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MarieausE

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 31.10.2019

Perfekt als Inspiration

Leseglück
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Das kleine Büchlein war anderes als erwartet, aber mindestens (!) genauso hübsch wie erwartet.
Es werden 99 Bücher kurz vorgestellt. Und kurz meint wirklich kurz, es gibt keine ausführliche Leseprobe, ...

Das kleine Büchlein war anderes als erwartet, aber mindestens (!) genauso hübsch wie erwartet.
Es werden 99 Bücher kurz vorgestellt. Und kurz meint wirklich kurz, es gibt keine ausführliche Leseprobe, aber genau das hat mir dann letztendlich gut gefallen. Man kann sich trotzdem einen Eindruck über das Buch machen und "muss" nicht seitenlang reinlesen. Viel kurzweiliger!

Die Kategorien erheben natürlich nicht den Anspruch auf Vollständigkeit, sind aber querbeet gewählt und ein schöner Querschnitt für gute-Laune-Bücher.
Von Kinderbüchern, "Ich bin dann mal weg" , Erotische Literatur, Bücher über Genuss und schwarzem Humor ist alles dabei (es gibt noch weitere Kategorien, ich wollte jetzt nicht alle aufzählen).

Dazwischen gibt es Sprüche und Weisheiten, Raterunden und ganz viel Wissenswertes über Literatur.
Alles optisch wunderschön gestaltet, die empfohlenen Buchcover wurden nicht abfotografiert, sondern gemalt, das sieht toll aus. Und auch sonst wurde ganz viel im Handlettering-Stil gestaltet, es macht einfach Spaß, das Buch durchzulesen.

Leider gibt es auch einen Wermutstropfen, dessen muss man sich bewusst sein: die Bücher-Wunschliste steigt im Anschluss wieder uferlos an (-;

Veröffentlicht am 31.10.2019

Voll super, das Superhelden-Buch

Voll super, Helden (1). Einer muss den Job ja machen
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Juhuu, Sommerferien. Weil das Geld momentan etwas knapp ist, fährt Julian zu seinem Onkel, den er bislang gar nicht kennt, der aber ein Hotel am Meer hat.
Schon im Zug trifft Julian das Wollmützenmädchen ...

Juhuu, Sommerferien. Weil das Geld momentan etwas knapp ist, fährt Julian zu seinem Onkel, den er bislang gar nicht kennt, der aber ein Hotel am Meer hat.
Schon im Zug trifft Julian das Wollmützenmädchen und damit beginnen abenteuerliche Ferien.
Denn dort am Pool sind lauter sehr, sehr müüüüüüde Menschen, die Julian irgendwie an seine Comic-Helden erinnern. Aber kann das sein? Machen Superhelden Ferien?
Und als plötzlich nirgends mehr Schokolade erhältlich ist, da müssen Juli und das Wollmützenmädchen einfach eingreifen!

Das Buch ist wirklich cool, es ist voll von Superhelden, realen und erfundenen und action- und temporeich und voller Überraschungen. Es liest sich leicht und flüssig und ist kein Stück langweilig. Es wird auch mal zur Waffe gegriffen, wer das in Kinderbüchern ablehnt, könnte hier evtl. weniger begeistert sein.
Grundsätzlich tue ich das zwar auch, aber hier musste es einfach sein, das war in sich stimmig und es gibt auch kein Gemetzel, keine Bange.
Die Schurken werden auch nicht mit Waffengewalt besiegt, sondern ... nein, das verrate ich natürlich nicht!

Ich kann mir vorstellen, dass das Buch auch eher lesemuffelige Jungs begeistern kann.

Bei uns war für das Kind der Wermutstropfen, dass sie die Superhelden "in echt" gar nicht kannte. Das ist für das Buchverständnis zwar egal, falls man Comic-Superheldenfan ist, ist das aber bestimmt das Tüpfelchen auf dem I.

Daumen hoch für die neuen Superhelden - und ich würde fast um eine Tafel Schoki wetten, dass Euch das Buch auch gefällt.

Veröffentlicht am 30.10.2019

Für mich der perfekte Thriller

Die letzte Witwe
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Ich kenne zwar schon einige Bücher von Karin Slaughter, aber dies war das erste Buch aus der Serie um Sara Linton und Will Trent. Der Quereinstieg war aber überhaupt kein Problem, der Fall ist in sich ...

Ich kenne zwar schon einige Bücher von Karin Slaughter, aber dies war das erste Buch aus der Serie um Sara Linton und Will Trent. Der Quereinstieg war aber überhaupt kein Problem, der Fall ist in sich abgeschlossen und auch die Entwicklungen im Privatleben der Charaktere haben nie zu Grübeleien wie "hm, was war da wohl im Vorgängerband?" geführt. Man kann das Buch völlig unabhängig lesen.

Kurz zum Inhalt: Sara, Gerichtsmedizinerin und Will, Special Agent, sind ein glückliches Paar. Doch dann wird Sara entführt und Will setzt natürlich alles daran, sie zu befreien.
Die Entführer scheinen aus der Neo-Nazi-Ecke zu kommen und sprichwörtlich über Leichen zu gehen...

Das Buch ist mit 556 Seiten ein richtig dicker Wälzer und Slaughter hat es geschafft, hier keine Minute Langeweile aufkommen zu lassen.
Sowohl der Fall, also die Entführung und das Treiben der Neo-Nazis als auch der private Aspekt, die Liebesbeziehung zwischen Sara und Will, die in diesem Band eine enorme Entwicklung erfährt, waren spannend, rührend, tragisch, erschütternd, abstoßend und überzeugend.

Bis auf einen kleinen Aspekt: im Buch gibt es noch eine weitere Entführung und über lange Strecken rätseln die Ermittler, warum die Person entführt wurde. Nachdem das aber so dermaßen sonnenklar war, hat mich der Punkt doch etwas die Stirn runzeln lassen. Aber Schwamm darüber angesichts der ansonsten überzeugenden Handlung.

Zwischendrin blitzte auch immer wieder mal Humor auf, ich persönlich fand Wills Kollegin Faith ja den beiden Hauptcharakteren mindestens ebenbürtig. Sie hat eine kleine zweijährige Tochter und ihr Leben als alleinerziehende Mutter ist hart, für uns Lesende aber sehr lustig. "Was für ein wundervoller Tag für einen Exorzismus" oder "ich werde sämtliche Zeilen aus Frozen zitieren, bis Sie aus den Augen bluten". Made my day, Faith!

Veröffentlicht am 27.10.2019

Überzeugend

Mittwoch also
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Keine leichte Kost, aber bestimmt sehr interessant, so waren meine Gedankengänge, bevor ich zu lesen begonnen habe.

Für mich überraschend war das Buch aber sehr leicht zu lesen, selbstironisch, sarkastisch, ...

Keine leichte Kost, aber bestimmt sehr interessant, so waren meine Gedankengänge, bevor ich zu lesen begonnen habe.

Für mich überraschend war das Buch aber sehr leicht zu lesen, selbstironisch, sarkastisch, selbstkritisch, verletzt, verliebt und verloren - all das ist Hedda.

Sie steht für die "Generation Praktikum", hat zwar einen Job, aber nur als Freelancerin und ist damit Kandidatin Nummer 1 beim Personalabbau.
Ihre Wohnung ist winzig und hat kaum genug Platz für eine Person, für zwei Menschen nie und nimmer. Ihre Beziehung (bei der auch nur sie echte Gefühle investiert hat) zerbricht und dann wird sie von einem One-Night-Stand schwanger.

Es ist kein Buch über das Für- und Wider eines Schwangerschaftsabbruchs, sondern spiegelt das Leben einer ganzen Generation wider.
Und trotz des Inhalts ist es kein schweres Buch, es macht Spaß zu lesen und bringt einen doch zum Grübeln.

Richtig gut geschrieben - von der Autorin möchte ich gerne mehr lesen.

Veröffentlicht am 26.10.2019

Erfrischender Schreibstil

Der Fund
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Das ist mein erster Aichner und ich habe das Buch sehr genossen.

Der Schreibstil ist ungewöhnlich, kurze Sätze und Kapitel, alles auf den Punkt gebracht, das passt prima zur Story.

Rita wurde ermordet ...

Das ist mein erster Aichner und ich habe das Buch sehr genossen.

Der Schreibstil ist ungewöhnlich, kurze Sätze und Kapitel, alles auf den Punkt gebracht, das passt prima zur Story.

Rita wurde ermordet und ihr Tod ziemlich schnell zu den Akten gelegt. Wäre da nicht ein Ermittler, der es unbedingt genau wissen will und einfach keine Ruhe gibt.
Stück für Stück kann man dann in chronologischer Reihenfolge von Beginn an mit verfolgen, was wirklich geschah, immer wieder unterbrochen von Befragungen des Ermittlers. Gut gemacht.

Die Auflösung der Story war sehr vorhersehbar, ich war mir schon nach einem Drittel des Buchs sehr sicher, was geschah.
Trotzdem konnte ich das Buch nicht aus der Hand legen, weil es so gut geschrieben war (und weil ich natürlich die Bestätigung wollte, dass ich richtig liege).

Ein Thriller war das Buch für mich nicht, eher ein Roman mit Krimielementen, aber das ist egal, Hauptsache es war gut.

Den Autor werde ich weiterverfolgen.