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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 25.08.2025

Unterricht der besonderen Art

Schule des Schreckens, Bd. 1
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Das Buch hat mich sofort neugierig gemacht – nicht nur wegen des verrückten Klappentextes, sondern auch durch das auffällige Cover, das direkt die Mischung aus Grusel und Spaß verspricht.
Die Geschichte ...

Das Buch hat mich sofort neugierig gemacht – nicht nur wegen des verrückten Klappentextes, sondern auch durch das auffällige Cover, das direkt die Mischung aus Grusel und Spaß verspricht.
Die Geschichte startet mit Kilians Umzug ins Internat Buchenschlag. Anfangs wirkt alles ganz normal, doch schnell wird klar, dass hier Lehrer aus der Gruft zurückkehren, um den Lehrermangel auszugleichen. Diese Idee ist so ungewöhnlich und gleichzeitig genial, dass ich gleich wissen wollte, wie das wohl im Unterricht aussieht.
Mir gefällt, dass jeder der „Grufti-Lehrer“ eine eigene Macke mitbringt. Manche sind streng, andere herrlich kauzig. Dadurch wirkt der Unterricht chaotisch, aber immer unterhaltsam.
Der Schreibstil ist leicht, humorvoll und voller witziger Szenen, sodass man nur so durch die Seiten fliegt. Schön finde ich auch die Illustrationen, die das Abenteuer begleiten und kleine Details unterstreichen.
Insgesamt ein sehr gelungener Reihenstart, der spannende Momente mit viel Humor verbindet und definitiv Lust auf die Fortsetzung macht

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Veröffentlicht am 24.08.2025

Ein Herbstbuch zum Wohlfühlen

Falling Like Leaves
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Schon das Cover hat mich sofort begeistert. Es strahlt Wärme und Gemütlichkeit aus und verspricht genau die richtige Stimmung für den Herbst. Mit einer Tasse Tee in der Hand habe ich mich direkt nach Bramble ...

Schon das Cover hat mich sofort begeistert. Es strahlt Wärme und Gemütlichkeit aus und verspricht genau die richtige Stimmung für den Herbst. Mit einer Tasse Tee in der Hand habe ich mich direkt nach Bramble Falls versetzen lassen, in diese kleine, bunte Welt voller Kürbisse, Herbstlaub und Festivalstimmung.

Ellis als Protagonistin hat mir gut gefallen. Sie wirkt am Anfang sehr verloren, weil ihre Pläne für die Zukunft plötzlich nicht mehr aufgehen, doch gerade dadurch war sie für mich greifbar und authentisch. In Bramble Falls stößt sie nicht nur auf liebenswerte Nebenfiguren, sondern begegnet auch Cooper wieder – ihrem Jugendfreund und ersten Kuss. Die Dynamik zwischen den beiden entwickelt sich langsam und glaubwürdig, was ich sehr schön fand.

Misty Wilsons Schreibstil ist flüssig, bildhaft und voller kleiner Details, die diese besondere Atmosphäre ausmachen. Auch wenn die Handlung an manchen Stellen vorhersehbar war, hat das meinen Lesegenuss überhaupt nicht geschmälert. Im Gegenteil: ich habe es genossen, mich einfach fallen zu lassen und dieses Cozy-Gefühl aufzusaugen.

Mein Fazit: Falling Like Leaves ist ein herzerwärmender Roman über Neuanfänge, erste Liebe und den Zauber kleiner Momente. Ein perfektes Herbstbuch, das man am liebsten eingekuschelt auf der Couch mit einem Pumpkin Spice Latte lesen möchte.

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Veröffentlicht am 21.08.2025

Ein spannender Einstieg in Hildegards Welt

Hildegards Schatzkiste
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Ich hatte bisher noch nicht so viel mit Hildegard von Bingen zu tun, daher war der Einstieg ins Buch für mich besonders spannend. Viele ihrer Gedanken wirken aus heutiger Sicht für mich etwas ungewöhnlich, ...

Ich hatte bisher noch nicht so viel mit Hildegard von Bingen zu tun, daher war der Einstieg ins Buch für mich besonders spannend. Viele ihrer Gedanken wirken aus heutiger Sicht für mich etwas ungewöhnlich, aber man bekommt ein gutes Gefühl dafür, wie sie gedacht und gearbeitet hat. Besonders fasziniert mich, dass sie immer wieder ganzheitlich argumentiert und Zusammenhänge zwischen Körper, Seele und Ernährung sieht.

Auf die Rezepte war ich schon von Anfang an neugierig, und im zweiten Abschnitt des Buches wird das Thema endlich ausführlicher behandelt. Ernährung, Kräuter und praktische Tipps für den Alltag machen den Inhalt sehr lebendig. Manche Empfehlungen erscheinen heute ungewohnt, andere wiederum überraschend modern und gut nachvollziehbar. Besonders die Betonung von Dinkel hat mein Interesse geweckt, da ich bisher wenig damit gekocht habe. Die kurzen Abschnitte und die handliche Gestaltung laden jederzeit zum Schmökern ein.

Insgesamt bietet Hildegards Schatzkiste einen gelungenen Einstieg in ihr vielfältiges Wissen und inspiriert zum Ausprobieren.

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Veröffentlicht am 13.08.2025

Berührend

Die Hummerfrauen
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Das Cover mit dem auffälligen Hummermotiv hat sofort meine Aufmerksamkeit geweckt und lässt bereits erahnen, dass die Geschichte eng mit dem Leben an der Küste verbunden ist. Bereits auf den ersten Seiten ...

Das Cover mit dem auffälligen Hummermotiv hat sofort meine Aufmerksamkeit geweckt und lässt bereits erahnen, dass die Geschichte eng mit dem Leben an der Küste verbunden ist. Bereits auf den ersten Seiten war ich in der Welt des kleinen Küstenortes Stone Harbor angekommen.

Im Mittelpunkt stehen drei bemerkenswerte Frauen: Ann, die 72 jährige Hummerfischerin, die ihren Alltag mit viel Erfahrung und einer großen Portion Sarkasmus bewältigt. Julie, die nach einem schweren Unfall einen neuen Anfang sucht. Und Mina, die nach einem persönlichen Verlust an den Ort ihrer Kindheitssommer zurückkehrt und dort Sam begegnet, den sie aus dieser Zeit kennt.

Beatrix Gerstberger verwebt die Geschichten dieser drei Frauen behutsam. Durch Rückblenden und Gespräche erfahren wir mehr über ihre Vergangenheiten, Verluste und Hoffnungen. Besonders gelungen fand ich die Beschreibungen der Landschaft von Maine, die sowohl Schönheit als auch Härte des Lebens an der Küste spürbar machen.

„Die Hummerfrauen“ ist kein leichter Ferienroman, sondern eine ruhige, feinfühlige Geschichte über Freundschaft, Zusammenhalt und Neuanfänge und damit eine Lektüre, die nachdenklich stimmt und im Gedächtnis bleibt.

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Veröffentlicht am 13.08.2025

Zwischen Scheinwerferlicht und Schatten

Nur ein Sterbenswort
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Der erste Fall der frisch nach Stuttgart versetzten Kommissarin Meike Masur führt mitten in die Theater- und Filmszene, wo hinter dem Glamour tiefgreifende Rivalitäten und Machtmissbrauch lauern.

Britt ...

Der erste Fall der frisch nach Stuttgart versetzten Kommissarin Meike Masur führt mitten in die Theater- und Filmszene, wo hinter dem Glamour tiefgreifende Rivalitäten und Machtmissbrauch lauern.

Britt Reißmann gelingt es, diese Welt sowohl faszinierend als auch beklemmend darzustellen. Besonders Meike und ihr Kollege Severin wirken als Ermittlerteam glaubwürdig und greifbar. Ich mochte, wie die Autorin nicht nur den Kriminalfall, sondern auch Meikes persönliche Herausforderungen einwebt – auch wenn manche familiären Passagen das Tempo minimal bremsten. Die psychologischen Aspekte, insbesondere Manipulation und Verdrängung, ziehen sich wie ein leiser, bedrückender Unterton durch die Handlung. Der Bezug zu Stuttgart mit seinen Schauplätzen und Eigenheiten fügte sich für mich stimmig ins Gesamtbild ein. Die Spannung blieb bis zum Schluss erhalten, auch weil fast alle Verdächtigen glaubhafte Motive hatten. Das Ende hat mich kalt erwischt, war aber völlig schlüssig.

Für mich ist dies ein gelungener, atmosphärischer Auftakt einer Reihe, der sowohl inhaltlich als auch charakterlich überzeugt.

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