Ungewöhnlich, witzig und kurzweilig
NussschaleIan McEwan ist ein genialer Autor und einer meiner liebsten. In Nussschale beweist er einmal mehr, warum. Der Ich-Erzähler erzählt aus einer der ungewöhnlichsten Perspektiven überhaupt - er ist der noch ...
Ian McEwan ist ein genialer Autor und einer meiner liebsten. In Nussschale beweist er einmal mehr, warum. Der Ich-Erzähler erzählt aus einer der ungewöhnlichsten Perspektiven überhaupt - er ist der noch ungeborene Sohn von Trudy und erlebt in ihrem Körper am Ende der Schwangerschaft, wie sie und ihr Schwager sich verbünden gegen seinen Vater. Trudy und sein Vater sind getrennt, sie hat eine Affäre mit dem Bruder ihres Mannes und sie planen, diesen zu töten.
Wie der Ich-Erzähler, ein männlicher Säugling, das Drama beschreibt, in dessen Zentrum sich seine Eltern und der Liebhaber seiner Mutter, immerhin sein Onkel, befinden ist Shakespeare-esk und sehr, sehr lustig geschrieben. Der Roman ist wirklich eine gute Lektüre zur Ablenkung und die vielen Anspielungen auf Politik und Weltgeschehen verleihen zusätzlich Tiefe. Klar eine Leseempfehlung!