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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 12.05.2019

Gelungener Serien-Auftakt

Dark Call - Du wirst mich nicht finden
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Holly Wakefield hat ihr Hobby zum Beruf gemacht. Privat sammelt sie skurrile Utensilien von Serienmördern und beruflich versetzt sie sich als Kriminalpsychologin in die Köpfe und Gedanken der grausamen ...

Holly Wakefield hat ihr Hobby zum Beruf gemacht. Privat sammelt sie skurrile Utensilien von Serienmördern und beruflich versetzt sie sich als Kriminalpsychologin in die Köpfe und Gedanken der grausamen Täter. Nachdem Holly ihr Wissen der Polizei in Notfällen zur Vefügung gestellt hat, nimmt diese ihr Angebot aufgrund einer Personalknappheit an und integriert Holly in die Ermittlungen eines sehr speziellen und blutrünstigen Mordfalls. Die Opfer wurden zur Schau gestellt und vorher brutal entstellt. Schnell erkennt Holly, dass der Blick auf einen Serienmörder als Jägerin ein anderer ist, zumal sie so schnell in den Fokus des Täters geraten kann...

Dem Autor Mark Griffin ist mit "Dark Call" ein aus meiner Sicht gelungener Start einer neuen Thriller-Reihe gelungen. Er erzählt die Geschichte in einem lebendigen und sehr flüssig zu lesenden Schreibstil der mich schnell in den Bann ziehen konnte. Der Fokus liegt in der Geschichte auf den nicht ganz einfachen Ermittlungen, die für mich authentisch geschildert erscheinen. Dank des flotten Erzähl-stils, überraschender Wendungen und kurzen Kapiteln wird der Spannungsbogen auf einem hohen Niveau gehalten. Gerade das fulminante Finale sorgt dann noch einmal für eine ordentliche Portion Nervenkitzel und rundet das Buch gut und schlüssig ab. Die ausführlich und sehr interessant charakterisierte Hauptprotagonistin Holly Wakefield kann dem Buch einen persönlichen Stempel aufsetzen und sorgt so für das notwendige Potential einer packenden Thriller-Reihe.

"Dark Call" konnte mich mit seinem klassischen Erzählmuster eines fesselnden Thrillers überzeugen und sorgte so für einige spannende Stunden. Ich würde mich zumindest freuen, wenn es noch weitere Fälle für die engagierte und sympathische Psychologin geben würde und bewerte das Buch, welches ich gerne weiterempfehle mit guten vier von fünf Sternen.

Veröffentlicht am 04.05.2019

Bundeswehr ade

Falschspiel
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Das Leben von Mark Becker nimmt nach dem nicht ganz freiwilligen Ausscheiden bei der Bundeswehr einen neuen Verlauf. Er nimmt das Angebot eines Bekannten an, bei dessen Security-Firma anzuheuern. Der neue ...

Das Leben von Mark Becker nimmt nach dem nicht ganz freiwilligen Ausscheiden bei der Bundeswehr einen neuen Verlauf. Er nimmt das Angebot eines Bekannten an, bei dessen Security-Firma anzuheuern. Der neue Job wartet gleich mit einer großen Herausforderung auf, es soll ein Sicherheitskonzept für das Volksfest an den Cannstatter Wasen erstellt werden. Als Mark allerdings eine Wanze in seinem Auto entdeckt, wird er stutzig und macht sich Gedanken, wer hierfür verantwortlich sein könnte. Er macht sich auf die Suche und begibt sich dabei direkt in größte Gefahr...

"Falschspiel" ist der dritte Fall des geradlinigen Soldaten Mark Becker. Nachdem mir die ersten beiden Bände der Autorin Silvia Stolzenburg so gut gefallen haben, bin ich mit hohen Erwartungen in das Buch gestartet. Die Autorin schließt auch gleich mit ihrem äußerst temporeichen und hervorragend zu lesenden Schreibstil an die Vorgänger an. Auch außerhalb der Bundeswehr dauert es nicht lange, bis Mark Becker bis über beide Ohren in Problemen steckt und einer großen Gefahr ausgesetzt ist. Silvia Stolzenburg baut den Spannungsbogen mit einem actionreichen ersten Kapitel auf und hält ihn mit vielen überraschenden Wendungen und rätselhaften Verbindungen auf einem hohen Niveau. Das Buch hat mich schnell in den Bann gezogen und ich konnte es nur sehr schwer wieder zur Seite legen. Auch die spannende Entwicklung seines Privatlebens verleiht dem Thriller einen zusätzlichen Charme.

Insgesamt ist "Falschspiel" für mich eine sehr gelungene Fortsetzung einer tollen Krimireihe, die hoffentlich noch lange nicht zu Ende erzählt ist. Das Buch hat mich hervorragend unterhalten, so dass ich es sehr gerne weiterempfehle und mit den vollen fünf von fünf Sternen bewerte.

Veröffentlicht am 04.05.2019

Mantel des Schweigens

Nordfinsternis
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Eigentlich führt Miriam ein glückliches und zufriedenes Leben. Sie wohnt mit ihrem Mann Arne und ihrer gemeinsamen noch sehr jungen Tochter Pia in einem kleinen Dorf, nah an der dänischen Grenze. ...


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Eigentlich führt Miriam ein glückliches und zufriedenes Leben. Sie wohnt mit ihrem Mann Arne und ihrer gemeinsamen noch sehr jungen Tochter Pia in einem kleinen Dorf, nah an der dänischen Grenze. Sie hat noch ein wenig Schwierigkeiten in die neue Rolle der verantwortungsvollen Mutter hineinzuwachsen und wird in letzter Zeit immer häufiger von Panikattacken heimgesucht. Sie weiß nicht welchen Ursprung sie haben, aber als ihre Tante verstirbt, muss sie sich bei der Auflösung des Nachlasses mit der Vergangenheit ihrer Familie auseinandersetzen und stößt dabei auf immer neue dunkle Geheimnisse...

Mit "Nordfinsternis" gelingt der Autorin Ricarda Oertel ein aus meiner Sicht tolles Krimi-Debüt. Sie erzählt die Geschichte in einem lebendigen und sehr gut zu lesenden Schreibstil, der mich schnell an die nordische Küste entführte. Ricarda Oertel versteht es hevror-ragend, diese nordische Atmosphäre einzufangen und so ihrer Geschichte einen besonderen Rahmen zu geben. Sie erzeugt dabei die Spannung nicht über spektakuläre und möglichst blutrünstige Taten, sondern baut den Spannungsbogen nach und nach mit immer neuen Geheimnissen sehr gut auf und hält in bis zum fulminanten und zugleich auch überraschenden Finale auf einem hohen Niveau. Durch überraschende Wendungen und einer gut durchdachten und komplexen Geschichte bekommt der Leser immer wieder aufs Neue die Gelegenheit, eigene Überlegungen bezüglich den dunklen Familiengeheimnissen anzustellen. Der wohldosierte Lokalkolorit und der sehr gut herausgearbeitete Charakter der Hauptprotago-nistin verleihen dem Buch dann noch ihren ganz besonderen Charme.

Für mich ist daher "Nordfinsternis" von Ricarda Oertel ein sehr gut gelungener Kriminalroman, der mir einige spannende Stunden bescherte und dabei voll überzeugen konnte. Ich empfehle das Buch daher sehr gerne weiter und bewerte es mit den vollen fünf von fünf Sternen.

Veröffentlicht am 04.05.2019

Sehr gelungener Thriller

Dornen in meiner Haut
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Chefinspektor Paul Steininger und seine Assistentin Moni werden an den Tatort eines grausigen Verbrechens gerufen. Ein Mann wurde im Keller einer luxuriösen Villa zu Tode gefoltert. Neben dem Opfer liegt ...

Chefinspektor Paul Steininger und seine Assistentin Moni werden an den Tatort eines grausigen Verbrechens gerufen. Ein Mann wurde im Keller einer luxuriösen Villa zu Tode gefoltert. Neben dem Opfer liegt der bewusstlose Besitzer des Hauses, der sich an nichts erinnern kann. Die Ermittlungen kommen zunächst nur sehr schleppend voran. Wer hat das Opfer so sehr gehasst, das ihn eine solche Tortur hat erleiden lassen? Die Spuren führen Paul Steiniger in das Rotlicht-Milieu und die Situation spitzt sich zunehmend zu...

Dem Autor Gunther Polnizky ist mit "Dornen in meiner Haut" aus meiner Sicht ein rasanter Thriller gelungen. Er erzählt die Geschichte in einem sehr lebendigen und temperamentvollen Schreibstil, der mich schnell in den Bann ziehen konnte. Zusätzlich arbeitet Polnizky mit vielen kurzen Kapiteln, deren jeweilige Perspektivwechsel das Tempo des Buches noch einmal weiter erhöhen. Der Spannungs-bogen wird direkt im Prolog mit den grausamen Tod des ersten Opfers aufgebaut und durch die kurzweilige und authentische Schilderung der Ermittlungen und den Reaktionen der Protagonisten im Umfeld des Toten auf einem hohen Niveau gehalten. Es entwickelt sich eine clever konzipierte Geschichte, die in die Tiefen einer Welt voller Maßlosigkeit und Menschenverachtung abtaucht und mich am Ende mit einer raffinierten Auflösung überraschen konnte. Die Charaktere der beiden Ermittler werden interessant beschrieben, so dass es Spaß macht ihnen bei ihren Ermittlungen über die Schulter zu schauen.

Ein für mich wirklich gelungener Thriller, der mir einige spannende Stunden bescherte und auf einen Nachfolger hoffen lässt. Ich empfehle das Buch daher sehr gerne weiter und bewerte es mit den vollen fünf von fünf Sternen.

Veröffentlicht am 21.04.2019

Viktor Puppe ermittelt wieder

Die Todesbotin
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Der Mord an einen deutschtürkischen Handyladenbesitzer ruft Oberkommissar Viktor Puppe und sein Team auf den Plan. Die Recherchen laufen gerade erst an, als sie zu einem weiteren Tatort gerufen werden. ...


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Der Mord an einen deutschtürkischen Handyladenbesitzer ruft Oberkommissar Viktor Puppe und sein Team auf den Plan. Die Recherchen laufen gerade erst an, als sie zu einem weiteren Tatort gerufen werden. In einer verlassenen Kinderklinik hat es eine Bombenexplosion gegeben und einer der beiden Opfer stellt eine Verbindung zum ersten Mord dar. Haben es die Ermittler mit einem versuchten Terrorattentat zu tun? Der Staatsschutz ist sich diesbezüglich sicher und mischt nun bei den Ermittlungen mit, Viktor Puppe hingegen geht einer ganz anderen Spur nach und begibt sich so selbst in größte Gefahr...

Nachdem ich den "Todesmeister" vom Autor Thomas Elbel bereits verschlungen hatte war ich nun auf den zweiten Band um den außer-gewöhnlichen Ermittler Viktor Puppe sehr gespannt. Der Autor erzählt die Geschichte wieder in einem sehr lebendigen und flüssig zu lesenden Schreibstil, der mich schnell an das Buch fesseln konnte. Er baut sehr geschickt eine komplexe Geschichte auf, in der anfangs scheinbar zusammenhanglose Erzählstränge schnell zueinander-finden. Besonders gut gefällt mir an seinem Erzählstil, dass er zuspitzende Situationen zunächst unaufgelöst lässt und diese dann im Nachgang beschreibt. Es zerrt so manchmal an den Nerven des Lesers, erhöht die Spannung aber ungemein. Die Folge war, dass ich das Buch kaum aus der Hand legen konnte und es entwickelte sich für mich zu einem echten Pageturner. Seine Individualität erhält der Thriller mit Hilfe seine interessanten Hauptprotagonisten. Alle drei Ermittler tragen mit ihrem persönlichen Umfeld und ihren Charakter-eigenschaften zum Unterhaltungswert bei, ein tolles Team, welches beim Leser schnell Sympathiepunkte sammeln kann. Die Spannung kommt auch nie zu kurz und das fulminante und auch ausgiebige Finale weiß mit einigen Überraschungen zu überzeugen.

"Die Todesbotin" ist aus meiner Sicht eine sehr gut gelungene Fortsetzung einer besonderen Thriller-Reihe. Es bleibt zu hoffen, dass es noch einige Fälle für das Team zu lösen gilt. Ich empfehle das Buch sehr gerne weiter und bewerte es mit den vollen fünf von fünf Sternen.