommissar Jennerwein sehr gut aufgebaut und über die kaum vorhersehbaren Entwicklungen auf einem hohen Niveau gehalten. Das Ganze konnte mich bis zum Finale, welches die Story mit einer nachvollziehbaren Auflösung gelungen abrundet, sehr gut unterhalten.

Insgesamt ist "Kommissar Jennerwein darf nicht sterben" aus meiner Sicht die gelungene Fortsetzung einer besonderen Krimi-Reihe, die mit einem sympathischen und tiefenentspannten Ermittler, mehr als ungewöhnlichen Fällen und dem Erzähltalent des Autors zu überzeugen weiß. Ich empfehle das Buch daher gerne weiter und bewerte es mit guten vier von fünf Sternen.

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Veröffentlicht am 15.08.2023

Der Club

Die letzte Nacht
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Mittlerweile hat die Ärztin und Gerichtsmedizinerin Sara Linton die traumatischen Erinnerungen ihrer eigenen Vergangenheit mehr oder wenig erfolgreich verdrängt. Als aber eine junge Frau als Notfallpatientin ...

Mittlerweile hat die Ärztin und Gerichtsmedizinerin Sara Linton die traumatischen Erinnerungen ihrer eigenen Vergangenheit mehr oder wenig erfolgreich verdrängt. Als aber eine junge Frau als Notfallpatientin eingeliefert wird und Dr. Linton einen verzweifelten Kampf um das Überleben der Patientin ausficht kommen die Erinnerungen der schrecklichen Nacht zurück. Das Opfer scheint eine ähnliche Erfahrung gemacht zu haben und Sara verspricht ihr, den Verantwortlichen ausfindig zu machen. Um ihr Versprechen einzulösen muss sie sich aber zunächst ihrer eigenen Vergangenheit stellen...

Die mehr als erfolgreiche Autorin Karin Slaughter ist für mich ein Garant für spannende und nervenaufreibende Geschichten. Mit "Die letzte Nacht" legt sie den bereits den elften Fall für den Ermittler Will Trent vor. Ich bin mit einer hohen Erwartungshaltung und viel Vorfreude in das neue Werk gestartet. Karin Slaughter erzählt die Geschichte in ihrem gewohnt lebendigen und sehr flüssig zu lesenden Schreibstil, der mich schnell wieder in den Bann ziehen konnte. Der Spannungsbogen wird mit der eingelieferten Frau und ihrem schrecklichen Schicksal zu Beginn des Buches gut aufgebaut und über die weiteren Ermittlungen auf einem hohen Niveau gehalten. Es entwickelt sich ein zunehmend komplexer Fall, der die Hauptprotagonisten zu Betroffene macht und somit immer mehr Tiefe erhält. Die Autorin geht bei dem sensiblen Thema "Gewalt gegen Frauen'" aus meiner Sicht mit viel Fingerspitzengefühl vor und verleiht der Geschichte somit eine zusätzliche Wertigkeit. Dennoch ist es durchaus kein Thriller für Zartbesaitete, wie man es aber auch von der Autorin gewohnt ist. Die Story konnte mich bis zum Finale, welches die Geschichte mit einer gut nachvollziehbaren Auflösung abrundet, fesseln.

Insgesamt wird Karin Slaughter in "Die letzte Nacht" ihrem Ruf als exzellente Thriller-Autorin gerecht. Das Buch konnte mich von Anfang bis Ende in den Bann ziehen, so dass ich es sehr gerne weiterempfehle und folgerichtig mit den vollen fünf von fünf Sternen bewerte.

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Veröffentlicht am 27.07.2023

Raffinierter Krimi mit viel Küstencharme

Halliggift (Ein Minke-van-Hoorn-Krimi 3)
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Die Kommissarin Minke van Hoorn ist noch voll und ganz damit beschäftigt, einen Wal davon abzuhalten der Küste zu nahe zu kommen, als sie mit einem mysteriösen Todesfall konfrontiert wird. Die allseits ...

Die Kommissarin Minke van Hoorn ist noch voll und ganz damit beschäftigt, einen Wal davon abzuhalten der Küste zu nahe zu kommen, als sie mit einem mysteriösen Todesfall konfrontiert wird. Die allseits beliebte Hanni wird tot aufgefunden und nach einer Untersuchung des Rechtsmediziners steht eigentlich fest, dass das Opfer vergiftet wurde. Wer könnte dieser so netten und hilfsbereiten älteren frau das angetan haben? Gerade aufgrund ihrer Beliebtheit will sich kein Mordmotiv auftun, was die Ermittlungen nach vorne bringen könnte. Und da geschieht ein zweiter Mord und der Wettlauf mit der Zeit hat definitv begonnen...

"Hallig-Gift" ist der dritte Band um die sympathische Ermittlerin Minke van Hoorn. Der erste Teil konnte mich schon begeistern, so dass ich mit viel Vorfreude in den neuen Fall gestartet bin. Die Autorin Greta Henning erzählt die Geschichte in einem sehr temperamentvollen und hervorragend zu lesenden Schreibstil, der das Szenario lebendig vor Augen führt. Der Spannungsbogen wird mit dem Auffinden des ersten Opfers klassisch aufgebaut und über die sich schwierig gestaltenden Ermittlungsarbeiten auf einem aus meiner Sicht hohen Niveau gehalten. Der Autorin gelingt es dabei durch den pointierten Einsatz von humorvollen Passagen die grundsätzliche Atmosphäre entspannt zu halten, so dass gerade die Freunde des Cosy-Kriminalromans auf ihre Kosten kommen. Nichts desto trotz entwickelt sich eine clever konzipierte Geschichte, beii der der Leser selbst einige Überlegungen bezüglich Täterschaft und Tathintergründe anstellen kann. Das ganze konnte mich bis zum spannenden Finale, welches das Buch mit einer überzeugenden Auflösung gelungen abrundet, in den Bann ziehen.

"Hallig-Gift" ist für mich die sehr gute Fortsetzung einer tollen Krimi-Reihe, die mit einer mehr als sympathischen Hauptprotagonistin, einem authentisch wiedergegebenen und wohldosierten Lokalkolorit, sowie mit dem Erzähltalent der Autorin zu überzeugen weiß. Ich empfehle den Roman daher sehr gerne weiter und bewerte ihn folgerichtig mit den vollen fünf von fünf Sternen

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Veröffentlicht am 27.07.2023

Dunkle Vergangenheit

Erinnere dich!
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Eigentlich hatte Arno Seitz gar nicht vor zum Abi-Treffen zu gehen, aber irgendwie zieht es in doch nach 20 Jahren wieder in seine Heimat. Er trägt seit dieser Zeit eine tragische Erinnerung mit sich herum, ...

Eigentlich hatte Arno Seitz gar nicht vor zum Abi-Treffen zu gehen, aber irgendwie zieht es in doch nach 20 Jahren wieder in seine Heimat. Er trägt seit dieser Zeit eine tragische Erinnerung mit sich herum, seine Freundin ist damals nach einer Wanderung spurlos verschwunden und bis heute nicht wieder aufgetaucht. Die Erinnerung an diese Nacht ist nur noch schemenhaft und Arno hat immer wieder versucht die Situation zu verdrängen, doch durch das Wiedersehen mit den alten Klassenkameraden kommt doch einiges wieder hoch. Zudem scheint jemand gezielt auf Arno zuzugehen, damit er sich an die Nacht erinnert und seine eigene Schuld am Verschwinden hinterfragt...

Hinter dem Pseudonym Max Reiter steckt der Autor Andreas Götz, der bereits schon einige Kriminalromane veröffentlicht hat. In seinem Werk "Erinnere Dich!" konfrontiert er seinen Hauptprotagonisten Arno Seitz mit seiner eigenen Vergangenheit, die von dem traumatischen Ereignis nach der Wanderung geprägt ist. Max Reiter erzählt die Geschichte in einem bildreichen und gut zu lesenden Schreibstil, der den Leser gut in die Welt voller Selbstzweifel und Vorwürfe entführt. Der Spannungsbogen wird mit dem ungeklärten und lange zurückliegendem Verschwinden der jungen Maja direkt zu Beginn des Buches aufgebaut und über die weiteren Entwicklungen auf einem guten Niveau gehalten. Es entwickelt sich eine komplexe Geschichte, bei der der Leser nie weiß, wem er glauben darf und wem nicht. Lösungen scheinen sich anzudeuten, um sich kurze Zeit später wieder in Luft aufzulösen. Das Ganze bleibt bis zum Finale, welches mit einer schlüssigen und gut nachvollziehbaren Auflösung die Geschichte aus meiner Sicht gelungen abschließt, spannend.

Insgesamt ist "Erinnere Dich!" für mich ein gelungener Thriller, der zwischendurch vereinzelte Längen aufweist. Er konnte mich dennoch fesseln und bescherte mir einige spannende Lesestunden. Ich empfehle das Buch daher gerne weiter und bewerte es mit guten vier von fünf Sternen.

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Veröffentlicht am 10.07.2023

Spannend bis zur letzten Seite

Der Lehrmeister: Thriller
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Es wartet ein neuer rätselhafter Fall auf die Spezialermittlerin Laura Kern und ihrem Partner Max Hartung. Es wurde die Leiche einer erdrosselten Frau im Wald gefunden, sie trug eine Schiefertafel um den ...

Es wartet ein neuer rätselhafter Fall auf die Spezialermittlerin Laura Kern und ihrem Partner Max Hartung. Es wurde die Leiche einer erdrosselten Frau im Wald gefunden, sie trug eine Schiefertafel um den Hals, auf der ein Goethezitat verfasst wurde. Besonders besorgniserregend ist aber die Zahl eins auf der Rückseite der Tafel, da sie wohlmöglich auf einen Serientäter hinweist. Die beiden Ermittler stürzen sich in die Ermittlungen, aber es lassen sich kaum verwertbare Hinweise finden. Kurz darauf wird ein weiteres Opfer mit einer Schiefertafel um den Hals gefunden, was Gewissheit bezüglich der Theorie eines Serienmörders bringt. Der Wettlauf mit der Zeit ist nun endgültig eingeläutet...

Ich habe bereits viele Thriller aus der Feder von Catherine Shepherd lesen dürfen und immer wieder begeistert sie mich mit ihren spannenden Geschichten. Ich bin daher mit viel Vorfreude in den mittlerweile achten Band der Laura Kern-Reihe gestartet und nach wenigen Seiten war mir klar, dass ich nicht enttäuscht werden würde. Catherine Shepherd erzählt die Geschichte in ihrem gewohnt äußerst temperamentvollen und flüssig zu lesenden Schreibstil, der den Leser durch die Seiten fliegen lässt. Die vielen kurzen Kapitel verbunden mit den jeweiligen Perspektivwechseln und den kleinen Cliffhangern am Ende dieser Abschnitte tragen noch zum hohen Tempo bei. Der Spannungsbogen wird zu Beginn des Buches mit dem Auffinden des ersten Opfers klassisch aufgebaut und über die schwierigen Ermittlungen sowie überraschende Wendungen auf einem äußerst hohen Niveau gehalten. Es gibt viele Verdächtige und der Leser kann immer wieder eigene Überlegungen anstellen bezüglich Täter und Tathintergründe, um dann im fulminanten Finale doch noch von einer überzeugenden Auflösung überrascht zu werden.

"Der Lehrmeister" ist aus meiner Sicht die mehr als gelungene Fortsetzung einer tollen Thriller-Reihe, die mit einer sympathischen Ermittlerin, fesselnden und clever konzipierten Fällen, sowie dem Erzähltalent der Autorin zu überzeugen weiß. Ein toller Thriller, den ich sehr gerne weiterempfehle und dementsprechend mit den vollen fünf von fünf Sternen bewerte.

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