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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 08.08.2025

Geheimnisse unter der Sonne Malibus

The summer that broke us (Lifeguard 1)
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Als ich The Summer that Broke Us angefangen habe, dachte ich zunächst an eine lockere Sommerromanze. Aber das Buch hat mich überrascht. Sutton kehrt für ihren dritten Lifeguard-Sommer nach Malibu zurück, ...

Als ich The Summer that Broke Us angefangen habe, dachte ich zunächst an eine lockere Sommerromanze. Aber das Buch hat mich überrascht. Sutton kehrt für ihren dritten Lifeguard-Sommer nach Malibu zurück, doch statt Leichtigkeit erwartet sie ein emotionaler Balanceakt zwischen Vergangenheit und Gegenwart. Ich mochte besonders, wie die Autorin das Setting genutzt hat: Sonne, Wellen, Hitze. All das hat sich beim Lesen fast greifbar angefühlt, aber gleichzeitig lag eine Schwere in der Luft, die mich nicht mehr losgelassen hat.

Sutton war eine Figur mit Ecken und Kanten – nicht immer einfach, aber genau deshalb spannend. Ihr Geheimnis sorgt für eine unterschwellige Spannung, die sich langsam, aber wirkungsvoll entfaltet. Dass sie ausgerechnet bei Ben einziehen muss, war für mich ein starkes erzählerisches Element. Die Chemie zwischen den beiden war nicht sofort da, aber hat sich dafür umso intensiver entwickelt.

Der Schreibstil ist leicht und atmosphärisch, besonders die emotionalen Momente kommen sehr gut rüber. Ich mochte auch, dass es nicht nur um Liebe ging, sondern um Schuld, Verdrängung und den Mut, sich der Wahrheit zu stellen.

Für mich war das Buch eine gelungene Mischung aus Sommerfeeling, Tiefe und unterschwelliger Spannung. Absolute Empfehlung für alle, die Geschichten mögen, die mehr zeigen als nur das Offensichtliche.

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Veröffentlicht am 05.08.2025

Zwischen Familienroman und Krimirätsel

Die Bibliothek meines Großvaters
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Ehrlich gesagt hatte ich einen durchgehenden Kriminalfall erwartet, doch ich wurde überrascht mit etwas viel Schönerem – einer sanften, episodenhaften Geschichte über Literatur, Familie und Erinnerungen. ...

Ehrlich gesagt hatte ich einen durchgehenden Kriminalfall erwartet, doch ich wurde überrascht mit etwas viel Schönerem – einer sanften, episodenhaften Geschichte über Literatur, Familie und Erinnerungen. Kaede, eine junge Lehrerin, löst gemeinsam mit ihrem Großvater kleine Kriminalfälle, die mal nachdenklich, mal spannend, aber immer mit viel Feingefühl erzählt sind.

Besonders beeindruckt hat mich die Figur des Großvaters. Trotz seiner Demenz bleibt er geistreich und erstaunlich scharfsinnig. Die Idee, über Literatur Verbindungen zu schaffen fand ich sehr gelungen.

Der Schreibstil ist angenehm ruhig, klar und feinfühlig, was hervorragend zur Stimmung der Geschichte passt. Das Buch war nicht durchgehend spannend, manches zog sich etwas, aber am Ende hat es mich mit einem warmen Gefühl zurückgelassen. Das Cover ist sehr passend gewählt und fängt diese ruhige, etwas nostalgische Stimmung gut ein.

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Veröffentlicht am 04.08.2025

Eine berührende Second-Chance-Geschichte

Variation – Für immer oder nie
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Variation hat mich direkt ins Herz getroffen. Ich liebe Second-Chance-Romane, aber diese Geschichte ging weit über das hinaus, was ich erwartet habe. Allie und Hudson sind nicht einfach nur ein verlorenes ...

Variation hat mich direkt ins Herz getroffen. Ich liebe Second-Chance-Romane, aber diese Geschichte ging weit über das hinaus, was ich erwartet habe. Allie und Hudson sind nicht einfach nur ein verlorenes Liebespaar. Ihre gemeinsame Vergangenheit, die Tragödie und unausgesprochenen Gefühle machen ihre Verbindung so intensiv. Besonders mochte ich, dass die Handlung nicht nur auf die Liebesgeschichte reduziert ist, sondern auch Themen wie Schuld, Vergebung und Trauer behandelt.

Der Schreibstil ist einfühlsam, atmosphärisch und lässt sich wunderbar lesen. Man ist sofort mitten in Cape Cod. Die wechselnden Perspektiven von Allie und Hudson sorgen dafür, dass man beiden Figuren ganz nah ist. Die Dynamik zwischen den Charakteren wirkt glaubwürdig und lebendig. Auch Allies Konflikt mit ihrer Familie und ihrer Karriere als Tänzerin hat mich sehr bewegt. Das Cover ist schlicht, aber sehr passend zur Geschichte – zurückhaltend und gefühlvoll.

Ich habe beim Lesen gelacht, gelitten und gehofft. Rebecca Yarros zeigt, dass sie Emotionen wie kaum eine andere aufs Papier bringen kann. Ein absolutes Highlight für mich.

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Veröffentlicht am 04.08.2025

Tief berührende Freundschaft im Krieg

Wir sehen uns wieder am Meer
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Das Cover hat mich sofort neugierig gemacht, und der Titel verspricht eine Geschichte voller Nähe und Zuversicht – Erwartungen, die das Buch für mich vollkommen erfüllt hat.

Die Handlung, die im besetzten ...

Das Cover hat mich sofort neugierig gemacht, und der Titel verspricht eine Geschichte voller Nähe und Zuversicht – Erwartungen, die das Buch für mich vollkommen erfüllt hat.

Die Handlung, die im besetzten Norwegen 1944 beginnt, hat mich sehr gefesselt. Besonders die Freundschaft zwischen Birgit, Nadia und Tekla empfinde ich als unglaublich authentisch und tiefgründig. Die Autorin Trude Teige hat mit viel Recherche ein Stück Geschichte lebendig werden lassen, das oft zu wenig Beachtung findet: das Schicksal der Zwangsarbeiterinnen und des Widerstands. Der Schreibstil ist klar und flüssig, sodass ich problemlos durch die komplexen Geschehnisse gleiten konnte. Gleichzeitig stimmt mich die Erzählung nachdenklich, nicht nur wegen der historischen Tiefe, sondern auch wegen der Entscheidungsmomente, die weit über den Krieg hinauswirken.

Das Buch lässt mich mit Bewunderung für den Mut der Frauen, aber auch nachdenklich über die Gegenwart zurück. Für mich eine klare Leseempfehlung.

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Veröffentlicht am 04.08.2025

Wunderschön und berührend

Wilder Honig
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Ich habe das Buch sehr genossen. Es erzählt von Hannah, die nach dem Tod ihres Mannes John mit einem alten Haus, einem verwilderten Garten und einem Bienenvolk plötzlich allein ist. John hinterlässt ihr ...

Ich habe das Buch sehr genossen. Es erzählt von Hannah, die nach dem Tod ihres Mannes John mit einem alten Haus, einem verwilderten Garten und einem Bienenvolk plötzlich allein ist. John hinterlässt ihr elf Briefe, in denen er seine Gedanken über ihr gemeinsames Leben mit der Welt der Bienen verknüpft. Diese Briefe sind feinfühlig, manchmal schmerzhaft, und enthalten ein großes Geheimnis, das Hannahs Welt ins Wanken bringt. Gleichzeitig tauchen Hannahs Schwester Sadie und die junge Megan in ihr Leben. Zwei Frauen, die ebenfalls auf der Suche sind.

Mir hat besonders gefallen, wie sanft und poetisch die Autorin die Natur in die Handlung einbindet. Die Vergleiche zwischen Bienenleben und menschlichem Zusammenleben haben mich zum Nachdenken gebracht. Auch das Cover, mit seinen warmen Farben und der stillen Landschaft, hat mich gleich angesprochen. Der Roman wirkt ruhig, fast zurückhaltend, entwickelt aber eine tiefe emotionale Wirkung. Der Schreibstil der Autorin ist sehr einfühlsam und schafft es, mit wenigen Worten tiefe Emotionen zu transportieren.

Die Geschichte zeigt nicht nur Trauer, sondern auch die Möglichkeit für Neubeginn und Heilung. Ich finde, es ist ein Buch für alle, die leise, aber starke Geschichten lieben. Insgesamt hat mich das Buch lange berührt und die Figuren wirkten lebendig und nahbar.

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