Profilbild von Mari-P

Mari-P

Lesejury Star
offline

Mari-P ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit Mari-P über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 26.08.2023

Absolut magisch und ziemlich giftig

Ivy und die Magie des Poison Garden
0

Darum geht´s:
Ivy ist überhaupt nicht begeistert, als ihre Mutter beschließt, dass sie endlich sesshaft werden müssen, denn das bedeutet, dass Ivy auf den alten Landsitz ihres Großvaters ziehen muss. Endlich ...

Darum geht´s:
Ivy ist überhaupt nicht begeistert, als ihre Mutter beschließt, dass sie endlich sesshaft werden müssen, denn das bedeutet, dass Ivy auf den alten Landsitz ihres Großvaters ziehen muss. Endlich angekommen, warten allerlei Überraschungen auf sie. Eigentlich hatte Ivy ihren Großvater als mürrischen Klotz in Erinnerung, schnell merkt sie aber, dass er zugänglicher sein kann als erwartet. Auch der alte Landsitz steckt voller Geheimnisse, die sich insbesondere um den alten Gift-Garten (engl. Poison Garden) drehen.

Als Ivy dahinter kommt, was ihr Großvater da eigentlich vor ihr geheimzuhalten versucht, befindet sie sich schon mitten im Abenteuer. Als ihr Großvater entführt wird, bleibt ihr daher nur eins übrig - ab in den Poison Garten, um ihn zu retten. Dabei stehen ihr Lehrling Finn und ein sprechender Fuchs zur Seite.

Meine Bewertung:
Ich kenne ja schon von anderen Büchern den Schreibstil von Gesa. Ihre Geschichten sind immer mysteriös, magisch und zauberhaft. Sie ziehen einen in den Bann. Als ich die Beschreibung von diesem Buch las, musste ich sofort an „Der geheime Garten“ von Frances HodgsonBurnett denken. Ich liebe dieses historische Werk und die Beschreibung klang ähnlich dazu. Daher war ich natürlich gespannt, wie Gesa es schafft etwas die gleiche Atmosphäre zu schaffen, ohne etwas zu kopieren. Wenn man das Buch dann liest, hat es absolut nichts mehr mit dem historischen Buch gemeinsam, außer vielleicht den Anfang. Es ist komplett anders und so typisch Gesa Schwartz. Ich habe alles geliebt, den ganzen Plot bis zum Ende.

Es war überraschend aufgebaut, konnte durchweg die Spannung halten und trifft von der Story her voll meinen Geschmack. Jetzt ist es natürlich ein Buch für Kinder/Jugendliche, ich muss sagen, dass man öfter auch als Erwachsener zu solchen Werken greifen sollte, weil sie absolut die Fantasie im Gehirn anregen.

Man kann sich auch gut mit Ivy identifizieren, einem Mädchen, zwischen Kind und Frau. Voller Zweifel und Unsicherheiten. Belastet von der Abwesenheit des Vaters seit ihrer Kindheit. Einer Mutter, die sie zwar liebt, aber oft auch einfach nicht da war. Ja Eltern sein ist echt nicht schwer und ein bisschen hat es mich gestört, dass hier schon wieder ein Kind mit einem Elterndefizit ist (ist eine glückliche Familie wirklich so öde). Ivys Opa mit seiner grummeligen Herzlichkeit (wie der Opa von Heidi nur magischer) hat es zum Glück wieder herausreißen können. Irgendwie hat er mich an meinen eigenen Opa erinnert, ich möchte ihn von Anfang an.

Jedenfalls wächst Ivy charakterlich sehr in diesem Buch und das ist etwas, worauf ich immer besonders achte. Sie war auch vorher schon ein toller Charakter, nicht naiv, doof oder nervig, wie die Mädels in anderen Büchern (und die waren deutlich älter). Sie wirkt sehr stark trotz ihrer Ängste, denn sie lernt diese zu überwinden. Ein bisschen so wie im realen Leben, wo man ja auch immer wieder über seinen Schatten springen sollte. Daher bietet das Buch auch eine gewisse Philosophie und einen keinen Ratschlag fürs Leben.

Die kleinen Streitigkeiten zwischen dem Fuchs Gabriel und Finn sorgen für eine kleine witzige Auflockerung des doch sehr abenteuerreichen Buches.

Gut zur Atmosphäre dieses Buch passen die Illustrationen. Giftpflanzen aller Art, die immer zu Beginn eines Kapitels zu finden sind. Mit dabei sind die Bezeichnung der Pflanze, die Pflanze als ganzes, die Samen der Pflanzen und die Blüten. Irgendwann haben sich die Zeichnungen wiederholt, da hätte ich gerne noch andere Pflanzen gesehen, aber das war nur ein kleines Detail, was ich mir gewünscht hätte. Die Zeichnungen sind nämlich wirklich hübsch und sehr realistisch gezeichnet.

Fazit:
Ein magisch schönes Werk, voller Geheimnisse und giftigen Pflanzen wohin man blickt. Die Hauptprotagonistin ist mutig und lässt sich von nichts unterkriegen. Lesespaß garantiert.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 18.08.2023

Trifft leider nicht meinen Geschmack. Das Setting ist rund um San Diego ist aber ganz schön.

Wo sich Licht im Wasser bricht (Westcoast Skies 1)
0

Meine Bewertung:

Ehrlich gesagt hat mir das Buch nicht gefallen. Ich fand den Schreibstil zu anstrengend, auch wenn manche Dinge sehr schön und poetisch beschrieben worden sind. Die Beschreibungen der ...

Meine Bewertung:

Ehrlich gesagt hat mir das Buch nicht gefallen. Ich fand den Schreibstil zu anstrengend, auch wenn manche Dinge sehr schön und poetisch beschrieben worden sind. Die Beschreibungen der Landschaften waren so toll, als wäre man selbst da. Es war grandios. Das ganze Hin und Her zwischen den Protagonisten, allerdings war überflüssig. Das Buch hätte deutlich kürzer sein können und der Inhalt wäre auf das gleiche hinausgelaufen.

Enya und Jonah waren viel zu unscheinbar und undurchsichtig. Auf sie wurde eher weniger eingegangen, sondern es ging in dem Buch ganz allein um die Beziehung und die Gefühle füreinander. Ich konnte sie nicht fühlen, ihnen oft gedanklich nicht folgen. Sie waren einfach nicht greifbar.

Jonah habe ich bis zum Ende nicht ganz einordnen können. Das Trauma wird eher oberflächlich behandelt (ist aber trotzdem ständig Thema). Ich konnte ihn und seine Probleme nicht ganz verstehen. Auch der Grund, was am Ende herauskommt und wie er damit umgegangen ist, konnte ich nicht ganz nachvollziehen. Enya fand ich ganz okay, aber sie war halt eine graue Maus ohne irgendwelche besonderen Merkmale (außer dass sie am Anfang ziemlich dumm rüberkommt - sorry, aber niemand geht ins Meer ohne Schwimmen zu können, der Plot wo sich beide kennenlernen im Meer fand ich handlungstechnisch furchtbar und überhaupt nicht romantisch)

Das letzte Drittel habe ich deswegen nicht mehr gelesen (was echt nicht häufig vorkommt), sondern ich habe zum finalen Kapitel vorgeblättert und das gelesen. Alles das da zwischen war für mich irgendwie nicht mehr so relevant. Das Ende war vorhersehbar, aber mir hat es trotzdem ganz gut gefallen bzw. es hat die Geschichte liebevoll abgeschlossen.

Ganz gut fand ich, wie Enya ihre komplizierte Vergangenheit aufarbeitet. Hier ist sie wirklich erwachsen geworden. Also, wenn ihr keinen Bock auf Bad Guys habt, dann ist das Buch genau richtig. Jonah ist das Gegenteil davon. Er hat wirklich alle Voraussetzungen für einen netten Freund (bis auf sein Trauma und seine daraus resultierende Art, mit anderen umzugehen). Ich hätte gerne mehr über ihn und seine Gedanken erfahren, aber das musste ja bis zum Ende geheim bleiben, um die Spannung zu erhöhen. Ich fand Jonah oft verletzend Enya und seinen Freunden gegenüber, denn er macht gedanklich oft „dicht“ und haut auch schon mal einfach ab, wenn ihm die Situation überfordert. Leider war das nicht zum Vorteil für ihn.

Man merkt, dass dieses Buch der Anfang einer Reihe ist, denn über die Nebencharaktere bekommt man auch schon ein paar Details mit. Auch bei den Freunden von Jonah scheinen komplizierte Dingen in Sachen Liebe zu laufen. Es ist also hier ein kleiner Teaser für den nächsten Band enthalten. Da bekommt man schon eine gute Vorstellung, was passieren könnte und ob man auch Band 2 kaufen möchte. Das ist ein bekanntes Stilmittel und hier ganz gut in die Hauptstory eingefügt. Mir haben Rina, Calden und Shane als Freunde ganz gut gefallen. Sie waren immer sehr einfühlsam und lieb zu Jonah. Die Freundschaft ist wirklich sehr stark bei allen, das kann man in den Zeilen sehr gut herauslesen. Das fand ich echt schön.

Fazit:
Das Buch ist für Fans von komplizierten, aber sehr ruhigen Liebesgeschichten. Das Setting am Meer und die Beschreibungen der Landschaft sind super gelungen und bringen Atmosphäre in das Buch. Die richtige Einstimmung bekommt man durch das tolle Cover und die insgesamt sehr wertige Ausstattung.
Leider hat die Geschichte trotzdem nicht ganz meinen Geschmack getroffen. Ich hätte hier gerne noch mehr Tiefe bei den Protagonisten gehabt und weniger hin und her in der Handlung.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 18.08.2023

Ein liebevolles Vorlesebuch für Kinder die viel wissen wollen

Toto und der Mann im Mond
0

Beschreibung
Toto ist ein kleiner, aufgeweckter Junge. Zusammen mit seiner Cousine Mimi besucht er nachts in seinen Träumen mit einer Rakete den Mann im Mond. Der Mann in Mond weiß viel und gemeinsam ...

Beschreibung
Toto ist ein kleiner, aufgeweckter Junge. Zusammen mit seiner Cousine Mimi besucht er nachts in seinen Träumen mit einer Rakete den Mann im Mond. Der Mann in Mond weiß viel und gemeinsam mit den Kindern entdeckt er die Welt, klärt viele Fragen und erlebt so einige Abenteuer.

Das Buch ist in 10 jeweils abgeschlossene Gute-Nacht Geschichten unterteilt, zusätzlich gibt es Reime und ein Lied von Sasha am Ende.

Bewertung:
Zuerst einmal: Als ich das Buch bekam und das Konzept dahinter gesehen habe, musste ich gleich an das Buch von Peter Maffay und seiner Familie denken. Dort schläft Anouk ja auch immer ein und träumt von diversen Geschichten. Ich fand es zuerst etwas einfallslos auch hier dieses Konzept zu verwenden. Diese Idee lief die letzten Jahre gut und hat sich sicher bezahlt gemacht. Hier war ich zuerst betrübt und etwas enttäuscht, wollte aber der Story mit den schönen Bildern eine Chance geben, immerhin weiß ich, dass alles, was Sasha musikalisch gemacht hat, richtig gut war (ich bin ein Dick Brave Fan – Sasha als Rock ’n’ Roll Sänger, falls ihr das nicht kennt)

Ich wurde positiv überrascht: Nach dem Vorlesen der Geschichte finde ich, dass Julia und ihr Mann Sasha haben, was ganz eigens daraus gemacht. Die Geschichten werden wirklich toll erzählt und sie sind sogar lehrreich. Die Auswahl der Geschichten ist auf Fragen, die von der Zielgruppe kommen könnten ausgerichtet. Toto ist sehr wissbegierig und so wird ganz nebenbei erklärt, wie das mit den Sternen ist, warum sie leuchten, warum der Mond leuchtet, was ein Weltwunder ist, wie das mit dem Schattenwurf funktioniert, alles rund ums Schwimmen u.a. Pädagogisch gefällt es mir viel besser als Anouk. Es wirkt nicht gewollt und zeigt auch nicht mit erhobenen Zeigefinger auf, was richtig und was falsch ist. Außerdem gehen Totos Eltern sehr gut auf den kleinen Jungen und seine Bedürfnisse ein, auch wenn sie nicht so oft vorkommen.

Das Buch strahlt eine gewisse Wärme aus und alle Szenen wirken sehr gemütlich, so richtig angenehm für ein Gute-Nachtbuch. Hier wurde das Konzept passender umgesetzt, meiner Meinung nach.

Gestört haben uns die langen Vorstellungen der Personen. Da hätte man mit viel weniger Text das Gleiche erreichen können, zumal mal es wirklich nur einmal vorliest, weil man die Personen dann ja kennt. Mein Sohn war auch am Anfang etwas unruhig - er wollte ja eine Geschichte hören und keine Vorstellung. Ich kann aber die Intension dahinter vollkommen versehen und man kann sie ja auch überspringen, von daher sehe ich es eher als ein nettes Gimmick am Anfang, wenn man das Buch das erste Mal liest. Für kleinere Kinder ist es auch ganz praktisch oder wenn man mal vergessen hat, wer jetzt wer ist

Wenn fanden wir am coolsten? Das war definitiv Luna, das Mondschweinchen. Sie ist auch super niedlich illustriert.

Sasha hat sogar ein eigenes Album dazu komponiert, was man separat erwerben kann - guter Fanservice, was will man mehr. Dazu kann ich aber leider nichts sagen. Vielleicht besorge ich das aber auch noch.

Illustrationen:
Knuffig und süß gemacht, mit bunten Farben und kindgerechter Gestaltung.

Text:
Der Text ist leicht und verständlich. Auch die Stellen, wo etwas erklärt wird, sind wie ich finde gut umgesetzt. Es wird auch von Glow (eine kleine Mondfee) jede Menge geträllert. Das ließ sich auch ohne Singen ganz gut vorlesen (ich bin nicht so die Sängerin). Jede Geschichte endet mit dem gleichen Gute-Nachtgedicht und bringt daher beim Vorlesen eine Regelmäßigkeit mit. Ich glaube, das mochte mein Sohn am liebsten am Ende der Geschichte. Er hat immer darauf gewartet und konnte es irgendwann auch mitsprechen. Ein guter Abschluss.

Fazit:
Ein kleines Kinderbuchhighlight mit viel Liebe und Herz.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 01.08.2023

Spannend und mitreißend geschrieben. Tolle Story

Das Mädchen, das in den Wellen verschwand
0

Darum geht´s:
In Minas Heimt wüten heftige Stürme, sie überfluten das Land und lassen die Menschen leiden. Jedes Jahr wird dem Meeresgott eine besondere Braut geopfert. Die richtige Braut wird den Meeresgott ...

Darum geht´s:
In Minas Heimt wüten heftige Stürme, sie überfluten das Land und lassen die Menschen leiden. Jedes Jahr wird dem Meeresgott eine besondere Braut geopfert. Die richtige Braut wird den Meeresgott besänftigen und so die Unwetter beenden. Als die Geliebte von Minas Bruder geopfert werden soll und er sich dadurch selbst in Gefahr bringt, beschließt Mina sich selbst zu opfert. Beherzt springt sie in die Fluten hinein ins Ungewisse. Als Braut des Meeresgottes landet sie in der Geisterwelt und hat nur 30 Zeit sich selbst und ihre Welt zu retten. Wird Mina es schaffen oder wird sie selber ein Geist und alles ist verloren?

Meine Bewertung
Es wird definitiv mystisch und märchenhaft. Die ganze Bandbreite von koreanischen Märchen steckt in diesem Buch. Da werden allgemein Fans von asiatischer Kultur viel Spaß beim Lesen dran finden. Das Buch versprüht in seiner gesamten Art definitiv Vibes, welche auch Manga und Anime Fans automatisch anziehen wird - schon allein vom Cover her.

Die Story spricht jüngere und ältere Leser gleichermaßen an. Klar, die Protagonistin ist recht jung und oft auch sehr naiv, aber sie folgt treu ihren Prinzipien. Das macht sie sehr nahbar und sympathisch. Auch die Nebencharaktere wie die Ahnen von Mina gefallen mir sehr gut. Manche Wendepunkte fand ich nicht ganz so gelungen bzw. glaubhaft, manches kam einfach zu schnell und dann zu abgehackt. Ist, hat ein Märchen und da sollte man einfach nicht zu viel darüber nachdenken. Diese kleinen Fehler haben mich nicht gestört und für die Hauptstory hatten sie auch eher einen geringeren Einfluss, wie ich fand.

Die Geschichte hatte für mich einen gewissen Zauber, der mich gepackt hat. In letzter Zeit hatte ich eine kleine Leseflaute und dieses Buch hat mir so viel Spaß gemacht, dass ich da wohl wieder herausgefunden habe, um noch mehr so tolle Bücher wie „Das Mädchen, das in den Wellen verschwand“ zu lesen.
Dem Schreibstil konnte ich leicht folgen, die Beschreibungen waren gut. Ich dadurch konnte ganz leicht in Minas Welt eintauchen und das Buch nur so in einem Zug weglesen.

Fazit:
Dieses Buch hat mich absolut in seinen Bann gezogen. Für mich war es ein kleines Buchhighlight 2023, welches ich sehr gerne durchgesuchtet habe

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 28.07.2023

Lustige Romcom für Let´s Play Fans

Let's Play - Teil 1
0

Darum geht´s:
Sam ist leidenschaftliche Gamerin und außerdem eine Spieleentwicklerin. Ihr erstes Game war auf der Spielentwicklerplattform Indigineer immer recht gut bewertet und Sam war stolz auf diesen ...

Darum geht´s:
Sam ist leidenschaftliche Gamerin und außerdem eine Spieleentwicklerin. Ihr erstes Game war auf der Spielentwicklerplattform Indigineer immer recht gut bewertet und Sam war stolz auf diesen doch schon kleinen Erfolg. Das ändert sich schlagartig als der Profi Let's Player Marshall ihr Spiel in einem seiner Let's Plays völlig zerreißt. Plötzlich ist Sams Game abgerutscht und die schlechten Bewertungen reihen sich nur so untereinander. Sam ist völlig außer sich und als wäre das noch nicht genug, zieht Marshall auch noch direkt gegenüber ein. Sie nimmt sich vor Marshall zu meiden, aber das ist nicht ganz so einfach, wenn die Vermieterin darauf besteht, dass sich alle in ihrem Haus gut verstehen. Als wäre das noch nicht nervig genug, sieht Marshall auch noch unverschämt gut aus und ist charmant dazu. Ob Sam doch weich wird?

Meine Bewertung
Das Buch ist ein Comic, voll bebildert, mit Text in Sprechblasen. Ich hätte die Story auch als Volltext genommen, aber der Comicstil war sehr erfrischend. Die Zeichnungen sind nicht wie bei einem Manga, sondern es kommen hier stilistisch halt voll die American Vibes rüber. Man liest hier in westlicher Richtung.

Das Thema und die Story könnten aber auch so hier in Deutschland oder in jedem anderen Land spielen. Let's Player und Spieleentwicklerinnen gibt's ja fast überall. Man könnte sagen der Comic passt in die Zeit und spricht daher auch eine breite Masse (insbesondere natürlich auch Gamings Nerds) an, aber auch Gaming Neuling können hier gut in die Welt von Let's Plays und Co. eintauchen.
Dadurch das Sam ordentlich was auf den Kasten hat und sich so schnell nicht von irgendeinem Let's Player wie Marshall beeindrucken lässt wird's interessant. Auch wenn Sam den guten Marschall doch ziemlich spannend findet (auch optisch). Sam ist außerdem keine zurückgezogene Einsiedlerin, sondern hat eine Menge gute Freunde, die alle auf ihre Art sehr besonders sind. Die Auswahl der Nebencharaktere ist hier gelungen und alle bringen auf ihre Art eine interessante Nuance in die Story.

Marschall an sich ist auch nicht, wie man auf den ersten Blick vermuten könnte, arrogant oder großkotzig. Er macht halt oft nur seinen Job und geht öfter mal ziemlich naiv an die Dinge ran. Das kann sich auf jeden Fall sehr interessant zwischen Sam und Marschall entwickeln. Vieles in dem Comic ist auch sehr witzig, ich musste oft lachen, weil manche Situationen zu komisch sind. Vor allem die Szenen mit Sams Vater sind zu lustig.

Dabei übermitteln die Zeichnungen auch die richtigen Emotionen. Alles in allem ein sehr gutes Gesamtkonzept.

Ich werde mir auch den zweiten Band gönnen. Bin gespannt, wie es weitergeht. Hoffentlich hält der Unterhaltungsgrad an.

Fazit:
Lustig romantische Gamerstroy im Comic Stil. Unterhaltsames Lesevergnügen garantiert.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere