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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 29.05.2025

Mit einem Augenzwinkern in den Urlaub

Lieber im Meer schwimmen als in Arbeit untergehen
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In „Lieber im Meer schwimmen als in Arbeit untergehen“ nimmt Silke Neumayer uns mit auf eine humorvolle Reise durch die kleinen und großen Katastrophen des Urlaubsalltags. Ob es ums Packen geht, das Gewusel ...

In „Lieber im Meer schwimmen als in Arbeit untergehen“ nimmt Silke Neumayer uns mit auf eine humorvolle Reise durch die kleinen und großen Katastrophen des Urlaubsalltags. Ob es ums Packen geht, das Gewusel am Flughafen oder unerwartete Hotelüberraschungen – wer schon mal verreist ist, wird sich hier garantiert wiedererkennen. In kurzen, pointierten Kapiteln erzählt die Autorin von all den Dingen, die schiefgehen können – oder einfach nur absurd komisch sind.
Dabei besticht der Schreibstil durch Leichtigkeit und Witz, ohne ins Alberne abzurutschen. Besonders gefallen haben mir der hohe Wiedererkennungswert und die charmanten Beobachtungen, die oft genau ins Schwarze treffen. Die Geschichten eignen sich ideal zum Zwischendurchlesen – ob auf dem Balkon, im Zug oder direkt am Strand. Gerade die Kürze der Kapitel macht das Buch zu einem perfekten Reisebegleiter.
Allerdings hätte ich mir an einigen Stellen ein bisschen mehr Tiefe gewünscht. Manche Anekdoten sind sehr kurz geraten und erinnern eher an Kolumnen – das ist Geschmackssache. Außerdem wird mit bekannten Urlaubsklischees nicht gespart, was zwar oft für Lacher sorgt, aber manchmal auch etwas vorhersehbar wirkt.
Trotzdem: Wer Lust auf leichte, augenzwinkernde Unterhaltung hat und sich gern über die ganz normalen Urlaubspannen amüsiert, wird mit diesem Buch bestens bedient. Silke Neumayer schafft es, mit einem liebevollen Blick auf den Wahnsinn des Reisens zu schauen – ehrlich, unterhaltsam und wunderbar nah an der Realität.

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Veröffentlicht am 23.05.2025

Dunkle Seiten der englischen Eliteschule

Auf Ehre und Gewissen
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„Auf Ehre und Gewissen“ war für mich ein besonders stimmungsvoller Band der Inspector Lynley Reihe. Die Kulisse eines altehrwürdigen englischen Eliteinternats hat mich sofort gepackt. Ich mag dieses leicht ...

„Auf Ehre und Gewissen“ war für mich ein besonders stimmungsvoller Band der Inspector Lynley Reihe. Die Kulisse eines altehrwürdigen englischen Eliteinternats hat mich sofort gepackt. Ich mag dieses leicht unterkühlte, traditionsreiche Setting, in dem unter der Oberfläche oft ganz andere Dinge brodeln. Die Kombination aus Mordfall und dem hermetisch abgeschlossenen Schulmilieu mit seinen eigenen, teils unausgesprochenen Regeln hat für eine dichte, spannungsgeladene Atmosphäre gesorgt. Besonders beeindruckt haben mich die fein gezeichneten Charaktere sowohl unter den Schülern als auch im Kollegium und natürlich bei den Ermittlern. Barbara Havers persönliche Entwicklung empfand ich diesmal als besonders berührend. Es sind genau diese leisen, menschlichen Töne, die Elizabeth George so gut beherrscht. Auch die ernsten Themen wie Gewalt, Rassismus oder Ausgrenzung wurden sensibel, aber deutlich aufgegriffen. Einige Passagen waren für meinen Geschmack etwas zu ausführlich, doch insgesamt hat mich das Buch sehr überzeugt. Ich konnte mir genau solche Entwicklungen hinter den Mauern einer elitären Bildungseinrichtung vorstellen, dort wo nach außen hin alles sauber wirkt, sich aber genauso menschliche Dramen abspielen wie überall sonst.

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Veröffentlicht am 17.05.2025

Sommerfeeling pur

Mein Leben am Strand
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In Mein Leben am Strand entführt Stefan Maiwald die Leser mit viel Witz und Charme an die italienische Adriaküste. In kurzen, unterhaltsamen Kapiteln erzählt er vom Alltag am Strand – mit all seinen Ritualen, ...

In Mein Leben am Strand entführt Stefan Maiwald die Leser mit viel Witz und Charme an die italienische Adriaküste. In kurzen, unterhaltsamen Kapiteln erzählt er vom Alltag am Strand – mit all seinen Ritualen, skurrilen Figuren und der Leichtigkeit des Südens.

Das Buch vermittelt echtes Italien-Flair und lässt einen stellenweise glauben, man säße selbst mit den Füßen im Sand. Die beschriebenen Menschen wirken so nahbar, dass man sie sich beim nächsten Strandurlaub gut vorstellen kann.

Zwar bleibt der Inhalt eher oberflächlich, und manches wiederholt sich, doch die sommerliche Stimmung und der humorvolle Stil machen die Lektüre zu einem echten Vergnügen – perfekt für kleine Auszeiten vom Alltag.

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Veröffentlicht am 14.05.2025

Italienisch kochen leicht gemacht

Kochen wie ein echter Italiener
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Das Kochbuch „Kochen wie ein echter Italiener“ von Angelo Coassin (@cookingwithbello) bringt authentische italienische Küche alltagstauglich auf den Teller. In 70 Rezepten zeigt Angelo seine Lieblingsgerichte ...

Das Kochbuch „Kochen wie ein echter Italiener“ von Angelo Coassin (@cookingwithbello) bringt authentische italienische Küche alltagstauglich auf den Teller. In 70 Rezepten zeigt Angelo seine Lieblingsgerichte – von Pasta und Pizza bis zu Tiramisù – und setzt dabei auf gut erhältliche Zutaten und unkomplizierte Zubereitung. Viele Rezepte sind vegetarisch und eignen sich gut für Familien.

Besonders gefallen haben mir die abwechslungsreiche Auswahl, die schönen Fotos und das italienische Flair, das sich durch das ganze Buch zieht. Einige Gerichte sind allerdings aufwendiger, als sie auf den ersten Blick wirken – und das Buchcover ist definitiv Geschmackssache.

Insgesamt ein gelungenes Kochbuch, das Lust aufs Nachkochen macht. Nicht jedes Rezept wird bei uns zum Dauerbrenner, aber einige haben ihren festen Platz in der Familienküche gefunden. Wer einfache, aber authentische italienische Gerichte sucht, wird hier fündig.

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Veröffentlicht am 13.05.2025

Zwischen Humor und existenziellen Fragen

Horror-Date
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„Horror-Date“ ist bereits der dritte Keinthriller von Sebastian Fitzek, der Humor, Liebesgeschichte und die Auseinandersetzung mit Leben und Tod vereint. Die Geschichte folgt Raphael, einem unheilbar kranken ...

„Horror-Date“ ist bereits der dritte Keinthriller von Sebastian Fitzek, der Humor, Liebesgeschichte und die Auseinandersetzung mit Leben und Tod vereint. Die Geschichte folgt Raphael, einem unheilbar kranken Mann, der sich online in Nala verliebt. Doch als sein Zustand sich verschlechtert, schickt er seinen gesunden Freund Julius als Ersatz zum Blind Date – mit fatalen Folgen.
Fitzeks Schreibstil ist leicht und gut verständlich, angereichert mit schwarzem Humor und kurzen Kapiteln, die das Lesen angenehm machen. Die kleinen Illustrationen verleihen dem Roman eine charmante Note. Trotz der humorvollen Erzählweise bleibt der Roman durch seinen ernsten Hintergrund, der Themen wie Krankheit und Vergänglichkeit behandelt, tiefgründig.
Leider fand ich die vielen absurden Situationen etwas zu überladen. Die Geschichte hätte von weniger skurrilen Wendungen profitiert, um den ernsten Themen mehr Raum zu geben.
Insgesamt ist „Horror-Date“ eine unterhaltsame, humorvolle Lektüre, die auch zum Nachdenken anregt. Es liegt für mich zwischen den positiven Überraschungen von „Der erste letzte Tag“ und der Enttäuschung von „Elternabend“.

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