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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 15.09.2019

Das Leben auf einem Weingut

Herbstblüten und Traubenkuss
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Als Mona nach einen Job sucht, landet sie durch einen Zufall auf einem Weingut. Da sie nichts davon versteht ist ihr Einstieg holprig. Doch da ist Oliver, der ihr zur Seite steht, es ihr aber nicht immer ...

Als Mona nach einen Job sucht, landet sie durch einen Zufall auf einem Weingut. Da sie nichts davon versteht ist ihr Einstieg holprig. Doch da ist Oliver, der ihr zur Seite steht, es ihr aber nicht immer einfach macht.

Das Buch ist locker und humorvoll geschrieben und es gibt so einige Stellen, die mich zum lachen gebracht haben und für gute Laune sorgen. Die Emotionen kommen dabei nicht zu kurz und ich konnte die Personen und die familiäre Atmosphäre schnell in mein Herz schließen. Nur ein paar wenige Personen fand ich etwas überzogen. Manchmal war dies lustig, manchmal eher weniger. Doch besonders die Hauptpersonen sind richtig toll. Es sind reale, echte Menschen mit Problemen und Ticks, wie sie einfach jeder hat.

Allgemein ist die Geschichte sehr realistisch geschrieben. Man erfährt außerdem viel über den Weinanbau und viele Begriffe aus dem Österreichischen, die ich als Deutsche garnicht kannte. Daher kann man hier viel lernen.

Die Liebesgeschichte ist bei all dem jedoch etwas dezenter ausgefallen. Wer hier eine romantische, prickelnde Geschichte erwartet, wird etwas enttäuscht sein, denn auch diese ist sehr alltagsnah und real gehalten und steht nicht unbedingt im Vordergrund. Dafür gibt es aber auch keine kitschigen Szenen, sondern ein vernünftiges Vertiefen von Beziehungen.

Alles in allem wurde ich durch das Leben auf dem Weingut sehr gut unterhalten. Es war sehr interessant mehr über den Weinanbau zu erfahren und wie die Menschen miteinander leben. Besonders die familiäre und lustige Atmosphäre hat beim Lesen für gute Laune gesorgt.

Veröffentlicht am 13.09.2019

Ein neues Leben in Neuseeland

Eine Hoffnung am Ende der Welt
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Luzyna und Helena leben in einem Lager für polnische Flüchtlinge in Persien und es werden junge Leute für Neuseeland gesucht. Helena ist eigentlich zu alt um zu gehen, aber sie hofft für ihre jüngere Schwester ...

Luzyna und Helena leben in einem Lager für polnische Flüchtlinge in Persien und es werden junge Leute für Neuseeland gesucht. Helena ist eigentlich zu alt um zu gehen, aber sie hofft für ihre jüngere Schwester ein besseres Leben. Als diese jedoch keine Lust hat zu gehen, schleicht sie Helena heimlich mit dem Namen ihrer Schwester auf die Reise.

In dem Buch erfährt man viel über die Flüchtlinge nach dem Weltkrieg und auch das Leben in Persien und Neuseeland wird sehe interessant beschrieben. Besonders die Kultur der Maori ist sehr spannend. Der eigentlichen Geschichte fehlt es aber etwas an Spannung. Am Anfang habe ich noch sehr mit Helena mitgefiebert, doch irgenwie war alles sehr hervorsehbar und ist dahin gedümpelt. Besonders die Liebesgeschichte war nicht wirklich romantisch und teilweise sogar etwas seltsam, da ich nicht ganz nachvollziehen konnte wieso die Zwei sich verliebt haben, mal von der Liebe auf den ersten Blick abgesehen.
Die Charaktere sind dabei auch sehr formlos geblieben, waren aber relativ sympathisch.

Allgemein finde ich es schade, dass so eine gute Idee so oberflächig ungesetzt wurde, obwohl die Autorin sich Mühe gegeben hat die Emotionen und Gedanken der Personen zu beschreiben. Dennoch bin ich nicht wirklich überzeugt von dem Buch.

Veröffentlicht am 04.09.2019

Tote am Strand

Dünengeister
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In einer Düne werden Leichen gefunden. Sie scheinen jedoch ziemlich alt zu sein. Als dann plötzlich noch ein Mord passiert, forschen die Ermittler nach und stoßen auf ein altes Familiengeheimnis.

Die ...

In einer Düne werden Leichen gefunden. Sie scheinen jedoch ziemlich alt zu sein. Als dann plötzlich noch ein Mord passiert, forschen die Ermittler nach und stoßen auf ein altes Familiengeheimnis.

Die Stimmung in dem Buch hat etwas sehr urlaubshaftes. Man sieht direkt den Strand und die Hitze vor Augen. Aber auch der Fall wird interessant beschrieben, sodass ich neugierig war wie es ausgehen würde. Dennoch hat sich das Buch zwischendurch etwas gezogen, da sie Ermittler auf der Stelle getreten sind und die Ermittlungen etwas gedauert haben. Hin und wieder werden die historischen Hintergründe eingeblendet, was dem Krimi noch etwas mehr Spannung und Originalität verleiht hat. Dazu wirkt der Fall dadurch auch etwas mysteriös.
Die Personen waren mir größtenteils sympathisch und obwohl ich die Vorgängerbände nicht kenne, habe ich das Ermittlerteam schnell kennengelernt und mochte die verschiedenen Persönlichkeiten.

Letztendlich ist dies ein guter und spannender Krimi, der mich zwar nicht ganz umgehauen hat, aber der dennoch interessant und gut geschrieben ist.

Veröffentlicht am 04.09.2019

Ein fabelhafter Klassiker

Der Vorleser
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Michael ist 15 Jahre alt als er auf Hanna trifft. Er fühlt sich von ihr angezogen, obwohl sie älter ist als er und dennoch schaffen sie eine Art von Beziehung aufzubauen. Doch eines Tages verschwindet ...

Michael ist 15 Jahre alt als er auf Hanna trifft. Er fühlt sich von ihr angezogen, obwohl sie älter ist als er und dennoch schaffen sie eine Art von Beziehung aufzubauen. Doch eines Tages verschwindet Hanna und Michael muss sich mit einem andere Bild von ihr auseinandersetzten.

Der Schreibstil des Buches ist wunderschön, auch wenn manche Sätze etwas schwer zu verstehen sind. Dennoch hat der Autor ein Talent dafür Dinge detailliert und lebendig zu beschreiben, sodass man genau weiß wie die Personen gerade fühlen und wieso sie es tun.
Das Buch ist allgemein sehr eindringlich geschrieben. Vieles bringt zum Nachdenken und ist tiefgründig und philosophisch. Besonders im Bezug zum zweiten Weltkrieg beginnt man über Schuld und Schicksale zu grübeln. Aber auch die Liebesgeschichte ist sehr zartfühlend. Die Annäherung und der Aufbau der Beziehung ist sehr interessant zu lesen und auch wenn es nicht besonders romantisch beschrieben wird, so ist spürt man dennoch die tiefe Liebe den zwei Personen.

Letztendlich ist dies ein fantastischer Klassiker, den man immer wieder mal lesen kann. Es ist tiefgründig und nachdenklich und eine sehr berührende Geschichte.

Veröffentlicht am 03.09.2019

Gefangen in Einsamkeit

Die Einsamkeit der Seevögel
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In dem Buch geht es um eine Frau, die in den Norden geht um Vögel zu erforschen. Ihr Partner soll nachkommen. Doch die Tage vergehen und sie ist immer noch alleine. Da beginnt sie sich in der Einsamkeit ...

In dem Buch geht es um eine Frau, die in den Norden geht um Vögel zu erforschen. Ihr Partner soll nachkommen. Doch die Tage vergehen und sie ist immer noch alleine. Da beginnt sie sich in der Einsamkeit mit sich selbst auseinanderzusetzten und lernt sich selbst von einer anderen Seite kennen.

Schon der Anfang: "Hier ist das Ende der Welt. Danach kommt nichts mehr. Ein endloses Meer grenzt an Klippen und Berge, zwei Extreme, die unaufhörlich miteinander ringen, bei ruhigem Wetter wie bei Sturm", hat mich schon total umgehauen.
Dieses Buch ist sehr ruhig und nachdenklich geschrieben und ich konnte die Stille beim Lesen hören und spüren. Sogar die Gefühle der Protagonistin werden so eindrücklich und methaporisch beschrieben, dass es wie ein abstraktes Bild ist und man genau weiß wie sie sich fühlt. Durch ihre Eindrücke, Erinnerungen und Beschreibungen weiß man genau wie sie sich fühlt. Dabei scheint die Umgebung ihre Launen widerzuspiegeln, weshalb jede Handlung eine unglaubliche Bedeutung bekommt. Ich fand es total interessant über die einzelnen Sätze und kurzen Kapitel nachzudenken. Der Text ist wirklich tiefgründig , gut durchdacht und voller Gefühle. Und das alles bei eigentlich total wenig Handlung.
Genau das hat mich bei dem Buch so fasziniert. Es ist einfach echt und man bekommt einen Einblick in die Gedanken- und Gefühlswelt einer anderen Person, die sich durch die Einsamkeit besser kennenlernt und so ihre eigenen Handlungen besser versteht. Zwar habe ich nicht alles perfekt verstanden aber trotzdem eine wirklich tolle Geschichte!