Ich habe das Buch schon mal gelesen, vor Jahren, und auch als Hörbuch gehört. Ich konnte mich nicht an viel erinner, außer, dass es mir Spaß gemacht hat, und jetzt beim erneuten Lesen muss ich sagen: das ...
Ich habe das Buch schon mal gelesen, vor Jahren, und auch als Hörbuch gehört. Ich konnte mich nicht an viel erinner, außer, dass es mir Spaß gemacht hat, und jetzt beim erneuten Lesen muss ich sagen: das tut es immer noch. Teilweise fand ich es ein klein wenig anstrengend, aber großteils lustig, und der ein oder andere ernsthafte(re) Gedankengang wurde beim Lesen durchaus auch ausgelöst.
Hörbuch ist aber auf jeden Fall mehr zu empfehlen, denke ich, einfach weil Kling echt gut mit seiner Stimme arbeitet, und das noch mal mehr Bewegung in alles reinbringt!
Dieses Buch war absolut nicht, was ich erwartet habe, und ich fand‘s super.
Bis zu diesem Buch kannte ich nur Heartstopper von Oseman, und die ersten paar Seiten von Loveless, und die ersten drei Kapitel ...
Dieses Buch war absolut nicht, was ich erwartet habe, und ich fand‘s super.
Bis zu diesem Buch kannte ich nur Heartstopper von Oseman, und die ersten paar Seiten von Loveless, und die ersten drei Kapitel von Solitaire hatte ich schon mal gelesen, und alles davon fühlte sich immer absolut gemütlich und warm an, selbst mit den teils ziemlich harten Themen, und entsprechend bin ich irgendwie beim erneuten lesen von Anfang an jetzt davon ausgegangen, dass dieses Buch hier jetzt auch eher eine gemütliche Geschichte über psychische Gesundheit wäre (also, keine nette oder freundliche Geschichte, oder zu abgemildert, aber eben trotzdem irgendwie „warm“?) und für die erste Hälfte ist es auch genau das, oder auf jeden Fall hat es sich für mich genauso angefühlt: Ernst und ehrlich und schwer, aber trotzdem irgendwie gemütlich, und dann kam die zweite Hälfte, und plötzlich wurde es so viel ernster und ich war absolut nicht darauf vorbereitet.
Es hat mir trotzdem echt gut gefallen. Das Buch hat es verdient, so ernst und düster und wirkungsvoll zu sein, und Tori hat es verdient, dass so ernst dargestellt wird, wie schwer das alles ist, und natürlich ist das, was sie durchmacht, nichts gemütliches, also fühlte es sich doch so an, als wäre die Änderung im Ton der Geschichte absolut verdient, und es hat für mich auch echt gut funktioniert, es kam nur trotzdem irgendwie trotzdem aus dem nichts für mich.
Ich persönlich liebe Tori so sehr, sie ist ein fantastischer Charakter, und ich find‘s immer richtig toll, über sie und Charlie zu lesen, und wie sehr sie an ihrem Bruder hängt, und sie ist so loyal ihm gegenüber, aber gleichzeitig ist es auch richtig offensichtlich, dass das für sie nicht wirklich gut ist, und es gibt nicht wirklich viele Leute, die für sie auf diese Art und Weise da sind, und entsprechend habe ich es erstaunlich genossen, dieses Buch aus ihrer Sicht zu haben, in dem beschrieben wird, wie schwer die Dinge für sie sind selbst wenn sie‘s nicht immer merkt. Und so leid sie mir auch tut, es war trotzdem auch irgendwie großartig?
Mit dem Buch an sich konnte ich aber auch viel Anfangen, ganz unabhängig von Tori. Ich glaube nicht, dass ich wirklich Depressionen habe, oder ähnliches (keine Ahnung) aber ich habe so Phasen, die man vielleicht doch als depressive Phasen bezeichnen könnte, und ich konnte doch eine Menge von dem nachempfinden, was Tori gedacht oder durchgemacht hat. Nicht alles, und besonders nicht die wirklich schweren Momente, aber auch die kleineren Dinge haben dafür gesorgt, dass das alles sich doch sehr echt angefühlt hat für mich, und mir hat die Darstellung und wie Oseman das alles handhabt ziemlich gut gefallen/ich wusste es zu schätzen.
Ich war nicht der größte Fan vom Ende (nicht die emotionale Komponente, die Emotionen waren gut, die haben mir gefallen, sondern die Auflösung von allem, weil sich das für mich einfach etwas zu offen angefühlt hat und als würde sich nicht viel Ändern, was Solitair angeht, und da bin ich nicht so richtig glücklich drüber), aber abgesehen davon habe ich die Zeit mit der Geschichte sehr genossen, und ich mag Tori (und Michael natürlich auch, und generell die die meisten Figuren waren echt gut, nur Tori ist natürlich die Hauptfigur), und alles in allem ist es eine echt gute Geschichte und ich hatte eine super Zeit (wenn man es denn so sagen kann) und das Buch hat mir eine Menge Dinge zum Nachdenken gegeben.
Alles in allem habe ich die Geschichte und ihre Figuren einfach sehr geschätzt.
Diese Geschichte war richtig schön. Ich habe mich sofort in Mina verliebt und gleich danach in die Welt, und ich hatte einfach so viel Spaß mit diesem Buch über Schicksal und Bestimmung und darüber, seinen ...
Diese Geschichte war richtig schön. Ich habe mich sofort in Mina verliebt und gleich danach in die Welt, und ich hatte einfach so viel Spaß mit diesem Buch über Schicksal und Bestimmung und darüber, seinen eigenen Weg zu wählen, anstatt das, was vielleicht für einen gewählt wird, und es war wirklich gut, in meinen Augen.
Die Romanze kam für mich zu kurz (ich habe zwar die Gefühle gespürt, als sie da waren, aber sie sind einfach plötzlich aufgetaucht und es gab für mich nicht wirklich eine Geschichte, die dazu geführt hat, also verstehe ich nicht wirklich, wie die Gefühle zwischen dem ersten Treffen und den späteren Gefühlen entstanden sind: die Figuren schienen nett zu sein, aber ich habe nicht wirklich etwas Romantisches gespürt, bevor es dann plötzlich da war) und das war nicht ideal, aber abgesehen davon habe ich wirklich alle Interaktionen der Charaktere geliebt, die Freundschaft, die Familie, das Mitgefühl und die Hoffnung für andere, und Mina war einfach so ein starker Charakter, der genau wusste, was sie wollte und sogar harte Entscheidungen getroffen hat, um das zu erreichen, während sie weiterhin versucht hat, nett zu sein und die Menschen dazu zu bringen, auch nett zu sein. Habe ich sehr gemocht.
Und auch, dass die Figuren Bindungen außerhalb von Mina haben, war super. Mina ist eindeutig die Hauptfigur, aber die anderen Leute existieren auch ohne sie, oder so fühlt es sich an, und ich denke, das war wirklich gut gemacht.
Außerdem hat mir sehr gut gefallen, wie sich das Ganze am Ende abgespielt hat. Das meiste habe ich kommen sehen, aber bei einigen anderen Dingen war ich doch erstaunlich blind, bis zu dem Punkt, an dem ich es erst eine Seite vorher herausgefunden habe, obwohl es im Nachhinein so offensichtlich war, und ich finde, dass es Axie Oh echt gut gemacht hat, wie alles in dieser Geschichte zusammenhängt und einen Sinn ergibt.
Ich habe mich wirklich gut amüsiert, auch wenn die Gefühle für mich nicht viel Sinn ergeben haben, aber abgesehen davon hat mich nichts wirklich gestört, sondern ich war einfach nur sehr zufrieden mit allem und fand‘s super!
Ich mochte die Verbindung zwischen Märchen/Geschichten und dem wirklichen Leben sehr, und auch wie Einwanderung, Familie, Liebe und all das in das Buch einbezogen wurde. Die wechselnden Farben, je nachdem, ...
Ich mochte die Verbindung zwischen Märchen/Geschichten und dem wirklichen Leben sehr, und auch wie Einwanderung, Familie, Liebe und all das in das Buch einbezogen wurde. Die wechselnden Farben, je nachdem, auf welche Geschichte sich das Buch gerade konzentriert, waren eine wirklich schöne Note, und ich habe beim Lesen durchaus ein paar Tränen vergossen, denn obwohl ich die Erfahrungen der Charaktere nicht teile, war Trung Le Nguyen zu 100 % in der Lage, mir alle Figuren näherzubringen und für und mit ihnen zu fühlen.
Leider war ich nicht ganz überzeugt davon, wie schnell das Ende war, vor allem, nachdem alles andere ein wenig langsamer war, und das gab mir beim Lesen ein eher unbeteiligtes Gefühl. Es fühlte sich für mich einfach zu überstürzt an.
Trotzdem ist es ein echt gutes Buch, das mir gut gefallen hat, und hätte man sich beim Ende etwas mehr Zeit genommen, wären es ziemlich sicher fünf Sterne geworden.
Was für eine schöne Geschichte. Ich weiß mittlerweile, dass Oseman sowohl gemütliche Sachen wie Heartstopper als auch herzzerreißende Sachen wie Solitair schreiben kann, also war ich mir der Möglichkeit ...
Was für eine schöne Geschichte. Ich weiß mittlerweile, dass Oseman sowohl gemütliche Sachen wie Heartstopper als auch herzzerreißende Sachen wie Solitair schreiben kann, also war ich mir der Möglichkeit bewusst, dass das hier vermutlich in eine der beiden Richtungen gehen würde (und hatte auch ein bisschen Angst, vor allem nach dem Ende des Dienstags), und am Ende bin ich einfach nur wieder einmal von dieser schönen Geschichte begeistert. Traurig und herzzerreißend, aber auf eine warme Art und Weise, und Oseman hat wieder einmal erstaunliches Talent bewiesen, echte Menschen zu schreiben (zumindest meiner Meinung nach).
Fereshteh und Juliet fühlten sich in ihren Interaktionen und Schwächen extrem menschlich an, und das Gleiche gilt für alle Bandmitglieder. Ihre Probleme fühlten sich in mancher Hinsicht etwas größer an, aber in gleichzeitig trotzdem so alltäglich, und alle Figuren waren wirklich nur Menschen, die versucht haben, ihr Bestes zu geben. Und ich habe ehrlich gesagt alle Figuren (also, die meisten) geliebt, sobald sie auch nur kurz aufgetaucht sind, einfach weil sie einem gefühlt schon fast ans Herz wachsen müssen, und dann war ich einfach richtig glücklich, über sie alle zu lesen. Und traurig, denn natürlich ist es Oseman.
Für mich war es ein sehr emotionales Buch, das sich mit vielen verschiedenen Themen über das Gefühl von Zugehörigkeit, Freundschaft, Familie, usw. befasst hat, und ich fand es einfach wirklich gut, wie das alles behandelt wurde.
Und die Geschichte fühlte sich echt an. Ich denke nicht, dass so etwas wie diese Geschichte im wirklichen Leben je wirklich passieren würde, aber gleichzeitig kam sie mir absolut glaubwürdig vor, und für mich hat das echt gut funktioniert.
Auch sehr froh war ich über die Diversität der Figuren, denn wie immer hat Oseman da meiner Meinung nach wirklich großartige Arbeit geleistet. Ich hatte den religiösen Teil des Buches echt nicht erwartet, aber er fühlte sich für Fereshteh und Jimmy und diese Geschichte absolut natürlich an, ohne dass man das Gefühl hatte, das Buch wolle einen bekehren oder so. Genauso war jegliche Queerheit oder Herkunft eindeutig Teil der Person und hat sie geprägt, aber es war immer nur ein Teil des großen und Ganzen.
Die Interaktionen zwischen allen Figuren waren super, sowohl familiär als auch freundschaftlich, und Jimmys Großvater hat mich so glücklich gemacht, ebenso wie Juliets Großmutter. Ich habe vor kurzem ein Großelternteil verloren, dem ich echt nahe stand, und es war so schön zu sehen, wie die Großeltern mit den Hauptfiguren interagieren.
Und auch am Ende hat mich die Geschichte einfach echt zufrieden gemacht. Ich war wirklich besorgt und hatte teils echt ein bisschen Angst, aber nachdem ich das Buch praktisch in einem Rutsch durchgelesen (und teils angehört) habe, bin ich echt happy damit, wie alles ausgegangen ist. Und obwohl ich die Oseman-Bücher liebe, die sich mehr auf das Queer-Sein der Figuren konzentrieren, denke ich, dass dieses Buch vermutlich mein Favorit aller Oseman-Bücher ist, einfach weil sich alles daran für mich so natürlich angefühlt hat und das Queer-Sein in der Geschichte einfach da war, während es in der Geschichte (meistens) um andere Dinge ging. (Ich liebe queere Geschichten, ich liebe alle Bücher von Oseman, aber dieses hier hat mich einfach ein bisschen mehr berührt als alle bisherigen).
Richtig schöne Coming-of-Age-Geschichte (und ich würde auch das englische Hörbuch empfehlen, denn ich habe es mir während des Lesens angehört, und die Sprecher haben einen phänomenalen Job gemacht (vielleicht auch einer der Gründe, warum ich dieses Buch ein wenig mehr mochte als die anderen, aber ich bin mir nicht sicher)), würde ich auf jeden Fall empfehlen.