Tiefgründige Themen in teils oberflächlicher Geschichte
Children of Blood and BoneEs fällt mir irgendwie schwer, eine Meinung zu diesem Buch abzugeben. Einerseits finde ich die Welt unglaublich spannend, und die Geschichte hat mir echt zugesagt und mich abgeholt, andererseits war irgendwann ...
Es fällt mir irgendwie schwer, eine Meinung zu diesem Buch abzugeben. Einerseits finde ich die Welt unglaublich spannend, und die Geschichte hat mir echt zugesagt und mich abgeholt, andererseits war irgendwann aber auch ein Punkt erreicht, an dem ich ziemlich genervt von den ganzen Figuren war, und ich kann nicht mal genau sagen, warum. Vielleicht lag es an der Stimme der Vorleserin (ich habe das Buch gehört und gelesen), von der ich eigentlich nicht das Gefühl hatte, dass sie mich nervt, aber eventuell doch, vielleicht an irgendetwas inhaltlichem, vielleicht an den romantischen Subplots, die es für mich hier wirklich nicht gebraucht hätte, aber während die erste Hälfte des Buches wirklich richtig großartig war, habe ich mich selbst dabei erwischt, wie es zur zweiten Hälfte einfach zu viel für mich wurde.
Auch finde ich die ganzen Probleme zwar ziemlich gut, und auch wie die Figuren mit allem umgehen war echt spannend und ich mochte die Vielschichtigkeit der Figuren und wie man richtig gemerkt hat, woher sie kamen, auf der anderen Seite waren aber auch so einige Dinge im Buch enthalten, die dann alles plötzlich doch zu schnell haben gehen lassen, wie eine konsequente Anziehung zwischen Figuren, bei denen es wirklich nicht nötig gewesen wäre, aber dann doch von Anfang an klar war, worauf es hinaus laufen würde, oder bestimmte kleinere Punkte, bei denen ich das Gefühl hatte, dass die einfach immer und immer wieder rausgekramt wurden.
Das hat mir zum Ende hin dann irgendwie doch den Spaß genommen, und mit dem Ende der Geschichte jetzt gerade muss ich sagen, dass mein Bedürfnis, weiterzulesen, nicht wirklich vorhanden ist.
Was aber nichts daran ändert, dass ich die Geschichte dann doch echt solide finde, und ich auch mag, wie das Thema von Sklaverei und Unterdrückung in die Geschichte einfließt/das Hauptthema ist, und dass gerade dadurch auch jüngeren Menschen nähergebracht wird, sich mit so schweren Thematiken zu beschäftigen.
Alles in allem denke ich, dass der Stil vielleicht einfach nichts für mich ist, bzw. dass die Durchmischung von so schweren Themen mit eher oberflächlichen Tropes für mich hier nicht ganz nahtlos zusammenpasste, ich denke aber auch, dass es kein schlechtes Buch ist, und wenn ich Band 2 schon hätte, würde ich es ganz sicher doch weiterlesen, um zu sehen, wohin es noch führen würde, so ist mein Interesse nur gerade sehr gering und ich glaube ich lasse die Reihe einfach lieber den Leuten, die mehr damit anfangen können und widme mich eher anderen Dingen.