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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 24.01.2024

Tolles Buch

Björnstadt
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Ich habe heute das Buch „Björnstadt“ von Fredrik Backman abgeschlossen und um gleich auf den Punkt zu kommen, ich bin begeistert. Fredrik Backmann kenne ich als Autor von „Ein Mann namens Ove“, danach ...

Ich habe heute das Buch „Björnstadt“ von Fredrik Backman abgeschlossen und um gleich auf den Punkt zu kommen, ich bin begeistert. Fredrik Backmann kenne ich als Autor von „Ein Mann namens Ove“, danach ist er leider meiner Aufmerksamkeit entgangen. In der schwedischen 🇸🇪 Provinz liegt Björnstadt, eine Kleinstadt ohne Glanz und Glamour, die nun Dank ihrer überragenden Jugendmannschaft in das Finale der Eishockeymeisterschaft einziehen kann und endlich in den Fokus der Öffentlichkeit rücken würde. Fredrick Backman erzählt einfühlsam und in kürzeren Kapiteln gegliedert die Geschichte von den Menschen in der Kleinstadt kurz vor Ende der Saison und der möglichen Meisterschaft. Das alles entscheidende Finale gerät durch den Vorwurf einer Vergewaltigung plötzlich in Gefahr und die Einwohner von Björnstadt müssen sich entscheiden, wem sie ihren Glauben schenken. Und genau das ist es, was mir an dem Buch gefällt: es wirft Fragen auf und regt zum Nachdenken an. Backman hat keine Scheu vor unangenehmen Themen wie gesellschaftlichen Klassenunterschieden, er schreibt über häusliche Gewalt oder Alkoholmissbrauch. Aber es geht eben auch um Freundschaft und Liebe, um Vertrauen und Loyalität. Die Charaktere sind sehr ausführlich und anschaulich beschrieben und auch deren Handlungen sind größtenteils nachvollziehbar. Durch das langsame Erzähltempo fieberte ich bis zum Ende mit und bin jetzt schon auf die weiteren beiden Bücher gespannt. Für mich ein tolles Buch, aber wie immer ist dies Ansichtssache.

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Veröffentlicht am 24.01.2024

Mal was anderes, sehr unterhaltsam

Puppenmord
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Bei dem Buch „Puppenmord“ von Tom Sharpe handelt es sich um ein schon älteres Werk, verfasst wurde es 1976 und es ist der erste Band der Henry Wilt Reihe. Henry Wilt ist Hilfslehrer an einer Berufsschule ...

Bei dem Buch „Puppenmord“ von Tom Sharpe handelt es sich um ein schon älteres Werk, verfasst wurde es 1976 und es ist der erste Band der Henry Wilt Reihe. Henry Wilt ist Hilfslehrer an einer Berufsschule in der englischen 🇬🇧 Peripherie. Der Mittdreißiger unterrichtet seit zehn Jahren angehende Maurer, Fleischer und Installateuren in Literatur. Verheiratet ist er mit Eva, die sich mit allerhand neumodischen Hobbys beschäftigt und Henry gerne als Schwächling bezeichnet. Bei seinen Hunderunden spielt der frustrierte Wilt mit Mordgedanken an seiner Frau Eva. Bis zu diesem Zeitpunkt ist die Story recht harmlos, das ändert sich allerdings an dem verhängnisvollen Partyabend bei den neuen Freunden seiner Frau. Auf der Party wird Wilt von der Gastgeberin in eine peinliche Situation mit einer aufblasbaren Gummipuppe gebracht. Diese Begebenheit lässt Wilt nun ernsthafter über die Ermordung seiner Frau nachdenken, da sie schließlich an allem Schuld ist. Und was wäre ein besseres Übungsobjekt für einen Mord und dem anschließenden Verschwinden der Leiche als eine lebensgroße Gummipuppe. Beim Puppenmord handelt es sich um eine englische Komödie mit dem bekannten, schwarzen Humor. Das muss man mögen, teilweise ist die Sprache derb und geschmacklos. Im Gegenzug sind die Charaktere der Protagonisten toll herausgearbeitet, insbesondere der Kommissar und die Berufsschulkollegen werden fein dargestellt und hier finden sich auch sehr witzige Dialoge. Die Geschichte ist überzogen, die Beschreibung der Situationen wird übertrieben komisch dargestellt. Dennoch passt die Schreibweise mit der Geschichte sehr gut zusammen und lässt sich wunderbar lesen. Die Entwicklung von Henry Wilt vom langweiligen Berufsschullehrer zu einem durchaus sympathischen und klugen Mann ist faszinierend. Mir persönlich hat das Lesen des Buchs große Freude gemacht, fühlte mich toll unterhalten und werde mir auch die weiteren Bücher über Henry Wilt zulegen. Aber erst nach einer Pause, zu viel Tom Sharpe auf einmal wäre mir wahrscheinlich „too much“.

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Veröffentlicht am 24.01.2024

Gute Unterhaltung

Schreib oder stirb
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Den Thriller „Schreib oder Stirb“ von Sebastian Fitzek und Micky Beisenherz habe ich trotz vieler negativer Rezensionen gerne gelesen. Zuerst einmal muss ich sagen, dass ich mir das Buch bewusst nicht ...

Den Thriller „Schreib oder Stirb“ von Sebastian Fitzek und Micky Beisenherz habe ich trotz vieler negativer Rezensionen gerne gelesen. Zuerst einmal muss ich sagen, dass ich mir das Buch bewusst nicht Print-Ausgabe gekauft habe, da ich das Cover schrecklich finde. Nichts, was ich mir gerne ins Regal stellen möchte. Aber da mir aber die beiden Autoren durchaus sympathisch sind und ich neugierig auf ihr gemeinsames Werk war, habe ich mir das EBook gegönnt. Und tatsächlich nicht bereut. Das Buch liest sich angenehm flüssig, die Geschichte um den Literaturagenten David Dolla ist spannend 🫣 erzählt und der Humoranteil meiner Meinung nach genau richtig dosiert. Trotz des eingestreuten Humors bleibt das Buch ein fesselnder Thriller mit einer spannenden Story bis zum Ende hin und verkommt nicht zu einer lustigen Komödie. Ich habe mich gut unterhalten gefühlt und war sehr an der Auflösung der Story interessiert. Für mich hat die Kombination eines Fitzek-Thrillers mit dem teilweisen bissigen Humor von Micky Beisenherz gut gepasst. Wer jedoch mit einer anderen Erwartung an das Buch herangeht oder mit der Art des Humors wenig anfangen kann, wird vielleicht enttäuscht sein.

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Veröffentlicht am 24.01.2024

Endlich alle Wechseljahresthemen verständlich erklärt

Woman on Fire
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Während eines Kuraufenthaltes wurde mir das Buch „Woman on Fire“ von Dr. med. Sheila de Liz empfohlen. In dem Buch nimmt die Gynäkologin aus Wiesbaden die Leserinnen und Leser mit auf eine Reise durch ...

Während eines Kuraufenthaltes wurde mir das Buch „Woman on Fire“ von Dr. med. Sheila de Liz empfohlen. In dem Buch nimmt die Gynäkologin aus Wiesbaden die Leserinnen und Leser mit auf eine Reise durch die verschiedenen Etappen der Wechseljahre. Ich war zuerst etwas skeptisch, da das Spiegel-Bestseller-Buch sehr gehypt wurde und ich schon einige Male die Erfahrung gemacht habe, dass nicht so viel dahinter steckt wie versprochen wurde. Nach dem Lesen des Buchs muss ich jedoch gestehen, dass die Begeisterung für „Woman on Fire“ gerechtfertigt ist. Obwohl ich als dreifache Mutter Mitte 40 durchaus einiges an Vorwissen zum Thema Wechseljahre mitbringe, habe ich noch sehr viel Neues erfahren. Anfangs geht es um das Allgemeinwissen, den Fachbegriffen und den unterschiedlichen Phasen. Im zweiten Teil nehmen die vielfältigen Symptome eine große Rolle ein, welche Krankheiten im Zusammenhang mit der Menopause stehen und was man dagegen tun kann. Und zum Ende kommen die biodynamischen Hormone ins Spiel. Gerade bei diesem Thema habe ich viel erfahren, was ich bisher nicht wusste bzw. mittlerweile schon veraltet ist. Dr. de Liz gibt Tipps, wie frau sich am besten auf den Besuch bei der Frauenärztin bzw. dem Frauenarzt vorbereiten kann und ermuntert, Fragen zu stellen und sich gut aufklären zu lassen. Wie immer gilt bei dieser Art von Ratgebern für mich, dass nicht Alles für Jede passen muss und dass alle Tipps eigenverantwortlich zu prüfen und eventuell umzusetzen sind. Ich ziehe mir die Punkte raus, die für mich stimmig erscheinen und ignoriere den Rest. Damit fahre ich ganz gut und kann mit dieser Prämisse das Buch „Woman on Fire“ voll und ganz empfehlen.

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Veröffentlicht am 24.01.2024

Gut, aber für mich kein spannender Thriller

Liebste Tochter – Du lügst so gut wie ich
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Heute Nacht habe ich (endlich) den Thriller „Liebste Tochter“ von Claire Douglas beendet und ich bin ehrlich, für mich hat sich die Geschichte gezogen. Eigentlich ist der Plot ganz nach meinem Geschmack, ...

Heute Nacht habe ich (endlich) den Thriller „Liebste Tochter“ von Claire Douglas beendet und ich bin ehrlich, für mich hat sich die Geschichte gezogen. Eigentlich ist der Plot ganz nach meinem Geschmack, die Geschichte spielt im ländlichen England 🇬🇧, bei Gartenarbeiten werden die Leichen zweier Menschen entdeckt und die Hinweise häufen sich, dass vor vielen Jahren ein Doppelmord geschehen ist. Das Anwesen bewohnt ein junges Paar, die schwangere Saffy und ihr Mann Tom. Das Anwesen gehört Saffys Mutter Lorna, sie lebt in Spanien 🇪🇸 und hat das Haus ihrer Tochter und dem Schwiegersohn zum Wohnen überlassen. Das Verhältnis zwischen Saffy und Lorna ist schwierig, die Mutter von Lorna und frühere Eigentümerin Rose ist demenzkrank und lebt in einem Pflegeheim. Wer sind die Opfer, was ist 1980 geschehen? Lorna kommt aus Spanien und unterstützt ihre Tochter in der schwierigen Zeit. Und was hat der Koch Theo und sein Vater mit der Geschichte zu tun? Für mein Empfinden hat sich die gesamte Geschichte zu lange hingezogen, die Protagonistin Saffy empfand ich mit ihrer aufgeregten Art fast schon als nervig, ihr Mann Tom bleibt die gesamte Geschichte über blass. Bei mir kam keine Spannung auf, ich hatte niemals das Gefühl das Buch nicht aus der Hand legen zu können. Im letzten Drittel wurde es dann zum Glück etwas interessanter, aber ich war wirklich froh, als die Mordfälle aufgeklärt waren. Ein Thriller im klassischen Sinn ist dieses Buch für mich nicht, dafür war es zu langweilig. Zumindest war die Auflösung der Morde am Ende ein guter Abschluss für das Buch - und für mich.

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