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Veröffentlicht am 24.03.2022

Countdown fürs Attentat

Sturm in die Freiheit
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Meine Meinung und Fazit:

"Sturm in die Freiheit" ist ein Agenten-Roman über den Versuch Adolf Hitler anhand der "Operation Foxley" zu beseitigen. Über diesen Versuch habe ich bisher nichts gehört und ...

Meine Meinung und Fazit:

"Sturm in die Freiheit" ist ein Agenten-Roman über den Versuch Adolf Hitler anhand der "Operation Foxley" zu beseitigen. Über diesen Versuch habe ich bisher nichts gehört und umso gespannter, war ich auf die Umsetzung des Buches.

Meiner Meinung nach gelingt es dem Autor gekonnt, die damalige Situation wiederzugeben. Einerseits die Entschlossenheit der Engländer, einen Weg zu finden, den Diktator zu stürzen, aber anderseits auch die Unsicherheiten und Unabwägbarkeiten, die alles mit sich gebracht hat. Kaum einer wusste den konkreten Tagesablauf, wann der Diktator wo war und dieser hat sich gut bewachen lassen.
Parallel wird die Situation der Deutschen klar wiedergegeben, dass sie auch nicht mit dem Krieg zu frieden waren, aber sich vor Strafe gefürchtet haben. Und das sie wenig wussten, denn die Propaganda hat ja nur Positives berichtet und aus Sicht der Diktatur war die Endlösung der Juden ja richtig, so dass wenig darüber nach außen gedrungen ist. Umso abscheulicher waren die Berichte von Rahel und ihre Eindrückenwerden durch diese Stelle deutlich - Seite 220: "... Im Lager habe ich dann gelernt, dass alle Menschen böse sind. - Nein, eigentlich stimmt das nicht. Sie sind nicht alle böse, aber sie haben alle irgendwo einen bösen Kern, und wenn sie zu viel Freiheit haben oder zu viel Druck, dann kommt der an die Oberfläche, und dann hören sie einfach auf, Menschen zu sein."

Wolf Littke, der Verantwortlicge der Operation, ist ein passender Held, der an den richtigen Stellen überlegt und sein Gewissen hinterfragt. Solche Soldaten wird es oft gegeben haben, aber die wenigsten haben überlebt oder wolkten später nicht darüber reden. Fur mich ein stimmiger Roman mit viel Spannung und Hintergrundwissen.
Eine klare Leseempfehlung. Hier noch weitere Lieblingsstellen aus dem Buch:

Seite 11 "Inzwischen sind Millionen Unschuldiger gestorben, völlig sinnlos. Warum sollen weiter Millionen Menschen sterben, wenn nur ein Einziger sterben müsste? Derjenige, der an allem schuld ist?" Seute 178: "... Er brauchte einen mutigen Menschen. Aber vielleicht war das zu viel verlangt. Vielleicht gab es hier keine mutigen Menschen mehr. Wer mehrere Wochen oder gar Monate als Häftling in einem Konzentrationslager zugebracht hatte, der hatte wahrscheinlich längst allen Mut verloren."

Mein Dank geht an das Team von lovelybooks.de, den Heyne Verlag für das bereitgestellte Rezi-Exemplar und an den Autor für interessante Einblicke und spannende Unterhaltung.

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Veröffentlicht am 21.03.2022

1974 - Bonn - mitten im Kalten Krieg

Die Diplomatenallee
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Meine Meinung und Fazit:

Bonn, jahrzehntelang Bundeshauptstadt. Mittendrin ein Schreibwarenladen, wo Regierende und Sekretärin ein- und ausgehen. Und mittendrin ist Heike Holländer, die nur dienstags ...

Meine Meinung und Fazit:

Bonn, jahrzehntelang Bundeshauptstadt. Mittendrin ein Schreibwarenladen, wo Regierende und Sekretärin ein- und ausgehen. Und mittendrin ist Heike Holländer, die nur dienstags arbeitet und sonst fur die Familie da ist. Doch eigentlich hatte sie eine Studienkarriere in Graphologie vor sich. Sie war perfekt im Handschriften lesen und konnte jeden analysieren. Doch ihr Mentor hatte nicht nur Gutes im Sinn, er hat sie manipuliert und taucht gerade jetzt wieder auf, wo sie sich die DDR in der Diplomatenallee niederlassen möchte.
Heike und ihre Familie befinden sich mitten im Strudel von Stasi und BND wieder umd man weiß nicht, wem man vertrauen kann, nichts scheint mehr so wie früher zu sein. Ein sehr spannendes Buch mit vielen interessanten Einblicken in die Wissenschaft der Handschriften.
Ich gebe gern eine Leseempfehlung.

Meine Lieblingsstellen
Kapitel 10: "Eine Behauptung wird nicht glaubwürdiger oder wahrer, indem man sie hundertmal wiederholt.
"Ja. Sie flüsterte jetzt. Vor allem muss ich wissen, ob eine Handschrift jedes Geheimnis verrät." "So ist es. Jedes Geheimnis. Wenn man gelernt hat, die Schrift richtig zu lesen."

Mein Dank geht an das Team von Randomhouse-Testleser, den blanvalet Verlag und die Autorin für diese spannende Lektüre.

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Veröffentlicht am 18.03.2022

Alles ist Sache der Perspektive

Im Dorf der Schmetterlinge
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Meine Meinung und Fazit:

Wer hat nicht im Leben mal Krisen und hinterfragt so ziemlich alles? Wer liegt nachts oder in den Morgenstunden wach? Genau darum dreht sich das Buch. Wie gestalte bzw. verändere ...

Meine Meinung und Fazit:

Wer hat nicht im Leben mal Krisen und hinterfragt so ziemlich alles? Wer liegt nachts oder in den Morgenstunden wach? Genau darum dreht sich das Buch. Wie gestalte bzw. verändere ich mein Leben! Sicherlich hängt einiges vom Umfeld ab, doch ändern kann man es und sich nur selbst. Dazu gehört eine Menge Mut, doch wer nicht wagt, der nicht gewinnt.

Das Buch ist ein kluger Ratgeber und ein toller Wegbegleiter. Hier werde ich immer mal wieder reinschauen.

Besondere gelungene finde ich die Zeichnungen, die den Weg von Jule verdeutlichen. Wunderschöne Zeichnungen und immer wieder din Schmetterling, der mich auf dieser Reise begleitet.

Eine klare Leseempfehlung und hier noch meine Lieblingsstellen im Buch:
Zitat Seite 8: "Ich lernte, dass es immer dem richtigen Zeitpunkt gibt - das Jetzt oder den Augenblick, in den ich zurückkehren und von dem ausgehend ich meine Zukunft selbst neu gestalten kann. Ich habe es in der Hand.
Seite 56: "Nein. Sie haben mir gerade gesagt, wie Ihr Leben nicht aussehen soll. Aber ich möchte genau das Gegenteil von Ihnen hören. Sagen Sie mir nicht, was Sie nicht wollen, sondern, was Sie sich wünschen."

Mein Dank geht an das Team von lovelybooks.de, den dtv Verlag für das bereitgestellte Rezi-Exemplar und an die Autorin Michaela Wiebusch für diese Reise und Rita Erz für die ins Herz gehenden Zeichnungen.

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Veröffentlicht am 17.03.2022

Der blutige Weg der jungen Republik

Berlin, 24. Juni 1922
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Meine Meinung und Fazit:

Der Sprecher, Richard Barrenberg, kann meiner Meinung nach mit seiner Stimme deutlich überzeugen, er gibt mit nüchterner Stimme, die Situation wieder. Kann aber genauso den Unmut ...

Meine Meinung und Fazit:

Der Sprecher, Richard Barrenberg, kann meiner Meinung nach mit seiner Stimme deutlich überzeugen, er gibt mit nüchterner Stimme, die Situation wieder. Kann aber genauso den Unmut vieler Menschen wiedergeben, es vibriert förmlich. Über die dargestellt Brutalität bin ich erschüttert, doch gelingt es dem Autor, Thomas Hüetlin, dem Publikum zu erklären, warum sich der Unmut gebildet hat. Es herrscht überall
Unzufriedenheit. Das militärisches System wurde von heute auf morgen beendet, was vorher das A und O war, wurde nicht mehr gebraucht. Es war weg doch eigentlich wollten so viele dort Karriere machen. Und nun? Niemand wurde aufgefangen, sie wurden fallengelassen und sich selbst überlassen, die Wut war unbeschreiblich und dies kommt sehr klar rüber.
Ging der Übergang vom Kaiserreich zur Demokratie zu schnell? Wurden die Soldaten vergessen, für das was sie bisher geleistet hatten.
Erschreckend fand ich die zahlreichen Morde und wie wenig hier die Justiz eingegriffen hat.
Beispielsweise sei da der Reichsminister für Finanzen Matthias Erzberger und Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht genannt. Die Beschreibung der Festsetzung und Ermordung ist mir noch klar in Erinnerung und lässt ein Gänsehautgefühl zurück. An mehreren Stellen wurde deutlich, wie sehr die Freikorps und die Anfänge der SA Spaß am Quälen und Töten hatten.
Für mich ein Buch/Hörbuch was gut in der Bildung eingesetzt werden kann, mein muss.

Mein Dank geht an das Team von netgalley und dem Verlag argon Hörbuch für das bereitgestellte Rezi-Exemplar.

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Veröffentlicht am 15.03.2022

Der Weg der Familie Delgado

Zeiten des Wandels
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Meine Meinung und Fazit:

Ein Roman über eine wunderschöne Insel und dann noch mit viel Historie. Das Buch "Zeiten im Wandel" musste ich einfach lesen und mich mit Familie Delgado auf Reise und Erfahrung ...

Meine Meinung und Fazit:

Ein Roman über eine wunderschöne Insel und dann noch mit viel Historie. Das Buch "Zeiten im Wandel" musste ich einfach lesen und mich mit Familie Delgado auf Reise und Erfahrung begeben. Denn das macht das Buch aus.
Mir war bisher nicht bekannt, dass durch wirtschaftliche Rückschläge viele Einwohner Mallorcas nach Kuba ausgewandert sind.
Beiden Autorinnen (Elke Becker und Ute Köhler) ist ein vielfältiges Werk gelungen, was sowohl die damalige Stimmung und auch die Gepflogenheiten wiedergibt.
Die Kinder, mit all ihren positiven und teilweise weniger positiven Eigenschaften, werden gut dargestellt, wobei ich gespannt, wie dies weitergelingen kann, dass sich zumindest die Schwestern verbunden fühlen. Der Briefwechsel hat mir sehr gut gefallen. An manchen Stellen hatte das Buch für mich Längen, so dass ich noch nicht der Feuer und Flamme bin, aber ich vergebe gerne 4 von 5 Sternen.
Was das Buch perfekter machen würde, sind Rezepte zu den angesprochenen Gerichten oder auch den Idee von Mutter Delgado.

Meine Lieblingsstellen im Buch:
Kapitel 10: "Besser man akzeptierte, was nicht zu ändern war, und dachte darüber nach was man ändern konnte."
Kapitel 26: "Man kann Liebe nicht steuern. Manchmal ist sie wie ein Segelschiff, das trotz aller Kunstfertigkeit des Kapitäns dem Wind gehorchen muss."

Mein Dank geht an das Team von Randomhouse-Testleser und an beide Autorinnen für angenehme Lesestunden und ich freue mich sehr auf die Fortsetzung.

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