Eine verzweifelte Suche nach der Wahrheit
Die stille KammerNach drei Jahren wird Susan Webster aus der Psychiatrie entlassen. Noch immer kann sie sich nicht daran erinnern ihren Sohn Dylan erstickt zu haben. Doch nun muss sie ihr Leben wieder in den Griff bekommen ...
Nach drei Jahren wird Susan Webster aus der Psychiatrie entlassen. Noch immer kann sie sich nicht daran erinnern ihren Sohn Dylan erstickt zu haben. Doch nun muss sie ihr Leben wieder in den Griff bekommen und zieht mit einer neuen Identität in eine fremde Stadt. Eines Tages liegt ein Umschlag vor ihrer Tür, adressiert an Susan Webster. Er enthält ein Foto eines Kleinkindes, auf der Rückseite steht - Dylan 2013. Auf einmal kommt Susan wieder alles hoch - die schrecklichen Erinnerungen an jenen Tag und ihr kommen Zweifel. Als sie auch noch ein Fotoalbum von Dylan bis zu seinem vierten Lebensjahr findet, beschäftigt Susan nur noch eine Frage: Ist Dylan noch am Leben?
Die Geschichte wird aus der Ich Perspektive von Susan erzählt, dadurch hat man sehr viel Einblick in ihr Seelenleben und man kann sich gut in ihre Situation hineinversetzen. Susan's Charakter macht eine erstaunliche Entwicklung durch. Am Anfang eher ängstlich und zurückhaltend wird durch das Foto ihr Kampfgeist nach der Wahrheit geweckt. Dabei kann sie immer auf die Unterstützung ihrer besten Freundin Cassie rechnen. Auch in Freiheit will sie ihre Freundin immer beschützen. Des weiteren erzählt die Autorin noch eine andere Geschichte die zwanzig Jahre vorher an einer Eliteuniversität in England abgespielt hat. Im Laufe des Buches wird nach und nach klar, dass beide Geschichten miteinander verknüpft sind. Jenny Blackhurst schafft es mit ihrem Schreibstil die Spannung bis zum Schluss zu halten. Die Kapitel sind kurz und das Buch schnell gelesen. Das Ende ist ziemlich überraschend und alle Charaktere sind schlüssig eingebracht.
Die stille Kammer ist ein rasanter Psychothriller mit einer perfiden Geschichte über Macht, Geld und der verzweifelten Suche nach der Wahrheit.