Überraschend düster und ich hab's geliebt
Das Labyrinth des FaunsIch habe absolut nicht damit gerechnet, wie düster dieses Buch werden würde, aber angesichts dessen, dass ich dieses Jahr festgestellt habe, dass ich Horror erstaunlich viel abgewinnen kann, hat mich das ...
Ich habe absolut nicht damit gerechnet, wie düster dieses Buch werden würde, aber angesichts dessen, dass ich dieses Jahr festgestellt habe, dass ich Horror erstaunlich viel abgewinnen kann, hat mich das eher positiv überrascht als irgendwas anderes.
Die Geschichte ist sehr Märchenhaft geschrieben, mit zu großen Teilen eher dem Eindruck, dass es sich einfach um ein kleines Fantasy-Abenteuer handeln würde (nicht, dass der Ton das wirklich bestärken würde, aber wäre der Ton nur ein wenig leichter, hätte es für mich eindeutig in die Richtung gehen können), und dann zwischendurch gibt es durch die älteren Figuren immer auch ein Stückchen die Wahrheit zu sehen, und dass gerade "eigentlich" Krieg herrscht, und wie die Menschen darunter zu leiden haben.
Es ist trotzdem ein Fantasy-Buch, allerdings trotz aller vermeintlichen Magie in einer eher sehr trostlosen und realistischen Welt angesiedelt, und für mich persönlich war die Mischung aus "Märchen-Geschichte" und "Menschen leiden im Krieg" sehr gut gelungen. Habe das Buch auch in einem Rutsch durchgelesen, weil ich gar nicht aufhören konnte, wissen zu wollen, wie es mit den Figuren weitergeht, und das Ende hat mich gleichermaßen zufrieden als auch vollkommen sprachlos zurückgelassen.
Für mich persönlich ein wirklich fantastisches Buch, und ich wünschte gerade, Cornelia Funke hätte mehr Bücher in so eine düstere Richtung, weil aktuell komme ich "nur" auf Tintenherz, und ich glaube selbst da fand ich dieses hier doch etwas dunkler, und ich glaube, mit ihrem magischen Schreibstil könnte ich so einiges an Horror lesen.