Platzhalter für Profilbild

Maria_12

Lesejury Star
offline

Maria_12 ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit Maria_12 über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 14.01.2022

Die Macht der Worte

Die Schule der Redner
0

Der Autor Johann Seeger, ist u.a. Trainer in der Welt der Rhetorik und verpackt sein Wissen in seinem ersten historischen Roman "Die Schule der Redner", in ein spannendes Abenteuer rund um eine geheimnisvolle ...

Der Autor Johann Seeger, ist u.a. Trainer in der Welt der Rhetorik und verpackt sein Wissen in seinem ersten historischen Roman "Die Schule der Redner", in ein spannendes Abenteuer rund um eine geheimnisvolle antike Schrift.

Inhalt:
Mitteleuropa im Jahr 1246. Der Junge Leon, ein in Ungnade gefallener Neffe des deutschen Fürsten Rudolf von Habsburg, wird mit einer gefährlichen Mission betraut: Er soll ein geheimnisvolles Buch in Sicherheit bringen, das dem, der es zu deuten weiß, zu großer Macht verhelfen wird. Unter Einsatz seines Lebens gelingt es Leon, die Schrift an einer rätselhaften Schule für Redekunst nahe St. Gallen abzuliefern. Leon wird als Schüler aufgenommen. Doch selbst hinter den Mauern des mächtigen Ordens sind er und seine neuen Freunde nicht sicher. Welches Geheimnis birgt die alte Schrift? Und wer ist offensichtlich bereit, dafür zu morden?

Meine Meinung:
Dem Autor ist ein wunderbarer historischer Abenteuer-Roman um ein Geheimnis einer alten Schrift gelungen, dass besonders heraussticht durch die Kunst des Redens, des Zuhörens und des Verstanden werden.

Leon fällt in Ungnade bei seinem Onkel dem Fürsten Rudolf von Habsburg und wird mehr als hart bestraft. Keiner kann ihm helfen, bis er beschließt, zu fliehen. Seine Flucht ist sehr ereignisreich, doch er bekommt Hilfe, mit der er nicht gerechnet hat. Er wird tagelang verfolgt und um seine Verfolger abzuhängen, wagt Leon sich über einen gefrorenen Fluss und bricht ein. Er hat mehr als Glück, als der junge Wilderer Flint, ihn in letzter Sekunde retten kann und Hilfe von seiner Familie bekommt.

Das große Abenteuer für Leon beginnt mit seinem neuen Freund Flint, der ihn auf seiner Reise, begleitet. An der Schule der Redner wird er angenommen aber seine Feinde bleiben ihm auf den Fersen. Er lernt zwar schnell wie man Worte richtig einsetzt, richtig zuhört und Menschen damit beeinflussen kann, doch er muss noch viele Abenteuer bestehen um die Wahrheit zu erkennen. Leon gewinnt an der Schule viele Freunde, die ihn dabei unterstützen und mit deren Hilfe er manche gefährliche Abenteuer übersteht.

Es bleibt Interessant, all diesen Abenteuern und deren Verstrickungen zu folgen und nach und nach zu erfahren, wer Freund oder Feind ist!

Fazit:
Der Autor hat das Leben im Mittelalter bildgewaltig beschrieben und dabei mit einem fesselnden Schreibstil, eine intensive Spannung aufgebaut, die mich einfach fasziniert hat.
Die Protagonisten, sind vielschichtig und sehr glaubwürdig im Handlungsverlauf eingebunden. Das Buch hat alles, was für mich eine fesselnde historische Geschichte ausmacht und ein Ende, mit dem ich zufrieden bin.
Von mir 5 Sterne und eine klare Leseempfehlung!

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 09.01.2022

Spannende Zeitreise in die 70er und 80er Jahre

Unser kostbares Leben
0

Die Autorin Katharina Fuchs, entführt den Leser in ihrem neuen historischen Roman „Unser kostbares Leben“ auf eine Reise in eine Epoche im Umbruch – Die Geschichte zweier Jahrzehnte: Drei Frauen gehen ...

Die Autorin Katharina Fuchs, entführt den Leser in ihrem neuen historischen Roman „Unser kostbares Leben“ auf eine Reise in eine Epoche im Umbruch – Die Geschichte zweier Jahrzehnte: Drei Frauen gehen ihren Weg.

Inhalt:
Bestseller-Autorin Katharina Fuchs erzählt von ihrer eigenen Kindheit, die Geschichte von drei jungen Frauen, die in den 70er Jahren gegen gesellschaftliche Missstände und die Vorstellungen ihrer Eltern rebellieren.

Nach der Geschichte ihrer Großmütter, ihrer Mutter und Tante, erzählt Katharina Fuchs nun von einer Kindheit und Jugend in den 70er und 80er Jahren. Mainheim 1972: Minka und Caro eröffnen die Schwimmbadsaison, als ihr Klassenkamerad Guy vor ihren Augen verunglückt. Am selben Tag trifft das vietnamesische Waisenkind Claire im Kinderheim ein. Das Netzwerk ihrer Väter, des SPD-Bürgermeisters und des Fabrikdirektors beginnt zu arbeiten. Die Freundinnen realisieren, dass in der kleinen Industriestadt nichts mehr stimmt: Vergiftetes Flusswasser, Tierversuche und Experimente mit Psychopharmaka. Wie kostbar ist ein Leben? Katharina Fuchs erzählt intensiv und authentisch über den Höhepunkt der Umweltzerstörung in den 70er Jahren und wie wir die Wende selbst beschwören mussten.

Die wahre Geschichte ihrer Großmütter sowie ihrer Mutter und Tante erzählt die Bestseller-Autorin in den historischen Romanen »Zwei Handvoll Leben« (1914–1953) und »Neuleben« (50er und 60er Jahre).

Meine Meinung:
Die Autorin erzählt sehr authentisch von ihren eigenen Kindheits- und Jugenderinnerungen und bietet hier eine schöne sowie gelungene Zeitreise in die 70er und 80er Jahre, die mit fiktiven Handlungen eingebunden ist.

Drei junge Frauen stellen nach einem Badeunfall Fragen, die nicht jedem gefallen: Minka, die Tochter des SPD-Bürgermeisters, Caro, die Tochter des Direktors der Schokoladenfabrik und ihre vietnamesische Adoptivschwester Claire. Die Freudinnen entdecken immer mehr Dinge in ihrer Stadt, die völlig falsch laufen.

Als in der hessischen Kleinstadt Mainheim etliche Skandale aufgedeckt werden, die eigentlich unter den Teppich gekehrt werden sollten, sind die jungen Mädchen, erwachsene Frauen, die in der Lage sind, für ihre Meinung zu kämpfen und für ihre Überzeugungen einzutreten. Bewegende Ereignisse kommen zu Tage, wie Umweltzerstörungen und Katastrophen, politische Ereignisse, Arzneimittelexperimente an wehrlosen Heimkindern und Tieren sowie grausame Tierversuche.

Fazit:
Der Autorin ist es hervorragend gelungen, die einzelnen Ereignisse mit spannenden Handlungen zu verknüpfen. Die Protagonisten, sind vielschichtig und glaubwürdig im Handlungsverlauf eingebunden. Das Buch ist ein schöner Rückblick auf die 70er und 80er Jahre, welche viele Erinnerungen in mir wachgerüttelt haben. Mit dem flüssigen Schreibstil der Autorin, hatte ich viele schöne Lesestunden und empfehle das Buch gerne weiter.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 07.01.2022

Spannender Weg zweier ungleichen Frauen

Ein Hauch von Amerika
0

Die Autorin Petra Grill entführt den Leser in ihrem neuen historischen Roman „Ein Hauch von Amerika“ auf eine Reise über zwei Frauenschicksale, die beide den leidenschaftlichen Wunsch nach Emanzipation ...

Die Autorin Petra Grill entführt den Leser in ihrem neuen historischen Roman „Ein Hauch von Amerika“ auf eine Reise über zwei Frauenschicksale, die beide den leidenschaftlichen Wunsch nach Emanzipation und Selbstverwirklichung haben.

Inhalt:
Pfalz, 1951: Amy McCoy erreicht die US-Militärstation Kaltenstein. Hier soll sie als First Lady ihres Ehemanns Colonel Jim McCoy residieren. Was sie niemandem verrät: Amy ist nicht das erste Mal in Deutschland. Als Amelie Werner musste sie 1933 mit ihren Eltern aus Berlin über Paris in die USA fliehen. Nie wollte sie in das Land der Täter zurückkehren. Nun sitzt sie hier fest, mitten im Nirgendwo, wo sie sich mit der Dorfbevölkerung herumschlagen muss, die demokratische Werte von der US-Armee erlernen soll. Erst ihre Freundschaft zu dem Bauernmädchen Marie gibt ihr Hoffnung. Die ungleichen Frauen vereint die Liebe zur Kunst. Amy macht es sich zur Aufgabe, Marie ein selbstbestimmtes Leben zu ermöglichen. Doch in den Aufbruchswirren der Nachkriegszeit scheint es keinen Platz zu geben für die Träume einer modernen Frau ...

Meine Meinung:
Der Autorin ist ein wunderbarer historischer Roman zweier Frauen in einer Zeit des Umbruchs gelungen, der wichtige Epochen der deutschen Geschichte mit einzelnen Schicksalen, aufzeigt.

Der Einstieg in die Geschichte beginnt 1951 als Amy McCoy zu ihrem Mann Colonel Jim McCoy an die US-Militärstation nach Kaltenstein in die Pfalz, folgt. Amy tritt sehr überheblich und arrogant auf. Warum und weshalb verhält sie sich so? Sie spricht nur Englisch und verschweigt ihre wahre Herkunft und die Hintergründe.

Im ersten Moment dachte ich, der arme Jim, bemüht sich so um Amy und sie greift zur Flasche. Warum nur! Geschickt, überredet Jim seine Frau, die Bauerntochter Marie als Hausmädchen einzustellen um deren Familie finanziell zu unterstützen aber eigentlich geht es ihm mehr darum, dass Amy über Tag nicht alleine ist.

Amy reist mit ihren Gedanken in die Vergangenheit, rollt diese auf und langsam ahnt man ihre innere Verzweiflung.

Mit einem spannenden Schreibstil erzählt die Autorin die Geschichte einer „ungleichen“ Frauenfreundschaft zwischen Amy und dem einfachen Bauernmädchen Marie. Als Marie eine sehr gefährliche und fast undenkbare Liebesbeziehung zu einem schwarzen Soldaten eingeht, verändert sich der Umgang, der beiden Frauen zueinander ...

Fazit:
Der Autorin ist es wunderbar gelungen, historische Ereignisse mit spannenden und berührenden Handlungen, auf zwei Zeitebenen zu erzählen, die sich hervorragend zwischen Vergangenheit und Gegenwart ergänzen. Die Protagonisten sind im Handlungsverlauf vielschichtig und sehr glaubwürdig eingebunden. Das Buch hat alles, was eine lesenswerte Geschichte ausmacht und ein Ende, mit dem ich zufrieden sein kann.
Von mir eine klare Leseempfehlung!

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 31.12.2021

Was ist Wahrheit und was Realität?

Die Rache ist mein
0

Die Autorin Marie NDiaye, erzählt in ihrem Roman „Die Rache ist mein“ eine ungewöhnliche Geschichte über ein verstörendes Verbrechen und insbesondere eine verstörte Anwältin.

Inhalt:
Maître Susane, 42, ...

Die Autorin Marie NDiaye, erzählt in ihrem Roman „Die Rache ist mein“ eine ungewöhnliche Geschichte über ein verstörendes Verbrechen und insbesondere eine verstörte Anwältin.

Inhalt:
Maître Susane, 42, Anwältin in Bordeaux, erhält in ihrer Kanzlei Besuch von einem gewissen Gilles Principaux. Sie glaubt diesen Mann aus ihrer Jugend zu kennen: Da war eine Begegnung mit einem älteren, beeindruckenden Jungen aus reichem Elternhaus, die ihrem Leben eine ganz neue Richtung gab. Doch an das, was damals konkret geschah, erinnert sie sich kaum. Andeutungen ihres Vaters, der Junge könne ihr zu nahe gekommen sein, weist sie empört zurück. Principaux bittet sie, die Verteidigung seiner Frau zu übernehmen, die ein entsetzliches Verbrechen begangen hat: Marlyne Principaux hat ihre drei Kinder getötet. Maître Susane übernimmt den Fall - und stürzt ins Bodenlose. Was ist los mit dieser Mutter? Welche Rolle spielen in alldem Maître Susanes maurizische Hausangestellte und deren Kinder? Wer ist dieser Gilles Principaux wirklich? Und ist sie selbst überhaupt diejenige, die sie zu sein glaubt?

Eine Anwältin wird beauftragt, eine Mutter zu verteidigen, die ihre drei Kinder ermordet hat. Aber verbindet sie nicht mit dem Vater der Kinder eine folgenreiche Begegnung viele Jahre zuvor? Was ist hier Wahrheit, was Lüge? Und ist es möglich, ohne Gewissheit zu leben? Marie NDiayes aufwühlender Roman über eine Frau in einer Extremsituation ist in Frankreich das literarische Ereignis des Jahres: ein raffiniertes, abgründiges Spiel mit uns und unseren Erwartungen und Ängsten.

Meine Meinung:
Die Autorin erzählt die Geschichte aus Sicht der Protagonistin Me Susane, die als recht verwirrte Persönlichkeit daherkommt und vieles unrealistisch wirken lässt. Ihre vielen widersprüchlichen Gedankengänge, wirken wie ein Geflecht aus Einbildungen und Eventualitäten und oft stellte ich mir die Frage: Was ist Wahrheit und was ist Realität?

Die Geschichte endet mit dem ungewöhnlichen Plädoyer von Me Susane aus dem Prozess gegen Marlyne Principaux, dessen Ausgang jedoch offen bleibt!
Für mich persönlich, bleiben zu viele offene Fragen um mit dem Ende zufrieden sein zu können. Klar kann ich meine eigenen Interpretationsmöglichkeiten in Betracht ziehen aber das macht mich nicht besonders glücklich.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 19.12.2021

Mutter und Tochter auf der Flucht in den Nordwesten

Der große Nordwesten
0

Die Autorin Anne-Marie Garat, erzählt in ihrem neuen Roman „Der große Nordwesten“ von Lorna del Rio und ihrer sechsjährigen Tochter Jessie, die nach dem Tod des Vaters zusammen in den Nordwesten flüchten.

Inhalt:
Ende ...

Die Autorin Anne-Marie Garat, erzählt in ihrem neuen Roman „Der große Nordwesten“ von Lorna del Rio und ihrer sechsjährigen Tochter Jessie, die nach dem Tod des Vaters zusammen in den Nordwesten flüchten.

Inhalt:
Ende der 1930er Jahre verlässt das Starlett Lorna del Rio nach dem Tod ihres Mannes mit ihrer sechsjährigen Tochter Jessie überstürzt Hollywood. Sie flüchten in den großen Nordwesten, Richtung Yukon und Alaska. Ihre Reise führt sie durch ein Land, das von Legenden geprägt ist: Legenden der First Nations und der indigenen Bevölkerung, der Goldsucher, Kopfgeldjäger und Trapper, der Western, Märchen und Abenteuerromane. Ausgestattet mit einer mysteriösen Karte, dem gestohlenen Geld von Jessies verstorbenem Vater und einem Gewehr stellen sich Mutter und Tochter der Wildnis und ihrer eigenen Vergangenheit. Schutzlos der Natur ausgeliefert und verfolgt von Kopfgeldjägern rettet die Begegnung mit Kaska, einer Indigenen der Gwitch’in First Nations, ihr Überleben. Doch was verbirgt Lorna, die mit jeder Station der Reise ihren Namen wechselt und neue Geschichten über ihre Herkunft erfindet? Und warum denkt das FBI, es müsste Jessie finden und retten? Eine große Erzählung über Nordamerikas Wildnis, die ein ganzes Universum faszinierender Figuren, Bilder und Landschaften bereithält.

Meine Meinung:
Das schöne Cover sowie der Klappentext und die Gestaltung des Buches haben mir sehr gut gefallen, ja mich richtig neugierig auf einen großartigen Abenteuerroman gemacht und daher wollte ich unbedingt dieses Buch lesen. Leider fand ich den Einstieg in die Geschichte recht schwierig und teilweise doch etwas verwirrend. Man braucht schon etwas Geduld um für sich selbst eine Richtung zu finden um der Geschichte folgen zu können.

Am besten haben mir die Beschreibungen der Natur und die Atmosphäre des Nordwestens gefallen, die von der Autorin wirklich gut und detailliert, beschrieben wurden. Gerne hätte ich mir gewünscht, dass die Ereignisse und Handlungen der Protagonisten, genauso klar und deutlich sowie nachvollziehbar, erzählt werden.

Die Erzählungen von Jessie, einmal als Kind und das andere Mal als junge Erwachsene, fand ich ganz und gar nicht fließend, sondern eher hemmend. Gewünscht hätte ich mir auf jeden Fall einzelne Kapitel, mit Überschriften und jeweiliger Angabe des Jahres um sofort erkennen zu können, wo ich Jessie einordnen kann.

Mit dem offenen Ende bin ich nicht ganz so glücklich.

Fazit:
Der Autorin ist es wunderbar gelungen, in einem schönen Schreibstil die Natur und die Landschaft des Nordwestens, gut zu beschreiben. Die Protagonisten sind im jeweiligen Handlungsverlauf so dargestellt, dass sie mich zum Teil, nachdenklich zurück lassen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere