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Veröffentlicht am 17.02.2024

Emotionaler Roman über zwei Schwestern.

Was die Sterne dir schenken
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Inhalt:
Lexi lebt in New York. Gerade hat sie als Lektorin ein neues Job Angebot bekommen, das einen Karrieresprung für sie bedeutet. Doch da erreicht sie die Nachricht, dass ihre Zwillingsschwester Amelia ...

Inhalt:
Lexi lebt in New York. Gerade hat sie als Lektorin ein neues Job Angebot bekommen, das einen Karrieresprung für sie bedeutet. Doch da erreicht sie die Nachricht, dass ihre Zwillingsschwester Amelia bewusstlos am Strand gefunden wurde und nur durch einen Zufall gerettet werden konnte. Hals über Kopf fliegt Lexi zurück in ihre Heimat nach Somerset. Dort findet sie vom Wesen her eine ganz andere Amelia vor. Ihre Schwester behauptet sie wäre mit einem Sam verheiratet, der einen Hund hat und kann ihn ganz genau beschreiben. Ja sogar zeichnen. Die Ärzte raten der Familie so zu tun als gebe es ihn wirklich. Als dann Lexi am Strand einen Mann entdeckt, der ganz genau so aussieht wie Amelia ihren angeblichen Ehemann beschrieben hat, reift in Lexi eine Idee. Sie möchte Szenen mit den fiktiven Erinnerungen von Amelia nachstellen und diese auf Fotos festhalten. Jetzt heißt es nur noch Nick, so heißt der Fremde vom Strand, zu überzeugen ihr dabei zu helfen.....

Leseeindruck:
Um in "Was die Sterne dir schenken" hineinzufinden, habe ich ein bisschen gebraucht. Es fing schon damit an, dass die Schwestern als Zwillinge bezeichnet wurden, sie jedoch vom Alter her 8 Jahre auseinander waren. Erst nach und nach wurde das erklärt und mir wurde so einiges klar. Der Prolog beginnt spannend und hat schon fast Thriller Elemente. Durch das ganze Buch zieht sich die Frage, wie Amelia an den Strand und in diese Situation geraten konnte. Allerdings ist der Roman weit entfernt von einem Thriller. Es ist vielmehr eine Liebesgeschichte und beinhaltet ein ernstes Thema über eine Krankheit, die gerne verschwiegen wird. Mich hat die Geschichte emotional berührt. Gleichzeitig gibt es auch immer mal wieder Dialoge oder Szenen, die mich zum Schmunzeln gebracht haben. Das hat das Ganze für mich aufgelockert. Etwas schade fand ich, dass es am Ende große Zeitspünge gab und alles wie im Zeitraffer schnell abgehandelt wurde.

Fazit:
"Was die Sterne dir schenken" ist ein emotionaler Roman, der ein wichtiges Thema behandelt. Gleichzeitig ist es aber auch eine Liebesgeschichte. Durch den flüssigen Schreibstil ließ sich das Buch gut lesen. Meine liebste Nebenfigur war der kauzige Nachbar Tom. Von mir gibt es eine Leseempfehlung.

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Veröffentlicht am 14.02.2024

Eine schwere Zeit für das Krankenhaus Waldfriede.

Sturmtage
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Inhalt:
Berlin-Zehlendorf 1939. Kurz vor Kriegsbeginn tritt Dr. Helene Jacobs eine Stelle als Assistenzärztin in der Chirurgie im Krankenhaus Waldfriede an. Unterstellt wird sie ausgerechnet Dr. Hintze, ...

Inhalt:
Berlin-Zehlendorf 1939. Kurz vor Kriegsbeginn tritt Dr. Helene Jacobs eine Stelle als Assistenzärztin in der Chirurgie im Krankenhaus Waldfriede an. Unterstellt wird sie ausgerechnet Dr. Hintze, der unter seinem Kittel eine Uniform trägt und auch Mitglied in der Partei ist. Was er von Frauen in seinem Beruf hält, lässt er sie deutlich spüren. Doch Helene lässt sich nicht unterkriegen und zeigt was in ihr steckt. Außerdem ist da ja auch noch Gärtnergehilfe Timo, in den sich Helene verliebt hat. Dann bricht der Krieg aus und mit einem Mal wird alles noch schwerer für alle.....

Leseeindruck:
"Sturmtage" ist der 3. Band um die Schwestern vom Krankenhaus Waldfriede und umfasst die Zeit des 2. Weltkrieges. Es ist eine schwere Zeit. Für die Bevölkerung, aber auch für die Kliniken. Das beschreibt die Autorin ziemlich eindrucksvoll. Dabei hält sie sich weitestgehend an die überlieferten Chroniken des Waldfriede und verwebt gekonnt Fiktives mit wahren Begebenheiten. Die Figuren sind alle gut ausgearbeitet und in ihren Charakteren vielfältig. Immer wieder gab es kleinere Cliffhanger und gerade gegen Ende wollte ich unbedingt wissen wie es weiter geht. Manchmal hat es jedoch etwas Geduld gebraucht, um einzelne Schicksale zu erfahren.

Fazit:
Auch "Sturmtage" konnte mich wieder überzeugen. Authentisch wurde die schwierige Zeit damals dargestellt. Was mich seit Band 1, mal mehr - mal weniger, etwas im Lesefluss stört, ist dass alle Figuren des öfteren in Fragesätze "..., nicht wahr?" sagen. Da war bei mir ein Augenrollen garantiert. Ich hatte schon überlegt eine Strichliste zu führen. Von mir gibt es eine Leseempfehlung.

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Veröffentlicht am 06.02.2024

Spannender Fall rund um Lebensmittelverschwendung.

Der frühe Vogel
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Inhalt:
Um Lebensmittelverschwendung vorzubeugen, ist Heidrun Paulsen jeden Morgen früh unterwegs. Mit ihrem Lastenrad sammelt sie Spenden ein, um diese dann auf einem Tisch vor ihrem Wohnhaus aufzubauen. ...

Inhalt:
Um Lebensmittelverschwendung vorzubeugen, ist Heidrun Paulsen jeden Morgen früh unterwegs. Mit ihrem Lastenrad sammelt sie Spenden ein, um diese dann auf einem Tisch vor ihrem Wohnhaus aufzubauen. Jetzt ist sie tot. Alles sieht nach einem Unfall aus. Doch Pensionsbesitzerin Rosa Fink glaubt nicht daran und beginnt ihre ganz eigenen Ermittlungen......

Leseeindruck:
"Der frühe Vogel" ist Band 4 der Reihe um Rosa Fink. Ich habe einige Zeit gebraucht, um in einen Lesefluss zu kommen. Es gab relativ viele verwandschaft- und freundschaftliche Verwicklungen. Die wurden zwar in Kurzform erklärt, es hat aber gedauert bis ich das verinnerlicht hatte. Dann hat es klick gemacht und der Krimi konnte mich gut unterhalten. Rosa ist neugierig und wenn sie mal etwas im Kopf hat, ist sie kaum zu bremsen. Lediglich Ehemann Sebi kann sie manchmal abhalten. Gut gefallen hat mir dabei, dass das nicht übertrieben dargestellt wurde und sich alles im realistischen Rahmen gehalten hat. Den Fall selbst fand ich spannend und konnte mich am Ende überraschen. Das Thema rund um Lebensmittelverschwendung fand ich gut integriert.

Fazit:
Wenn man "Der frühe Vogel" liest ohne die Vorgänger zu kennen, braucht es ein bisschen, um sich mit den Figuren auseinanderzusetzen. So ging es jedenfalls mir. Doch dann konnte der Fall mich packen und ich habe fleißig mitgerätselt. Von mir gibt es eine Leseempfehlung.

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Veröffentlicht am 04.02.2024

Humorvoll, aber ziemlich unrealistisch.

Ich schenk dir die Hölle auf Erden
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Inhalt:
Ausgerechnet als der Mädelsabend bei ihr stattfindet, entdeckt Carina, dass ihr Mann eine Geliebte hat. Für Carina fällt eine Welt zusammen. Natürlich stehen ihr die Freundinnen tröstend zur Seite ...

Inhalt:
Ausgerechnet als der Mädelsabend bei ihr stattfindet, entdeckt Carina, dass ihr Mann eine Geliebte hat. Für Carina fällt eine Welt zusammen. Natürlich stehen ihr die Freundinnen tröstend zur Seite und haben auch gleich die ersten Ratschläge parat. In der Folge wird ihr Ehemann Jonas kurzerhand aus dem Haus ausquartiert und muss mit allerlei Veränderungen rechnen. Von wegen auf der einen Seite das Vergnügen mit der Geliebten und auf der anderen Seite zu Hause das bequeme Hotel Ehefrau......

Leseeindruck:
"Ich schenk dir die Hölle auf Erden" ist ein typischer Ellen Berg Roman. Schon das Cover hat einen hohen Wiedererkennungswert. Allerdings sind die Figuren in der Geschichte jünger. Zudem spielt das Ganze im Winter und nicht im Sommer wie abgebildet. Der Schreibstil ist locker und flockig. Mir persönlich jedoch etwas zu klischeehaft. Auch konnte ich manches gar nicht nachvollziehen. Im echten Leben würde das so nicht funktionieren. Wie dem auch sei. Die Geschichte ist humorvoll. Birgt manche Überraschung und lässt sich schnell lesen. Etwas übertrieben vielleicht.

Fazit:
Wer solche Art von Geschichten mag, ist mit "Ich schenk dir die Hölle auf Erden" gut beraten. Mir persönlich war es etwas zu viel von allem und etwas realistischer hätte es durchaus sein dürfen.

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Veröffentlicht am 30.01.2024

Spannender Fall vor eiskalter Kulisse.

Im Herzen so kalt (Ein Fall für Maya Topelius 1)
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Inhalt:
Östersund. Die 9-jährige Frida Nordström geht wie jeden Tag, wenn sie von der Schule kommt, durch einen kleinen Wald nach Hause. Dabei nimmt sie eine Abkürzung abseits der Wege. Der Schreck ist ...

Inhalt:
Östersund. Die 9-jährige Frida Nordström geht wie jeden Tag, wenn sie von der Schule kommt, durch einen kleinen Wald nach Hause. Dabei nimmt sie eine Abkürzung abseits der Wege. Der Schreck ist groß als sie eine männliche Leiche findet. Die herbeigerufene, ortsansässige Polizei identifiziert den Toten schnell als den bekannten und in der Gegend unbeliebten Umweltaktivisten Mats Andersberg. Da die Polizeichefin gerade nicht vor Ort ist, werden die Stockholmer Kollegen Maya Topelius und Pär Stenqvist hinzugezogen. Diese merken schnell, dass der Fall alles andere als einfach zu lösen ist....

Leseeindruck:
"Im Herzen so kalt" ist der Auftakt einer Schweden-Krimi Reihe um die Stockholmer Ermittler Maya Topelius und Pär Stenqvist. Der Schreibstil ist flüssig und punktet mit einigem an Lokalkolorit. Durchweg haben sich die Figuren geduzt, so wie es in Schweden üblich ist. Das hat für mich das Ganze authentisch gemacht. Schwedische Begriffe sind immer mal wieder im Text zu finden. Diese werden wie nebenbei erklärt und haben mich im Lesefluss in keiner Weise gestört. Die Geschichte wirkt lebendig. Maya hat neben den schwedischen auch deutsche Wurzeln. Oft hat sie ihrem Partner deutsche Redewendungen hingeworfen, die Pär mit dem schwedischen Pendant gekontert hat. Ich fand das sehr interessant wie unterschiedlich verschiedene Länder etwas ausdrücken. Im Kriminalfall ist ein Umweltthema integriert, dass ich so noch nie gehört hatte. Tatsächlich wird in Schweden in der Forstwirtschaft nicht gerade zimperlich mit dem Wald umgegangen. Vielmehr kommt es auch zu größeren Kahlschlägen. Bisher hatte ich das nur vom Regenwald gehört. Für mich war das ein interessantes Thema, das mich doch ein bisschen sprachlos gemacht hat. Was mir zudem gut gefallen hat, waren die Ermittler. Provinz trifft auf Hauptstadt. Klar, wie üblich kommt es zu Spannungen. Doch alle sind bei diesem kniffligen Fall zusammengerückt und haben sich gegenseitig respektieren gelernt. Eine schöne Abwechslung zu manch anderen Krimis in dieser Art. Der Fall war richtig spannend und hat mich am Ende überrascht und spätestens beim Showdown hatte ich dann komplett alles um mich herum vergessen.

Fazit:
"Im Herzen so kalt" konnte mich überzeugen. Die Ermittler waren mir alle auf ihre Art sympathisch. Vor allem Pär mit seiner besonnen Art und den unkonventionellen Befragungen. Maya hat das Herz am rechten Fleck. Allerdings sind mir manchmal bei ihren Alleingängen die Haare zu Berge gestanden. Das hat es jedoch gerade spannend gemacht. Selbst die Ermittler vom Land haben nach und nach gezeigt was in ihnen steckt. Das ganze noch gepaart mit viel Lokalkolorit vor eiskalter Kulisse und das Krimierlebnis war für mich perfekt. Von mir gibt es eine Leseempfehlung.

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