Profilbild von buchwurm05

buchwurm05

Lesejury Star
offline

buchwurm05 ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit buchwurm05 über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 04.07.2026

Was geschah mit Jonas Torp?

Marconi und die schweigenden Lämmer
0

Inhalt:
Dorfpolizist Massimo Marconi erhält während seines Bereitschaftsdienstes einen Anruf. Im Trog der Friesischen Schafskäserei soll ein Toter liegen. Dieser erweist sich als der Immobilienmakler Jonas ...

Inhalt:
Dorfpolizist Massimo Marconi erhält während seines Bereitschaftsdienstes einen Anruf. Im Trog der Friesischen Schafskäserei soll ein Toter liegen. Dieser erweist sich als der Immobilienmakler Jonas Torp, der Naturschützern ein Dorn im Auge war. Auch wenn Marconi nicht selbst ermitteln darf und das Ingwer Düster und Derik Moor von der Flensburger Kripo überlassen muss, lässt er es sich nicht nehmen, selbst Nachforschungen anzustellen. Die erweisen sich als schwierig. Denn nicht nur Naturschützer profitieren von Torps tot. Auch einige Bauern hatten Probleme mit ihm.......

Leseeindruck:
"Marconi und die schweigenden Lämmer" ist bereits der 3. Fall für Dorfpolizist wider Willen, Massimo Marconi. Der Schreibstil ist locker und leicht, durchzogen mit einem feinen Humor. Man muss nicht unbedingt die Vorgänger kennen, aber gerade was das Privatleben von Marconi angeht und warum er die Karriereleiter abgestiegen ist, ist es von Vorteil. Wie auch in den Bänden zuvor, geht es um Naturschutz. Das Thema, welches im vorliegenden Band gewählt wurde, war mir so nicht bewusst und ich fand es interessant mehr darüber zu erfahren. Marconi ist mir ans Herz gewachsen. Viele Eigenarten von ihm sind natürlich auch wieder mit von der Partie. Über diese konnte und kann ich immer wieder Schmunzeln. Trotzdem kam er mir insgesamt ernster vor. Gefehlt haben mir auch die Wortgefechte mit seiner pupertierenden Nichte. Sie und ihr Bruder waren erst gegen Ende wieder präsenter. Den Fall selbst fand ich spannend und wäre nicht darauf gekommen, wie alles gewesen ist. Zwischendurch hatte ich immer mal wieder das Gefühl, dass manche Szenen nur Lückenfüller sind. Doch weit gefehlt. Auch diese hatten ihre Berechtigung und wurden aufgeklärt.

Fazit:
Mir hat "Marconi und die schweigenden Lämmer" gefallen. Allerdings hat mir etwas die Spritzigkeit der vorangegangenen Bände gefehlt. Gut gefallen mir die Umweltthemen, die in den einzelnen Fällen eine Rolle spielen. Diese sind oft der breiten Masse nicht so bekannt und ich finde es toll, auch darüber mehr zu erfahren. Das Gesamtpaket konnte mich überzeugen und bekommt eine Leseempfehlung von mir.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 24.06.2026

Wenn die Jägerin zur Gejagten wird.

Nebelbeute
0

Inhalt:
Ermittlerin Mila Weiss nimmt sich eine Auszeit von Gruppe 4 und fährt in einen kleinen Ort in die Berge. Dort hofft sie Toblach zu finden, mit dem sie aus der Vergangenheit noch eine Rechnung offen ...

Inhalt:
Ermittlerin Mila Weiss nimmt sich eine Auszeit von Gruppe 4 und fährt in einen kleinen Ort in die Berge. Dort hofft sie Toblach zu finden, mit dem sie aus der Vergangenheit noch eine Rechnung offen hat. Schon an ihrem ersten Tag gibt es eine grausam zugerichtete Leiche. Die Ereignisse fangen an sich zu überschlagen. Mila merkt zu spät, dass sie selbst in Gefahr schwebt und verschwindet spurlos. Ihre Kollegen der Gruppe 4 machen sich große Sorgen und fahren selbst in das abgelegene Dorf, um Mila zu suchen. Ein Wettlauf mit der Zeit beginnt......

Leseeindruck:
"Nebelbeute" ist der 3. Band um Gruppe 4, die Serienmörder jagt. Ermittlerin Mila startet einen Alleingang, um endlich jemanden aus der Vergangenheit ausfindig zu machen und dadurch vielleicht zwei Kinder zu retten. Von Anfang an war ich mittendrin. Das Setting ist düster und unheimlich. Die Spannung wird von Anfang an kontinuierlich aufgebaut. Es passiert viel. Mir hat das Raum für viele Spekulationen gegeben. Jedes Mal, wenn ich mir sicher war, auf der richtigen Fährte zu sein, gab es eine Wendung. Die Kapitel sind relativ kurz gehalten und anfangs aus Milas Sicht geschrieben. Als sie verschwindet ändert sich die Sichtweise und man erlebt hautnah die Ermittlungen der Gruppe 4 mit. Dieses Team ist bunt zusammengewürfelt und hat ihre eigene Dynamik. Was mir richtig gut gefallen hat. Gegen Ende zieht das Tempo an. Die Kapitel bzw. Absätze werden teilweise extrem kurz und haben mich dazu veranlasst den Atem anzuhalten, bis dann der große Knall kam.

Fazit:
Man sollte die Reihe unbedingt von vorne beginnen. Sei es, um besser zu verstehen warum Mila so verbissen nach Toblach sucht oder auch was mit Krogh's Familie ist. Zudem kennt man dann die Mitglieder der Gruppe 4 besser. "Nebelbeute" ist extrem spannend und wartet mit der einen oder anderen Wendung auf. Ein Hund taucht immer mal wieder sporadisch auf und gibt entscheidende Hinweise. Schade, dass er fast wie ein Geist behandelt wurde und am Ende ohne Erklärung einfach verschwunden blieb. Während des Lesens sind mir zwei kleinere Logikfehler aufgefallen. Es ist mir ein Rätsel warum das Lektorat das nicht gesehen hat. Trotzdem hat mir der Thriller richtig gut gefallen. Gerne gebe ich eine Leseempfehlung.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 31.05.2026

Spannend und Wendungsreich.

Rauhnächte
0

Inhalt:
Die 22-jährige Pia bekommt nach einem Streit ihrer Eltern an Weihnachten mit, dass sie von ihnen 18 Jahre zuvor adoptiert wurde. Ihre Tante Sonja, die bei einem schrecklichen Unfall starb, ist ...

Inhalt:
Die 22-jährige Pia bekommt nach einem Streit ihrer Eltern an Weihnachten mit, dass sie von ihnen 18 Jahre zuvor adoptiert wurde. Ihre Tante Sonja, die bei einem schrecklichen Unfall starb, ist in Wirklichkeit ihre Mutter. Wer der Vater ist, hatte ihre leibliche Mutter nie verraten. Niemand möchte Pia näheres verraten und warnt sie sogar davor, die Geister der Vergangenheit zu wecken. Doch Pia fährt entgegen aller Warnungen nach Galsterried, um mehr über sich und den damaligen Geschehnissen zu erfahren. Auch in dem kleinen Ort nahe Wasserburg stößt sie auf Schweigen. Bald schon schwebt sie in Gefahr. Wem kann sie noch trauen?

Leseeindruck:
Die Geschichte aus "Rauhnächte" ist nicht neu. Sie erschien bereits in 2014 als Jugendthriller unter dem Namen "Die Flammen flüstern dein Lied" im Arena Verlag. In der vorliegenden Neuerzählung ist Pia nun älter und auch die Geschichte selbst hat eine andere Sprache und mehr Nuancen bekommen, wie man im Nachwort der Autorin lesen kann. Ich kannte sie bisher noch nicht. Von Anfang an war ich mittendrin. Die Spannung hat sich kontinuierlich aufgebaut. Pia empfand ich anfangs als graue Maus, die nach und nach mehr Selbstbewusstsein bekommen hat. Je näher sie dem Geheimnis von damals auf die Spur kam, umso mehr ist sie über sich hinaus gewachsen. Man merkt auf jeder Seite, dass alle etwas wissen, aber Pia nicht die Wahrheit sagen. So blieb es nicht aus, dass ich gespannt war, was wirklich geschehen ist. Schnell hatte ich eine Vermutung. Trotzdem hat es die Autorin immer wieder geschafft, mich zweifeln zu lassen. War wirklich alles so? Manche, die es gut mit Pia meinen, haben sie nicht in Wirklichkeit Dreck am Stecken? Bis zum Ende blieb es für mich spannend und die eine oder andere Wendung konnte mich überraschen. Das Setting mit den Rauhnächten unterstreicht meiner Meinung nach gut das mystische in der Geschichte. Denn eine Ahnin von Pia soll eine Hexe gewesen sein, deren Kurzgeschichte, am Ende abgedruckt ist.

Fazit:
Mir hat "Rauhnächte" richtig gut gefallen. Der Roman bietet ein düsteres und mystisches Setting. Der fiktive kleine Ort Galsterried ist gut beschrieben und passt perfekt. Die Geschichte bleibt durch einige Wendungen spannend. Pia entwickelt sich langsam zu einer selbstbewussten Frau. Dieses Gesamtpaket bekommt von mir gerne eine Leseempfehlung.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 23.05.2026

Eine einsame Hallig. Unheimliche Vorkommnisse.

Das Gehöft
0

Inhalt:
Lara hat sich zusammen mit ihren Freunden Silke, Henry und Kenan sowie ihrem autistischen Bruder Malte ein Gehöft auf der menschenleeren Hallig Westeroog gekauft, um diese zukünftig ökologisch ...

Inhalt:
Lara hat sich zusammen mit ihren Freunden Silke, Henry und Kenan sowie ihrem autistischen Bruder Malte ein Gehöft auf der menschenleeren Hallig Westeroog gekauft, um diese zukünftig ökologisch zu bewirtschaften. Doch schon bei der Ankunft läuft nicht alles nach Plan. Die Möbelpacker verlassen die Hallig, obwohl der ganze Hausrat noch am Ufer steht. Ein Unwetter ist im Annarsch und ein Gehilfe, der vorübergehend in einem Anbau wohnt, um Reparaturen am Haus zu erledigen, erweist sich als komischer Kauz. Zu allem Überfluss entdeckt Lara auf dem verlassenen Nachbargehöft eine Gestalt am Fenster. Als sie nachschauen geht, ist aber niemand mehr zu sehen. Dann bricht ihr Bruder einen Streit vom Zaun und in der Folge verschwindet Malte spurlos......

Leseeindruck:
"Das Gehöft" ist ein Thriller, der mit der fiktiven, verlassenen Hallig Westeroog und dem herrschenden Unwetter ein passendes Setting zur erzählten Geschichte hat. Das hat mir gut gefallen. Während des Lesens ist es auf jeder Seite spürbar, dass etwas Unheimliches in der Luft liegt. Die Kapitel haben eine angenehme Länge und bauen durch kleinere Cliffhanger Spannung auf. Gleichzeitig war ich aber auch etwas verwirrt. Zum Beispiel ging es mit einer Szene weiter, in der vorherigen war aber für mich nicht ersichtlich, dass genau so eine Entdeckung gemacht wurde. Die Protagonisten werden nach und nach vorgestellt und man bekommt einen Einblick in ihr Leben. Trotzdem hat mir etwas gefehlt. Ich konnte mich nicht wirklich in sie hineinversetzen. Durch die Hauptfigur Lara werden die Geschehnisse erzählt. Teilweise habe ich mit Spannung erwartet wie es weitergeht. Doch oft konnte ich ihre Handlungen und ihre gedanklichen Wendungen nicht nachvollziehen. Ein zweiter Nebenerzählstrang über zwei Brüder und eine verschwundene Ehefrau, der am Ende irgendwie verwoben wird, hat mir sogar etwas besser gefallen. Am Schluss kommt es zu einem Showdown, bei dem sich die Ereignisse überschlagen und Lara auf sich alleine gestellt ist. So ganz packen konnte mich dieser dann leider nicht mehr, da es mir einfach zu viel hin und her war.

Fazit:
"Das Gehöft" ist ein spannender Thriller, der von seinen Wendungen lebt. Das Unheimliche, das auf der Hallig vor sich geht, ist spürbar und passt gut zum Setting einer kleinen, einsamen Hallig und dem aufkommenden Unwetter. Emotional konnte mich die Geschichte leider nicht mitnehmen. Mir hat die Tiefe gefehlt, um wirklich mitfiebern zu können. Eventuell hat das an den zahlreichen Beschreibungen und Rückblicken in das Leben der Figuren gelegen. So kam es mir eher wie ein hin und her vor. Lara hat es mir dabei nicht einfacher gemacht.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 10.05.2026

Erster Band der dritten Trilogie der Reihe.

Die Tiefe: Versunken
0

Inhalt:
Als Hobbyschatztaucher auf dem Grund der Ostseeküste am Darß eine gesunkene Segeljacht entdecken, ist der Schreck groß. Auf dem Schiff befinden sich 4 Leichen. Die herbeigerufene Polizei um Kriminalhauptkommissar ...

Inhalt:
Als Hobbyschatztaucher auf dem Grund der Ostseeküste am Darß eine gesunkene Segeljacht entdecken, ist der Schreck groß. Auf dem Schiff befinden sich 4 Leichen. Die herbeigerufene Polizei um Kriminalhauptkommissar Tom Engelhardt stellt schnell ein Gewaltverbrechen fest. Seine Freundin, die Kryptologin Mascha Krieger, wird unterdessen von ihrem Stiefbruder Holger nach Anklam angefordert, um einen rätselhaften Brief, der im Zuge der Ermittlungen um eine getötete Ärztin aufgetaucht ist, zu entschlüsseln. Beide Soko's haben es nicht leicht ein Motiv zu finden und damit den Tätern näher zu kommen. Dann tauchen weitere Leichen auf. Ist hier ein Serienmörder am Werk?

Leseeindruck:
"Die Tiefe - Versunken" ist der erste Band der dritten Trilogie mit Tom Engelhardt und Mascha Krieger. Obwohl ich die vorherigen Trilogien nicht gelesen habe, ist mir der Einstieg leicht gefallen. Es beginnt spannend und ich war sofort mittendrin. Die Kapitel sind kurz, aus wechselnder Sicht geschrieben und hören meistens mit kleineren Cliffhangern auf. Das hat mich animiert immer weiter zu lesen. Bisher habe ich noch keinen Thriller gelesen, der in mehrere Trilogien mit den selben Ermittlern aufgeteilt ist. Die Idee dahinter gefällt mir gut. In jedem Band wird ein Fall aufgeklärt. In jeder Trilogie ein Geheimnis gelüftet. So kommt es, dass nach diesem ersten Band der aktuellen Trilogie zwar ein Verbrechen aufgeklärt wird, aber bei einem anderen noch nicht wirklich ein Ermittlungserfolg zu sehen ist. Auch im Privatleben ist Mascha auf der Suche nach ihrer wirklichen Mutter, dieser noch kein bisschen näher gekommen. Es bleibt also spannend.

Fazit:
Ich war mir nicht sicher, ob es eine gute Idee ist, ausgerechnet mit der neuesten Trilogie der Reihe anzufangen. Aber das wurde schnell in den Wind geschlagen. Ich konnte mich gut in die Figuren versetzen und auch die Fälle waren richtig spannend. Ich freue mich schon auf die Fortsetzung und irgendwann später auf die Vorgänger. Von mir gibt es eine Leseempfehlung für "Die Tiefe - Versunken"

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere