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Veröffentlicht am 20.10.2021

Familie ist alles

Unter einem anderen Himmel
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Meine Meinung und Fazit:
Ein Buch auf der Suche nach der eigenen Familie, eingebettet in eine schicksalshaften Geschichte rund um ein neues Buch eines Bestsellerautors und einer Übersetzerin. Das Buch ...

Meine Meinung und Fazit:
Ein Buch auf der Suche nach der eigenen Familie, eingebettet in eine schicksalshaften Geschichte rund um ein neues Buch eines Bestsellerautors und einer Übersetzerin. Das Buch spielt in Hamburg, Prag, im Sudetenland heute und zu Zeiten des 2. Weltkriegs. Für mich eine stimmige, gefühlvolle Geschichte, die aufzeigt wie wichtig Familie ist. Die eigentliche und auch die man mit/über Freunden gewinnt.
Josefine Blom gelingt gekonnt, Freude und Leid widerzuspiegelt. Oft liegt Trauer und Glück nicht weit voneinander entfernt und was mir im Buch deutlich wird, es sollte das gesagt werden, was einen belastet. Nur so kann man was ändern oder beeinflussen.

Im Buch geht es auch um das Leid im Krieg, was sich Menschen gegenseitig angetan haben und auch wie schwer die Nachkriegszeit war.

Auch wird im Buch viel über Kochen und Backen geschrieben, so dass man nicht hungrig lesen sollte. Die Rezepte zum Schluss finde ich sehr gelungen.

Folgende Stellen im Buch haben mich beeindruckt.
12. Kapitel "Diese Stadt ist ein Buch. Man schlägt es auf, und jüdische und böhmische Geschichte strömt einem entgegen. Ich spüre den Mythos dieser Stadt regelrecht."
23. Kapitel
Aber man vergisst sie nie seine Familie. Familie ist manchmal wie ein Puzzle das aus vielen Teilen zusammengesetzt ist aus Liebe und Alltag und Sorge und Streit und Lachen und Weinen. So wie du jetzt bei deiner Arbeit mit Puzzlestücken arbeitest Greif dir eins raus.

Eine klare Leseempfehlung.

Mein Dank geht an das Team von Randomhouse-Testleser, den Verlag und die Autorin für diese schöne, so lebhaft gezeichnet, Familiengeschichte.

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Veröffentlicht am 16.10.2021

Mit Humor gewürzte Morde

Schwund
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Meine Meinung und Fazit:
Es ist schon einige Jahre ger, als ich ein Buch von Tatjana Kruse gelesen habe. Doch ich kann mich noch gut daran erinnern, dass mir die humoristische Ader gefallen hat. Als ich ...

Meine Meinung und Fazit:
Es ist schon einige Jahre ger, als ich ein Buch von Tatjana Kruse gelesen habe. Doch ich kann mich noch gut daran erinnern, dass mir die humoristische Ader gefallen hat. Als ich gehört bzw. gelesen habe, dass es mit "Schwund" ein neues Buch gibt, musste ich dabei sein.
Worum geht es im Buch? Auf Seite 190 steht es geschrieben: "Wir wissen, dass jemand mit einem Kühllaster durch die Republik fährt und überall tiefgefrorene Leichen deponiert." Und so ist es. Quer über Deutschland verteilt tauchen. Leichen auf, alle haben etwas gemeinsam, sie sind brutal zugerichtet und tiefgefroren. Was droht hier Deutschland? Eine Sonderkommission wird einberufen und darin sind alle typischen Charaktere enthalten und irgendwie ergänzen sie sich. Und sie brauchen sich in ihrer jeweiligen Eigenart, um den Fall zu klären. Sie sind schön gezeichnet und sie sind mir ans Herz gewachsen, andere nicht. So gar nicht. So. Wie im wahren Leben.
Das Buch hat seinen Charme und ich hab herzlich gelacht, wundervoller Wortwitz und gekonnte Sprachbeherrschung. Eine klare Leseempfehlung.
Hier noch ein Beispiel für die Wortgewandtheit, Seite 28 "... Wenn es mit der Beförderung diese Mal wieder nicht klappte, war er raus aus dem Rennen. Er war nicht mehr der Jüngste, und die Konkurrenz atmete ihm schon heiß in den Nacken. Es ging um alles!"

Mein Dank geht an das Team von lovelybooks.de, dem insel Verlag für das bereitgestellte Rezi-Exemplar und natürlich an Tatjana Kruse für dieses geniale Buch.

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Veröffentlicht am 05.10.2021

Wenn einem die Heimat genommen wird

Ein Hauch von Amerika
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Meine Meinung und Fazit:

Ein Buch, was mich schon beim Lesen nachdenklich gemacht hat. Warum hat sich die Menschheit so entwickelt? So viel Kälte, so wenig Gefühl?

Das Buch spielt in verschiedenen Zeitebenen, ...

Meine Meinung und Fazit:

Ein Buch, was mich schon beim Lesen nachdenklich gemacht hat. Warum hat sich die Menschheit so entwickelt? So viel Kälte, so wenig Gefühl?

Das Buch spielt in verschiedenen Zeitebenen, die sich Stück für Stück annähern. Man lernt Amelie zu verschiedenen Zeiten kennen und wächst mit ihr, so wie die Geschichte ansich.
Amelie Werner muss mit ihren Eltern Deutschland verlassen, als Sozialist hat ihr Vater keine Hoffnung mehr für Deutschland 1933. Eine Odyssee über Paris und Amerika beginnt. Die Zeit vor dem 2. Weltkrieg wird sehr gut geschildert, auch wie viele gedacht haben, dass es nur heiße Luft ist und er es nicht so machen wird, dass ihm Paroli geboten wird, von irgendeinem. Doch dieser kam nicht. Auch die Welt hat sich so verhalten und es auch nicht wahrhaben wollen.

Es wird Wert auf kleine Details gelegt. Zum Beispiel der Umgang der Army mit den eigenen schwarzen Soldaten. Diese wurden unterdrückt und als Menschen 2. Klasse behandelt und schikaniert. Oder sozialistische Gedanken unter McCarthy unterbunden und Personen bespitzelt und verhaftet. Sehr gut. Eine klare Leseempfehlung.

Folgende Buchauschnitte haben mich beeindruckt:
Kapitel 4 1951: "Wie beschämend es sich anfühlt, fremd, überfordert und auf anderer Leute Hilfe angewiesen zu sein, das habe ich selbst oft genug erlebt."
Kapitel 7 1951: "... Ich habe gesehen, wohin es führt, wenn das Andersartige nur nich Angst und Ablehnung auslöst statt Neugierde. Wenn man sich selbst keine Fragen mehr stellt und allen anderen untersagt, es zu tun. Wenn man der Fantasie, dem Spiel, keine Bedeutung mehr zumisst, wenn man nur noch marschiert, statt sich treiben zu lassen.
Kapitel 20 1952: "Besser als in den Vereinigten Staaten, die sich selbst für das Mutterland der Freiheit halten und die Schwarzen trotzdem behandeln wie Bürger zweiter Klasse? Diese neue Bundesrepublik ist doch nach denselben Modell gebaut."

Mein Dank geht an das Team von Randomhouse-Testleser, dem Heyne Verlag und natürlich an die Autorin für diese unterhaltsamen und lehrreichen Lesestunden.

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Veröffentlicht am 08.09.2021

Immer ein Fremder

Der Sucher
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Meine Meinung und Fazit:
Cal zieht von Chicago nach Irland. Um Ruhe und Abstand zu gewinnen, Exfrau und zum Beruf als Polizist. Ein kleines Häuschen, Arbeit reinstecken und die Natur genießen. Etwas in ...

Meine Meinung und Fazit:
Cal zieht von Chicago nach Irland. Um Ruhe und Abstand zu gewinnen, Exfrau und zum Beruf als Polizist. Ein kleines Häuschen, Arbeit reinstecken und die Natur genießen. Etwas in Kontakt mit den Einwohner kommen und alles ist bestens. Das war der Plan.
Dann taucht ein vernachlässigtes Kind auf und hilft ihm und der Plan ist dahin.

Er stößt auf Ungereimtheiten. Eine verschworene Dorfgemeinschaft, man geht von Zusammenhalt aus, doch ist auch die richtige? Auf den ersten Blick, doch warum hilft niemand dem vernachlässigten Kind, warum wird die Armut einfach hingenommen und das schlechte des Vaters übergestülpt? Warum? Keine Ahnung und uch finde es fahrlässig fur eine Gemeinschaft.
Cal wird interessant dargestellt, selbstreflektierend und ehrlich. Er nimmt das Kind ernst und bringt sich unerschrocken in Schwierigkeiten. Zitat aus Kapitel 15: "Was immer Menschen auch tun, sogar wenn sie töten, die Natur absorbiert alles, lässt die Risse zusammenwachsen und geht wieder ihren Alltag nach. Cal kann sich nicht entscheiden, ob das was Tröstliches ist oder etwas Bedrückendes."
Kapitel 29 "Du kannst immer nur dein Bestes tun. ... Manchmal läuft es anders, als du willst. Aber was anderes kannst du nicht machen."

Ein sehr interessantes Buch, eine klare Leseempfehlung.

Mein Dank geht an jellybooks und den Verlag für das bereitgestellte Rezi-Exemplar.

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Veröffentlicht am 06.09.2021

Vielleicht kann auch dein Leben ein bisschen Würze vertragen

Die Senfblütensaga - Zeit für Träume
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Meine Meinung und Fazit:

Ein Buch über den Versuch und dem Kampf den eigene Wege zu gehen, nicht den, den die die Familie für einen vorgesehen hat. Wie schwierig es damals war, ein selbst bestimmtes ...

Meine Meinung und Fazit:

Ein Buch über den Versuch und dem Kampf den eigene Wege zu gehen, nicht den, den die die Familie für einen vorgesehen hat. Wie schwierig es damals war, ein selbst bestimmtes Leben zu führen. Als Frau noch viel schwierig, sie wurden für ihre Wünsche, zu studieren und überhaupt Wissen zu erlangen ausgelacht. Wie viel nützlich Wissen ist durch dieses "klein halten" verloren gegangen?

Emma scheint für ihre Eltern eine Last zu sein, es gibt keine Wärme, kein liebes Wort. Sie wird wie eine Ware behandelt, um bestmöglich verheiratet zu werden. Seite 103 "Tu, was man dir sagt." Emma ist jedoch eine starke Frau, die weiter ihr Ziel verfolgt und Ideen hat und oftmals nzr scheitert, weil sie eine Frau ist. Eine Frsu, die an der richtigen Stelle ihr Herz hat, die für ihren Weg kämpft und immer einen passenden Spruch parat.

Carl könnte sich ins gemachte Nest setzen und so wie vom Vater gewollt, den Fuhrbeteieb übernehmen. Wenn da nicht die Senfkörner gewesen wären. Und so nimmt die Geschichte ihren Lauf.

Folgende Stellen im Buch sind mir in Erinnerung geblieben und stehen für das, was uns das Buch lehrt.

Seite 149: "Ein bisschen wie in einer Beziehung, finden Sie nicht auch? Anfangs schmeckt alles so spritzig und scharf und aufregend. Doch erst mit der Zeit kann man wirklich sagen, ob die Mischung stimmt, nicht wahr?"

Seite 248 "Es mag Ihnen seltsam vorkommen, aber das Studium ist nicht für jeden der richtige Weg. Nur wenn man ihn gehen könnte, bedeutet es nicht, dass man es muss. Ich muss es nicht. Nicht mehr." Antoine zu Emma.

Eine klare Leseempfehlung, so wundervoll, wertvoll und mit viel Wortwitz geschrieben.

Mein Dank geht an das vorablesen-Team und den Verlag für das bereitgestellte Rezi-Exemplar und die Autorin für die angenehmen Lesestunden. Ich freue mich auf Teil 2.

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