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Veröffentlicht am 03.05.2026

Geschichte, die ich bisher noch nicht kannte.

Poyais. Ein Land, das es nie gab
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Inhalt:
Frankfurt 1822. Kaufmannstochter Julie soll mit dem wesentlich älteren Prokuristen ihres Vaters verheiratet werden. Julie liebt jedoch den Pferdeknecht ihrer Familie. Als ihr Vater das mitbekommt, ...

Inhalt:
Frankfurt 1822. Kaufmannstochter Julie soll mit dem wesentlich älteren Prokuristen ihres Vaters verheiratet werden. Julie liebt jedoch den Pferdeknecht ihrer Familie. Als ihr Vater das mitbekommt, entlässt er Carl und schickt Julie in ein Kloster. Eines Tages erhält Julie einen heimlichen Brief von Carl, in dem er sie bittet, ihn nach Poyais zu begleiten, um dort ein neues Leben zu beginnen. Ein gewisser Gregor MacGregor, der Kazike dieses Landes in Mittelamerika, verkauft dort unter großen Versprechungen Land. Julie flieht und schlägt sich, verkleidet als junger Mann, bis London durch. Von dort werden die Siedler nach Poyais verschifft. Was mit freudiger Erwartung beginnt, entpuppt sich bald als Alptraum. Poyais existiert nicht. Die Siedler sind auf einen Hochstapler hereingefallen.......

Leseeindruck:
"Poyais, ein Land das es nie gab" basiert auf wahren Begebenheiten. Den Hochstapler Gregor MacGregor gab es wirklich und er hat auch Land in Poyais verkauft, das nicht existent war. In einem Erzählstrang geht es um Julie und Carl. Anhand ihrer fiktiven Geschichte habe ich einen guten Eindruck bekommen, wie es den Siedlern damals erging. Unvorstellbar, dass sie tatsächlich von den Kapitänen der Schiffe, in der Wildnis ausgesetzt und dann sich selbst überlassen wurden. Aber damals galt, ohne Geld keine Rückfahrt und das hatten die Siedler in Land und einer Währung investiert, die es nicht gab. Ich fand es spannend zu verfolgen, wie die Siedler ums Überleben gekämpft haben, manch einer aber verlor. Ein weiterer Erzählstrang führt ein paar Jahre zurück und beschreibt durch die Soldaten Liam und Jeffrey was sie unter General Gregor MacGregor in den Befreiungskriegen in Mittelamerika erlebt haben. Dieser kreuzt sich am Ende mit Julie und Carls Geschichte und ich fand ihn mindestens so spannend wie die Hauptstory. Besonders beeindruckt bin ich davon, dass die Autorin es geschafft hat, Gregor MacGregor dem Lesenden nahe zu bringen, obwohl er immer nur sporadisch aufgetaucht ist. Ich konnte mir jedenfalls ein gutes Bild von ihm machen. Den Erzählstil habe ich als sehr lebendig und bildlich empfunden. Was genau meinen Geschmack getroffen hat.

Fazit:
Mit "Poyais, ein Land das es nie gab" erzählt Uli Aechtner ein Stück Geschichte, die ich bisher noch nicht gekannt habe. Geschickt wird fiktives mit wahren Begebenheiten vermischt. Von Anfang bis Ende wirkt die Erzählung authentisch. Ich habe den Roman gerne gelesen und gebe deshalb eine Leseempfehlung.

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Veröffentlicht am 22.04.2026

So geht Krimi.

Alsterfluch
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Inhalt:
Der Immobilienhai Uwe Snyder wird tot am Ufer der Alster aufgefunden. Was zunächst nach Rache eines ehemaligen Mieters aussieht, entpuppt sich bald als Bandenkrieg der italienischen Mafia. Snyder ...

Inhalt:
Der Immobilienhai Uwe Snyder wird tot am Ufer der Alster aufgefunden. Was zunächst nach Rache eines ehemaligen Mieters aussieht, entpuppt sich bald als Bandenkrieg der italienischen Mafia. Snyder war für diese tätig und es gibt weitere Tote innerhalb der Organisation......

Leseeindruck:
"Alsterfluch" ist der 3. Band um den Ermittler Erik van der Kolk. Endlich mal wieder ein klassischer Krimi, der den Fokus auf die Ermittungsarbeit setzt, die Kommissare normal sind und nicht solch kaputte Typen wie in unzähligen anderen Krimis. Man ist sofort mitten im Geschehen. Von Anfang an konnte ich mich, ohne viel Schnickschnack, auf den Fall konzentrieren. Innerhalb der Kapitel wechselt die Perspektive, getrennt durch Absätze. Kleinere Cliffhanger inklusive. Die Spannung bleibt auf einem gleichbleibenden Level. Mich hat es dazu animiert immer weiter zu lesen. Zugegeben. Nach etwas über der Hälfte konnte ich mir denken, wer der ominöse Täter ist, aus dessen Sicht immer wieder Kapitel eingestreut werden. Trotzdem hat das meinen Lesegenuss nicht getrübt und die ein oder andere Überraschung gab es auch noch.

Fazit:
"Alsterfluch" konnte mich, genau wie seine Vorgänger, begeistern. Die Spannungskurve ist gleichbleibend. Kleinere Cliffhanger innerhalb der Kapitel tragen zusätzlich dazu bei. Ein Einstieg in Band 3 ist problemlos möglich, ohne dass man die Vorgänger kennt. So geht Krimi. Von mir gibt es eine Leseempfehlung.

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Veröffentlicht am 12.04.2026

Spannung mit viel Privatleben.

Stecknitz-Mörder
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Inhalt:
Es herrscht dichter Nebel. Katja Burmester geht, wie jeden Tag, am Kanal der Stecknitz mit ihrer alten Hündin Bonnie spazieren. Da sie ihre Hündin nicht mehr sehen kann, pfeift sie nach ihr. Doch ...

Inhalt:
Es herrscht dichter Nebel. Katja Burmester geht, wie jeden Tag, am Kanal der Stecknitz mit ihrer alten Hündin Bonnie spazieren. Da sie ihre Hündin nicht mehr sehen kann, pfeift sie nach ihr. Doch sie kommt nicht zurück. Auf einmal hört Katja ein metallisches Geräusch, das näher kommt. Sie bekommt Panik, da sie durch die Nebelwand nichts erkennen kann. Bevor sie reagieren kann, trifft sie ein Schlag und Katja fällt tot um. Wenig später wird ihr Leichnam im Kanal gefunden. Das Team der Lübecker Kripo um Morton Sandt steht bei den anschließenden Ermittlungen vor einem Rätsel. Die Frau war beliebt und hatte anscheinend keine Feinde. Dann geschieht ein weiterer Mord......

Leseeindruck:
"Stecknitz-Mörder" ist ein neuer Fall für die Lübecker Kripo. Gleich zu Anfang herrscht durch den dichten Nebel eine düstere Stimmung und passt gut zur ersten Szene, in der ein Mord geschieht. Der Schreibstil von Jobst Schlennstedt ist wie immer flüssig und aufs wesentliche konzentriert. Man fliegt förmlich durch die Seiten. Die Kapitel sind dabei angenehm kurz. Für Spannung sorgen immer wieder neue Wendungen, die mich Miträtselnlassen haben. Wer schon Krimis des Autors gelesen hat weiß, dass neben den Ermittlungen auch das Privatleben eine große Rolle spielt. Eine Mischung, die mir gut gefällt. Allerdings entwickeln einige der Ermittler privat in ihren "Beziehungen" Abhängigkeiten, die mir persönlich in der Häufigkeit zu viel waren. Am Ende wird der Fall aufgeklärt und hat mich überrascht. Im Privatleben von Morton Sandt bleibt jedoch eine Frage offen und lässt mich neugierig zurück wie es weitergeht.

Fazit:
Alles in allem konnte mich "Stecknitz-Mörder" gut unterhalten. Der Krimi bietet Spannung und einiges an Privatleben. Von mir gibt es eine Leseempfehlung.

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Veröffentlicht am 05.04.2026

Eingeschlossene Berghütte auf Mitzi-Art.

Die MörderMitzi und der eiskalte Tod
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Inhalt:
Mitzis Vorfreude ist groß. Sie hat einen einwöchigen Winter-Retreat gebucht, den sie mit sieben weiteren Personen auf einer einsamen Berghütte im Dachsteingebirge verbringen wird und dessen Leiter ...

Inhalt:
Mitzis Vorfreude ist groß. Sie hat einen einwöchigen Winter-Retreat gebucht, den sie mit sieben weiteren Personen auf einer einsamen Berghütte im Dachsteingebirge verbringen wird und dessen Leiter ihr ehemaliger Therapeut Dr. Werner Rannacher ist. Schon in der ersten Nacht gibt es einen Schneesturm und die Truppe ist vorerst von der Außenwelt abgeschnitten. Dr. Rannacher bittet zwar die Teilnehmenden sich nicht weit von der Hütte zu entfernen, aber Mitzi hält sich nicht dran und findet einen Toten, der als Schneemann getarnt ist. Vorerst soll sie es, auf Anweisung von Dr. Rannacher, verschweigen, damit keine Panik aufkommt. Doch dann geschehen in der Hütte merkwürdige Dinge und Mitzi wird klar, der Mörder muss unter den Teilnehmenden sein.....

Leseeindruck:
"Die Mördermitzi und der eiskalte Tod" ist der 7. Band der Reihe um Maria Konstanze Schlager, genannt Mitzi. Ich verfolge die Reihe seit dem ersten Fall. Mitzi hat seitdem eine enorme Entwicklung mitgemacht. Sie ist nicht mehr ganz so naiv. Trotzdem überlegt sie oft nicht lange und handelt einfach. Das macht sie in meinen Augen liebenswert. Dieses Mal nun geht es um ein gern verwendetes Setting, eine einsame Berghütte, die durch einen Schneesturm von der Außenwelt abgeschnitten ist. Allerdings auf Mitzi Art. Mir wurde jedenfalls nie langweilig. Mitzi hat für Unterhaltung gesorgt. Der Krimi ist neben den Kapiteln, auch in Abschnitte eingeteilt. Hier hat mir besonders gut gefallen, dass Mitzi zur Einführung mit dem Lesenden gesprochen hat. Während die Handlung ihren weiteren Verlauf nimmt, haben immer mehr der Teilnehmenden Motive, die mir durch Mitzis Gedanken näher gebracht wurden. Der Showdown hat es in sich. Mitzi hat eine haarsträubende Idee. Gut, dass sie darüber nicht viel nachgedacht und einfach gemacht hat. Dadurch wurde es noch einmal richtig spannend.

Fazit:
Mir hat "Die Mördermitzi und der eiskalte Tod" sehr gut gefallen. Auch wenn man auf die Auflösung kommen kann, bietet der Krimi kurzweilige Unterhaltung. Dafür sorgt Mitzi. Von mir gibt es eine Leseempfehlung.

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Veröffentlicht am 31.03.2026

Magisch und spannend.

Secret Forest Academy. Der Seelendieb
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Inhalt:
Ava lebt, seit ihre Eltern verschwunden sind, in der Secret Forest Academy, die hinter einem geheimen Zugang mitten im Redwood-Nationalpark in Kalifornien liegt. Ihr letztes Abenteuer hat sie hinter ...

Inhalt:
Ava lebt, seit ihre Eltern verschwunden sind, in der Secret Forest Academy, die hinter einem geheimen Zugang mitten im Redwood-Nationalpark in Kalifornien liegt. Ihr letztes Abenteuer hat sie hinter das Schattenportal geführt und nun macht sie sich große Sorgen um ihr Seelentier, den Geisterbären Spirit. Sie versucht zusammen mit ihren Freunden alles, um ihn zu retten. Doch wem können sie trauen und schaffen sie es, dieses gefährliche Abenteuer zu überstehen?

Leseeindruck:
"Secret Forest Acadamy - Der Seelendieb" ist der 2. Band der Reihe um Ava und ihre Freunde, die Baumwesen sind und magische Kräfte besitzen. Man ist sofort mittendrin. Band 2 beginnt dort wo Band 1 aufgehört hat. Nachdem es schon ein bisschen her ist, dass ich den Auftakt gelesen habe, ist es mir anfangs nicht ganz so leicht gefallen, einen Überblick zu erhalten. Es beginnt actionreich und man wird sofort in die Geschichte gezogen. Ich musste mich erst sortieren. Auch um mir die Figuren noch einmal ins Gedächtnis zu rufen. Hilfreich war dabei ein Personenregister am Ende. Nachdem das erste Abenteuer bestanden ist, wird es etwas ruhiger, jedoch nicht minder spannend. Jetzt war ich wieder voll dabei. Besonders gut haben mir gefallen, wie alle zusammen halten und jeder Charakter seine besonderen Fähigkeiten hat, die es gilt zu bündeln, um somit gemeinsam zum Ziel zu kommen. Das Ende hat mich überrascht. Dieses Mal gibt es keinen großen Cliffhanger. Allerdings bleiben noch ein paar Fragen offen. Ich freue mich schon auf die Fortsetzung.

Fazit:
Die Secret Forest Acadamy Reihe sollte man unbedingt von Anfang an lesen. Quereinsteiger werden es schwer haben, da es keine Auffrischung nach dem Motto "was bisher geschah" gibt. Ich liebe die Geschichte. Sie ist spannend, magisch, erfrischend modern, vermittelt tolle Werte und ist lehrreich. Von mir gibt es eine Leseempfehlung.

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