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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 11.06.2025

Sehr bewegend

Das Lied des Achill
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"Ich werde der Erste sein." He was not, in fact, the first, and I'm also sad about it.
Ein wirklich fantastisches Buch. Ich bin davon ausgegangen, dass es mir gefallen würde, weil ich eigentlich nur gutes ...

"Ich werde der Erste sein." He was not, in fact, the first, and I'm also sad about it.
Ein wirklich fantastisches Buch. Ich bin davon ausgegangen, dass es mir gefallen würde, weil ich eigentlich nur gutes gehört habe, und ich war auch die ganze Zeit über echt interessiert daran, was passiert ist, und habe Patroklos und Achill sowie auch einige Nebenfiguren sehr schnell ins Herz geschlossen, und trotzdem hat sich die ganze Großartigkeit des Buches doch langsam an mich angeschlichen. Denn am Anfang war es "nur" ein gutes Buch, und dann am Ende ... uff. Nicht, dass ich es nicht hätte kommen sehen (obwohl ich immer das Gefühl habe, mich eigentlich nicht so mit Sagen/Mythen auszukennen, und die Griechischen sind keine Ausnahme, konnte ich doch recht früh erkennen, worauf es hinauslaufen würde), aber es ging mir dann doch näher als gedacht. Ganz besonders das letzte Kapitel (auch vieles vorher, aber das eben stärker) hat mich sehr berührt.
Das Buch ist eindeutig ernster, auch wenn vieles eher angeschnitten und nicht immer groß behandelt wird (oder zumindest nicht über das der Zeit entsprechende Maß hinaus), und auch sehr düster, was aber zu erwarten war, aber trotzdem gibt es auch immer wieder Lichtblicke und beim Lesen hat Miller für mich eine echt gute Balance gefunden zwischen "ich habe gerade ein total warmes Gefühl, weil das Buch sich glücklich liest" und "das nimmt doch alles kein gutes Ende, warum ist das so bedrückend?" Und für mich persönlich hat genau dieser Zwiespalt aber richtig gut gepasst und das Leseerlebnis noch mal besser gemacht, weil es eben genau die Art von Buch und Geschichte ist, die diese Herangehensweise braucht.
Auch schön fand ich die kleineren Verweise auf andere Geschichten, die immer wieder eingebaut wurden. Hat sich natürlich auch super ergeben, weil die Geschichten einfach zusammengehören (natürlich ist Odysseus relevant, wenn es um Troja geht), und entsprechend vielleicht nichts weltbewegendes, aber ich habe mich trotzdem immer gefreut, wenn ich was erkannt habe, und mit meinem mangelhaften Wissen verstanden habe, was da gerade eingeleitet/erwähnt/... wurde.

Alles in allem ein Buch, das sowohl zum Nachdenken anregt, als auch einfach zum Mitfühlen mit den Figuren, und ich persönlich hatte wirklich eine richtig gute Zeit beim Lesen und bin sehr froh, endlich dazu gekommen zu sein!

Veröffentlicht am 06.06.2025

Konnte für mich mit Leichtigkeit mit Band 1 mithalten

Das Geheimnis der Queenie Hennessy
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Nachdem ich nun ausgeheult habe, kann ich sagen, dass das Buch für mich auf jeden Fall mit Band eins mithalten kann. Man erhält genauso tiefe Einblicke in Queenies Gedanken wie es zuvor mit Harold Fry ...

Nachdem ich nun ausgeheult habe, kann ich sagen, dass das Buch für mich auf jeden Fall mit Band eins mithalten kann. Man erhält genauso tiefe Einblicke in Queenies Gedanken wie es zuvor mit Harold Fry der Fall war, und das Buch hat mich emotional auf die gleiche Weise abgeholt. Gerade das Ende (was auch genau das war, was mich bei Harolds Buch komplett erwischt hat), war auch hier wieder unglaublich emotional geschrieben, und es fällt einfach so leicht, sich auf die Geschichte einzulassen.
Und das obwohl mich zugegebener Maßen die Geschichte von Queenies und Harolds Vergangenheit von allen Dingen in diesem Buch am wenigsten interessiert hat. Viel interessanter fand ich das Hospiz und die Personen, mit denen Queenie jetzt zu tun hatte, bzw. die Teile ihrer Vergangenheit, in denen sie ohne Harold unterwegs war. Aber selbst die weniger interessanten stellen fand ich immer noch sehr schön geschrieben, und insgesamt war die Geschichte wirklich eindrucksvoll und sehr bewegend in meinen Augen.
Es ist keine wirklich glückliche Geschichte, aber sie ist friedlich, und alles in allem fand ich sie einfach schön und bin wirklich froh, dass ich den Brief um den es geht zu lesen bekommen habe.

Veröffentlicht am 06.06.2025

Ein unglaublich bewegendes und nachdenkliches Buch

Babel
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Was für ein Buch. Unglaublich mächtig, in meinen Augen, und das meine ich nicht nur deshalb, weil es sich um ein so langes Buch handelt.
Ich wusste zu Anfang überhaupt nicht, worum es geht, da ich mich ...

Was für ein Buch. Unglaublich mächtig, in meinen Augen, und das meine ich nicht nur deshalb, weil es sich um ein so langes Buch handelt.
Ich wusste zu Anfang überhaupt nicht, worum es geht, da ich mich mit Babel nur soweit beschäftigt hatte, dass viele Leute es gut fanden (und meine Mutter dachte, es könnte mir auch gefallen, weshalb sie es mir geborgt hat), und entsprechend blind bin ich auch ins Lesen reingegangen, und habe eine ganze Weile gar keine Ahnung gehabt, worauf es hinauslaufen würde. Das Buch/die Übersetzung ließ sich unglaublich gut lesen (sowohl, was ich selbst gelesen habe, als auch, was ich als Hörbuch gehört habe), und ich bin wirklich von Anfang an echt gut in die Geschichte reingekommen, gerade die ersten hundert Seiten fühlen sich aber wirklich hauptsächlich wie Einleitung an, und ich konnte gar keinen Plot erkennen. Im Nachhinein hätte ich ihn vermutlich da schon sehen sollen, denn die "Einleitung" setzt eindeutig die Grundbausteine für alles, was danach kommt, aber wie es aussieht war ich einfach komplett blind für das offensichtliche.
Danach nimmt alles recht schnell an Fahrt auf, ich habe erkannt, wohin es geht, fand auch mit der Länge eigentlich alle Szenen sehr zielführend, was ich erstaunlich finde, und schon war auch das Ende da, bis zu dem ich einerseits verdammt gut unterhalten wurde, und mir andererseits verdammt viele Gedanken machen konnte und musste. Denn Babel ist eindeutig keine Unterhaltungsliteratur in meinen Augen. Obwohl es sich so leicht liest, und die Figuren wirklich super geschrieben und aufgebaut sind, und ich auch alle Figuren und ihre Ansichten komplett nachvollziehen konnte (nicht so, dass ich auf ihrer Seite war, aber es ist eindeutig ersichtlich, woher sie alle kommen), ist das Buch echt schwere kost, und beschäftigt sich politisch viel mit Rassismus und Minderheiten und Vorurteilen und Ungleichgewichten und das alles ist eindeutig nichts, was ich nur als Unterhaltung sehen kann, angesichts dessen, wie echt es ist. Der Unterhaltungsfaktor ist aber dennoch vorhanden. Durch spannende Geschichten, eine spannende Welt (die trotz magischer Elemente unserer so sehr gleicht), und sehr vielschichtigen Figuren, die mir alle wirklich nicht egal waren (nicht, dass ich sie alle geliebt hätte, aber als die Figuren, die sie gewesen sind, haben sie sich wirklich unglaublich gut in die Geschichte eingefügt, und gerade die vier Hauptfiguren sind mir auch mit allem, was passiert ist, trotzdem ans Herz gewachsen, auch wenn einige durchaus Mist bauen ... aber gerade in ihrem Kontext, in dem sie aufgewachsen sind, und der uns durch ein paar Perspektivwechsel in alle Köpfe gegeben wird, kann man eben doch verstehen, woher sie alle kommen, selbst wenn man es nicht akzeptabel findet).
Ich hatte auf jeden Fall viel Spaß beim Lesen, auch wenn das Buch mich jetzt zum Ende hin nicht begeistert zurücklässt. Oder begeistert vielleicht schon, aber nicht auf eine glückliche Art und Weise? Ich fand es wirklich gut, fühle mich gleichzeitig aber auch ein wenig leer, und das meine ich vollkommen als Kompliment. Das Buch konnte mich sehr bewegen, hat mich eine Menge Emotionen gekostet, und jetzt ist es vorbei und ... es war einfach ein Erlebnis. Sowohl durch die Gedanken und alles Nachdenken, zu denen/dem Babel mich gezwungen hat, als auch durch die Geschichte selbst.
Mich konnte Kuang mit ihrem Werk auf jeden Fall überzeugen.

Veröffentlicht am 06.06.2025

Konnte mich alles in allem nicht wirklich überzeugen

Spiegelgasse
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Inhaltlich geht es in Spiegelgasse um geheime Organisationen, Freundschaft, eine kleine Abenteuerreise und die bösartigen Machenschaften einer Partei, die das Wissen der Menschen beschränken möchte. Das ...

Inhaltlich geht es in Spiegelgasse um geheime Organisationen, Freundschaft, eine kleine Abenteuerreise und die bösartigen Machenschaften einer Partei, die das Wissen der Menschen beschränken möchte. Das ganze in einer Welt, die vor Magie nur so wimmelt, und tatsächlich hat mir genau das eigentlich auch ganz gut gefallen, gleichzeitig fand ich es aber auch sehr schwer, in die Geschichte hineinzufinden.
Die ganzen magischen Elemente finde ich einerseits toll, andererseits konnte ich mir unter einigen Dingen gar nichts vorstellen, und fand sie auch zu wenig erklärt. Dabei gibt es durchaus auch Elemente unserer Welt, nur sind diese im Vergleich extrem sparsam gesetzt, und wirklich für fast alles gibt es magische Begriffe. Einerseits cool, andererseits erschweren sie natürlich das Lesen, und gerade für Kinder kann ich mir durchaus doch vorstellen, dass die neugierig genug sind, um Antworten zu wollen.
Die Geschichte selbst fand ich außerdem sehr spannend, den Aufbau allerdings manchmal recht schwach. So haben wir zwar eine Reihe an Figuren die auch durchaus alle ihr eigenes Ding haben, was schon cool ist, gerade die Dialoge fand ich aber oft gezwungen, das Verhalten einiger Figuren ebenfalls, und insgesamt hatte ich oft das Gefühl, dass die Figuren nur des Buches wegen bestimmte Dinge tun, die sie an sich aber nicht wirklich getan hätten. Und auch hier wurden wieder Dinge nicht immer erklärt. Auch haben wir insgesamt im Buch Kapitel aus ... ich glaube 6 verschiedenen Perspektiven, von denen aber alle gefühlt beliebig auftauchen, teils auch überflüssig auf mich wirkten, und die Unterscheidung der einzelnen Sichten passiert durch minimale Änderungen der Illustrationen die das jeweilige Kapitel einleiten, sodass ich es auch nicht immer ersichtlich fand, durch wessen Augen das Geschehen gerade betrachtet wird.
Das Ende dann fand ich recht vorhersehbar, die Figuren zwischendurch teils sehr flach, gerade Blue kriegt ständig irgendwelche Dinge ab, die ich nicht überzeugend fand (eher vom Buch selbst, weil praktisch ständig darauf rumgeritten wird, wie sehr sie ihre roten Haare hasst und dass jeder rote Haare hassen würde, wenn er sie selbst hätte, aber auch weil sie in manchen Momenten plötzlich sehr stereotypisch handelt und da irgendwie nicht rauskommt, was ich eigentlich eine sehr traurige Darstellung finde, sollten Kinder mit roten Haaren oder Mädchen das Buch lesen), und insgesamt fand ich das Buch einfach nicht überzeugend genug.
Ich denke Kinder wären eindeutig glücklicher mit der Story, aber auch da würde ich vermutlich eher zu anderen Büchern greifen, weil ich dieses hier dann zwischendurch doch recht langatmig und durcheinander fand. Nicht so, dass ich sagen würde, es wäre zwingend ein schlechtes Buch, aber ich gehe eher gleichgültig aus dem Lesen heraus, als irgendetwas anderes.

Veröffentlicht am 06.06.2025

Weiteres fantastisches Buch von Pratchett

Der Zeitdieb
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Terry Pratchett hat mich bisher noch nie enttäuscht, soweit ich mich erinnern kann (und ich weiß von recht vielen Büchern, dass ich sie toll fand, auch wenn ich mich nicht an die Inhalte erinnern kann) ...

Terry Pratchett hat mich bisher noch nie enttäuscht, soweit ich mich erinnern kann (und ich weiß von recht vielen Büchern, dass ich sie toll fand, auch wenn ich mich nicht an die Inhalte erinnern kann) und so war auch dieses Buch hier wieder wirklich unterhaltsam. Und außerdem überraschenderweise eine Art Fortsetzung zu Gevatter Tod, was mein letztes Buch von Pratchett war. Ich habe wirklich nicht damit gerechnet, dass von den ganzen Büchern, die ich aus dem Regal ziehe, es ausgerechnet eins wird, in dem Figuren nicht wirklich (außer dem Tod) wieder auftauchen, dafür aber ein paar Nachfahren. Hat mich sehr überrascht und das ziemlich positiv.
Susan fand ich generell eine sympathische Figur (die wirklich absolut ihre Leher-Macken beibehalten hat, was ich ziemlich amüsant fand), aber gleiches gilt auch für die ganzen anderen Figuren. Pratchett schafft es einfach irgendwie, immer unterhaltsame Figuren zu schreiben, die gleichermaßen Klischees entsprechen, als auch mit ihnen spielen, und mit dem ganz besonderen Humor seiner Welt und seiner Geschichten habe ich mich (wie so oft) die ganze Zeit echt gut unterhalten gefühlt.
Außerdem finde ich es sehr schön, dass man die Scheibenwelt nicht chronologisch lesen muss. Man kann natürlich, und sicherlich würde es auch nicht schaden, wenn ich es täte, aber bisher habe ich's nicht gemacht (und ich habe auch gar nicht alle Bücher der Reihe, nur 8 oder so), und ich hatte nicht das Gefühl, dass es viel schaden würde.
Spannende und unterhaltsame Figuren, sehr kreativer Plot, wie immer eine tolle Welt, und ich hatte einfach eine gute Zeit. Pratchett würde ich wirklich immer empfehlen!