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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 13.06.2024

Humorvoller Blick auf die heutige Arbeitswelt

Warum Chefs immer recht haben und Mitarbeiter nicht mitdenken sollten
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Das Buch "Warum Chefs immer recht haben und Mitarbeiter nicht mitdenken sollten: oder warum Chefs nicht immer recht haben und Mitarbeiter immer mitdenken sollten" von Oliver Tissot begeistert durch seinen ...

Das Buch "Warum Chefs immer recht haben und Mitarbeiter nicht mitdenken sollten: oder warum Chefs nicht immer recht haben und Mitarbeiter immer mitdenken sollten" von Oliver Tissot begeistert durch seinen genialen Wortwitz. Tissot beschreibt Situationen aus dem Arbeitsleben, die (fast) jeder kennt und die einen oftmals kopfschüttelnd zurücklassen. Diese klugen Beobachtungen bringt Tissot mit viel Humor genau auf den Punkt. Das Buch ist locker geschrieben und man fliegt förmlich von einer spitzen Bemerkung zum nächsten Wortspiel. Bei diesem Werk handelt es sich um eine unterhaltsame Lektüre der besonderen Art, die einem zum Schmunzeln einlädt und einige angenehme Lesestunden beschert.

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Veröffentlicht am 13.06.2024

Raffiniert und unterhaltsam

Totholz
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"Totholz" von Andreas Föhr ist der elfte Band der Krimiserie um die Ermittler Leo Kreuthner und Clemens Wallner von der Polizei in Miesbach in Oberbayern. Trotz der vielen Jahre hat die Serie für mich ...

"Totholz" von Andreas Föhr ist der elfte Band der Krimiserie um die Ermittler Leo Kreuthner und Clemens Wallner von der Polizei in Miesbach in Oberbayern. Trotz der vielen Jahre hat die Serie für mich nichts von ihrem Reiz verloren und ich habe mich sehr auf das Hörbuch gefreut.
Die Geschichte beginnt mit Kreuthners Versuch, eine Konkurrentin im Schwarzbrennen auszubremsen. Erwartungsgemäß geht einiges schief und Kreuthner gerät durch ein belastendes Video in ernsthafte Schwierigkeiten. Während der Zeugenbefragung der betroffenen Frau erfährt die Polizei von einer im Wald vergrabenen Leiche. Um wem handelt es sich bei der toten Person? Und welche Geheimnisse haben die eigenwilligen Bewohner der beiden Höfe in der Nähe des Fundortes? Die Kripo Miesbach unter Leitung von Kommissar Wallner beginnt die Ermittlung, die sich wegen der fehlenden Identität des Toten schwierig gestaltet. Parallel muss Kreuthner sein eigenes Problem auch noch aus der Welt schaffen.
Andreas Föhr hat einen interessanten und raffinierten Mordfall erschaffen, bei welchem in viele Richtungen ermittelt werden muss. Die Erzählweise ist spannend und mit der richtigen Dosis an schwarzem Humor versehen. Besonders viel Freude machte mir das Hören des Hörbuches, da Michael Schwarzmaier ein toller Sprecher ist und durch die Stimmen die Charaktere unverwechselbar sind. Neben vielen bekannten Mitarbeitenden der Kripo Miesbach mochte ich sofort die neue und junge Kollegin Toni. Sie hat mit ihrer Begeisterung für die Arbeit und ihrer unbekümmerten Art für Elan gesorgt. Kreuthner und seine zwielichtigen Kameraden in der Mangfall-Mühle sind wie immer sehr kreativ bei ihren diversen Tätigkeiten am Rande der Legalität.
Mir hat dieser Fall sehr gut gefallen und ich habe das Hörbuch in kurzer Zeit angehört. Die Kombination der schrägen Aktionen von Kreuthner mit der ruhigen und überlegten Arbeitsweise von Wallner ist sehr unterhaltsam und macht viel Freude.

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Veröffentlicht am 12.06.2024

Raffiniert mit Herz und Humor

Der Tod spielt auf der Luisenburg
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„Der Tod spielt auf der Luisenburg“ ist der zweite Band der Krimiserie mit dem Ermittlerduo Kranzfelder und Stern, geschrieben von Yvette Eckstein und erschienen im Emons Verlag.
Die Luisenburg-Festspiele ...

„Der Tod spielt auf der Luisenburg“ ist der zweite Band der Krimiserie mit dem Ermittlerduo Kranzfelder und Stern, geschrieben von Yvette Eckstein und erschienen im Emons Verlag.
Die Luisenburg-Festspiele laufen auf Hochtouren, als eines Abends der »Boandlkramer« auf der Freilichtbühne plötzlich vor den Augen von Kriminalkommissarin Klara Stern zusammenbricht – während sie in der ausverkauften Vorstellung sitzt. Klara Stern ist überzeugt, dass der Schauspieler nicht auf natürliche Weise gestorben ist. Schnell ruft sie ihren knurrigen Kollegen Johann Kranzfelder hinzu, und gemeinsam tauchen sie in die Theaterwelt ein – mitten in ein Labyrinth aus Lügen und Misstrauen.
Yvette Eckstein hat einen leichten und flüssigen Schreibstil und beschreibt Personen und Handlungen sehr bildhaft und anschaulich. Viele der Protagonisten waren mir bereits aus dem ersten Band „Wen die Specht holt“ bekannt, daher konnte ich direkt in die Geschichte einsteigen. Da das Ermittlerteam durch zwei fränkische Kollegen erweitert wurde, herrschte eine besondere Dynamik, die von der Autorin humorvoll beschrieben wird.
Das Tempo und die Spannung sind in der ersten Hälfte des Buches eher gering, erst zum Ende hin nimmt die Geschichte Fahrt auf. Die Lösung erscheint zwar einfach und logisch, aber durch die vielen Verdächtigen und falschen Fährten, war ich dann doch überrascht.
„Der Tod spiel auf der Luisenburg“ ist ein klassischer Regionalkrimi mit einem raffiniertem Mordfall in Deutschlands ältestem Freilichttheater. Die Einblicke in die Theaterwelt sowie die existierende Rivalität zwischen Oberfranken und der Oberpfalz machen für mich den besonderen Reiz dieses Kriminalfalles aus. Ich bin sehr gespannt, wie es im „Kranziversum“ weitergehen wird.

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Veröffentlicht am 07.06.2024

Spürbare Fußballbegeisterung

Nachspielzeiten
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„Nachspielzeiten“ - Denn der Fußball schreibt die besten Geschichten. Diese hat Lucas Vogelsang mit großer Begeisterung und viel Detailwissen in dem Buch „Nachspielzeiten“ gesammelt und gibt sie nun an ...

„Nachspielzeiten“ - Denn der Fußball schreibt die besten Geschichten. Diese hat Lucas Vogelsang mit großer Begeisterung und viel Detailwissen in dem Buch „Nachspielzeiten“ gesammelt und gibt sie nun an die Leserschaft weiter.
Lucas Vogelsang schaut nochmal genau hin und erzählt von den großen und tragischen Momenten nach dem Abpfiff, dem Leben nach der aktiven Fußballerkarriere und den anderen kleinen und großen Dramen aus der Fußballwelt. Er blickt zurück auf historische Spiele, einzigartige Momente, auf Jubel und Traurigkeit und erzählt zudem die ein oder andere Anekdote.
Viele der portraitierten Persönlichkeiten und auch der Geschehnisse sind durch die Presse bereits bekannt, dennoch ergänzt Vogelsang das bisherige Wissen noch durch weitere Details oder andere Perspektiven. Dadurch habe ich einige neue Informationen erhalten, diese werden auf unterhaltsame Art im Buch beschrieben. Daher liest sich „Nachspielzeiten“ nicht wie ein trockenes Sachbuch, sondern wie eine lebendige Erzählung eines Fußballenthusiasten.
Ich als fußballinteressierte Frau habe das Buch gerne gelesen, es bietet eine Menge spannender Geschichten, die mit viel Charme erzählt werden. Genau das richtige Buch zur Einstimmung auf die kommende EM.

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Veröffentlicht am 05.06.2024

Laufende Ermittlungen

Nur der Tod ist schneller
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„Nur der Tod ist schneller“ ist ein Regionalkrimi aus Berlin, verfasst unter dem Pseudonym Achilles vom Autorenduo Dr. Schumacher und Meisheit. Als erster Band der Reihe „Peer Pedes´ laufende Ermittlungen“ ...

„Nur der Tod ist schneller“ ist ein Regionalkrimi aus Berlin, verfasst unter dem Pseudonym Achilles vom Autorenduo Dr. Schumacher und Meisheit. Als erster Band der Reihe „Peer Pedes´ laufende Ermittlungen“ verbindet das Buch spannende Kriminalfälle mit der teils skurrilen Welt der Lauf- und Marathonszene.

Peer Pedes, früherer Polizeieuropameister im Marathon, entdeckt bei einem Trainingslauf die Leiche eines Mannes, der von der Oberbaumbrücke hängt. Der Tote war Mitglied der Berliner Läufergruppe Running Crew. Während Peer sich auf den Berlin Marathon vorbereitet und sich im internen Wettstreit mit seinem Kollegen Koslowski befindet, beginnt er in der ihm bekannten Laufszene zu ermitteln. Unterstützung erhält Peer von seiner neuen Kollegin Stephanie, die den Überblick behält und ihm loyal zur Seite steht. Ein rasanter Wettlauf beginnt, sowohl sportlich als auch ermittlungstechnisch, da der erste Tote nicht der einzige bleibt.

An den schnellen und ungewohnten Stil musste ich mich zunächst gewöhnen, aber sobald ich in die Geschichte eintauchte, packte sie mich. Die Protagonisten, besonders Peer und Stephanie, sind gut charakterisiert und gewinnen schnell an Sympathie. Der Kriminalfall spielt in der Welt der Läufer, Berghain-Besucher und Influencer, was manchmal den Mord und die Ermittlungen etwas in den Hintergrund rückte. Mich störte das nicht, denn die Einblicke in die Sport- und Marathonwelt fand ich sehr interessant. Das Buch ist leicht zu lesen und kombiniert Humor mit ernsteren Themen. Die Spannung ist durchwegs auf eher niedrigem Niveau, erst zum Schluss hin wird es aufregend und das Ende habe ich so nicht kommen sehen.

Ich empfand den Unterhaltungskrimi als frisch und zeitgemäß und kann mir weitere Fälle mit Peer Pedes gut vorstellen.

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