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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 16.01.2022

Britischer Humor für Klein & Groß

Merdyns magische Missgeschicke – Zaubern will gelernt sein!
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Schockschwerenot! Was für ein Buch!
Es beginnt schon damit, dass wir direkt angesprochen werden. Gleich zum Start, aber auch immer wieder im Buch. Das beamt einen sofort hinein und macht einen fast zum ...

Schockschwerenot! Was für ein Buch!
Es beginnt schon damit, dass wir direkt angesprochen werden. Gleich zum Start, aber auch immer wieder im Buch. Das beamt einen sofort hinein und macht einen fast zum Teil der Geschichte, man ist ganz nah dran.

Kurz zur Handlung: Rosie ist ein kleines Mädchen und möchte eine berühmte Sängerin werden. Dumm nur, dass sie gar nicht gut singen kann. Außerdem lebt sie mit ihrer Mutter und ihrem Teenie-Bruder zusammen und die kleine Familie ist immer noch schwer getroffen vom Tod des Vaters. Ziemlich traurige Ausganglage.
Rosie hat dann noch Pupsie, ihr Meerschweinchen, das aber gar keine so tragende Rolle im Buch hat. Vielmehr beschränkt es sich größtenteils auf...naja, der Name verrät es schon & weitergehende Körperausscheidungen.

Doch dann tritt Merdyn, ein ehemals großer Hexenmeister in ihr Leben. Jetzt aber dummerweise verbannt, vom Mittelalter in unsere Zeit und alleine das bringt sehr viele, sehr lustige Turbulenzen.

Das Buch ist so richtig schön schräg. Witzig-schräg, nicht sinnlos schräg, wohlgemerkt. Echter britischer Humor, kindgerecht (und erwachsenengerecht). Besonders witzig fand ich die mittelalterlichen Flüche und sonstigen Wörter samt Übersetzung. Ob Hahnepampel, Tranfunzel oder Maulmacher, hier kann man seinen Wortschatz vortrefflich erweitern.
Das Lesen ist ein Vergnügen, der Fließtext wird immer wieder mit unterschiedlichen Schrifttypen und Größen unterbrochen, sehr gelungen.

Und dann ist das natürlich die Story, die zunehmend spannender und sehr aufregend wird! Und zum Schluss auch noch rührend, hach.

Ein rundum gelungenes Buch, kaum zu glauben, dass es das Kinderbuchdebut des Autors ist. Hoffentlich folgen da noch ganz, ganz viele weitere Bücher.

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  • Cover
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  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 12.01.2022

WELTALLerschönstes Weltall-Buch

Das Weltall
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Richtig schwer ist es, das Buch und ganz schön dick . Dazu sehr hochwertig aufgemacht, dickes, schönes, glattes Papier und auch noch mit einem Geruch nach Buch. Einfach wunderbar!

Aber natürlich kommt ...

Richtig schwer ist es, das Buch und ganz schön dick . Dazu sehr hochwertig aufgemacht, dickes, schönes, glattes Papier und auch noch mit einem Geruch nach Buch. Einfach wunderbar!

Aber natürlich kommt es letztendlich auf den Inhalt an.
Und der hat mich regelrecht überwältigt.
Es wird ganz viel Wissen vermittelt - und auch durchaus anspruchsvoll.
Kernfusion, Rotverschiebung, schwarze Löcher. Nichts bleibt unangesprochen, ein
richtiger Wissens-Schatz.
Mir gefällt hier auch sehr gut, dass Kinder ernstgenommen werden und die komplexe Thematik nicht auf Baby-Niveau heruntergebrochen wird.

Die kunterbunte Mischung macht es für mich so besonders. Neben der Wissensvermittlung gibt es Zitate, Gedichte, Sagen und zwischendrin immer wieder sogenannte "Selbermachen" Seiten.
Ob Experimente wie zur Raumkrümmung oder Newtons Farbscheibe, ob Tipps für eine Sternenbeobachtungsnacht, auch die gebundene Rotation kann man ausprobieren.
Das alles optisch wunderschön gestaltet.

Es gibt noch ein weiteres Highlight, das mir aber erst ganz am Ende so richtig bewusst wurde.
Das Buch beinhaltet die geballte Ladung Frauenpower.
Astrophysikerinnen, Dichterin, Illustratorin, Expertin, Übersetzerin und auch die Zitate im Buch stammen von berühmten Frauen.
Dazu zwei Schwestern im Buch, die die das Weltall entdecken.
Es wird nicht thematisiert, ist mir auch nicht sofort aufgefallen, aber die Frauen-Power-Botschaft an Mädchen ist gerade deshalb so grandios.
Das Buch ist natürlich völlig geschlechteroffen und für Jungs und Mädchen gleichermaßen spannend.

Für alle wissenshungrigen Kinder und Erwachsene ein echtes Must-have im Bücherschrank - oder wie es auf der Buchrückseite viel schöner beschrieben wurde: "Für Menschen ab 10 Jahren bis unendlich".

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
Veröffentlicht am 09.01.2022

Ich hatte mir mehr erwartet

nICHt genug (nICHt genug-Reihe - Band 1)
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Beworben wird das Buch als Tagebuchroman für Fans von Lotta Leben.
Tatsächlich ist es aber ein Comic, also schon ein etwas anderer Stil, streng angeordnet in den üblichen Comic-Kästchen.
Vielleicht bin ...

Beworben wird das Buch als Tagebuchroman für Fans von Lotta Leben.
Tatsächlich ist es aber ein Comic, also schon ein etwas anderer Stil, streng angeordnet in den üblichen Comic-Kästchen.
Vielleicht bin ich deshalb nicht ganz warm geworden mit dem Buch. Ich mag den Comic-Roman-Stil, aber keine klassischen Comics.

Das große Thema des Buches ist Ausgrenzung, die verzweifelte Suche nach Anerkennung und das Thema Selbstwertgefühl.
Man möchte Natalie manchmal wachrütteln, so wie es ihre Freunde versuchen, weil so so wenig Vertrauen in sich hat.

Ein wichtiges Thema, mir hat bei der Bearbeitung hier ein Funken Humor gefehlt. Vielleicht ist das auch fehl am Platz, weil es Natalie wirklich nicht gut geht und vielleicht ist es nur nicht meine Art von Humor, denn Ansätze waren schon auch enthalten.

Insgesamt habe ich das Buch gerne gelesen, aber der Funke ist nicht übergesprungen. Der Funke, der aus einem "ja, ganz nett" Buch ein "immer-wieder-lesen" Buch macht.

Veröffentlicht am 09.01.2022

Was ist nun die Wahrheit? Wem kann man glauben?

Das Loft
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Eine Dreierkonstellation.
Sarah und Marc, ein Pärchen in den Dreißigern und Henning, bester Freund von Marc und gleichaltrig.
Sie bewohnen zusammen ein traumhaftes Loft in Hamburg, bis eines Tages eine ...

Eine Dreierkonstellation.
Sarah und Marc, ein Pärchen in den Dreißigern und Henning, bester Freund von Marc und gleichaltrig.
Sie bewohnen zusammen ein traumhaftes Loft in Hamburg, bis eines Tages eine riesige Blutlache im Loft aufgefunden wird und von Henning jede Spur fehlt.

Der Thriller wird immer abwechselnd aus der Ich-Perspektive von Sarah und Marc erzählt, dazwischen gibt es immer noch Einschübe aus der Perspektive des Polizeipräsidiums.
Das ist unglaublich spannend, weil man immer die jeweilige Perspektive einnimmt und da natürlich überzeugt ist, dass diese jeweils der Wahrheit entspricht.
Je mehr man zum Ende hin kommt, desto auffälliger werden aber auch Abweichungen in der Wahrnehmung. Gleiche Situation, aber die Schilderung von Sarah ist anders als die von Marc.
Tja- was stimmt nun? Und vor allem: was geschah wirklich?

Dieser Thriller war voll nach meinem Geschmack. Temporeich und keine Sekunde langweilig.
Leicht zu lesen und sehr spannend.
Nicht vorhersehbar und mit dumpfen Ahnungen, was geschehen sein könnte (dem dann nicht so war! Super!).

Rundum gelungen!

Veröffentlicht am 06.01.2022

Kommt nicht an die anderen Bücher der Autorin heran

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Candice Fox habe ich über die Crimson Lake Reihe kennengelernt und die Bücher hatten für mich Suchtpotenial. Ich konnte sie nicht weglegen und musste die Nacht durchlesen. Dementsprechend hoch waren meine ...

Candice Fox habe ich über die Crimson Lake Reihe kennengelernt und die Bücher hatten für mich Suchtpotenial. Ich konnte sie nicht weglegen und musste die Nacht durchlesen. Dementsprechend hoch waren meine Erwartungen an das neue Stand-Alone-Buch.

Ja, es war auch lesenswert, kann aber mit den Vorgängern nicht mithalten.
Ungefähr 70 Prozent des Buches geht es eher gemächlich für einen Thriller zu. Ich hatte kein Problem, das Buch für eine Pause aus der Hand zu legen, der Spannungsbogen war nicht sehr hoch.
Gegen Ende hin hat sich das geändert, da war ich dann doch sehr auf die Auflösung gespannt.

Allerdings ist das Buch auch nicht so raffiniert, es gibt keine sensationellen Wendungen, keine extrem undurchsichtigen Schachzüge.
Auch die Charaktere fand ich jetzt - mit Ausnahme von John Kradle - keine Sympathieträger. So richtig Bezug konnte ich hier zu den Figuren auch nicht aufbauen.

Mein Fazit: war o.k., ich habe es gern gelesen, aber kein Thriller-Highlight, leider.