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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 22.10.2018

Absolut gefühlvoll!

All In - Tausend Augenblicke
3 0

Kacey ist Gitarristin in einer bekannten Band. Ihr Leben ist die reinste Party, endet jedoch oft mit Abstürzen. Als ihr Fahrer sie eines Tages zum Ausnüchtern mit zu sich nach Hause nimmt, lernt sie, dass ...

Kacey ist Gitarristin in einer bekannten Band. Ihr Leben ist die reinste Party, endet jedoch oft mit Abstürzen. Als ihr Fahrer sie eines Tages zum Ausnüchtern mit zu sich nach Hause nimmt, lernt sie, dass das Leben auch eine andere Seite haben kann. Doch er trägt auch ein Geheimnis mit sich herum, welches ihre gemeinse Zeit nicht von Dauer sein lässt.

Gleich am Anfang des Buches lernt man die Personen gut kennen und weiß in etwa wen man da vor sich hat, auch wenn die Charaktere im Laufe der Geschichte noch an Tiefe gewinnen. Beide Hauptpersonen waren mir dabei richtig sympathisch. Sie sind nicht dieses typische Badboy und Sweetgirl, sondern mal anders herum.
Kacey ist durch und durch Rockstar und ich hatte viel Spaß mit ihrer quirligen Art und fand es super, dass sie sich nicht so leicht unterkriegen lassen hat.
Jonah dagegen war der reinste Traumtyp. Richtig lieb und zuvorkommend.

Aber nicht nur in dieser Hinsicht ist das Buch mal was anderes, denn die Beziehung der Beiden baut sich langsam und realistisch auf. Oft landet das Pärchen in solchen Geschichten schon im ersten Augenblick im Bett und ich fand es super, dass es hier nicht so war. Dadurch gab es viel mehr Spannung und die Liebesgeschichte hatte eine viel größere Bedeutung.
Zudem hat die Autorin ein großes Talent Gefühle zu beschreiben, egal ob traurige oder glückliche. Ich konnte die ganze Zeit mit den Personen mitfühlen und an manchen Stellen kamen mir sogar Tränen, weil die Geschichte so emotional war. Es gibt auch viele tiefsinnige Stellen, die mir ebenfalls gut gefallen haben und mich zum Nachdenken gebracht haben. Ich glaube ich habe noch nie ein Buch gelesen, das so berühren konnte und noch lange nach dem Lesen im Gedächtnis geblieben ist.

Zusammengefasst ist dies ein wirklich gefühlvolles Buch, welches einen beim Lesen einfach mitreißt. Die Geschichte war genauso traurig wie wunderschön und ich fand es klasse, dass die Personen und die Handlung nicht so typisch war, wie es oft bei solchen Büchern ist. Deshalb empfehle ich das Buch auf jeden Fall weiter für alle, die eine emotionale Geschichte suchen.

Veröffentlicht am 02.07.2018

Ein Sommerbuch zum verlieben

Wo mein Herz dich findet
2 0

Bei einem Trip in die Natur bleibt Cara mit ihrem Auto stecken, doch weit und breit ist keiner der ihr helfen kann. Bis sie die Hütte von dem unfreundlichen Liam kommt, der ihr widerwillig hilft. Doch ...

Bei einem Trip in die Natur bleibt Cara mit ihrem Auto stecken, doch weit und breit ist keiner der ihr helfen kann. Bis sie die Hütte von dem unfreundlichen Liam kommt, der ihr widerwillig hilft. Doch liegt Cara damit richtig, dass sich unter der rauen Oberfläche ein anderer Mensch befinden.

Die Geschichte beginnt sofort mitten im Geschehen, aber trotzdem wird alles erklärt, sodass man gut folgen kann. Und auch der lockere Schreibstil sorgen dafür, dass ich schnell in dem Buch versinken und mir alles wie in einem Film vorstellen konnte.
Die Geschichte wird nicht nur aus Caras Sicht erzählt, wie ich es erst dachte, sondern auch aus Liams und nebenbei auch von Caras Bruder Patrick und ihrer Freundin Amy, die ebenfalls eine große Rolle in der Geschichte spielen.

Die vier Hauptpersonen waren mir dabei sofort sympathisch und ich mochte ihre Art einfach, weil es einfache Personen mit großen Herzen sind, mit denen man einfach gut mitfühlen kann und sie auch versteht. Die Nebencharaktere waren ebenfalls gut ausgearbeitet, auch wenn sie etwas oberflächiger ausfallen, was mich jedoch nicht besonders gestört hat. So war die meiste Aufmerksamkeit auf das Wichtigste gerichtet und dies macht das Buch auch zu einer einfachen Lektüre, bei der man gut entspannen kann.

Die Beziehungen der Personen untereinander, sowie die Romanzen, haben sich größtenteils langsam und natürlich aufgebaut, wodurch sie realistischer wirken und außerdem waren sie einfach wundervoll romantisch ohne zu kitschig zu wirken, was ich bei solchen Romanen echt gut finde und hier meinen Geschmack getroffen hat.

Die Handlung an sich ist dabei etwas vorhersehbar, aber trotzdem hat die Autorin es geschafft mich auf das Ziel zuhibbeln zu lassen. Da ich zwar wusste wie es enden würde aber nicht genau auf welche Weise und genau hier war es wirklich spannend, denn die ein und andere Sache hat mich doch überrascht.

Zusammengefasst sind die Gefühle hier nicht zu kurz gekommen und ich wurde wunderbar unterhalten von der Geschichte. Es war nicht alles perfekt, aber trotzdem ist es ein toller, leichter Roman für den Urlaub oder den Feierabend, der zwar etwas dramatisch ist an ein paar Stellen, aber doch für gute Laune sorgt und einen gut in die Geschichte abtauchen lässt. Ich kann dieses herzerwärmende Buch auf jeden Fall weiterempfehlen.

Veröffentlicht am 25.10.2018

Ein erschreckendes Gesellschaftsbild

1984
1 0

Es ist das Jahr 1984. Die Menschen leben unter ständiger Beobachtung und werden zu Hass gegenüber den Feinden angestiftet. Wer im Moment der eigentliche Feind ist soll nicht nachgefragt werden. Und auch ...

Es ist das Jahr 1984. Die Menschen leben unter ständiger Beobachtung und werden zu Hass gegenüber den Feinden angestiftet. Wer im Moment der eigentliche Feind ist soll nicht nachgefragt werden. Und auch so gehört das Leben der Menschen ihrer Partei.
Als Winston eines Tages beginnt anders zu denken und im geheimen alles nachzufragen, nimmt sein Untergang seinen Lauf.

Obwohl es schon etwas her ist, dass dieses Buch geschrieben wurde und 1984 nicht mehr in unserer Zukunft ist, so ist das Thema der Geschichte immer noch aktuell. Es ist eine klassische Dystopie, die der Autor sehr detailliert geschrieben hat und es ist faszinierend wie kreativ und und mit welcher Tiefgründigkeit er sich alles ausgedacht hat. Sogar eine neue Sprache und ein kompliziertes Gesellschaftssystem um Menschen zu unterdrücken wurde von ihm erfunden. Ob das alles so realistisch ist, ist da eine Ansichtssache. Trotzdem habe ich viel Spaß beim Lesen gehabt, was auch daran liegt, dass der Schreibstil sehr angenehm und der Hauptcharackter interessant und nachvollziehbar ist.

Orwell hat mit dem Protagonisten Winston eine starke und intelligente Person geschaffen, die dennoch gewisse Schwächen hat, sodass sie realistisch und sympathisch wirkt. Aber auch die anderen Personen haben mir gefallen, da sie sich im Laufe der Geschichte verändert und weiterentwickelt haben und so ebenfalls echt wirkten.

Die Handlung an dich ist nicht wirklich actionreich, sondern eher ruhig und nachdenklich. Spannend ist sie aber auf jeden Fall und ich konnte gut mitfiebern, wenn Winston etwas Verbotenes getan hat. Besonders das Ende war richtig intensiv und spätestens da wollte ich das Buch garnicht mehr weglegen.

Allgemein ist dies ein erschreckendes Zukunftsszenario, auch wenn es für uns heute in der Vergangenheit spielt. Trotzdem weist es noch immer aktuelle Probleme auf und regt an vielen Stellen zum Nachdenken an. Gleichzeitig ist es aber auch eine gute und interessante Geschichte, bei der ich viel Spaß hatte.
 Letztendlich ist und bleibt Orwells Dystopie ein Klassiker durch und durch.

Veröffentlicht am 13.07.2018

Die Geheimnisse der Quallen

Die Wahrheit über Dinge, die einfach passieren
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Suzannas ist seit ihrer Kindheit mit Franny befreundet. Eines Tages ertrinkt diese jedoch und Suzanna kann es einfach nicht glauben. Sie beginnt eine Erklärung für den Tod ihrer besten Freundin zu finden ...

Suzannas ist seit ihrer Kindheit mit Franny befreundet. Eines Tages ertrinkt diese jedoch und Suzanna kann es einfach nicht glauben. Sie beginnt eine Erklärung für den Tod ihrer besten Freundin zu finden und lernt dabei sich selbst und noch viel mehr kennen.

Das Buch erzählt abwechselnd von Suzannas Vergangenheit und der Gegenwart. Dabei ist der Schreibstil so unglaublich schön, dass ich schon beim ersten Satz Gänsehaut bekommen habe. Ich konnte mir so gut vorstellen wie ein zwölfjähriges Mädchen diese Zeilen vorliest und von ihrem Leben erzählt. Dabei ist die Hauptperson keine normale Zwölfjährige.
Auch wenn der Text sehr autentisch ist, so merkt man schnell wie klug und nachdenklich sie ist und auf was für eine tiefgründige und ungewöhnliche Art sie die Welt sieht. Dabei gibt es viele Stellen, die mich zum Nachdenken gebracht haben, weil Dinge angesprochen werden, die wohl jedem schon mal durch den Kopf gegangen sind.

Größtenteils geht es in dem Buch darum, wie die Protagonistin mit dem Verlust umgeht. Dies wurde so feinfühlig und gefühlvoll beschrieben, dass mir an mehreren Stellen die Tränen gekommen sind und sie mich richtig berührt haben. Ich war nicht immer mit Suzannas Entscheidungen einverstanden, aber genau deswegen konnte ich ihre Trauer und ihre Zerrissenheit in der Geschichte deutlich spüren.

Das alles wurde mit vielen wissenschaftlichen Informationen und Daten ausgeschmückt, welche ich sehr interessant und lehrreich fand. Besonders Quallen spielen eine große Rolle und ich muss zugeben, dass ich mit darüber nie wirklich Gedanken gemacht habe. Doch anhand dieser Geschichte habe ich bemerkt wie faszinierend diese Wesen sind.

Als Fazit kann ich nur sagen, dass es ein wirklich tolles Jugendbuch ist, in dem die Themen Verlust, Trauer und Selbstfindung auf eine sehr tiefgründige und emotionale Art beschrieben wurde. Es ist kein Buch mit viel Handlung oder Action, aber dafür schleicht es sich langsam in die Gedanken der Leser und berührt sie, indem es einen zum Nachdenken bringt. Mir hat es wirklich gut gefallen und ich kann es für jede Altergruppe empfehlen.

Veröffentlicht am 03.07.2018

Mit Glück im Gepäck um die Welt

Mit 50 Euro um die Welt
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"Mit 50 Euro um die Welt" beschreibt den Inhalt des Buches schon echt gut. Der 19 Jahre alte Christopher beschließt mit so wenig wie möglich einmal um die Welt zu reisen. Dabei kommt er in vier Jahren ...

"Mit 50 Euro um die Welt" beschreibt den Inhalt des Buches schon echt gut. Der 19 Jahre alte Christopher beschließt mit so wenig wie möglich einmal um die Welt zu reisen. Dabei kommt er in vier Jahren durch eine Menge Länder und trifft auf viele Menschen. Was er dabei erlebt wird in diesem Buch beschrieben.

Anders als ich es erst erwartet hatte, ist dieses Buch sehr flüssig geschrieben und mir kam es nicht wie ein Bericht vor, sondern wie eine normale Abenteuergeschichte. Dabei werden manche Situationen so spannend erzählt, dass ich einfach mitfiebern musste und immer wieder wissen wollte wie es weitergeht.  Aber auch der Humor kam nicht zu kurz, was auch daran liegt, dass der Autor eine unglaublich sympathische Person ist, deren Geschichten ich einfach sehr gerne gelesen habe. Außerdem konnte man anhand der Geschichte gut verfolgen wie sich Christopher Schacht im Laufe der Jahre verändert, weiterentwickelt und dazulernt. Durch die offene Art, mit der er sogar Details beschreibt, erlebt man all die Dinge gleich mit.

Neben den interessanten Fakten über Länder, Menschen und Kulturen hat der Autor aber auch viele seiner Gedanken über Gott und die Welt preisgegeben. Diese Denkansätze werden mich wohl auch noch länger verfolgen, denn sie waren wirklich tiefgründig und bringen einen einfach dazu sich selbst Gedanken zu machen.

Allgmein hat mich dieses Buch wirklich berührt und ich bin begeistert davon wie man es schaffen kann mit so wenig so viel zu erreichen. Es macht Lust selbst mehr zu Reisen und von der Welt zu Lernen. Dabei ist es einfach wundervoll zu sehen wie jemand mit so viel Vertrauen in Gott selbst Dinge erreichen kann, die aussichtslos erscheinen.
Es ist echt ein tolles Buch, das einen noch länger begleiten wird, weshalb ich es für absolut jeden weiterempfehlen würde.