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Veröffentlicht am 25.01.2026

Tief berührend

Intermezzo
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Mein erstes Buch von Sally Rooney - und ich brauchte etwas, um in das Buch hereinzukommen, es war definitiv kein Match auf den ersten Blick. Besonders irritierte mich - und zwar bis zum Schluss - der Schreibstil, ...

Mein erstes Buch von Sally Rooney - und ich brauchte etwas, um in das Buch hereinzukommen, es war definitiv kein Match auf den ersten Blick. Besonders irritierte mich - und zwar bis zum Schluss - der Schreibstil, wörtliche Rede wird nicht gekennzeichnet, Sätze lesen sich wie wirre Gedanken und enden abrupt ohne Verb oder Satzende (das man allerdings fairerweise oft doch automatisch im Kopf mitliest). Aufgrund der schweren Lesbarkeit habe ich mehrfach überlegt, das Buch abzubrechen, bin jetzt aber sehr froh, dass ich durchgehalten habe - und gebe dennoch die Höchstbewertung.

Zum Inhalt: Es geht vor allem um 2 Brüder, Ivan und Peter, deren Vater nach langer Krebserkrankung gestorben ist. Ivan ist erst 22 Jahre alt, Peter 10 Jahre älter. Wie man es bei Geschwistern (vor allem in der Literatur!) kennt, hat die Nischentheorie voll zugeschlagen: Peter ist erfolgreich, wohlhabend, hat einen großen Freundeskreis und einen angesehenen Beruf (Anwalt) und eine deutlich jüngere Freundin. Ivan ist linkisch und unsicher, ein begabter Schachspieler, mit 22 gerade mit seinem Abschluss fertig, aber noch unsicher, was er im Leben machen will. Er arbeitet als Freelancer, hat wenig Ambitionen, selbst beim Schachspielen, seiner früheren Leidenschaft, hat ihn sein Ehrgeiz verlassen. Er trägt eine feste Spange, die häufig thematisiert wird, hat zwar einen netten Freundeskreis, aber ist noch sehr unerfahren in der Liebe und Single.

Der Tod des Vaters führt bei beiden dazu, dass sie in ihrer Trauer ihr Leben neu bewerten und auch bestehende Beziehungen neu bewerten.

Hier kommt für mich die Stärke des Romans voll durch - wie Sally Rooney ihre Figuren handeln, denken und vor allem miteinander sprechen lässt, das ist wirklich tief berührend. Ich selbst befinde mich gerade in einer sehr ähnlichen Phase meines Lebens wie Ivan und Peter, mein Vater ist ebenfalls erst vor kurzem an einer Krebserkrankung gestorben und wir haben unser erstes Mal Weihnachten ohne ihn feiern müssen (was auch in Intermezzo geschieht). Auch in unserer Familie sind Konflikte ans Tageslicht gekommen, die wir versucht haben, zu ignorieren und die Wunden aufgebrochen oder neu zugefügt haben. Auch deswegen musste ich vor allem am Ende des Buches, das wirklich sehr, sehr schön und tröstlich ist (!), weinen und habe mich mitten ins Herz getroffen gefühlt.

Eine sehr persönliche und von Herzen kommende uneingeschränkte Leseempfehlung für Intermezzo von mir!

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Veröffentlicht am 25.01.2026

Kompakter Reiseführer für das Sehnsuchtsziel Neuseeland!

LONELY PLANET Reiseführer Entdecke Neuseeland
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Neuseeland ist eindeutig ein Sehnsuchtsziel für viele - kürzlich habe ich gelesen, dass die meisten auswanderungswilligen Deutschen hierhin auswandern wollen würden. Ich selbst war noch nicht da, habe ...

Neuseeland ist eindeutig ein Sehnsuchtsziel für viele - kürzlich habe ich gelesen, dass die meisten auswanderungswilligen Deutschen hierhin auswandern wollen würden. Ich selbst war noch nicht da, habe aber auch nur Gutes davon gehört. Landschaftlich traumhaft wie Australien, aber ohne die giftigen Spinnen (ich habe ziemlich schlimme Arachnophobie..), Drehort vieler berühmter Filme und Serien und mit gemäßigten Klima, aber dem für uns immer wieder faszinierenden anderen Jahreszeiten reizt mich ein Besuch wirklich sehr!
So lange wir den Besuch noch nicht in Angriff nehmen, ist der kompakte Reiseführer perfekt dafür, sich schon mal dorthin zu träumen.
Wirklich gut gegliedert, wunderschöne Illustrationen und gut geschriebene Texte führen durch die wichtigsten Must-See-Plätze in Neuseeland und geben wertvolle Tipps. Und wenn man dann wirklich dorthin reist, nimmt der Reiseführer nicht allzu viel Platz weg und kann perfekt im Handgepäck mitgenommen werden.
Also eine eindeutige Empfehlung von mir für einen tollen Reiseführer, der mich wirklich begeistert hat!

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Veröffentlicht am 25.01.2026

Klassiker - zu Recht

MARCO POLO Reiseführer Frankfurt
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Die Marco Polo Reiseführer sind zu Recht Klassiker. Auch die 17. Auflage des Frankfurt Reiseführers aus dem aktuellen Programm 2026 ist dafür ein gutes Beispiel. Der Inhalt ist wie immer perfekt recherchiert ...

Die Marco Polo Reiseführer sind zu Recht Klassiker. Auch die 17. Auflage des Frankfurt Reiseführers aus dem aktuellen Programm 2026 ist dafür ein gutes Beispiel. Der Inhalt ist wie immer perfekt recherchiert und sehr gut aufgebaut, so dass man alles, was man finden möchte, schnell finden und nachlesen kann. Top Highlights sind in einer kompakten Karte eingezeichnet und einen Stadtplan und Insider Tipps runden den Inhalt wie immer sehr gut ab.
Franfurt am Main ist eine tolle Stadt und lohnt sich immer für einen Besuch oder auch, um für länger zu bleiben und das wird von dem Reiseführer wirklich perfekt gezeigt.
Als ehemalige Frankfurterin kann ich nur sagen - alles, was wichtig íst und noch viel mehr findet man in diesem Reiseführer und ich kann ihn jedem sehr empfehlen, der für einen Tag, ein Wochenende oder einen (Kurz)-Urlaub in die Main-Metropole fahren möchte, oder - wie wir - ein Kind haben, das in Frankfurt am Main studieren möchte und sich schon mal ein Bild von der Stadt und ihren Highlights machen möchte.
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Veröffentlicht am 24.01.2026

Ungewöhnlich, witzig und kurzweilig

Nussschale
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Ian McEwan ist ein genialer Autor und einer meiner liebsten. In Nussschale beweist er einmal mehr, warum. Der Ich-Erzähler erzählt aus einer der ungewöhnlichsten Perspektiven überhaupt - er ist der noch ...

Ian McEwan ist ein genialer Autor und einer meiner liebsten. In Nussschale beweist er einmal mehr, warum. Der Ich-Erzähler erzählt aus einer der ungewöhnlichsten Perspektiven überhaupt - er ist der noch ungeborene Sohn von Trudy und erlebt in ihrem Körper am Ende der Schwangerschaft, wie sie und ihr Schwager sich verbünden gegen seinen Vater. Trudy und sein Vater sind getrennt, sie hat eine Affäre mit dem Bruder ihres Mannes und sie planen, diesen zu töten.
Wie der Ich-Erzähler, ein männlicher Säugling, das Drama beschreibt, in dessen Zentrum sich seine Eltern und der Liebhaber seiner Mutter, immerhin sein Onkel, befinden ist Shakespeare-esk und sehr, sehr lustig geschrieben. Der Roman ist wirklich eine gute Lektüre zur Ablenkung und die vielen Anspielungen auf Politik und Weltgeschehen verleihen zusätzlich Tiefe. Klar eine Leseempfehlung!

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Veröffentlicht am 22.01.2026

Überraschungshighlight!

Der unsichtbare Elefant
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Der Rechtsanwalt Thomas Siebenmorgen stürzt an einem Winterabend im Foyer der Anwaltskanzlei, in der er arbeitet, vor den Augen seiner Kollegin Maria und eines Wachmannes in den Tod und zerstört dabei ...

Der Rechtsanwalt Thomas Siebenmorgen stürzt an einem Winterabend im Foyer der Anwaltskanzlei, in der er arbeitet, vor den Augen seiner Kollegin Maria und eines Wachmannes in den Tod und zerstört dabei ein wertvolles Kunstwerk.

Viktor, ein Mitarbeiter des Kriseninterventionsteams, Maria, die Kollegin und Zeugin und Simon, ebenfalls ein Kollege aus dem Münchner Büro befassen sich mit dem "Fall" Thomas Siebenmorgen und gehen dabei nicht nur in seine Vergangenheit zurück.

Der Roman hat mich absolut überrascht - im positivsten aller Sinne! Ich habe von dem nüchtern gehaltenen Cover und dem Titel her nicht wirklich auf diesen Inhalt schließen können.
Die Figuren sind perfekt gezeichnet und haben mich von Beginn an mitgerissen. Oft schnell, manchmal auch fast poetisch wird die Geschichte erzählt in 3 Teilen mit jeweils etwa 40 kurzen Kapiteln, die wie schnelle Schnitte im Film die Blickwinkel wechseln lassen.

Wie ein roter Faden ist die ganze Geschichte gespickt mit Anspielungen auf Literatur, Religion, Kunst und Musik und vor allem der von mir bisher unterschätzte Künstler Joseph Beuys ist auf dieser Subebene sehr wichtig.

Die "Ausflüge" in die deutsche, aber auch die spanische jüngere Vergangenheit fand ich ebenso fesselnd und gut geschrieben wie die Gegenwartsstellen. Der Autor schreibt nicht nur packend und so, dass ich das Buch nicht mehr weg legen konnte und von der ersten Seite an gespürt habe, wie sehr ich es liebe. Er hält sich auch zurück und lässt den Lesenden selbst seine Schlüsse ziehen. Durch die verschiedenen Perspektiven und Figuren kann man sehr gut selbst die Figur des Thomas Siebenmorgen erspüren, aber nicht nur ihn, auch die Geister seiner Vergangenheit, die ihn (vielleicht) zu dem furchtbaren Entschluss gebracht haben, seinem Leben ein Ende zu bereiten.

Ich bin hin und weg und empfehle das Buch uneingeschränkt und wärmstens weiter! Schon jetzt klar ein Lesehighlight 2026!

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