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Veröffentlicht am 30.10.2025

Der neue Asterix - kultig und gut!

Asterix 41
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Ich liebe die Asterix Reihe einfach und habe mich sehr gefreut, als wieder ein neuer Band veröffentlicht wurde. Diesmal geht es für Asterix, Obelix und Idefix nach Lusitanien - das heutige Portugal.
Wie ...

Ich liebe die Asterix Reihe einfach und habe mich sehr gefreut, als wieder ein neuer Band veröffentlicht wurde. Diesmal geht es für Asterix, Obelix und Idefix nach Lusitanien - das heutige Portugal.
Wie immer gibt es die bösen Figuren - diesmal ein intriganter Garum-Großhändler, der seinen kleinen Konkurrenten ausschalten und natürlich viel Geld verdienen will und dafür mit dem römischen Statthalter intrigiert, der aus der Provinz zurück nach Rom will und vielleicht sogar Cäser stürzen möchte. Aber die Verräter haben nicht an die Verbündeten des Opfers gedacht - und als der beste Freund des inhaftierten Garum-Händlers um Beistand im berühmten gallischen Dorf bittet, machen sich unsere Helden natürlich sofort auf den Weg.
Die Geschichte folgt natürlich dem üblichen Muster, was ich erwartet habe und liebe. In Lusitanien wird ein sehr lustiger Dialekt gesprochen - ein Highlight beim Lesen auf jeden Fall. Besonders gut gefallen hat mir auch, dass Asterix und Obelix diesmal zeitweise undercover unterwegs sind - ich habe die beiden bisher noch nie mit einer anderen Frisur und Kleidung erlebt! Die Namenskreationen sind wie immer genial, römische Zitate kommen natürlich auch nicht zu kurz und mit den beiden Figuren Mandarfjanix und seiner Frau Flottebine, die mit ihrem Wohnkarren unterwegs sind, haben sich die Schöpfer mal wieder selbst übertroffen - und auf subtile Art und Weise die heutige Zeit aufs Korn genommen.
Ein Lesegenuss, den ich wärmstens weiterempfehlen kann!

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Veröffentlicht am 29.10.2025

Schonungslos und krass

Friends, Lovers and the Big Terrible Thing
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Matthew Perrys Autobiographie wurde ein Jahr vor seinem Tod veröffentlicht. Lange habe ich mich nicht getraut, sie zu lesen, weil ich Angst vor dem hatte, wie "Chandler" in echt war. Und - das war nicht ...

Matthew Perrys Autobiographie wurde ein Jahr vor seinem Tod veröffentlicht. Lange habe ich mich nicht getraut, sie zu lesen, weil ich Angst vor dem hatte, wie "Chandler" in echt war. Und - das war nicht unberechtigt!
Matthew Perry ist teilweise wirklich wie seine Figur Chandler, aber ohne dessen Entwicklung und Reifung und vor allem ohne ein Happy End.
Wissend, was mit seinem Leben geschah, nachdem er das Buch geschrieben hatte, ist es natürlich maximal heftig, Sätze zu lesen wie "Ich habe Angst zu sterben" "Ich möchte nicht sterben" oder "Ich suche noch die wahre Liebe und wünsche mir Kinder". All das ist nicht eingetreten, er ist alleine in seinem Whirlpool ertrunken, er ist nicht nüchtern gewesen und nicht drogenfrei.
In Matthew Perrys Autobiographie gibt es Stellen, die wirklich sehr Insider-mäßig anmuten. Wir lesen über Castingprozesse, erfahren von Beziehungen und Freundschaften mit anderen berühmten Schauspielern und lesen über seine nicht so glückliche Kindheit und den märchenhaften Reichtum, den er durch Friends erworben hat. Gleichzeitig aber lesen wir auch von den tiefsten Tiefpunkten, von Operationen, Narben, Drogen, von Weinkrämpfen und Einsamkeit, von Verzweiflung und immer wieder von versuchten Entzügen, die entweder fehlschlugen oder später dann doch von den unvermeidlichen Rückfällen. Und das ist auch mein Kritikpunkt. Ich weiß, das Buch ist ehrlich und das honoriere ich auch. Aber es ist keine "schöne" Lektüre. Fernab von anderen Büchern von Menschen, die an einer Sucht litten und diese besiegt haben, wiederholen sich die Rückschläge wieder und wieder, was das Lesen wahnsinnig frustrierend und ein bisschen repetitiv macht. Auch die Selbstreflexion, die der Autor eindeutig hat, bringt ihm nichts und so war ich am Ende des Buches ausgelaugt und frustriert - und ehrlich gesagt, auch wütend. Ein Mensch, der so viel Geld verdient hat - obszön viel Geld! - damit, dass er in einer Fernsehserie mitgespielt hat, der immer nur tiefer sinkt und wieder und wieder die gleichen oder ähnliche Fehler macht, der macht mich am Ende des Buches einfach nur wütend. Er hatte alle Chancen und Möglichkeiten und er war nicht dumm, er wusste, was sein Verhalten bei ihm, seinem Körper, aber auch bei anderen Menschen, die ihm nahe stehen, auslösen würde - und trotzdem tat er es! Das ist etwas, was meinem eigenen Charakter so sehr entgegen steht, dass es mir einfach nicht möglich ist, entspannt damit zu sein. Und auch, wenn ich ein bisschen traurig bin, darüber, wie Matthew Perry gestorben ist und auch darüber, dass seine Wünsche nicht in Erfüllung gegangen sind, kann ich nicht tief mit ihm mit empfinden.
Das Buch kann ich auch nur eingeschränkt empfehlen, da es meiner Meinung nach einfach teilweise zu heftig geraten ist.

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Veröffentlicht am 28.10.2025

Guter Abschluss einer YA Dilogie

Broken Prince
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Das Finale der Geschichte um Sofia und Prinz Maximilian ist ein solider YA Roman, bei dem man bekommt, was man erwartet. In Band 2 kommt es zu etwas mehr expliziten Szenen und die Spannung steigt nochmal ...

Das Finale der Geschichte um Sofia und Prinz Maximilian ist ein solider YA Roman, bei dem man bekommt, was man erwartet. In Band 2 kommt es zu etwas mehr expliziten Szenen und die Spannung steigt nochmal an. Es kommt zum erwartbaren Showdown und einem ebenfalls erwartbaren Happy End.
Gut gefallen hat mir, dass die Autorin auf die übertriebenen Konflikte des Paares verzichtet hat. Beide Protagonisten sind wirklich die ganze Zeit über sehr wertschätzend und reflektiv, das ist eindeutig eine Stärke des Romans. Sofia ist eine Protagonistin, die stark ist und nicht darauf wartet, dass ihr Prinz sie rettet. Maximilian ist nicht zu zweifelnd oder unsicher, sondern klar in seinen Aussagen und schnell darin, zu bemerken, was auch seine eigenen Fehler sind.
Ein kleiner Abzug für den allzu vorhersehbaren Plot und die manchmal ein bisschen zu eindimensionalen Figuren. Vor allem der "Bösewicht" ist einfach zu klischeeartig geraten.
Alles in allem aber eine Leseempfehlung für Fans des Genres mit der Einschränkung, dass die expliziten Szenen recht eindeutig sind und ich sie erst für Lesende ab 16 Jahren empfehlen würde.

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Veröffentlicht am 26.10.2025

Sehr spannender Pageturner

Seventeen Years Later
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Vor 17 Jahren wurde die Familie Primrose brutal ermordet. Der vermeintliche Täter, der Halb-Maori Bill Kareama, Privatkoch der Familie, wird verhaftet und wegen Mordes verurteilt. Aber - war er wirklich ...

Vor 17 Jahren wurde die Familie Primrose brutal ermordet. Der vermeintliche Täter, der Halb-Maori Bill Kareama, Privatkoch der Familie, wird verhaftet und wegen Mordes verurteilt. Aber - war er wirklich der Mörder?
17 Jahre später macht sich die True-Crime Podcasterin Sloane Abbott zusammen mit ihrem Team und dem Gefängnispsychologen TK auf die Suche nach der Wahrheit - die sie bald selbst in tödliche Gefahr bringt...

Die Morde fanden in Cambridge, Neuseeland statt, und hier spielt auch die meiste Handlung des Romans. Das Setting hat mir sehr gut gefallen und ist auch sehr wichtig für den Thriller selbst. Denn abgesehen von der wirklich spannenden Handlung inklusive Plot-Twist(s) am Schluss gibt es eine sehr wichtige zweite Ebene: Rassismus und Kolonialismus, verkörpert durch die Protagonisten und dem, was ihnen zustößt.
Die Figuren, allen voran Sloan, sind klar gezeichnet und teilweise sehr sympathisch. Es gibt mehrere Erzählebenen - die Jetzt-Zeit aus Sicht Sloans und TKs und die Vergangenheit, geschildert indirekt durch Bill, der ein Manuskript verfasst hat, in dem er seine Sichtweise auf die Zeit vor den Morden darstellt. Am Ende des Buches kommt dann noch das Tagebuch der Primrose-Tochter dazu.

Der Spannungsbogen ist von Beginn an hoch und lässt nicht nach bis zum wirklich mega spannenden Schlussteil, bei dem ich in so ziemlich jede Falle getappt bin und die Auflösung NICHT erraten habe!
Ein Pageturner im besten Sinn und eine uneingeschränkte Leseempfehlung von mir!

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Veröffentlicht am 23.10.2025

Warmherzig und wunderbar

Wedding People (deutsche Ausgabe)
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Phoebe ist 40 Jahre alt, geschieden, ungewollt kinderlos und Hilfsprofessorin an derselben Uni, an der auch ihr Ex-Mann und seine neue Freundin (der Scheidungsgrund) angestellt sind. Als sie am ersten ...

Phoebe ist 40 Jahre alt, geschieden, ungewollt kinderlos und Hilfsprofessorin an derselben Uni, an der auch ihr Ex-Mann und seine neue Freundin (der Scheidungsgrund) angestellt sind. Als sie am ersten Arbeitstag des Semesters nach Corona in ihr leeres Haus zurück kommt und ihren Kater tot auffindet, entschließt sie sich dazu, ihrem Leben ein Ende zu bereiten. Sie bucht kurz entschlossen ein Hotel, in das sie zu glücklicheren Zeiten mit ihrem Ex-Mann reisen wollte, zieht ein unpraktisches, aber wunderschönes Kleid an und plant ihren Selbstmord. Im Hotel angetroffen stellt sich allerdings heraus, dass das ganze Hotel eigentlich für eine Hochzeitsgesellschaft gebucht wurde und die Braut Lila ist alles andere als erfreut, als sie von Phoebe erfährt, was diese geplant hat. Niemals wird sie zulassen, dass Phoebes Selbstmord ihre Hochzeitsfeier zerstört!
So absurd und komisch die Ausgangslage ist, so bleibt die Geschichte. Phoebe wird mehr und mehr in die Hochzeitsgesellschaft integriert und diese Verbindungen zu völlig fremden Menschen verändern bei ihr, aber auch bei den anderen Menschen langsam alles.
Der Schreibstil ist sehr gut lesbar und hat mich von Beginn an gefesselt. Alle Figuren sind warmherzig und plastisch gezeichnet und ich habe sie richtig lieb gewonnen, allen voran natürlich Phoebe. Je mehr ich in die Geschichte eingetaucht bin, desto mehr habe ich mit gelacht, mit geweint und mit gefühlt - und ich liebte alles an dem Buch!
Von einem grandiosen Beginn zu einem wunderschönen Ende habe ich es einfach nur genossen. Eine uneingeschränkte Leseempfehlung für ein wunderbares Buch und ein weiteres Highlight meines Lesejahres 2025!

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