Maria, Menschenhandel und die Mafia
WaldmannNach dem spurlosen Verschwinden von Kommissar Waldmanns Ehefrau Maria auf dem Bazar in Lagos steht er völlig neben sich. 7 Jahre später leitet er die Ermittlungen in einem brutalen Mordfall. Doch der bekannte ...
Nach dem spurlosen Verschwinden von Kommissar Waldmanns Ehefrau Maria auf dem Bazar in Lagos steht er völlig neben sich. 7 Jahre später leitet er die Ermittlungen in einem brutalen Mordfall. Doch der bekannte Mann mit durchgeschnittener Kehle, der brutalsten Sex liebte, ist nur die Spitze des Eisbergs.
Nach der Reihe um Paul Stainer legt Ziebula mit „Waldmann“ erneut einen Krimi vor. Das Verschwinden von Maria bildet die Grundlage für diesen spannenden und komplexen Krimi. Waldmann ist in Therapie und leidet unter Flashbacks.
Gemeinsam mit seinem Team und der Journalistin Pia Luninger sucht Waldmann nicht nur nach dem Täter, sondern auch nach verschwundenen Ukrainerinnen. Sie finden Ungeheuerliches und bringen sich in große Gefahr.
Im Prolog wird die Vorgeschichte, der Bazar-Besuch und das Verschwinden von Maria, erzählt. Enthalten sind Hinweise, die zunächst nicht zugeordnet werden können. Ziebula nutzt wechselnde Perspektiven, wobei nicht immer sofort klar ist, wer hier eigentlich agiert. Hinzu kommen eine Vielzahl von Figuren, die mit- oder gegeneinander agieren. Erst nach und nach werden die Handlungsstränge zusammengeführt.
Im Vordergrund steht der titelgebende Waldmann mit seinen psychischen Störungen, die ihn unberechenbar machen. Die Journalistin Pia Luninger ist mutig und unerschrocken und kommt der Wahrheit zu nahe. Dann gibt es noch Suse, deren Hintergrund sehr lange mysteriös bleibt, Waldmann jedoch ebenfalls unterstützt. Nicht zu unterschätzen ist die Rolle des Katers Kasimir, der am Ende für eine Pointe sorgt, die mir nach den schlimmen Beschreibungen sehr gefallen hat.
Wie aus meiner Überschrift zu entnehmen, geht es um Menschenhandel, um Zwangsprostitution und um die nigerianische Mafia, also um aktuelle und wichtige Themen. Hier erscheinen mir die Beschreibungen leider sehr realistisch, was auf die Polizei- und Ermittlungsarbeit nicht immer zuzutreffen scheint.
Fazit: ein komplexer, spannender Krimi, nichts für schwache Nerven