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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 04.05.2026

Von Allosaurus bis Tyrannosaurus Rex

Mein Sachen suchen Wimmelbuch: Dinosaurier
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In diesem schön und bunt gestalteten Wimmelbuch gibt es neben einigen Informationen über einige Abschnitte des Erdmittelalters und die Lebewesen, die die Erde bevölkerten. Dazu gibt es doppelseitige vollständig ...

In diesem schön und bunt gestalteten Wimmelbuch gibt es neben einigen Informationen über einige Abschnitte des Erdmittelalters und die Lebewesen, die die Erde bevölkerten. Dazu gibt es doppelseitige vollständig farbige Illustrationen, auf denen es jede Menge Dinosaurier und andere prähistorische Lebewesen zu entdecken. Zusätzliche Besonderheiten sind unter den vielen Klappen auf jeder Seite versteckt.

Die Tiere sind bunt illustriert, was für Kinder wirklich schön ist. Da von Dinosauriern nur Knochen existieren und niemand wissen kann, welche Farben ihre Haut tatsächlich hatte, finde ich das legitim.

Besonders gut gefällt mir an dem Buch, dass die wissenschaftlichen Namen und Bezeichnungen für die im Wimmelbild zu findenden Dinge genutzt werden. Beim Vorlesen könnte es da Schwierigkeiten geben. Aber Kinder dürfen und sollen die korrekten Ausdrücke kennenlernen.

Veröffentlicht am 27.04.2026

Ein Hase, eine Elefantin und Die Große Gefahr

Herwig und Elsie – Wo ist der große Zauberer?
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Herwig Hase der Dritte wurde über viele Jahre lang vom Zauberer Hokus van Pokus für begeisterte Zuschauer aus dem Hut gezaubert. Doch eines Morgens findet der kleine Hase nur noch einen Abschiedsbrief ...

Herwig Hase der Dritte wurde über viele Jahre lang vom Zauberer Hokus van Pokus für begeisterte Zuschauer aus dem Hut gezaubert. Doch eines Morgens findet der kleine Hase nur noch einen Abschiedsbrief von seinem besten Freund vor. Hokus hinterlässt ihm Zauberhut, -Stab und -Buch und fordert ihn auf in die Welt hinauszugehen. Beim Versuch den großen Zauberer zurückzuwünschen erscheint stattdessen die Elefantin Elsie im Wohnzimmer. Nun muss sich der kleine Angsthase in die Welt außerhalb seines Zuhauses begeben um Hokus zu suchen.
Die Erzählung ist niedlich und kindgerecht und dürfte auch kleinen menschlichen „Angsthasen“ Mut machen sich ins Unbekannte zu wagen, Fehler zu machen und (vermeintlichen) Gefahren endgegenzutreten. Herwig kannte ja nur die Zaubershows und das Haus, das er mit Hokus bewohnt. Deshalb nennt er die Welt außerhalb "Das Große Unbekannte" oder "Das Lärmende Draußen", ganz zu schweigen von der "Großen Gefahr", die überall lauern könnte. Einige Situationen sind wirklich amüsant geschrieben. Wenn auch für mich die Handlung größtenteils ziemlich vorhersehbar ist, las sie sich ganz kurzweilig.
Die Autorin hat die bunten Illustrationen auf allen Doppelseiten selbst gezeichnet, die die Geschichte sehr schön gestalten.
Zum Vorlesen mit Bilderanschauen eignet sich das Buch eben so gut wie für ältere Kinder zum Lesenüben.

Veröffentlicht am 24.04.2026

Möge die Flamme mit dir sein

Nico & Daimon – Verflammt gute Freunde
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Nicolas Jagoda, kurz Nico, ist erst kürzlich mit seiner Mutter von Köln nach München gezogen. An der neuen Schule hat er noch keine Freunde gefunden, dafür sehr schnell den Unmut eines Mobbers auf sich ...

Nicolas Jagoda, kurz Nico, ist erst kürzlich mit seiner Mutter von Köln nach München gezogen. An der neuen Schule hat er noch keine Freunde gefunden, dafür sehr schnell den Unmut eines Mobbers auf sich gezogen. Als der kleine Feuerdrache "Daimon" bei Nico ans Fenster klopft und kurzerhand in seinem Zimmer einzieht, wird das Leben des Jungen schlagartig aufregender, aber auch gefährlicher.

Mir hat von Anfang an die sehr abwechslungsreiche Kombination aus Fließtext mit Comic-Elementen und Illustrationen gefallen. Das Buch ist vollständig in Farbe gestaltet. Wenn auch die Illustrationen nicht immer hundertprozentig zum Fließtext passen, lockern sie die Erzählung sehr angenehm auf.

Leider konnte mich der Erzähltext nicht vollständig überzeugen. Die Geschichte ist zwar kurzweilig und die Handlung geht zügig voran, aber für mich wirkt das Geschehen eher holprig zusammengefasst. Ich konnte nicht richtig in den Lesefluss finden und daher zog es sich trotz der Kürze des Buches eher unschön. Außerdem empfand ich die Geschichte als zwar stellenweise amüsant, aber insgesamt eher vorhersehbar in den wesentlichen Motiven. Nico und Daimon gingen mir zwischenzeitlich auch eher auf den Nerv, als dass ich mit ihnen mitfühlen oder mitfiebern konnte.

Zusätzlich hat mich geärgert, dass ich an keiner Stelle Nicos Alter erfahre. Auf Grund einer kleinen Anmerkung kann ich es auf zirka 11-13 Jahre schätzen.

Fazit: Schön und abwechslungsreich illustriert, aber holpriger Erzähltext. Gute Geschichte, aber irgendwie vorhersehbar.

Veröffentlicht am 24.04.2026

Chaotisch, witzig und sehr, sehr magisch!

Das Internat für magische Talente. Unruhestifter willkommen! (Band 1)
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Lavinia Lucas, genannt Vin, lebt in einer Welt, in der vergleichsweise wenige Menschen eine Form von Magie beherrschen. Vin selbst ist eine Beschwörerin, aber sie verliert zu oft die Kontrolle über ihre ...

Lavinia Lucas, genannt Vin, lebt in einer Welt, in der vergleichsweise wenige Menschen eine Form von Magie beherrschen. Vin selbst ist eine Beschwörerin, aber sie verliert zu oft die Kontrolle über ihre magischen Fähigkeiten, weswegen sie schon von viel zu vielen Magier-Schulen verwiesen wurde. Jetzt bleibt nur noch "Last Hope", die Schule in der alle Unruhestifter aufgenommen werden. Wenn sie auch diese letzte Chance vermasselt, sieht es schlecht für ihre Zukunft aus.

Mich hat die Geschichte nicht nur auf Grund des wunderbaren Erzählstils sofort in Bann gezogen. Die Figuren wirken sehr lebendig, insbesondere Vin, die mir einfach nur Leid tut, weil sie so mies behandelt wird. Als endlich der Grund für ihre Schwierigkeiten bei der Magiekontrolle erkannt wird, hat es mir vor Rührung die Tränen in die Augen getrieben.

Kleiner Wermutstropfen: Es wird erst sehr spät das genaue Alter der Protagonistin genannt. Anfangs gab es oft Formulierungen wie "deutlich jünger" oder "in ihrem Alter", was mich zwischenzeitlich ziemlich frustriert hat. Für die Autorin ist es das erste Werk im Kinderbuch-Genre. Zuvor schrieb sie Jugendromane. Das erklärt zumindest, warum mir die Hauptfiguren relativ "erwachsen" vorkamen. Ich hätte sie von ihrem Verhalten und ihrer Reife eher auf 15-16 Jahre geschätzt. Möglich ist aber, dass die vielen Schulwechsel und die Ablehnung, mit denen die Schülerinnen und Schüler von "Last Hope" aufwachsen mussten, sie schneller erwachsen werden ließen.

Das Ende gibt einen spannungsreichen Ausblick auf die von mir ungeduldig erwartete Fortsetzung, ohne dabei einen all zu fiesen Cliffhanger zu gebrauchen.

Das Buch handelt vom Freundschaften finden im Anderssein, von Akzeptanz und jeder Menge Magie.

Fazit: spannend, chaotisch, witzig und einfach magisch!

Veröffentlicht am 16.04.2026

Kleine Frauen, große Sorgen

Beth is dead
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Die vier Töchter der Familie March stehen sich sehr nahe: Meg, die Älteste, ist Studentin in Harvard; die 18-jährige Jo(sephine) bereitet ihr Debüt als Romanautorin vor; die 17-jährige Beth (Elisabeth) ...

Die vier Töchter der Familie March stehen sich sehr nahe: Meg, die Älteste, ist Studentin in Harvard; die 18-jährige Jo(sephine) bereitet ihr Debüt als Romanautorin vor; die 17-jährige Beth (Elisabeth) ist hochbegabte Pianistin und wird bald ein spezielles Internat besuchen um diese Gabe zu fördern; die 15-jährige Amy gilt eher als rebellisch und aufmüpfig, aber auch ihr Talent als Künstlerin verdient Beachtung. Nachdem ihr Vater einen Roman mit seiner Familie in der Hauptrolle veröffentlicht hat, stehen die Mädchen im Fokus der Öffentlichkeit, was sie größtenteils niemals wollten. Am Neujahrsmorgen wird Beth tot aufgefunden, mit einer schlimmen Wunde am Kopf. Wer hätte ihr etwas antun können?
Es handelt sich um eine moderne Adaption des Klassikers „Little Women“ von Louisa May Alcott, ergänzt durch einen Kriminalfall als spannende Komponente. Ich habe deren Bücher (bisher) nicht gelesen, kenne aber einige der Verfilmungen. Meiner Einschätzung nach sind die Figuren sehr gut dem Original nachempfunden und auf eine erfrischende Art in die heutige Zeit übertragen.
Erzählt wird abwechselnd von den vier Schwestern in zwei Zeitebenen: „davor“ und „heute“. Ich hatte keinerlei Schwierigkeiten die Mädchen in ihren jeweiligen Kapiteln zu unterscheiden. Trotzdem hätte ich mir etwas deutlichere „Stimmen“ zur Abgrenzung gewünscht. Für mich persönlich war der Erzählstil immer flüssig und sehr mitreißend, allerdings eben auch für alle Schwestern gleichermaßen.
Die Geschichte liest sich wunderbar spannend. Es kommen reichlich Geheimnisse ans Tageslicht; unerwartete Wendungen verändern immer wieder die Verdachtsmomente und machen das Miträtseln um den möglichen Täter und Tathergang so abwechslungsreich. Dabei wird auf extreme Gewalt und grausame Beschreibungen verzichtet, was ich als äußerst angenehm und passend empfinde.
Ich habe das Buch in 2 Tagen durchgesuchtet und das spricht sehr für die Autorin und die Handlung.
Ein besonderes „Goodie“ ist das gestaltete Lesezeichen in der Buchklappe.
Fazit: spannender Kriminalfall auf Basis eines Klassikers, sehr empfehlenswert!