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MarieausE

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 03.07.2019

Spannend und leicht dahinzulesen

Auris
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Ich oute mich gleich mal vorneweg: ich bin kein Fitzek-Fan und finde das Konstrukt "Roman nach einer Idee von..." auch ziemlich merkwürdig. Allerdings fand ich diese Buch absolut lesenswert!

Worum geht ...

Ich oute mich gleich mal vorneweg: ich bin kein Fitzek-Fan und finde das Konstrukt "Roman nach einer Idee von..." auch ziemlich merkwürdig. Allerdings fand ich diese Buch absolut lesenswert!

Worum geht es?
Eingangs erlebt man den Arbeitsalltag des Akustik-Profilers Hegel, der nach getaner Arbeit einen Mord gesteht.
Dann wechselt die Perspektive zu Jula, die Schlimmes erlebt hat und deshalb nun über ungeklärte Verbrechen podcastet.
Jula war mir im Gegensatz zu Hegel von Beginn an sympathisch, auch wenn sie manchmal ziemlich eigenartig agiert.
Sie ist allerdings auch fest davon überzeugt, dass auch Hegel Opfer eines Justizirrtums ist und will helfen. Nur will Hegel gar keine Hilfe...

Mit einem angenehmen, weil leicht und ohne Anstrengung lesbaren Schreibstil wird das Buch seiner versprochenen Spannung gerecht - es war tatsächlich gleich von Beginn an ohne langes Herumgeplänkel richtig spannend und der Spannungsbogen hat nicht nachgelassen.
Die Auflösung hat mir sehr gut gefallen und ich freue mich, dass das Buch nur der Auftakt einer neuen Reihe war, denn hier freue ich mich jetzt schon auf eine Fortsetzung.

Veröffentlicht am 02.07.2019

Schnapsidee? Nein, neues Hause!

Stadtnomaden
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Christina und Felix sehen es nicht ein, die happige Mieterhöhung, die ihnen ihr Vermieter ungerührt präsentiert, zu zahlen und so haben sie ein Problem: sie brauchen ganz schnell eine Wohnung in New York. ...

Christina und Felix sehen es nicht ein, die happige Mieterhöhung, die ihnen ihr Vermieter ungerührt präsentiert, zu zahlen und so haben sie ein Problem: sie brauchen ganz schnell eine Wohnung in New York. Nachdem sich die Suche als sehr schwierig gestaltet, wird die vermeintliche Schnapsidee geboren: man könnte doch innerhalb eines Jahres jeden Monat eine neue Wohnung in einem anderen Viertel ausprobieren.

Zusammen mit der kleinen Emma, ihrer Tochter, setzten sie die Idee tatsächlich in die Tat um. Und während Emma immer nur völlig ungerührt "Neues Hause?" in der neuen Unterkunft fragt und sich ihre mitreisende Spielzeugkiste schnappt, müssen Christina und Felix schon sehr viel mehr Aufwand in die ständigen Umzüge stecken.

Die Einblicke in das andere New York - fernab der üblichen Touristenrouten - waren spannend und informativ. Man kann ganz viele Viertel und ihre Bewohner kennenlernen, denn die beiden veranstalten fast immer auch Nachbarschafts-Dinner, um die Bewohner trotz der kurzen Zeit kennenlernen zu können. Dabei erfährt man auch von den Problemen mit der zunehmenden Gentrifizierung und den Veränderungen in den jeweiligen Vierteln.

Auch der Einblick in das Leben als junge Familie in New York war interessant, beispielsweise das KiTa-Leben (horrende Preise, für uns krasse Eingewöhnungs- und Betreuungszeiten) oder Mahlzeiten (Küchen sind völlig überbewertet). Das war wirklich spannend, hier hätte ich mir noch tiefere Einblicke in das Alltagsleben gewünscht, das kam mir etwas zu kurz.

Insgesamt mal eine ganz andere Sicht auf die Stadt, die niemals schläft. Übrigens auch optisch wunderschön gestaltet mit kleinen Skizzen, Farbfotos und liebevollen Details. Ein Buch, das dazu anregt, die eigene Komfortzone mal zu verlassen.

Veröffentlicht am 30.06.2019

Ein ganz besonderes Buch

Die Unausstehlichen & ich (Band 1) - Das Leben ist ein Rechenfehler
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Enni ist elf Jahre alt und am Start der Geschichte "ziemlich am ####".
Ja, so ist sie, immer sehr direkt und sie kann fluchen wie eine Große. Weil das aber nicht druckreif ist, wurde es im Buch wie gerade ...

Enni ist elf Jahre alt und am Start der Geschichte "ziemlich am ####

".
Ja, so ist sie, immer sehr direkt und sie kann fluchen wie eine Große. Weil das aber nicht druckreif ist, wurde es im Buch wie gerade hier auch die Rezension zensiert. Das macht ziemlich viel Spaß, weil man sich immer überlegt, welches Schimpfwort man selbst einsetzen würde. Man kann somit quasi selbst das Schimpfwortlevel bestimmten...

Anhand der Schimpfwortaktion und der Kurzbeschreibung hatte ich ein witziges, flapsiges und spannendes Kinderbuch erwartet. Das habe ich zwar auch bekommen, aber auch ein Buch mit ganz viel Tiefgang. Ich habe mitgebibbert, Daumen gedrückt und des öfteren einen dicken Kloß im Hals gehabt, genauso aber auch ein fettes Grinsen oder ein "oh, wie niedlich".
Schön schnoddrig - so ist Emmi zumindest oberflächlich betrachtet - aber auch unheimlich sensibel und berührend, so ist auch das Buch.
Ich war völlig von den Socken, was für eine Entdeckung sich hinter 269 Buchseiten verbergen kann.

Jetzt aber genug geschwärmt, obwohl: die Illustrationen muss ich auch noch erwähnen, das hübsche Cover setzt sich auch im Buchinneren fort.

Das Buch ist übrigens der erste Teil einer Reihe und in sich nicht komplett abgeschlossen. Es bleiben also einige Punkte offen, die sich erst in den Folgebänden aufklären werden.
Ich persönlich mag lieber in sich abgeschlossene Geschichten und habe "Die Unausstehlichen" mit einem flehenden "Oh nein, bitte jetzt nicht zu Ende sein" zugeklappt, aber dieses Buch war so wunderschön und so spannend, dass ich doch glatt die Wartezeit auf Band 2 in Kauf nehme.

Für alle Punktesammler*innen: Antolin-Punkte gibt es hier auch.
Für mich volle fünf Punkte, es ist ein

######## gutes Buch.

Veröffentlicht am 27.06.2019

Erfrischende, witzige Geschichte

Perfekt für dich
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Kim hat es nicht leicht, Mathe lief noch nie besonders gut und dann hatte sie noch die glorreiche Idee, sich ganz besonders wenig zu engagieren, damit sie in den Ferien Nachhilfeunterricht bekommt. Natürlich ...

Kim hat es nicht leicht, Mathe lief noch nie besonders gut und dann hatte sie noch die glorreiche Idee, sich ganz besonders wenig zu engagieren, damit sie in den Ferien Nachhilfeunterricht bekommt. Natürlich bei ihrem großen Schwarm Danny. Guter Plan? Naja.
Der Plan gingt bezüglich Nachhilfeunterricht auf, aber ihre Mutter hat die langweilige Mila und nicht den supersüßen Danny dafür engagiert.
Und es kommt noch schlimmer...

Das Buch ist herrlich erfrischend und sehr witzig. Kim hat Therapeuten-Eltern, eine immer und ausschließlich Jogginghosen-tragende Omi und einen Hund mit einer Absperr-Flatterband-Phobie. Dann kommen auch noch Klingonen zu Besuch und ach...es passiert ständig etwas und Kims (Gefühls-)Chaos wird von Kapitel zu Kapitel schlimmer. Das ist wirklich lustig zu lesen. Dabei ist es aber nie seicht-blöd, es werden wichtige Themen (Tierschutz, Vertrauen, Freundschaft, Alkohol,...) quasi nebenbei behandelt.
Und obwohl Kim ein echtes Chaos-Mädchen ist, das momentan pubertätsbedingt etwas neben sich steht, ist sie so sympathisch und liebenswert, dass man sich selbst wieder in die verrückte Zeit zurückversetzt fühlt.

Ich liebe das Buch auch für seine vielen tollen Details, seien es die Harry Potter Vorlieben der Charaktere, die whatsapp Kommunikationen, die es auch optisch so schön auflockern, aber auch sehr lustig sind (mein Favorit ist das Schaf...), die Jogginghosen der Oma, die witzigen Sprüche (beispielsweise über die stets aus dem Ei gepellten Golferinnen, die nie den Einzugsbereich von Klimaanlagen verlassen, also "ohne die Kühlkette jeweils länger als ein paar Sekunden zu unterbrechen") ach, einfach ein rundum gelungenes Buch für alle Mädchen ab ca. 10 Jahren.
Empfohlen wird das Buch ab zwölf, ich finde, man kann es auch schon etwas früher lesen, da die erste Liebe in altersangemessener Form behandelt wird (also mit ganz viel Herzklopfen, aber ohne wilde Knutschszenen o. ä.)

Veröffentlicht am 25.06.2019

Ungewöhnlich

Kalte Wasser
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Lauren ist gerade Mutter von Zwillingen geworden. Die Geburtsszene ist sehr detailliert beschrieben und es war alles andere als eine Sonnenscheingeburt.
Insofern: Leser*innen mit Kinderwunsch kann ich ...

Lauren ist gerade Mutter von Zwillingen geworden. Die Geburtsszene ist sehr detailliert beschrieben und es war alles andere als eine Sonnenscheingeburt.
Insofern: Leser*innen mit Kinderwunsch kann ich das Buch nicht wirklich uneingeschränkt empfehlen. Genauso wenig wie jungen Müttern im Wochenbett - m. E. in dieser Zeit keine geeignete Lektüre.

Allerdings begann mit der Geburtsschilderung schon eine eindringliche Beschreibung, die ich mich über das komplette Buch fasziniert hat. Ich habe mich keine Minute beim Lesen gelangweilt, sondern schon fast atemlos immer weiter gelesen.

Der Vater der Kinder ist keine große Hilfe, ganz im Gegenteil, er fährt einfach weiter seinen Egotrip und lässt Lauren völlig allein.
Dann beginnt nämlich ein Horrortrip: in der Klinik will eine verwahrloste Frau eines der Zwillingsbabys austauschen, doch niemand will Lauren glauben.
Nur eine Polizistin steht ihr zur Seite und hört ihr zu.

Das Buch ist genreübergreifend, ein Roman, der Thriller und Mystery-Elemente enthält. Spannend zu lesen und mit einer für mich überraschenden Auflösung, die mich allerdings nicht vollständig überzeugt hat.
Einen Nebenstrang fand ich nämlich überhaupt nicht aufgelöst bzw. einfach nicht nachvollziehbar.

Davon abgesehen hat mir das Buch aber gut gefallen, es war völlig anders, als ich es vom Klappentext vermutet hätte und hat mich auch mit seinen Charakteren, die starke Sympathie und Antipathieträger waren, gefesselt.