Cover-Bild Nordfinsternis

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10,90
inkl. MwSt
  • Verlag: Emons Verlag
  • Genre: Krimis & Thriller / Krimis & Thriller
  • Seitenzahl: 256
  • Ersterscheinung: 18.04.2019
  • ISBN: 9783740805791
Ricarda Oertel

Nordfinsternis

Küsten Krimi
Eine dramatische Familientragödie –düster, packend, nervenaufreibend.

Ein dunkles Verbrechen an der Küste. Eine Familie, die schweigt. Und ein Mädchen, das vergisst. Bis Panikattacken Miriams Leben Jahrzehnte später außer Kontrolle bringen. Sie muss sich erinnern, um dem Geheimnis ihrer Vergangenheit auf die Spur zu kommen. Bald schon konfrontiert ein undurchdringliches Geflecht aus Lügen, Scham und Schuld sie mit ihrer größten Angst ...

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 23.04.2019

Für Victoria Holt Fans

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Buchinhalt:
Seit sie ihr Kind bekam, hat Miriam plötzlich Panikattacken. Dann stirbt ihre Tante und sie muss den Nachlass auflösen. Da kommen bruchstückartig Erinnerungen und sie merkt, dass etwas nicht ...

Buchinhalt:
Seit sie ihr Kind bekam, hat Miriam plötzlich Panikattacken. Dann stirbt ihre Tante und sie muss den Nachlass auflösen. Da kommen bruchstückartig Erinnerungen und sie merkt, dass etwas nicht so ist, wie sie immer gedacht hat.

Fee`s Meinung:
Cover:
Das Cover gefällt mir sehr gut. Der Rückentext ist eigentlich auch gut, nur man begreift erst wenn man es gelesen hat, dass es eine Geschichte ist, wie von Victoria Holt. Zudem verwirrt das Wort Küstenkrimi. Es ist schon eine Geschichte die an der Küste spielt. Also für mich ist eh ganz Schleswig-Holstein an der Küste. Aber es ist irgendwie nicht wirklich ein Krimi, finde ich. Den Titel Nordfinsternis fand ich auch irreführend, denn da dachte ich erst mal an Skandinavien. Aber wenn man es so sieht, spielt es im Norden Deutschlands und es muss erst ans Licht kommen, dann passt es wieder.

Die Geschichte/Schreibstil:
Es gab dann auch Rückblenden und auch in Kursivschrift aktuelle Kommentare zu Miriams Tun. Man weiß nur nicht als Leser, wer das jetzt „gedacht“ hat.
Ich hab mich echt schwer getan, in die Geschichte reinzufinden, weil ich was anderes erwartet hab. Sonst sind die Geschehnisse nicht schlecht geschrieben, aber ich hab mich halt immer gefragt, was hat das ganze mit einem Krimi zu tun? Eigentlich ist es spannend, aber nur, wenn man weiß, auf was man sich einlässt.

Lokalkolorit:
Es spielt zwar in Schleswig-Holstein, aber es hätte überall stattfinden können, fand ich jetzt so. Einige Orte werden genannt, ein Mal war Miriam auch in Kiel. Aber es hatte irgendwie keinen Wiedererkennungseffekt oder so.

Charaktere:
Also mein Lieblingscharakter war die Nachbarin der verstorbenen Tante. Frau Blotenberg. Vor allem ihr Dialekt, so Norddeutsch mit Ruhrpottslang hat mir sehr gut gefallen. Auch so fand ich sie total nett und sympathisch. Sie war nicht neugierig, hat viel mitbekommen, war aber keine Tratschtante. Das machte sie so liebenswert.

Auch der Vater von Miriam, eingebettet in die Geschichte von Astrid Lindgren und dem roten Vogel und so, das gefiel mir sehr gut. Der Charakter war gut vorstellbar.

Miriam, ihr Mann und ihre Mutter mochte ich nicht so sehr. Auch wurde ich mit Miriam nicht so warm, obwohl sie doch der Hauptcharakter war.

Mein – Lesezeichenfees – Fazit:
Wer Victoria Holts Geschichten mag und sich aus dem Grund auf das Buch einlässt, der wird viel Spaß an der Geschichte haben. Aber wer „den üblichen“ Küstenkrimi von Emons lesen möchte, tut sich etwas schwer damit, weil halt die Bezeichnung – meiner Meinung nach – völlig irreführend ist. Da ich aber Geschichten von Victoria Holt sehr mag, gebe ich Nordfinsternis 5 Sterne, denn es war ja spannend und ich hatte es sehr schnell ausgelesen.

Veröffentlicht am 22.04.2019

Familiengeheimnisse

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Als Miriams Tante stirbt, muss sie ihre Wohnung ausmisten. Doch plötzlich beginnt sie Panikattacken zu bekommen und stößt auf ein altes Geheimniss ihrer Familie. Ist alles doch nicht wie es scheint?

Was ...

Als Miriams Tante stirbt, muss sie ihre Wohnung ausmisten. Doch plötzlich beginnt sie Panikattacken zu bekommen und stößt auf ein altes Geheimniss ihrer Familie. Ist alles doch nicht wie es scheint?

Was mir bei dem Buch sofort aufgefallen ist, ist der wunderschöne Schreibstil. Die Autorin hat ein großes Talent bildhaft und poetisch zu beschreiben, sodass eine greifbare Atmosphäre entsteht, in die man als Leser versinken kann. Es ist unglaublich toll wie gefühlvoll und intensiv manche Szenen dadurch sind.
Aber auch die Geschichte konnte mich überzeugen. Dabei ist dies kein typischer Krimi mit Leichen und Ermittlungen. Es geht eher um das Aufdecken von Familiengeheimnissen. Dies wurde so verworren und spannend geschrieben, dass ich das Buch garnicht mehr weglegen konnte. Es war bis zur letzten Seite spannend und trotz intensiven Miträtselns, konnte ich das Ende nicht vorhersehen. Dabei wurden Hinweise in der ganzen Geschichte verstreut, die man zusammenpuzzeln kann.
Und auch die Charaktere wurde toll beschrieben. Alle wirkten wie echte Menschen und handelten nachvollziehbar.

Zusammengefasst bin ich begeistert von diesem Buch. Es ist nicht nur super spannend, sondern auch unglaublich toll geschrieben. Einfach eine perfekte Mysterygeschichte, in die man beim Lesen abtauchen kann und die einen nicht mehr loslässt.

Veröffentlicht am 21.04.2019

Spannung von Anfang bis Ende

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Miriam ist glücklich mit Arne verheiratet. Ihre kleine Tochter Pia kommt ihr wie ein Wunder vor. Alles ist perfekt. Doch irgendetwas nagt seit der Geburt an Miriam. Sie hat schreckliche Angst um ihre Tochter. ...

Miriam ist glücklich mit Arne verheiratet. Ihre kleine Tochter Pia kommt ihr wie ein Wunder vor. Alles ist perfekt. Doch irgendetwas nagt seit der Geburt an Miriam. Sie hat schreckliche Angst um ihre Tochter. Muss ständig kontrollieren, ob es ihr gut geht. Auch nachts verfolgen sie immer mehr Alpträume. Dann stirbt ihre Tante Edith und Miriam soll deren Haus durchforsten. Dabei entdeckt sie geheimnisvolle Fotos. Was verschweigt ihre Mutter? Ist sie deshalb immer so kühl und unnahbar zu ihr?

"Nordfinsternis" ist eher ein Spannungsroman, der von seinen leisen Tönen lebt. Mit einer unterschwelligen Spannung von Anfang bis Ende. Die Geschichte ist im Präsens, aus Miriams Sicht geschrieben. Dabei bedient sich die Autorin ungewöhnlicher, bildlicher Formulierungen. Da seufzt sich der Kaffee schon mal Tröpfchen für Tröpfchen durch die Maschine. Was prima zur Stimmung und Atmosphäre des Buches passt. Sich trotzdem flüssig lesen lässt. Je mehr Miriam in der Vergangenheit wühlt, umso verwirrender wird es für sie. Kann sie ihrer Mutter trauen, die nur widerwillig etwas preisgeben möchte? An vielen Kapitelenden kommt in Form eines kursiv gedruckten Textes, jemand zu Wort, bei dem man lange nicht weiß, wer es ist und wie das alles mit der Vergangenheit zusammenhängt. Spätestens beim Showdown klärt sich alles schlüssig auf und Miriam muss sich der Vergangenheit stellen, die eine Tragödie zum Ausdruck bringt.
Fazit: Ein Roman mit einer unterschwelligen Spannung von Anfang bis Ende. Mit einem Geheimnis, dass tragischer nicht sein kann. Aber auch die Liebe zur Familie nicht zu kurz kommt. Eine kleine Hommage an Astrid Lindgren inklusive. Eine große Leseempfehlung von mir.

Veröffentlicht am 21.04.2019

Familiengeheimnisse lauern im Dunkeln

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Ricarda Oertels Küstenkrimi „Nordfinsternis“ ist im April 2019 bei Emons erschienen und umfasst 256 Seiten.
Miriam führt ein auf den ersten Blick perfektes Leben: Sie hat einen guten Job, ein Häuschen ...

Ricarda Oertels Küstenkrimi „Nordfinsternis“ ist im April 2019 bei Emons erschienen und umfasst 256 Seiten.
Miriam führt ein auf den ersten Blick perfektes Leben: Sie hat einen guten Job, ein Häuschen und dazu einen sie liebenden Ehemann. Doch mit der Geburt ihrer Tochter, Pia, beginnen Albträume und Panikattacke ihr Leben zu bestimmen. Als dann auch noch ihre Tante, Edith, stirbt, steht für sie fest: In ihrer Vergangenheit schlummern dunkle Geheimnisse, denen sie sich stellen muss. Also begibt sie sich auf die Suche …
Auch wenn das Buch vom Verlag als „Küstenkrimi“ deklariert ist, handelt es sich bei diesem eher um einen psychologischen Spannungsroman, was seiner Qualität allerdings keinen Abbruch tut.
Der Roman beginnt mit einer düsteren Reise in die Vergangenheit, die bei Leserinnen und Lesern gleich eine Menge Fragen und finstere Vorahnungen aufwirft: Was mag sich in diesem dunklen Kellerloch abgespielt haben? Wessen Erinnerungen begegnet man hier? Mit einem Sprung in die Gegenwart lernt man die Protagonistin und ihre Familie kennen, mit dem Tod der Tante schließlich wird offenbar, dass in den Tiefen dieser Familie bedrückende Geheimnisse lauern. Hier setzt dann auch der Spannungsbogen ein, der bis zum Schluss nicht abreißen will und die Lesenden immer wieder zum Grübeln bringt. Das Geschehen endet schließlich in einem dramatischen Finale, in dem die Familiengeschichte lückenlos aufgeklärt wird.
Der Roman ist fast durchweg im Präsens geschrieben, was die Leser/innen hautnah am Geschehen teilhaben lässt und somit ein ansprechendes Mittel der Dramaturgie darstellt. Die am Ende der meisten Kapitel sich befindenden kursiv gedruckten Passagen sind ebenfalls als Spannungselement zu nennen, fragt man sich doch immer wieder, wer hinter den dort geschilderten Gedanken steckt und welches Geheimnis es zu verbergen gilt. Gerade diese Elemente sind es, die beim Lesen immer wieder dazu zwingen, schon vorgefertigte Meinungen zu hinterfragen und „am Ball zu bleiben“, weil man dem Geheimnis einfach auf die Spur kommen möchte.
Ricarda Oertel zeichnet ihre Charaktere plastisch und vielschichtig. Beständig schwanken die Sympathien beim Lesen hin und her; letztlich stellen die Leser/innen fest: Man muss den Menschen in seiner Ganzheit, mit seiner Geschichte, betrachten, statt sich vom ersten Eindruck blenden zu lassen.
Sprache und Stil der Autorin sind bildhaft, eingängig und flüssig, an einigen Stellen fast schon poetisch zu lesen; durch die Figur von Christa Blotenberg, der Nachbarin, die in einem gut verständlichen norddeutschen Dialekt spricht, kommen auch regionale Aspekte zum Tragen, die ich im Roman ansonsten allerdings vermisst habe, sind sie mir persönlich bei Regionalkrimis doch wichtig.
Ein den Roman durchziehendes Thema ist Tod und Sterben: Insbesondere durch Bezüge zu Astrid Lindgrens Märchen „Sonnenau“ und das Schicksal von Miriams Vater werden Lesende immer wieder dazu angeregt, sich damit auseinanderzusetzen.
Alles in allem präsentiert Ricarda Oertel mit „Nordfinsternis“ einen wirklich fesselnden psychologischen Spannungsroman, der Leserinnen und Leser in seinen Bann zieht, und den ich allen Freund/innen spannungsgeladener Literatur bedenkenlos empfehlen kann. Nur einen Kriminalroman im klassischen Sinne und viel Küstenflair sollte man eben nicht erwarten.

Veröffentlicht am 20.04.2019

Schweigen über die Vergangenheit

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Ein dunkles Verbrechen an der Küste. Eine Familie, die schweigt. Und ein Mädchen, das vergisst. Bis Panikattacken Miriams Leben Jahrzehnte später außer Kontrolle bringen. Sie muss sich erinnern, um dem ...

Ein dunkles Verbrechen an der Küste. Eine Familie, die schweigt. Und ein Mädchen, das vergisst. Bis Panikattacken Miriams Leben Jahrzehnte später außer Kontrolle bringen. Sie muss sich erinnern, um dem Geheimnis ihrer Vergangenheit auf die Spur zu kommen. Bald schon konfrontiert ein undurchdringliches Geflecht aus Lügen, Scham und Schuld sie mit ihrer größten Angst…


Miriam ist verheiratet, hat ein hübsches Haus, einen guten Job und ist seit kurzem Mutter. Das Glück scheint perfekt, wären da nicht ihre Unsicherheit, ihre (Über)Besorgtheit. Woher rühren Miriams plötzlich auftretende Panikattacken?

In hautnahem Präsens entführt uns Ricarda Oertel ins norddeutsche Kappeln, zeichnet in außergewöhnlich treffender Sprache das Bild einer Familie, deren Vergangenheit viele Geheimnisse verbirgt. Kleine Details fließen geschickt in die Szenen ein und lassen alles sehr lebendig werden, die Figuren sind plastisch charakterisiert und bleiben nicht immer die, die sie anfänglich zu sein scheinen.

Nach einem kurzen, erschütternden Prolog gliedert sich dieser Küstenkrimi in übersichtliche Kapitel, an deren Enden häufig auch jemand aus dem „off“ erzählt. Fragen über Fragen werden aufgeworfen, die Spannung steigt ab der ersten Seite und hält bis zum Ende an. Immer wieder gibt es Wendungen, die man nicht erwartet.

Mit einer wunderbaren Hommage an Astrid Lindgren wird das Thema Sterben und Tod berührend ins Geschehen eingeflochten, der Umgang mit schrecklichen Geschehnissen aufgearbeitet.

Ein gelungener psychologischer Spannungsroman, der mich Seite für Seite gefesselt hat, sowohl vom Schreibstil als auch vom Inhalt her, und den ich unbedingt weiterempfehle!

„5 Sterne plus“