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Veröffentlicht am 17.03.2026

Ein Einblick in die Ursprünge der berühmten Schokolade

Lindt & Sprüngli (Lindt & Sprüngli Saga 2)
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Inhalt:
Rudolf Lindt, Sohn eines Apothekers aus Bern, gilt als Träumer. Eines Tages wird er fast von einer Kutsche überfahren. Im letzten Moment kann ihn das Blumenmädchen Binia retten, die in der Matte, ...

Inhalt:
Rudolf Lindt, Sohn eines Apothekers aus Bern, gilt als Träumer. Eines Tages wird er fast von einer Kutsche überfahren. Im letzten Moment kann ihn das Blumenmädchen Binia retten, die in der Matte, einem ärmlichen Viertel der Stadt, lebt. Ab diesem Zeitpunkt verbringt er heimlich viel Zeit mit ihr. Als Rudolf die Schule beendet hat und immer noch nicht weiß, was er möchte, bekommt er die Chance, bei seinem Onkel in Lausanne alles über die Schokoladenherstellung zu lernen. Anfangs skeptisch, findet Rudolphe, wie er sich jetzt nennt, immer mehr gefallen daran. Ein paar Jahre später kehrt er nach Bern zurück. Versessen davon, die beste Schokolade der ganzen Welt herzustellen. Er kauft ein altes Fabrikgebäude in der Matte und beginnt mit den ersten Versuchen. Während alle nur auf sein Scheitern warten, glaubt Binia fest an ihn......

Leseeindruck:
"Lindt & Sprüngli - Zwei Rivalen, ein Traum" ist der 2. Band einer Trilogie und erfasst den Zeitraum von 1863 bis 1880. Während es im ersten Band hauptsächlich um Rudolf Sprüngli geht, erfährt man in der Fortsetzung alles über das Leben von Rudolf (Rudolphe) Lindt. Ich fand es spannend seinen Werdegang zu verfolgen und habe viel über Bern, Lausanne und die Schokoladenherstellung gelernt. Vor allem gegen Ende wurde es richtig spannend. Immer wieder scheitert Rudolf Lindt bei seinen Versuchen und plötzlich hat er einen Durchbruch, kann sich darauf aber immer noch nicht ausruhen. Ein bisschen verzweifeln haben mich die vielen Namensgleichheiten lassen. Vor allem, wenn es dann wieder einen Sprung zu Familie Sprüngli gab, um zu erfahren wie es hier weiterging. Aber es hießen nunmal bald alle Rudolf oder David. Das ist der Geschichte geschuldet.

Fazit:
Auch "Lindt & Sprüngli - Zwei Rivalen, ein Traum" konnte mich überzeugen und ich habe einen tiefen Einblick in die Ursprünge der berühmten Schokolade bekommen. Das Ende lässt ahnen, dass die Rivalen Sprüngli und Lindt bald zusammen kommen. Ich kann es kaum erwarten bis der Abschluss der Trilogie erscheint. Von mir gibt es eine Leseempfehlung.

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Veröffentlicht am 01.03.2026

Leichte Kost. Trotzdem unterhaltsam.

Die Wunderfrauen
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Inhalt:
Anfang der 60er Jahre läuft Luise Dahlmanns kleiner Laden richtig gut. Zu ihr kommen die Dorfbewohner nicht nur zum Einkaufen, sondern auch zum Tratschen oder auch um von Luise Tipps für die Essenszubereitung ...

Inhalt:
Anfang der 60er Jahre läuft Luise Dahlmanns kleiner Laden richtig gut. Zu ihr kommen die Dorfbewohner nicht nur zum Einkaufen, sondern auch zum Tratschen oder auch um von Luise Tipps für die Essenszubereitung zu bekommen. Ihre Schwägerin Marie hat unterdessen 3 Kinder und mit ihnen und ihrer kleinen Landwirtschaft alle Hände voll zu tun. Auch Helga taucht wieder mit ihrem unehelichem Kind auf. Sie ist Frauenärztin und hat eine Stelle in der Klinik von Dr. von Thaler bekommen. Doch es ist nicht alles Gold was glänzt. Alle 3 werden immer wieder vom Schicksal heraus gefordert......

Leseeindruck:
Unterdessen sind seit Band 1 einige Jahre vergangen. Die Freundinnen Luise, Marie und Helga haben es durch Mut und Fleiß zu etwas gebracht. Ich war sofort wieder mittendrin. Der Titel "Die Wunderfrauen - Von allem nur das Beste" ist gut gewählt. Die Wirtschaft ist im Aufschwung und auch das Leben wird durch einige neue Erfindungen einfacher. Man merkt die Zeit des Umbruchs. Frauen bekommen immer mehr Rechte. Trotzdem sind sie noch oft von ihren Ehemännern abhängig. Obwohl der Roman eher leichte Kost ist, konnte ich das Buch nicht aus der Hand legen. Durch kleinere Andeutungen am Kapitelende und der abwechselnden Erzählweise aus Sicht der jeweiligen Hauptprotagonistin, ist die Zeit wie im Flug vergangen. Interessant fand ich das Contergan Thema, das mit eingeflossen ist. Wie schrecklich muss es für die Frauen gewesen sein, plötzlich ein Kind ohne Arme oder schlimmeres zu haben.

Fazit:
Ich bin gespannt wie es weiter geht. Denn "Die Wunderfrauen - Von allem nur das Beste" hört mit einem Cliffhanger auf. Während sich Luise, Marie und Helga zu starken Frauen entwickelt haben, zeigen die Ehemänner in diesem Band ihre schlechteren Seiten. Jetzt freue ich mich, bald den Abschluss der Reihe zu lesen, der dann in den 70er Jahren spielt. Von mir gibt es eine Leseempfehlung.

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Veröffentlicht am 13.02.2026

Spannender Abschluss der Reihe.

Violas Versteck (Tom-Babylon-Serie 4)
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Inhalt:
Tom Babylon wacht in einem Londoner Krankenhaus auf. Wie er dorthin kam, daran kann er sich nicht erinnern. Erst nach einer Flucht aus dem Krankenhaus und das Wiederfinden eines Bildes fallen die ...

Inhalt:
Tom Babylon wacht in einem Londoner Krankenhaus auf. Wie er dorthin kam, daran kann er sich nicht erinnern. Erst nach einer Flucht aus dem Krankenhaus und das Wiederfinden eines Bildes fallen die ersten Puzzleteile zusammen. Tom scheint seinem Ziel näher gekommen zu sein, seine verschollene Schwester Viola zu finden. Doch die bleibt vorerst verschwunden. Dafür taucht eine Leiche auf und ein Mann, der Tom nach dem Leben trachtet.......

Leseeindruck:
"Violas Versteck" ist der 4. und letzte Teil der Tom Babylon Reihe. Der Schreibstil ist flüssig und kleinere Cliffhanger haben mich animiert immer weiter zu lesen. Es gibt zwei Blickwinkel. Einmal erlebt man Tom in London bei seiner gefährlichen Suche nach Viola. Langsam nimmt alles Formen an und Tom ist seinem Ziel, Viola zu finden, ziemlich nah. Gleichzeitig erlebt man in Deutschland Sita, die Tom versprochen hatte, seinen ehemaligen Chef Bruckmann in einer psychiatrischen Klinik zu besuchen und ihm auf den Zahn zu fühlen. Diesen Teil fand ich lange Zeit am spannendsten. Zumal der Thriller öfter in der Zeit springt und ich nie genau wusste, in welcher zeitlichen Reihenfolge die Ereignisse mit Sita und Tom zu sehen sind. Marc Raabe hat es geschafft mich in die Geschichte zu ziehen, trotz der über 600 Seiten. Ich fand es extrem spannend wie gegen Ende die Fäden zusammen laufen und es auch einige Aha-Erlebnisse gab. Die Auflösung war logisch und hat bis auf Kleinigkeiten alle Fragen geklärt.

Fazit:
"Violas Versteck" ist ein würdiger Abschluss der Tom Babylon Reihe. Der Thriller ist spannend und der Autor versteht es trotz vieler Seiten die Spannung zu halten. Ich würde raten möglichst alle Bände der Reihe nach und mit nicht allzu großem Zeitabstand zu lesen, damit man auch die Details noch im Kopf hat. Von mir gibt es eine Leseempfehlung.

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Veröffentlicht am 08.02.2026

Ein persönlicher Fall für Geneviève Morel.

Die bittersüße Rache vom Montmartre
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Inhalt:
Commissaire Geneviève Morel ist auf dem Weg zu ihrer Familie nach Cannes, wo sich traditionell alle zu Weihnachten treffen. Bei ihrer Ankunft erfährt sie, dass ihr Bruder Frédéric ins Weihnachtsdorf ...

Inhalt:
Commissaire Geneviève Morel ist auf dem Weg zu ihrer Familie nach Cannes, wo sich traditionell alle zu Weihnachten treffen. Bei ihrer Ankunft erfährt sie, dass ihr Bruder Frédéric ins Weihnachtsdorf gefahren ist, um Geneviève zu treffen. Nur weiß diese nichts davon und beginnt ihren Bruder zu suchen. Der bleibt jedoch spurlos verschwunden. Dann meldet sich ein Entführer und jagt Geneviève quer durch Frankreich mit Aufgaben, die ihr ganzes Können unter Beweis stellen.......

Leseeindruck:
"Die bittersüße Rache vom Montmartre" ist der 4. Fall für Commissaire Geneviève Morel. Dieses Mal wird es sehr persönlich und Geneviève ist, bis auf den BRI Leiter Olivier Guyon, auf sich alleine gestellt. Zu groß ist ihre Angst, dass ihrem Bruder Frédéric durch die Einschaltung der Polizei etwas passieren könnte und vor allem, dass das Familiengeheimnis ans Tageslicht kommt. Der Schreibstil ist gewohnt locker mit viel französischem Flair. Durch das Familiengeheimnis, die Morels sind nämlich sehr erfolgreiche Kunstdiebe, kommt es immer wieder zu humorvollen Szenen. Ich habe den Krimi gerne gelesen. Trotzdem hat mir gegenüber den Vorgängern etwas gefehlt. Vielleicht lag es an Mamie, die sich anfangs mehr im Hintergrund gehalten hat. Vielleicht aber auch an den zahlreichen Beschreibungen von Wegstrecken. Was mir mit der Zeit zu viel wurde. Eine Aufgabe von Geneviève empfand ich fast schon als unglaubwürdig. Allerdings war die anschließende Verfolgungsjagd wieder ganz nach meinem Geschmack. Alles in allem ist Genevièves 4. Fall wieder ein gelungener Krimi.

Fazit:
Wer humorvolle Krimis mit viel französischem Flair mag, sollte unbedingt "Die bittersüße Rache vom Montmartre" lesen. Auch wenn es bereits der 4. Band ist, kann man ihn unabhängig von den Vorgängern lesen. Gerne gebe ich eine Leseempfehlung.

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Veröffentlicht am 25.01.2026

Zu viel des Guten.

Liebestöter
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Inhalt:
Marina Pfister hat in Rosenheim eine Coaching Agentur, die sich "Weiberheldin" nennt. Hier bestärkt sie Frauen selbstbewusster zu werden und vor allem nicht immer auf den Ehemann zu hören. Damit ...

Inhalt:
Marina Pfister hat in Rosenheim eine Coaching Agentur, die sich "Weiberheldin" nennt. Hier bestärkt sie Frauen selbstbewusster zu werden und vor allem nicht immer auf den Ehemann zu hören. Damit macht sie sich Feinde. Als eine vermeintlich neue Klientin ihre Agentur betritt, verübt diese einen Mordanschlag auf Marina. Sie überlebt knapp, kann aber vorerst nicht befragt werden. Ex-Kommissar Vitus Pangratz, der eine Detektei betreibt, nimmt privat Ermittlungen auf. Schließlich ist Marina eine Freundin von seiner Tochter Johanna, auch Jo genannt......

Leseeindruck:
"Liebestöter" ist der 2. Band mit dem Ex-kommissar Vitus Pangratz und seiner Tochter Jo. Ich kenne den Vorgänger nicht, hatte aber keine Schwierigkeiten hineinzukommen. Leider hat mir der Krimi trotzdem nicht gefallen. Neben dem Thema Liebe - hier ist der Titel Programm - steht vor allem die bayrische Lebensart im Vordergrund. Ich lese gerne Krimis aus Deutschlands südlichem Bundesland. Nur hier war mir zu viel von allem. Die Bayern und ihre Art werden in den Himmel gehoben und etwas überzogen dargestellt. Von der Idee her toll. Es gibt zudem viele einfache Ausdrücke aus dem bayrischen Dialekt. Auch das passt in diese Art von Krimi. Leider wurde dies im Nachgang aber immer wieder kommentiert und erklärt. Das hat mir die Freude am Lesen genommen. Warum, sobald Johanna auftaucht, grundsätzlich betont werden musste, dass sie Jo genannt werden möchte, verstehe ich auch nicht. Einmal hätte durchaus genügt. Nach kurzer Zeit habe ich nur noch sporadisch ein paar Seiten gelesen. Vor allem, um nach der Auflösung bzw. dem Mörder zu schauen. Auf den wäre ich wahrscheinlich nicht gekommen.

Fazit:
Mich konnte "Liebestöter" nicht begeistern. Das letzte Drittel empfand ich jedoch spannend. Der Schreibstil ist zackig und nach meinem Geschmack. Die vielen Erklärungen zu jeder Kleinigkeit haben mich im Lesefluss gebremst. Das ist vor allem auch der Grund warum ich nach einiger Zeit nicht mehr Seite für Seite gelesen habe.

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