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Veröffentlicht am 13.12.2024

Simon Dorn und Lea Wagner ermitteln

Dorn. Hotel der Angst
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Der Auftakt zu Jan Becks neuer Thriller-Reihe um den Kriminalpsychologen Simon Dorn ist gelungen. Nichts anderes habe ich erwartet, denn ich kenne doch so einiges von dem Autor und bin noch nie enttäuscht ...

Der Auftakt zu Jan Becks neuer Thriller-Reihe um den Kriminalpsychologen Simon Dorn ist gelungen. Nichts anderes habe ich erwartet, denn ich kenne doch so einiges von dem Autor und bin noch nie enttäuscht worden. Also, mit „Zimmer 103“ geht es los mit dem doch sehr kauzigen Dorn, der nicht mehr Polizist ist und den doch das Ungewisse um die nicht gelösten Mordfälle nie losgelassen hat.

Und da ist Karla Hofbauer vom Cold Case Management am Bundeskriminalamt Wien, die seit Jahren auf der Jagd nach einem Teufel in Person ist. Ihre Suche führt sie nach Hamburg. „Ich steige gerade durchs Tor der Welt und bin fallweise verhindert“ hört Dorn ihre Mailbox ab. Eine durchaus kryptische Nachricht, auch Karlas Hinweis auf eine Krone, die ihr auf der Stirn steht, ist so gar nicht zu verstehen. Die letzten Takte ihres Lebens bestimmt jedoch dieser Teufel - aus, vorbei.

Dorn und Karla haben seit Jahren im Verborgenen zusammengearbeitet. Wie sie sich genau gefunden haben, erschließt sich mir nicht, hier hätte ich mir schon mehr Aufklärung gewünscht. Ich vermute, dass sie beide im BK Wien Kollegen waren. Nun, Karla ist regelmäßig zu ihm nach Bad Gastein ins Dornwald gefahren - ein altes, nicht mehr betriebenes Hotel, in das Dorn sich zurückgezogen hat. Nach privaten Schicksalsschlägen hat er den Polizeidient quittiert und verlässt seitdem diesen heruntergekommenen Koloss nicht mehr. Die beiden haben sich alter, ungelöster Fälle angenommen. Ganz vorne dabei waren es mehrere Opfer, die mit immer gleichen Symbolen gekennzeichnet aufgefunden wurden. Hier war und ist ein Serientäter am Werk, so viel steht fest. Einer, der stets unerkannt entkommt.

Und nun ist es die junge, sehr eigenwillige Wiener Ermittlerin Lea Wagner, die sich auf Karlas Spuren begibt und die so auch auf Dorn stößt, der ihr Engagement jedoch nicht so gerne sieht. Lea lässt nicht locker, sie ist der quirlige Gegenpol zu Dorn, der nicht nur Cold Cases bearbeitet, der auch im Ort mit mächtigen Widersachern zu kämpfen hat. Lea ist zielstrebig und wagemutig, sie lässt sich durch nichts und niemanden aufhalten. Was sie sich einmal in den Kopf gesetzt hat, zieht sie durch, das muss auch Dorn irgendwann einsehen. Ihm merkt man sein gelebtes Leben schon an, nicht umsonst zieht er sich komplett zurück in seine Welt. Das Dornwald bietet ihm Schutz, zugleich jedoch bietet seine Lebensweise genug Platz für Spekulationen und diversen Anschuldigungen.

Und natürlich muss der Serienmörder gestoppt werden. Dies geschieht vor dem Hintergrund des einstigen Grandhotels, beim Lesen entstehen viele Bilder im Kopf. Da das Abgründige des Täters und dort das Unheimliche, das Verfallene des Dornwald, das auch das „Zimmer 103“ beherbergt. Dieser Schauplatz ist in vielerlei Hinsicht perfekt für das Morbide, für den Verfall.

Bleibt Karlas Tod ungesühnt? Wird der Serientäter je gefunden? Lange sieht es nicht gut aus, trotzdem Lea alles gibt. Dabei geht sie nicht nur über ihre Grenzen, nein, auch bleibt sie Dorn gegenüber ganz schön hartnäckig. Was treibt diesen Unbekannten an, nach welchen Kriterien sucht er seine Opfer aus? Es geht um Schuld, um Rache, um Vergeltung. Gefühlt sind es eher Rückschläge, die sie jedoch nicht aufhalten können. Mysteriös und düster geht es zu, die Spannung wird durchweg gehalten, das Ende dann zeigt das überraschende, lange nicht sichtbare Warum der Morde auf.

Der Auftakt der neuen Thriller-Reihe ist gelungen und hat mich neugierig gemacht auf DORN und sein Dornwald, in dem es bestimmt noch so mach Unheilvolles zu entdecken gibt.

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Veröffentlicht am 08.12.2024

Ein prall gefülltes Füllhorn an Eindrücken und noch sehr viel mehr

Über allen Bergen
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„Wo waren sie jetzt nochmal genau? Wo auf der Karte, die seine Mutter am Abend vor der Abreise in ihrem Zimmer ausgebreitet hatte, an welchem Punkt der grob nachgezeichneten Strecke? Er war verwirrt.“ ...

„Wo waren sie jetzt nochmal genau? Wo auf der Karte, die seine Mutter am Abend vor der Abreise in ihrem Zimmer ausgebreitet hatte, an welchem Punkt der grob nachgezeichneten Strecke? Er war verwirrt.“

Der 12jährige Vadim, Spross einer russisch-jüdischen Familie, ist mit einer Schwester unterwegs von Paris, das wegen des drohenden Krieges immer unsicherer wird, hinauf in ein abgelegenes Tal, das an der Grenze zur Schweiz liegt. Und nun hält der Zug, zwei Stationen zu früh. Eine Lawine macht die Strecke unpassierbar. Nur gut, dass der Mann, der ihn abholt, hier auf ihn wartet, denn Lawinenabgänge sind nichts ungewöhnliches, sodass er dementsprechend früher losgegangen ist.

Vincent? sagt der Mann zu ihm. Nun, an diesen Namen muss Vadim sich erst noch gewöhnen, denn von nun an ist er Vincent und die gute Bergluft ist es, die ihm, dem Asthmatiker, gut tut. Er kann wieder frei atmen.

Für Vincent ist alles neu, alles ungewohnt. Er kommt im tiefsten Winter an, solch meterhohe Schneemassen kennt er nicht. Die Familie, die ihn aufnimmt, begegnet ihm liebevoll und warmherzig, auch die Dorfbewohner zeigen ihm ihre Welt, bald fühlt er sich heimisch, er entdeckt jeden Tag Neues. Er lernt, mit der Natur zu leben.

Sehen, schmecken, riechen, fühlen, hören – mit allen Sinnen nimmt er sein Umfeld in sich auf und wir, die Leser, mit ihm. Der Übergang vom Winter in den Frühling, der Wechsel der Jahreszeiten ist so eindringlich, so intensiv beschrieben – es ist ein prall gefülltes Füllhorn an Eindrücken. Vincent zeichnet gerne, er braucht allerdings lange, bis er die Welt da draußen nachbilden kann, denn diese für ihn so ungewohnten Dimensionen vereinnahmen ihn zunächst komplett. Die Berge ringsum, die Pflanzen und die Tierwelt sind so vielfältig, er sieht die Gegenstände in Farben, er spürt Verlust und Neugeburt – er erlebt so fast ein Jahr im Wandel der Zeit.

Neben den so eindrucksstarken Bildern der Berge, die sich um den aus Vincents Sicht fernen Mont Blanc gruppieren, sind es die vielfältigen Naturbeschreibungen und das einfache Leben in dem abgelegenen Bergdorf, die diesen Roman so lesenswert machen. Hier helfen alle zusammen, auch die Kinder packen mit an. Jeder hat seine Aufgabe, denn sie wissen um die Kraft der Dorfgemeinschaft.

Vor dem Hintergrund des Zweiten Weltkrieges beschreibt Valentine Goby das Leben auf einem Bergdorf. Trotzdem sie hart arbeiten müssen, sind sie zufrieden und zwischendurch genießen ihre kleinen Fluchten vom Alltag. „Über allen Bergen“ ist ein ganz besonderes Buch, eine wundervoll erzählte Geschichte, die mich begeistert, aber auch nachdenklich zurücklässt. Absolut lesenswert.

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Veröffentlicht am 08.12.2024

Bekker & Meislow zum Dritten

Tote Frauen lieben ewig
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Charly Bekker und Stella Meislow von der Ständigen Mordkommission werden zu einem rätselhaften Todesfall gerufen. Kaum angekommen, blicken sie in das bläulich angelaufene Gesicht einer Frau, deren Augen ...

Charly Bekker und Stella Meislow von der Ständigen Mordkommission werden zu einem rätselhaften Todesfall gerufen. Kaum angekommen, blicken sie in das bläulich angelaufene Gesicht einer Frau, deren Augen weit aufgerissen sind und deren Zunge dick hervorquillt. Todesursache scheint Erhängen zu sein, was nicht zuletzt das tief in ihren Hals eingegrabene Seil zeigt. Aber nicht genug damit, wurde das Opfer auch gebrandmarkt. Ein scharlachroter Buchstabe auf ihrem Dekolleté - ein acht Zentimeter großes, ins Fleisch eingebrannte „A“ - sticht ihnen geradezu in grotesker Weise ins Auge. Ein absolut verstörender Anblick. Nicht lange danach wird eine weitere, ähnlich zugerichtete Tote, aufgefunden.

Geht es hier um Rache? Um Eheprobleme? Denn auch das zweite Opfer hatte einen vergleichbaren Hintergrund, sie lebten getrennt von ihren Ehemännern. Und warum wurden die Frauen gebrandmarkt? Sollten sie an den Pranger gestellt werden? Und wenn ja, warum? Die Zeit drängt, denn wie es aussieht, handelt der Täter in Serie und es steht zu befürchten, dass er erneut zuschlagen wird.

Daneben geht es um Bela Rottenbach, einem verurteilten Mörder, an dessen Schuld sowohl Stella als auch Charly erhebliche Zweifel haben. Auch kommt der unbekannte Täter gelegentlich kurz zu Wort, diese Einschübe werden kursiv dargestellt.

Charly und Stella sind zwei komplett unterschiedliche Charaktere. Beide sind sie scharfsinnig, beide sind sie gut in ihrem Job, beide lassen sie sich nicht beirren, sie bleiben dran, lassen nicht locker. Stella ist eher zurückhaltend und doch sofort zur Stelle, wenn es die Situation erfordert, an ihr spürt man auch eine Spur von Schüchternheit, während Charly mir hier zu forsch, ja zu barsch, zu direkt ist. In ihrer polternden Art ist sie nicht zu bremsen, sie geht jeden sofort an, auch grundlos. Den herzensguten Menschen, der sie laut Beschreibung sein sollte, versteckt sie gut hinter ihrem Rambo-Getue. War sie mir in den Büchern zuvor durchaus sympathisch, hat sich dies nun ins Gegenteil verkehrt. Gut, sie wird im Laufe der Story ein Stück weit handzahmer, was ihrem Charakter beileibe nicht abträglich ist.

Gunnar Schwarz zieht seine Leser sofort ins Geschehen, er präsentiert den ersten Mordfall, lässt auch in die abstrusen Gehirnwindungen des Unbekannten blicken, er sorgt für Spannung ab den ersten Zeilen. Ziemlich lange bin ich ratlos, habe so einige Vermutungen und bin am Ende dann doch verblüfft. Kontrollzwang. Dieses Thema zieht sich durchs Buch, die Story ist gut konstruiert und logisch aufgebaut, sie ist durchweg spannend erzählt, sodass ich das Buch erst dann weglegen konnte, nachdem alles aufgeklärt wurde. Lediglich Charly hat mein Lesevergnügen etwas beeinträchtigt, ansonsten hat der Autor wie gewohnt abgeliefert.

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Veröffentlicht am 05.12.2024

Ganz amüsant

Not your Darling
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Es war einmal… So beginnen Märchen. Margaret ist eine von denen, die sich eine traumhafte Zukunft in Hollywood ausmalen - aber nicht so, wie es sich die meisten erhoffen. Nein, sie will keine dieser glamourösen ...

Es war einmal… So beginnen Märchen. Margaret ist eine von denen, die sich eine traumhafte Zukunft in Hollywood ausmalen - aber nicht so, wie es sich die meisten erhoffen. Nein, sie will keine dieser glamourösen Schauspielerinnen sein, sie will diese glitzernde Traumwelt hinter den Kulissen auf ihre Art erobern. Als Visagistin will sie hoch hinaus, denn schließlich ist ein gutes Aussehen das Pfund, mit dem die Stars und Sternchen neben ihrem mehr oder weniger vorhandenen Talent wuchern. Also, nichts wie los. Der Weg hin zu ihrem zukünftigen Wirkungskreis ist steinig, aber Margaret wäre nicht sie, würde sie nicht fantasievoll und zudem voller Chuzpe ihre Chancen ergreifen.

Unterwegs trifft sie auf Jimmie, der ihr – ohne sein Zutun – zu ihrem hollywoodtauglichen Namen verhilft. Loretta ist sie nun und später dann das LipGirl, Loretta Darling. Dazwischen liegen noch so einige Bekanntschaften, allen voran ist es Primrose, die ihr zu ihrem ersten, schäbigen Zuhause und auch zu einem Job verhilft. Von nun an geht‘s bergauf.

Mit Loretta bin ich im Jahre 1950 gelandet, den beschriebenen Zeitgeist dieser Jahre habe ich schon auch gespürt, diesen aber eher am Rande wahrgenommen. Gut, das Lebensgefühl anno dazumal war ein anderes, die männerdominierende Gesellschaft kommt hier gut durch. Mehr noch, die Story rutscht gelegentlich ins pornohafte ab. Auch spielt Gewalt mit hinein – ob verbal, körperlich oder sexuell, es geht knallhart zur Sache. Alkohol fließt in Strömen, Drogen gehören natürlich dazu, die Leinwandhelden geben sich beileibe nicht immer heldenhaft. Und - beim Lesen hatte ich des Öfteren diese berühmte Besetzungscouch vor Augen.

Katherine Blake schreibt unterhaltsam, sie lässt diese kalifornische Traumwelt in sich zerplatzen. Gespickt ist ihr Roman mit Sex, Drogen und manch anderen (Rache)Gelüsten, die Stars jener Zeit zählt sie eher auf als dass sie in diese Story integriert wären. Als frivol und pikant würde ich dieses Buch nicht bezeichnen, es beschreibt eher den rüpelhaften, von sich überzeugten Chauvinisten. Loretta Darling dagegen ist ihrer Zeit weit voraus, sie verfolgt zielstrebig ihren Wunsch einer unabhängigen Frau. Dazwischen kommt eine ganz andere Loretta zum Vorschein. Eine Frau, die ihre Vergangenheit nicht loslässt. Je mehr ich davon lese – es sind immer nur kurze Segmente – desto eher wird mir der Hintergrund dessen klar.

Es ist ein unterhaltsames, ja amüsantes Buch mit einer quirligen Protagonistin, die leicht überzeichnet ihren ureigenen Zielen folgt und sich schlussendlich nicht scheut, den Bogen extrem zu überspannen, was bei mir nicht gut ankommt. Dieses negative Gefühl, das sich unecht anfühlt, überlagert schon die flott geschriebene Story mit einer Heldin, die frech und forsch voranschreitet, die auf subtile, eher noch auf hinterhältige Art dem ekelhaften Männergehabe zuleibe rückt.

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Veröffentlicht am 03.12.2024

Ist sie die Frau eines Killers in Serie?

Die Frau des Serienkillers
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Beth und Tom Hardcastle leben mit ihrer Tochter Poppy in dem kleinen Ort Lower Tew – eine Bilderbuchfamilie schlechthin. Dennoch kommen erste Zweifel auf, denn Tom wird des Mordes beschuldigt. Er kommt ...

Beth und Tom Hardcastle leben mit ihrer Tochter Poppy in dem kleinen Ort Lower Tew – eine Bilderbuchfamilie schlechthin. Dennoch kommen erste Zweifel auf, denn Tom wird des Mordes beschuldigt. Er kommt in Haft und so nach und nach erfahren wir mehr von ihm. Beth lässt einen Blick hinter die Kulissen zu, sie erwähnt etwa wie nebenbei, dass er klammert. Man weiß nicht so recht, was man davon halten soll. Denn bald wird klar, dass Beth so einiges der Polizei gegenüber verschweigt. Will sie ihm helfen? Ihm beistehen? Ihn schnellstmöglichst aus dem Gefängnis herausholen? Das ach so glückliche Familienleben scheint ein Trugschluss zu sein.

Ich bin hin- und hergerissen zwischen Beth und Tom. Sie führt ein gutgehendes Keramikcafé, in dem auch die Leute von Lower Tew ein- und ausgehen. Diese scheinen Beth zunehmend kritisch zu beäugen, was angesichts Toms Haft nicht weiter verwundert. In dieser schweren Zeit ist ihr Adam, ein verwitweter Nachbar mit einer Tochter in Poggys Alter, eine große Stütze. Mir jedoch ist er nicht so ganz geheuer und auch wenn ich es nicht direkt benennen kann, so würde ich an Beths Stelle etwas mehr auf Abstand gehen. Tom wird derweilen von seinem Anwalt vertreten, auch von ihm erfahre ich mehr als mir lieb ist.

Alice Hunter versteht es perfekt, ihren Lesern häppchenweise Infos vorzusetzen, die jedoch mehr für Verwirrung denn für Klarheit sorgen. Zwischendurch bekommen wir noch Szenen vorgesetzt, die zwar hart zur Sache gehen, aus denen aber nicht ersichtlich wird, um welche Personen es sich handelt. Natürlich habe ich eine Vermutung – ob ich richtig liege, erschließt sich mir lange nicht. Auch Toms Gedanken bleiben mir nicht verborgen und auch bei ihm bin ich mir nicht sicher, ob seine Wahrnehmung getrübt ist, denn das, was ihm zur Last gelegt wird, liegt schon etliche Jahre zurück.

Schon allein der Titel „Die Frau des Serienkillers“ wirft Fragen auf. Wird sie lediglich als die aus allen Wolken fallende Ehefrau dargestellt, die nichts von den Taten ihres Angetrauten wusste? Oder geht es eventuell um sie direkt? Alles könnte möglich sein, lange bin ich ratlos, bin hin- und hergerissen. Die Story ist raffiniert konstruiert, was mir per se schon mal gefällt. Und nicht nur die Story an sich, auch die hier Agierenden, allen voran das Ehepaar Hardcastle, haben in mir überwiegend negative Gefühle ausgelöst.

Die durchweg rasante Story hatte kurzzeitig einige Längen, die jedoch angesichts der bald wieder anziehenden Spannung vernachlässigbar sind. Letztendlich habe ich doch einiges vorausgesehen, es mir auch so gewünscht - trotzdem oder gerade deshalb war es für mich ein schlüssiges Ende. Und nun bin ich auf „Die Tochter des Serienkillers“ gespannt, das zweite Buch erscheint Ende Januar 2025.

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