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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 07.12.2018

Projekt Vadana

Das Ritual der Toten
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Eine verwahrloste Frau wird aufgegriffen und kurz nachdem sie von einem alten Fluch berichtet, fällt sie ins Koma. Kriminalhaupt-kommisarin Marie Winter und ihr Partner Hauptkommissar Daniel Parkov versuchen ...

Eine verwahrloste Frau wird aufgegriffen und kurz nachdem sie von einem alten Fluch berichtet, fällt sie ins Koma. Kriminalhaupt-kommisarin Marie Winter und ihr Partner Hauptkommissar Daniel Parkov versuchen die Identität der Frau zu ermitteln, was zunächst aber ohne Erfolg bleibt. Erst ein mysteriöser Hinweis führt die beiden Ermittler auf eine Spur, die bis in die tiefen Wälder Afrikas reicht. Eine geheimnisvolle und zugleich gefährliche Jagd auf einen Mörder beginnt...

"Das Ritual der Toten" ist bereits der dritte Band um die beiden Ermittler Marie Winter und Daniel Parkov. Da mich die ersten beiden Teile schon fasziniert haben, bin ich mit hohen Erwartungen in das Buch gestartet und wurde auch zu keiner Zeit enttäuscht. Der Autor Martin Krüger schafft es erneut mich mit seiner eingängigen und sehr temperamentvollen Schreibweise in den Bann zu ziehen. Seine beiden Hauptprotagonisten werden interessant charakterisiert und ihr Seelenbefinden verleiht dem Buch einen zusätzlichen Charme. Im Handlungsstrang wird direkt zu Beginn der Geschichte mit dem mysteriösen Auffinden der verwahrlosten Frau der Spannungsbogen geschickt aufgebaut. Es entwickelt sich eine komplexe und raffiniert konzipierte Story, deren Verlauf die volle Konzentration des Lesers erfordert und mit vielen überraschenden Wendungen und packenden Momenten überzeugen kann. Der Autor packt den dritten band in ein mystisches Gewandt, wobei es ihm gelingt hier nicht zu klischeehaft oder oberflächlich abzudriften. Das Finale rundet die Geschichte mit einer nachvollziehbaren Auflösung ab und gibt einen Ausblich auf einen möglichen Folgeband.

Die Serie um Winter und Parkov ist aus meiner Sicht eine äußerst gelungene Thriller-Reihe die mit "Das Ritual der Toten" eine tolle Fortsetzung gefunden hat. Ich empfehle das Buch sehr gerne weiter, rate aber gleichzeitig dazu die Reihe von Beginn an zu lesen, da einiges aufeinander aufbaut und die ersten beiden Bände ebenfalls Leckerbissen für den Thriller-Liebhaber darstellen. Folgerichtig bewerte ich das Buch mit den vollen fünf von fünf Sternen.

Veröffentlicht am 01.12.2018

Erschütternd und authentisch

Die Elemente des Todes
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Hauptkommissar Kiefer Larsen durchläuft nach einem traumatischen Ereignis in seinem privaten Leben in Amerika eine Ausbildung zum Profiler. Sein erster Fall nach seiner Rückkehr fordert gleich sein erlerntes ...

Hauptkommissar Kiefer Larsen durchläuft nach einem traumatischen Ereignis in seinem privaten Leben in Amerika eine Ausbildung zum Profiler. Sein erster Fall nach seiner Rückkehr fordert gleich sein erlerntes Wissen und seine Einfühlsamkeit in die Gedanken des Täters. Eine Mordserie beschäftigt die Polizei in Norddeutschland, wobei die brutalen Morde scheinbar keinen Zusammenhang auf-weisen. Bald ahnt Larsen wer für die Taten verantwortlich ist, nur leider gelingt es ihm nicht, den Täter auch zu überführen. Liegt er mit seinen Vermutungen richtig? Kann er einen weiteren Mord verhindern? Ein Wettlauf mit der Zeit beginnt...

Das Autoren-Duo mit Claus Cornelius Fischer als erfolgreicher Krimi-Autor und Axel Petermann als Leiter einer Mordkommission und führender Profiler Europas lässt einen spannenden und packenden Thriller vermuten. Ich bin so mit hohen Erwartungen in das Buch ein-gestiegen und wurde auch schnell bestätigt. Die beiden erzählen die Geschichte in einem sehr lebendigen und sachlichen Stil, der das kaltblütige Geschehen sehr authentisch wirken lässt. Schnell ist man in der Welt der Täter gefangen und fiebert bei den sehr gut nachvoll-ziehbaren Ermittlungsarbeiten mit. Obwohl stellenweise die Taten schon bekannt sind baut das Autoren-Duo eine knisternde Spannung auf, in der man noch auf eine plötzliche Wendung hofft. Auch der Charakter des Profilers Kiefer Larsen wird gut herausgearbeitet. Er hat mit seinen eigenen Dämonen zu kämpfen, kann aber immer wieder den Fokus auf die Ermittlungen lenken und kommt so dem Täter immer näher. Die teilweise brutalen Übergriffe des Mörders werden schonungslos geschildert und sind so schon recht schwer zu verdauen, die Tatsache allerdings, dass die Geschichte auf wahren Begebenheit beruht, machte mich dann als Leser sprachlos.

Der Thriller "Die Elemente des Todes" gewährt uns einen Blick in die Tiefen der menschlichen Seele und bringt dabei unfassbares hervor. Das Buch ist daher sicherlich nicht für Zartbesaitete geeignet, aber ich halte es dennoch für sehr lesenswert, so dass ich es gerne weiterempfehle und mit fünf von fünf Sternen bewerte!!

Veröffentlicht am 01.12.2018

Gute Fortsetzung

Die Opfer, die man bringt
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Eine Vergewaltigungsserie hält die schwedische Stadt Uppsala in der Nähe von Stockholm in Atem. Als eines der Opfer stirbt übernimmt das Team von Torkel Höglund den Fall. Aber die Ermittler haben nicht ...

Eine Vergewaltigungsserie hält die schwedische Stadt Uppsala in der Nähe von Stockholm in Atem. Als eines der Opfer stirbt übernimmt das Team von Torkel Höglund den Fall. Aber die Ermittler haben nicht nur mit fehlenden Indizien zu kämpfen, sondern auch mit internen Querelen untereinander, die sich mit dem Auftauchen vom exzentrischen Kriminalpsychologen Sebastian Bergmann noch weiter verstärken. Die Ermittlungen ergeben dann eine Gemeinsamkeit, die die Opfer miteinander verband, aber niemand will über die Vergangenheit sprechen...

Ich habe schon viel Gutes von den Kriminalromanen um den Psychologen Sebastian Bergmann vom Autor Michael Hjorth gehört und war nun mit "Die Opfer, die man bringt" gespannt auf meinen Quereinstieg in die Serie. Ich hatte zwar keine großen Verständnis-probleme, musste mich aber anfangs in die nicht ganz einfachen Charaktere und deren Verstrickung untereinander einfinden. Der Autor erzählt die Geschichte in einem gut zu folgendem Schreibstil und legt sehr viel Wert auf die Entwicklung seiner Hauptprotago-nisten. Diese charakterisiert er aus meiner Sicht sicherlich interessant, aber ich konnte zu keinem der Personen Sympathie-werte entwickeln. Zudem standen mir das ein oder andere mal die persönlichen Belange der Ermittler zu sehr im Vordergrund, so dass die eigentliche Aufklärung zur Nebensache wurde. Nichts desto trotz gelingt es dem Autor sehr gut, den Spannungsbogen mit den Vergewaltigungen und den geheimnisvollen Hintergrund der Taten auf einem hohen Niveau zu halten und kann dann vor allem mit einem aus meiner Sicht sehr überraschenden Finale zu überzeugen.

Dem Audiobuch-Verlag ist die Umsetzung des Buches in der Audiofassung sehr gut gelungen. Es wurde mit dem mir bis dato noch unbekannten Sprecher Douglas Welbat eine sehr gute Besetzung gefunden, der die Geschichte mit seiner tiefen und sehr ruhigen Stimme emotional und authentisch gelesen hat. Er verlieh den nicht immer einfachen Protagonisten eine Seele und verlieh dem Hörbuch zusätzlichen Charme.

Insgesamt ist aus meiner Sicht "Die Opfer, die man bringt" eine gelungene Fortsetzung der erfolgreichen schwedischen Krimi-Reihe von Michael Hjorth. Es erscheint mir für Neueinsteiger durchaus sinnvoll zu sein, die Serie von Beginn an zu lesen oder hören, da die Handlung viel auf die Beziehungen der Protagonisten unter-einander beruht. Ich empfehle das Hörbuch aber sehr gerne weiter und bewerte es mit guten vier von fünf Sternen.

Veröffentlicht am 01.12.2018

Packendes Science-Fiction-Abenteuer

Terra
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Der ökologische Raubbau an dem Planeten Erde fordert seinen Tribut ein. Es wird händeringend nach einem alternativen Lebensort gesucht, welches der rote Planet Mars sein könnte. In einem Prozess des ...

Der ökologische Raubbau an dem Planeten Erde fordert seinen Tribut ein. Es wird händeringend nach einem alternativen Lebensort gesucht, welches der rote Planet Mars sein könnte. In einem Prozess des Terraformings werden die vielen Rohstoffe in großen Fracht-schiffen Richtung Erde transportiert. Einer der Kapitäne des Konvois ist Jak, ein Mann der sich für seine Familie zu diesem undankbaren Job hat überreden lassen. Er stellt mit seiner an Bord befindlichen Assistenz Nina, einer künstlichen Intelligenz, Unregelmäßigkeiten in den Containern fest. Es scheinen große Mengen eines hoch-explosiven Sprengstoffs an Bord geschmuggelt worden zu sein. Der ganze Konvoi ist gespickt mit solchen Containern. Was steckt hinter dieser beunruhigenden Ladung?

Ich bin auf das Autoren-Bruder-Duo Stephan und Tom Orgel durch die vielen guten Bewertungen ihrer Blausteinkriege-Trilogie aufmerksam geworden. Sehr gespannt bin ich in ihr neues Werk gestartet und wurde in meinen hohen Erwartungen bestätigt. Die beiden Autoren erzählen die Geschichte in einer sehr bildreichen und lebendigen Schreibweise, die mir die zukünftige Vision hervor-ragend vor Augen führte. Ihnen gelingt es dabei, den spannenden und clever konzipierten Erzählverlauf nicht mit zu vielen technischen Details ihrer zukünftigen Welt zu überlagern und gleichzeitig ein Szenario zu schaffen, in dem der Leser einen Einblick bekommt, wohin es unseren Planeten bei einer fortwährenden Sorglosigkeit in Bezug auf unsere Umwelt führen kann. Die Geschichte bekommt so noch eine wohldosierte Spitze Richtung unserer Gesellschaft. Der Spannungsbogen wird direkt im Prolog aufgebaut und über die mysteriösen Hintergründe der gefährlichen Lieferung auf einem hohen Niveau gehalten. Die Hauptprotagonisten Jak und seine Schwester werden gut charakterisiert und beide konnten bei mir schnell einige Sympathiepunkte sammeln. So wird die Geschichte aus unterschiedlichen Perspektiven betrachtet, was die Erzählweise noch lebendiger wirken lässt.

Insgesamt ist aus meiner Sicht "Terra" ein sehr gut gelungenes Science-Fiction-Abenteuer, welches mich in den Bann ziehen konnte und im Nachgang auch ein wenig nachdenklich zurückließ. Ich empfehle das Buch daher sehr gerne weiter und bewerte es mit fünf von fünf Sternen.

Veröffentlicht am 01.12.2018

Die komplexe Welt der Kommunikation

Die Sprache der Tiere
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ch bin durch die vielen guten Bewertungen zu dem Buch "Das Mysterium der Tiere" auf den Autor Karsten Brensing aufmerksam geworden. Ich war nun sehr gespannt auf sein neues Werk "Die Sprache der Tiere", ...

ch bin durch die vielen guten Bewertungen zu dem Buch "Das Mysterium der Tiere" auf den Autor Karsten Brensing aufmerksam geworden. Ich war nun sehr gespannt auf sein neues Werk "Die Sprache der Tiere", in dem er sich mit dem vielgehegten Wunsch der Menschen, mit einem Tier zu kommunizieren, auseinandersetzt. Er macht dies wissenschaftlich fundiert, ohne aber mit vielen fach-spezifischen Ausdrücken beeindrucken zu wollen oder zu sehr in die Theorie zu verfallen.

Karsten Brensing strukturiert sein Buch sinnvoll und setzt sich zunächst mit einer gewünschten universellen Übersetzungsformel auseinander. Hierbei geht er auf die unterschiedlichen Ebenen der Kommunikation ein und bezieht diese anhand vieler bereits durch-geführter wissenschaftlicher Test auf die Tierwelt. Im nächsten Teil stellt er die These auf, dass die Tiere vermenschlicht werden sollten, was mich zunächst ein wenig verwundert hat, aber sich mir im Nachgang durchaus erschloss, da ein Tier auf diesem Wege eine andere Wertschätzung erhalten würde. Der folgende Part ist mit dem Titel überschrieben, ob es sich beim Mensch-Tier-Verhältnis um ein Missverständnis handelt. Hier kann Karsten Brensing auch sehr authentisch von seinen eigenen Erlebnissen berichten und klärt über einige vermeintliche Phänomene wie der Delfin-Therapie auf.

Insgesamt konnte mich das Buch begeistern, da der Autor mit seinem Erfahrungsschatz gute Aufklärungsarbeit leistet und dies mit einer lebendigen und hervorragend zu lesenden Schreibweise auch erlebbar macht. Sehr positiv habe ich die vielen Verweise zu den über dreihundert Quellen empfunden. Hier konnte ich mir die theoretischen Tests anhand von ausführlichen Berichten oder stellenweise auch verlinkten YouTube-Videos sehr gut vor Augen führen. Aus meiner Sicht ist das Buch sehr lesenswert, auch weil es den Leser dazu anregt, nach aktuellen Kenntnissen, die Mensch-Tier-Beziehung neu zu überdenken. Ich empfehle "Die Sprache der Tiere" daher sehr gerne weiter und bewerte es mit den vollen fünf von fünf Sternen!!