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Maria_12

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 08.09.2025

Magische Süßigkeiten

Der Laden in der Mondlichtgasse
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Hiyoko Kurisus Roman „Der Laden in der Mondlichtgasse“ entführt in eine magische Confiserie, in der Mondlichtgasse, ein geheimnisvoller Ort am Rande der Stadt: Zwischen Vollmond und Neumond ist sie geöffnet ...

Hiyoko Kurisus Roman „Der Laden in der Mondlichtgasse“ entführt in eine magische Confiserie, in der Mondlichtgasse, ein geheimnisvoller Ort am Rande der Stadt: Zwischen Vollmond und Neumond ist sie geöffnet und nur Menschen, deren Leben aus dem Gleichgewicht geraten sind, können sie betreten.

Der rätselhafte Kogetsu ist ein Fuchsgeist, der in seiner Confiserie traditionelle japanische Süßigkeiten verkauft, die scheinbar die Probleme der Menschen lösen soll. Kogetsu will verstehen, was es bedeutet, ein Mensch zu sein. In fünf Kapiteln und mit fünf Geschichten über seine Kunden beobachtet Kogetsu sie ungesehen, er will ihre Emotionen und wie sich ihr Leben zum Besseren verändert, für seine eigenen Ziele, einfangen.

Im letzten Kapitel gibt Kogetsu ein Bild von sich und erzählt seine Geschichte, wie er auf die Idee der magischen Confiserie gekommen ist. Sein Schlußzitat, ist erstaunlich und hat mich letztendlich, doch überrascht.

Fazit:
Besonders schön finde ich das tolle Cover und die gelungene Gestaltung des Buches. Auch das Glossar mit den Beschreibungen der einzelnen Süßigkeiten, fand ich sehr bildhaft.
"Der Laden in der Mondlichtgasse" ist ein leiser von japanischen Mythen und Märchen durchwobener Roman. Wer ruhige Geschichten mit einem Hauch Magie und Einblick in die japanische Kultur schätzt, findet hier eine nette Lektüre für Zwischendurch.

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Veröffentlicht am 05.09.2025

Die Kraft der Liebe in dunklen Zeiten

Martha, Mon Amour. Eine verlorene Liebe
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In ihrem neuen Roman "Martha, Mon Amour - Eine verlorene Liebe -" erzählt die Autorin Thereza Vanek eine fiktive Liebesgeschichte, vor dem historischen Hintergrund zwischen dem Ende des Ersten und Zweiten ...

In ihrem neuen Roman "Martha, Mon Amour - Eine verlorene Liebe -" erzählt die Autorin Thereza Vanek eine fiktive Liebesgeschichte, vor dem historischen Hintergrund zwischen dem Ende des Ersten und Zweiten Weltkriegs bis in die Nachkriegszeit hinein.

Köln, 1918: das lang ersehnte Ende des ersten Weltkriegs bringt Martha statt Freude großen Kummer, denn ihr Verlobter ist gefallen. Martha ist eine junge Frau, die ihre Trauer und Sehnsucht nicht nach außen trägt, dafür aber ihre Stärke nutzt um allen zu helfen, die ihre Hilfe benötigen. Sie ist eine Frau, die anpackt und nicht den Kopf in den Sand steckt.

Der Einsatz afrikanischstämmiger Soldaten im französischen Besatzungsheer, löst in Köln bei den Menschen entsetzen und unbehagen, aus. Die Kolonialsoldaten werden von den Deutschen abgelehnt. Als Martha dem tunesischen Kolonialsoldaten Amir begegnet, weckt dieser leidenschaftliche Gefühle in ihr aus, doch Amirs Zeit in Köln ist schnell vorbei und er geht zurück nach Paris. Marthas Mutter, die sie immer wieder gegängelt hat, verstirbt plötzlich und da gibt es für sie nichts mehr zu überlegen. Martha wagt den mutigen Schritt und folgt Amir nach Paris.

In Paris ist das Leben nicht gerade einfach aber wie es scheint, macht Martha aus allem das Beste und heiratet Amir, trotz der Schwiegermutter, die sie nicht mag. Dann verdüstert sich die politische Lage und Hitlers Truppen marschieren auch nach Frankreich. Und plötzlich ist Marthas Liebe zu Amir wegen seiner Herkunft, verboten.

In Deutschland herrscht der Krieg und trotz aller Warnungen reist Martha nach Köln um nach ihren Freunden, zu sehen und steckt plötzlich selbst in Schwierigkeiten durch ihre unerwartete Schwangerschaft. Jetzt trifft es Martha sogar umso härter, denn sie muss nicht nur um das Leben ihres Mannes fürchten, sondern auch um das ihrer Tochter.

Besonders gut gefällt mir das Nachwort der Autorin zu Fakten und Fiktion, die den Roman hervorragend abrunden.

Fazit:
Das Cover ist wunderschön und passend zum Titel gestaltet, während durch die überwältigende Unbeschwertheit von Martha in schwierigen Zeiten, doch so einiges an Tiefe verloren geht aber durchaus lesenswert bleibt.
Von mir 4 von 5 Sterne!

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Veröffentlicht am 29.08.2025

Fesselndes Debüt!

In ihrem Haus
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„In ihrem Haus“, ist ein außergewöhnliches Debüt der niederländischen Autorin Yael van der Wouden. Sie erzählt eine Geschichte über verdrängte Geheimnisse, Begierde, unerwarteter Rache und den Abgründen, ...

„In ihrem Haus“, ist ein außergewöhnliches Debüt der niederländischen Autorin Yael van der Wouden. Sie erzählt eine Geschichte über verdrängte Geheimnisse, Begierde, unerwarteter Rache und den Abgründen, die sich hinter den Fassaden scheinbar geordneter Leben verbergen.

1961, in der niederländischen Provinz: Seit dem Tod ihrer Mutter lebt Isabel alleine und abgeschieden in dem alten Familienhaus und lebt vom Nachlass ihrer Eltern, der von ihrem Onkel verwaltet wird. Ihre beiden Brüder hingegen leben ihr eigenes Leben in Den Haag. Hendrik ist homosexuell, während Louis die ständig wechselnden weiblichen Beziehungen vorzieht. Das Verhältnis der Geschwister untereinander, harmonisiert trotz der Entfernung, recht gut. Den Brüdern gelingt es aber nicht, Isabel aus ihrem Schneckenhaus zu locken, sie zieht die Einsamkeit vor.

Als Louis eines Tages seinen Geschwistern die rätselhafte Eva vorstellt, lehnt Isabel diese strikt ab. Doch als ihr Bruder beruflich ins Ausland muss, quartiert er seine ungehobelte Freundin Eva ausgerechnet im Schlafzimmer ihrer verstorbenen Mutter, ein. Isabels stille Routinen geraten ins Wanken. Das Haus, dass ihr einst Schutz und Sicherheit bot, wird zum Schauplatz unheimlicher Veränderungen. Plötzlich verschwinden Gegenstände, die Isabel sich nicht erklären kann und wird gegenüber Eva immer misstrauischer. Isabel selbst ist ein schwieriger Charakter – spröde und zurückhaltend, nicht unbedingt sympathisch. Ihr Verhältnis zu Eva ist geprägt von Spannung und Konflikten, wobei Eva selbst eine geheimnisvolle, teils eigenartige Figur bleibt, deren Verhalten sich erst im Nachhinein nachvollziehbar und tiefgründig erklärt. Als sich plötzlich eine unerwartete Anziehung zwischen den beiden Frauen entwickelt, erschüttert diese Isabels festgefügtes Weltbild tief.

Besonders berührt hat mich Evas Tagebuch, das sie nach ihrem fluchtartigen Verlassen von Isabel, im Haus vergessen hat. Die Vergangenheit, die Isabel zu verdrängen versucht hat, holt sie beim Lesen von Evas Tagebuch endgültig ein und zwingt sie, sich ihren Vorurteilen und der dunklen Geschichte des Hauses zu stellen.

Fazit:
„In ihrem Haus“ ist eine eindringlich, hervorragend erzählte Geschichte über Liebe, Besitzen und Besessenheit. Anfangs noch leise, dann Emotional fordernd, sprachlich stark und atmosphärisch dicht – einfach ein Highlight und ein absolut empfehlenswertes Buch für alle, die sich für Familiengeschichten und starke Charaktere interessieren.

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Veröffentlicht am 26.08.2025

Fesselnd erzählt

Die Verlorene
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Das Bild einer stolzen jungen Frau ziert das Cover des neuen Romans "Die Verlorene" von Miriam Georg und ist das persönlichste Buch der Autorin, in dem sie die Geschichte ihrer aus Schlesien stammenden ...

Das Bild einer stolzen jungen Frau ziert das Cover des neuen Romans "Die Verlorene" von Miriam Georg und ist das persönlichste Buch der Autorin, in dem sie die Geschichte ihrer aus Schlesien stammenden Familie mit Fakten und fiktiven Handlungen, geschickt verwebt erzählt.

Die Geschichte beginnt mit einem schweren Sturz von Änne, die ins Krankenhaus eingeliefert werden muss. Ihre Tochter Ellen und ihre Enkelin eilen ans Krankenbett, doch Änne liegt im Koma und wacht nicht mehr auf.
Laura ist erschüttert, denn gerade sie hatte eine besonders innige Beziehung zu ihrer Großmutter Änne, die ihr gerne und oft von den goldenen Sommern in Schlesien erzählt hat aber nie von den Menschen, die damals zu ihrem Leben gehörten. Laura fährt in die Wohnung ihrer Großmutter und entdeckt auf dem Tisch ein Paket mit einem ausgepackten Bild. Wer mag das Bild wohl geschickt haben, denn es fehlt ein Absender, kommt aber aus Polen. Wer schickt ihrer Großmutter ein Paket aus Polen? Laura wundert sich über die Ähnlichkeit der Frau auf dem Bild, die ihrer Großmutter ähnlich sieht. Als sie im Schlafzimmer auch noch eine Kiste mit einem durchgerissenen halben Bild und einigen Erinnerungsstücke findet, wird Laura sich bewußt, wie wenig sie doch über das Leben und die Vergangenheit ihrer Großmutter weiß.

Neugierig geworden, macht sich Laura auf die Suche nach Ännes Wurzeln und fährt zum ehemaligen Pappelhof ihrer Familie in Schlesien, dabei taucht sie immer tiefer in die Vergangenheit ein und stößt auf schmerzliche Wahrheiten, die das Bild der Frau, die ihr so vertraut war, erschüttern ...

Berührend und fesselnd taucht die Autorin nach Schlesien Anfang der 40er Jahre ein und lässt ihre Familiengeschichte verbunden mit den historischen Ereignissen während und unmittelbar nach dem Zweiten Weltkrieg, Stück für Stück lebendig werden und zeigt dabei, wie letztendlich Vergangenheit und Gegenwart doch eng miteinander verwoben sind.

Fazit:
In ihrem Nachwort erzählt die Autorin, dass sie sich durch die Manuskripte ihres verstorbenen Großvaters, zu diesem emotionalen und generationsübergreifenden Roman, hat inspirieren lassen. Ihr gelingt es hervorragend, mit gut recherchierten Details aus historischen Ereignissen und persönlichen Schicksalen, einer berührenden Tiefe und einer fesselnden Handlung, mich von ihrer Geschichte zu überzeugen. "Die Verlorene" ist ein packender und fesselnder Roman, den ich sehr gerne gelesen habe.
Von mir 5 Sterne und eine absolute Leseempfehlung!

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Veröffentlicht am 13.08.2025

Die Suche nach der Wahrheit

Der Sommer am Ende der Welt
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In ihrem neuen Roman “Der Sommer am Ende der Welt” erzählt die Autorin Eva Völler, eine Geschichte über die Journalistin Hanna, die einen Artikel über das Schicksal der ehemaligen Verschickungskinder in ...

In ihrem neuen Roman “Der Sommer am Ende der Welt” erzählt die Autorin Eva Völler, eine Geschichte über die Journalistin Hanna, die einen Artikel über das Schicksal der ehemaligen Verschickungskinder in den 60er-Jahren auf Borkum, recherchieren und schreiben möchte.

Hanna reist mit ihrer Tochter Katie auf die Insel Borkum, in das Hotel Dünenschloss der ehemaligen Villa Aurora, wo das Schicksal vieler Verschickungskinder, stattfand. Auch Hannas eigene Mutter war dort als Kind und hat schlimme traumatische Erinnerungen machen müssen. Hanna möchte herausfinden, was sich in dem einstigen Kinderkurheim zugetragen hat, und stößt dabei auf viele Ungereimtheiten.

Gleich zu Beginn ihres Aufenthalts, begegnet Hanna dem Arzt Ole Vandenberg und als sei der Blitz eingeschlagen, verlieben sich beide Hals über Kopf, ineinander. Im Dünenschloss angekommen, werden Hanna und Katie herzlich aufgenommen, bis der Grund ihres Besuches klar wird. Fortan dreht sich der Wind und das Drama nimmt seinen Lauf ...

Eines Tages liegt vor Hannas Hotelzimmertür das Tagebuch einer ehemaligen Kinderbetreuerin, mit Hinweisen auf ein vertuschtes Verbrechen. Selbst in Oles Familie schlummert in der Vergangenheit ein schreckliches Geheimnis. Langsam wird die Vergangenheit wie ein Puzzle aufgedeckt, doch nicht alle Inselbewohner möchten, dass die Wahrheit ans Licht kommt ...

Die Handlung über die schrecklichen Erlebnisse der Verschickungskinder in der Vergangenheit, gehen Stück für Stück verloren, und zurück bleibt eine Liebesgeschichte zwischen Hanna und Ole.

Fazit:
Auf dieses Buch hatte ich mich sehr gefreut, denn gerne hätte ich mehr über die Schicksale und Erlebnisse der Verschickungskinder, erfahren. Ich wurde nicht warm mit den Protagonisten, weder in der Gegenwart noch in der Vergangenheit. Die Idee des Themas ist zwar interessant gewählt aber durch die ganzen Verstrickungen, bleibt die Tiefe der eigentlichen Handlung auf der Strecke.

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