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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 13.08.2025

Wild, roh, authentisch

Unsere letzten wilden Tage
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Da es ihrer Mutter nicht gut geht, kehrt Loyal nach vielen Jahren in ihren Heimatort Jacknife zurück. Kaum ein paar Tage da, wird Loyal's frühere beste Freundin Cutter tot in den Sümpfen aufgefunden. Für ...

Da es ihrer Mutter nicht gut geht, kehrt Loyal nach vielen Jahren in ihren Heimatort Jacknife zurück. Kaum ein paar Tage da, wird Loyal's frühere beste Freundin Cutter tot in den Sümpfen aufgefunden. Für Loyal bricht eine Welt zusammen, da Cutter und sie damals im Streit auseinander gingen und Loyal sich erhofft hatte, sich mit ihrer Freundin aussöhnen zu können.
Als die Polizei bei Cutters Tod von Selbstmord ausgeht, ist Loyals Misstrauen geweckt, denn sie ist sich sicher dass Cutter niemals freiwillig ihr Leben beendet hätte. Also beginnt Loyal Nachforschungen anzustellen...

Auf dieses Buch bin ich durch das großartige Cover aufmerksam geworden und der Klappentext hat mich dann auch neugierig gemacht.
Das Setting in den Sümpfen Louisiana's hat mir sehr gut gefallen und war so gut beschrieben, dass ich die schwüle, drückende Hitze und die wilde, rohe Landschaft geradezu spüren konnte. Die Geschichte ist vielschichtig, die Charaktere lebendig und authentisch gezeichnet. Man bekommt einen guten Einblick in das Leben der Menschen dort in der "Pampa" in einem der ärmsten Staaten der USA.
Die Geschichte hat mich von Anfang bis Ende eingenommen, die Entwicklungen blieben für mich immer weiterhin spannend und mit der Auflösung hatte ich so nicht gerechnet.
Alles in allem ein wirklich toller Roman, den ich mit gutem Gewissen weiterempfehlen kann.

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Veröffentlicht am 31.07.2025

Richtig schöne Fortsetzung

Die Nelkentochter (Die Blumentöchter 3)
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Im dritten Band der fünteiligen Reihe der Blumentöchter geht es nun um Lali. Ihre Mutter Isha hat Lali und ihren Vater Sage vor 20 Jahren verlassen als Lali noch ganz klein war und ist in ihre Heimat Sri ...

Im dritten Band der fünteiligen Reihe der Blumentöchter geht es nun um Lali. Ihre Mutter Isha hat Lali und ihren Vater Sage vor 20 Jahren verlassen als Lali noch ganz klein war und ist in ihre Heimat Sri Lanka zurückgekehrt ohne sich jemals nochmal zu melden. Lali hat quasi keine Erinnerungen mehr an ihre Mutter, fühlt aber immer diese Leere, die die Abwesenheit ihrer Mutter in ihrem Herzen hinterlassen hat. Als dann noch ein Büchlein auftaucht, in dem Isha, als sie damals noch in England gelebt hat, ihre Gedanken und Gefühle in Form von Gedichten aufgeschrieben hat, hält Lali die Sehnsucht nicht länger aus und reist nach Sri Lanka zu ihrer Mutter, denn sie muss einfach wissen, warum Isha sie damals bei Sage zurückgelassen hat...


Auch dieser dritte Teil kommt wieder mit einem traumhaften Cover und dem wunderschönen Farbschnitt daher, in die ich mich schon bei den beiden Vorgängern so verliebt habe.
Aber nicht nur die Optik, auch das was drin steckt war wieder richtig schön. Das tolle Setting in Sri Lanka hat Tessa Collins wieder gekonnt bildhaft und lebendig beschrieben, sodass ich mir alles ganz wunderbar vorstellen konnte. Auch die Charaktere sind durchweg sympathisch und authentisch, ich habe durch die Bank alle sehr ins Herz geschlossen. Besonders berührt hat mich Saliya's Geschichte, die in der Vergangenheit spielt. Ich habe sehr mit ihr gelitten, gebangt und gehofft.
Der Schreibstil und die Geschichte haben mich auch dieses Mal wieder von Anfang eingenommen und mich das Buch kaum aus der Hand legen lassen. Eine wirklich gelungene Fortsetzung dieser tollen Wohlfühlreihe, die ich mit gutem Gewissen weiterempfehlen kann und ich freue mich schon sehr auf die letzten beiden Teile.

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Veröffentlicht am 17.07.2025

Etwas anders als erwartet

Der Sommer am Ende der Welt
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Die Journalistin Hanna reist in den Sommerferien mit ihrer Tochter Katie nach Borkum. Sie möchte dort für einen Artikel Recherchen betreiben zu den Missständen eines Kinderkurheims, das dort in den 60er ...

Die Journalistin Hanna reist in den Sommerferien mit ihrer Tochter Katie nach Borkum. Sie möchte dort für einen Artikel Recherchen betreiben zu den Missständen eines Kinderkurheims, das dort in den 60er Jahren betrieben wurde und in dem auch ihre Mutter 1963 für sechs Wochen untergebracht war. Doch dort ist zu der Zeit noch einiges mehr geschehen als die schlimmen Erlebnisse der Verschickungskinder...

Das Thema um die Kinderverschickungen in der damaligen Zeit interessiert mich sehr und Eva Völler ist eine tolle Autorin, daher war ich auf dieses Buch sehr gespannt. Das Cover ist schön und passend gestaltet und die Autorin versteht es, einen mit ihrem einnehmenden Schreibstil direkt in die Geschichte zu ziehen.
Hanna und ihre Tochter sind sympathisch und authentisch gezeichnet und auch Ole mochte ich direkt. Auch der Ort des Geschehens - Borkum - wurde sehr gut dargestellt, sodass ich direkt Bilder der Landschaft vor Augen hatte. Die Geschichte war sehr spannend, bewegend und schnell gelesen, dennoch muss ich sagen, dass ich sie mir im Vorfeld etwas anders vorgestellt hatte. Ich bin davon ausgegangen, dass hier die Missstände in den Kinderkurheimen im Fokus liegen würden, aber es kamen noch einige Themen, die bis in die NS Zeit zurückreichen, dazu und auch das Privatleben der Protagonisten nahm ziemlich viel Raum ein. Wer hier also mit einem Roman im Stil wie "Das Kind mit den stummen Augen" von Lena Rohn rechnet, dessen Erwartungen - die auch meine waren - werden nicht so umfänglich erfüllt.
Trotzdem ist Eva Völler hier ein bewegender, einnehmender und spannender Roman gelungen, den ich mit gutem Gewissen weiterempfehlen kann.

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Veröffentlicht am 11.05.2025

Toller Auftakt

Die Trümmerschule – Zeit der Hoffnung
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Die jüdische Lehrerin Stella konnte während des 2. Weltkrieges gerade noch aus Wien nach England fliehen. Ihre Familie konnte sie nicht mehr nachholen, ihre Eltern und ihre Schwester kamen im KZ zu tode.
Nun ...

Die jüdische Lehrerin Stella konnte während des 2. Weltkrieges gerade noch aus Wien nach England fliehen. Ihre Familie konnte sie nicht mehr nachholen, ihre Eltern und ihre Schwester kamen im KZ zu tode.
Nun ist der Krieg vorbei und trotz allem, was dort geschehen ist, sehnt Stella sich nach ihrer Heimat und möchte dabei helfen, aus ihrem geliebten Wien wieder die gute Stadt zu machen, die sie früher einmal war. Sie reist von London zurück nach Wien und nimmt dort eine Stelle am Lindengymnasium an. Doch auch wenn der Krieg nun vorbei ist, es gibt noch genug Menschen mit altem Gedankengut und auch die ganzen Erinnerungen, die auf sie einprasseln, machen es ihr nicht leicht. Kann Stella in Wien wieder Fuß fassen und glücklich werden?

Mir hat schon die Schönbrunn Reihe von Beate Maly sehr gut gefallen, deswegen habe ich mich sehr auf dieses neue Buch gefreut und wurde auch nicht enttäuscht.
Der Schreibstil ist, wie in der früheren Reihe auch schon, sehr angenehm, flüssig und bildhaft. Es ist mir sehr leicht gefallen, mich in die Geschichte hineinzuversetzen und ich war auch ab der ersten Seite in der Geschichte drin.
Stella ist mir gleich ans Herz gewachsen und auch die anderen Charaktere sind durchweg authentisch gezeichnet. Die Geschichte hat mich sehr gefesselt und ich bin quasi durchs Buch geflogen.
Dieser erste Band hat mir wirklich sehr gut gefallen und ich freue mich schon sehr auf die Fortsetzung, damit ich erfahre wie es mit Stella und den anderen weitergeht.

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Veröffentlicht am 06.05.2025

Wohlfühlroman mit tollem Setting

Küstenrauschen
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Tierärztin Lea hat es nicht leicht. Total ausgelaugt, Job weg, Freund weg. Sie braucht dringend eine Auszeit. Da kommt es ihr gerade recht, dass ihre Großeltern Urlaub machen wollen und ihr Opa sie darum ...

Tierärztin Lea hat es nicht leicht. Total ausgelaugt, Job weg, Freund weg. Sie braucht dringend eine Auszeit. Da kommt es ihr gerade recht, dass ihre Großeltern Urlaub machen wollen und ihr Opa sie darum bittet in der Zeit seine Tierarztpraxis zu übernehmen.
In ihrer Heimat Ostfriesland will Lea wieder Kraft tanken und zur Ruhe kommen, doch das ist gar nicht so leicht mit ihrer Familie im Nacken. Und dann betreibt ihr Opa die Praxis auch noch mit dem sturen Bajo, der ihr trotz seiner Eigenwilligkeit ein Kribbeln im Bauch beschert...


Das wunderschöne Cover hat mich gleich angezogen. Da bekommt man direkt Fernweh.
Der Schreibstil ist flüssig und sehr angenehm zu lesen, sodass man ruck zuck durch die Seiten fliegt.
Die meisten Charaktere sind sehr sympathisch und authentisch gezeichnet, nur mit Lea's Mutter bin ich nicht warm geworden und Lea's Tante hätte es für mein Empfinden überhaupt nicht für die Geschichte gebraucht.
Ich hatte mich sehr auf dieses Buch gefreut, muss aber gestehen, dass es mich nicht so abgeholt hat wie erwartet. Mir ist bewusst, dass es ein Wohlfühlroman ist, aber mir persönlich war es trotzdem etwas zu viel Friede, Freude Eierkuchen. Da hätte man sehr schön mehrere Romane draus machen können, dann wäre die Geschichte für mich ein bisschen weniger "überfüllt mit Liebe" gewesen.
Aber um zwischendurch mal die Seele baumeln zu lassen und sich an ein schönes Setting zu träumen war das Buch für mich durchaus in Ordnung.

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