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Veröffentlicht am 12.08.2020

Sexy, aufregend und gefährlich. Mehr Seiten wären perfekt gewesen!

Hunter Legacy - Verlangen der Dunkelheit
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Mit „Verlangen der Dunkelheit“ geht die „Hunter Legacy“ Reihe in die dritte Runde. Mir hat die Welt der Midnight Breeds schon immer mega gefallen, und da stehen die „Hunter“ dem in nichts nach, wenn ich ...

Mit „Verlangen der Dunkelheit“ geht die „Hunter Legacy“ Reihe in die dritte Runde. Mir hat die Welt der Midnight Breeds schon immer mega gefallen, und da stehen die „Hunter“ dem in nichts nach, wenn ich auch gerne etwas mehr Seiten für sie herausschlagen würde. Der Schreibstil ist wie immer top, sehr eingängig, aufregend und flott zu lesen. Die Geschichte wird wie üblich aus beiden Sichten erzählt.

Lenora ist eine kämpferische Frau. Beschützt sie ihren Neffen Riley vor dessen Vater und Sippe. Sie würde alles für ihn tun, sich sogar gegen die mächtige Familie Parrish stellen, denn sie ist sich sicher, dass diese am Verschwinden ihrer Schwester schuld sind. Als sie ihren Neffen aber eines Tages zu verlieren droht, schluckt sie ihren Stolz herunter und nimmt die Hilfe des grimmigen Hunter Knox an, welcher durch Zufall in ihr Diner einkehrte. Er würde alles tun, um die Stammesgefährtin zu beschützen, doch beide haben machen sich auch Sorgen um die wachsenden Gefühle dem anderen gegenüber…

Wie immer gestaltet Lara Adrian das Buch und die Protagonisten in einem tollen Umfeld. Man kommt sofort in die Geschichte hinein, sofort kommt ein Problem, etwas zu bewältigen. Lenora ist eine prima Person, sie ist auf sich allein gestellt, ist verantwortungsbewusst, vorsichtig, fürsorglich, doch gleichzeitig auch furchtbar stur und taff. Ich habe sie gleich gemocht, denn Lenora ist eine wirklich liebe und herzliche Frau, welche alles für Riley geben würde. Und ihre Gabe ist einfach ziemlich praktisch, kann ich nur sagen.

Knox ist mal ein ziemlich grimmiger Zeitgenosse. Einzelgängerisch, rastlos und undurchschaubar, er wirkt immer so distanziert. Doch wenn er jemanden mag, sehr beschützerisch, und aufmerksam. Er passt auf andere auf, steht für sie ein. Er hat nur Angst davor, Bindungen einzugehen, was auch in der Vergangenheit liegt.

Die Geschichte hat natürlich einen Crime Faktor, welcher sich um den Vater (Travis) von Riley und dessen Familie dreht. Und da kommt so viel mehr heraus, als man anfangs dachte. War schon echt heftig. Travis ist ein echt hässlicher Kerl in seinem Gemüt, sein Bruder Dwight steht dem in nichts nach. Haben verdient, was passiert.

Die Story hat mir gut gefallen, sie war aufregend und interessant. Die beiden haben sehr schnell einen Draht zueinander, das merkt man. Alles in allem, geht es mir etwas zu schnell. Bei den Liebesbeziehungen ist man es gewohnt, dass sich die beiden schnell verlieben, hätte aber gerne mehr Zeit gehabt, damit man die Zwei besser kennenlernt. Im Faktor Crime und Probleme wurde auch gespart, bedingt durch die wenige Seitenanzahl, was ich schon oben erwähnte. Ich hätte gerne mehr Platz für alles gehabt. Es ging mir doch alles zu flott, kaum waren die Probleme aufgetaucht, waren sie auch schon wieder weg.

Trotzdem hat mir das Buch wieder unglaublich gut gefallen. Das Ende war echt schön und herzlich. Die ganze Story war aufregend, heiß, aufwühlend und einfach super gemacht. Wie immer können mich Lara Adrians Bücher und Stammesvampire mitreißen und ich warte gespannt auf das nächste Buch der Autorin.

Hiermit möchte ich mich noch recht herzlich bei LYX und NetGalleyDE für die Bereitstellung dieses Rezensionsexemplars bedanken, wobei meine Meinung jedoch in keinster Weise beeinflusst wurde.

Veröffentlicht am 12.08.2020

Eine sexy und gute Geschichte, diesmal mit mehr Tiefgang!

Deeper than Love
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Lincoln hat sich gerade nicht toll verhalten und misstraut Whitney sogleich wieder. Diese nimmt es nicht so hin und beschließt Lincoln aus ihrem leben zu streichen. Doch da machen ihr die Reporter einen ...

Lincoln hat sich gerade nicht toll verhalten und misstraut Whitney sogleich wieder. Diese nimmt es nicht so hin und beschließt Lincoln aus ihrem leben zu streichen. Doch da machen ihr die Reporter einen Strich durch die Rechnung, sodass sie Lincolns Hilfe schlussendlich annimmt. Aber was wird aus ihrer Beziehung? Haben sie noch eine Chance, oder ist alles verloren?

Nachdem mich der erste Band nicht ganz überzeugen konnte – für mich zu wenig Tiefgang – hat mir „Deeper than Love“ besser gefallen. Alles ist nach wie vor in einem leichten, lockeren Stil gehalten, ist klasse zu lesen. Kaum hat man angefangen, ist man auch schon am Ende angelangt, weil es so leicht und unterhaltsam zu lesen ist.

Whitney hat endlich selbst bemerkt, dass sie etwas Wert ist. Sie findet sich nicht mehr damit ab, weniger zu bekommen und zeigt dies auch. Whitney steht endlich für sich selbst ein, und das fand ich wirklich klasse, auch wenn sie dann Lincoln gegenüber zu leicht nachgibt und ihm verzeiht. Trotzdem ist sie daran gewachsen, und für die Liebe kann man doch Kompromisse eingehen.

Lincoln hat einmal wirklich Blödsinn gemacht, um gleich darauf zurückzurudern, denn er weiß, er hat sich falsch verhalten. Er tut alles erdenklich Mögliche, um sich mit Whitney wiedergut zustellen. Er lernt auch etwas, und zwar, dass er sein eigenes Leben hat, welches nicht von Eltern, Großvätern oder sonst wem kontrolliert wird. Er kann machen, was er im Leben will, und das lernt er hier endlich. Genauso wie Whitney steht er für sich selbst ein. Hat mir bei beiden sehr imponiert.

Wir bekommen so einige Antworten, auf Fragen, welche wir uns im ersten Band gestellt haben. Man switcht wieder zwischen Vergangenheit und der Gegenwart hin und her, und erhält einen viel besseren Einblick, was so geschehen ist. Was Whitney geopfert hat, was so alles schiefgelaufen ist. Es kam eine Menge auf uns zu, und trotzdem sind da noch Fragen offen.

Der Kommodore und Magnus sind nach wie vor fleißig an der Fehde beteiligt, Lincolns Bruder ist noch immer undurchsichtig und sorgt für Probleme. Seine Mutter ist ein anderes Kaliber, kommt zwar nicht so häufig vor, doch was da passiert – hui, hätte ich echt nicht erwartet. Wir sehen auch ein wenig mehr von McKinley. Sie ist eine richtig interessante und unvoreingenommene Person, welche mir sehr sympathisch ist. Jackie ist eine Wucht, sie ist so liebevoll, herzlich und hart arbeitend. Ich mag sie gerne. Cricket ist nach wie vor eine tolle Freundin, nur Karma bleibt ein riesengroßes Mi**stück mit Hintergedanken, darauf können wir uns garantiert einstellen. Auf jedenfall ging sie mir auf die Nerven mit ihrem Gezicke.

Es passiert so viel, dass man das Gefühl hat, dass an jeder Ecke ein Problem, ein Drama oder sonst etwas lauert. Ein wenig zu viel, man hätte auch das ein oder das andere etwas setzen können, in der Gegenwart passierte für mich auch etwas weniger als in der Vergangenheit. Die Erotik wurde diesmal zurückgeschraubt, was mir für diese Reihe definitiv besser gefällt. Es gibt mehr Gesprächsstoff für Whitney und Lincoln. Was sie wollen, welche Dinge sie voneinander noch nicht kannten. Ich fand diesen Teil besser geraten.

Es war wieder sehr unterhaltsam, fesselnd, dramatisch, traurig, aufbauend, sexy, auch romantisch und schön. Ein guter zweiter Band, welcher mich gespannt auf den letzten der Trilogie warten lässt, denn dieses Ende war mal echt heftig und unerwartet, sag ich mal. Ich freue mich darauf zu sehen, wie die beiden sich schlussendlich finden und alle Probleme beseitigen können.

Hiermit möchte ich mich noch recht herzlich bei LYX und NetGalleyDE für die Bereitstellung dieses Rezensionsexemplars bedanken, wobei meine Meinung jedoch in keinster Weise beeinflusst wurde.

Veröffentlicht am 03.08.2020

Ein schöner und charmanter Roman!

Kisses from the Guy next Door (Baileys-Serie 2)
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“Kisses from the Guy next Door” ist der zweite Band der “Baileys” Reihe des Autorenduos Piper Rayne. Der erste Band konnte mich leider nicht ganz überzeugen, doch dieser hier hat mir besser gefallen. Das ...

“Kisses from the Guy next Door” ist der zweite Band der “Baileys” Reihe des Autorenduos Piper Rayne. Der erste Band konnte mich leider nicht ganz überzeugen, doch dieser hier hat mir besser gefallen. Das Cover sieht nicht ganz so cool aus, wie beim Ersten, doch es ist schön und gefällt mir. Der Schreibstil war wie zu erwarten wieder sehr locker, eingängig und leicht geschrieben, sodass man schnell durch das Geschehen kommt. Die Geschichte wird aus der Sicht von Brooklyn und Wyatt erzählt.

Brooklyn träumt von ihrer eigenen kleinen Familie, doch dieser Traum zerplatzt, als sie von ihrem Verlobten Jeff - per SMS!!! – vor dem Traualtar sitzen gelassen wird. Dann lernt sie Wyatt kennen, welcher neu in Alaska, und ihr neuer Boss ist. Er ist kein Typ Mann, welcher sich auf feste Bindungen einlässt, und Brooklyn eine, welche sich für immer bindet. Nichts deutet daraufhin, dass sie es jemals hinbekommen könnten, wäre diese Anziehungskraft aber nicht so wahnsinnig stark…

Das Buch startet damit, dass Brooklyn gerade verlassen wurde und sie unbedingt Antworten haben will, und so auch irgendwie auf Wyatt trifft, welcher mir da mal ein klein wenig leidtut. Aua, sag ich nur! Brooklyn ist eine echt tolle und liebevolle Person. Sie scheint fast perfekt zu sein. Bodenständig, immer für andere da, hilfsbereit, herzlich, süß und einfach toll. Fast ein bisschen zu perfekt, aber sie ist einfach ein so netter und toller Mensch, da fällt das nicht so ins Gewicht.

Wir begleiten Wyatt auch von Anfang an, also wissen alle, dass er ein kleines Geheimnis um seine wahre Identität macht, was später zu kleineren Komplikationen führen wird. Er ist ein typischer Playboy, welcher gerne mit Frauen zusammen ist, aber bloß keine Bindung eingehen will. Er fragt sich immer wieder, wieso er sich mit Brooklyn abgibt, kann es selbst nicht verstehen. Er ist aber trotzdem ein richtig guter Kerl. Humorvoll, aufmerksam, hilfsbereit, charmant und wirklich für einen da, wenn man ihn braucht. Er tritt manchmal in ein Fettnäpfchen, aus denen er aber wieder rauskommt, denn er ist einfach liebenswert.

Wir bekommen wieder die volle Dröhnung der Baileys ab. Besonders Rome ist da ganz vorne dabei, versucht Brooklyn immer mit Rat und Tat zur Seite zu stehen. Außerdem ihre Schwester Juno, welche sich als spirituelle Kupplerin sieht. Natürlich Grandma Dori, welche noch immer eine Wucht ist. Alle sind irgendwie miteinbezogen und zeigen ihren ganz eigenen speziellen Charme. Ich finde die Familie einfach toll, ich würde gerne mehr von ihnen erfahren.

Die Geschichte hat mir gefallen, vor allem, dass sich die beiden so viel Zeit gelassen haben, um zueinander zu finden. Sie gingen es langsam an, wurden zuerst Freunde, fand ich schön. Es war eine echt liebe, charmante und herzliche Story, welche mich gut unterhalten hat. Es gab ein paar kleine Reibereien, welche aber wieder sehr schnell aus der Welt geschaffen wurden. Das hat mich ein wenig gestört, dass alles fast reibungslos ablief. Es passierte nichts Gravierendes, was einerseits ganz schön sein kann, ohne dieses Drama. Doch hier hätte ein bisschen mehr sein können.

Ansonsten hat es mir wirklich Spaß gemacht, das Buch zu lesen. Mir persönlich hat es besser als Band eins gefallen. Am Ende hat man wieder einen Vorgeschmack darauf erhalten, wie das nächste Buch, welches im November erscheint, starten wird, und das war wieder einmal echt überraschend und witzig. Alle Baileys mucksmäuschenstill. Genial. Wer denn aber nun der Hauptprotagonist ist, bleibt bislang noch ein kleines Geheimnis, ich bin gespannt, wer es denn von den beiden sein wird, denke aber an einen bestimmten. Mal sehen, freue mich darauf.

Hiermit möchte ich mich noch recht herzlich bei Forever und NetGalleyDE für die Bereitstellung dieses Rezensionsexemplars bedanken, wobei meine Meinung jedoch in keinster Weise beeinflusst wurde.

Veröffentlicht am 23.07.2020

Aufregende und heiße Geschichte, welche aber mehr Tiefgang braucht!

Richer than Sin
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"Richer than Sin" ist der Auftaktband der neuen Trilogie von der Autorin Meghan March. Begeistert habe ich dem Buch entgegenfiebert, haben mich deren andere Romane unglaublich gut unterhalten. Wir bekommen ...

"Richer than Sin" ist der Auftaktband der neuen Trilogie von der Autorin Meghan March. Begeistert habe ich dem Buch entgegenfiebert, haben mich deren andere Romane unglaublich gut unterhalten. Wir bekommen ein klein wenig anderes Setting. Nicht so düster, doch mit allen Wassern gewaschen. Eine Fehde, Streitigkeiten, eine verbotene Liebe, Geheimnisse... Mir hat es wieder sehr gut gefallen, wenn es auch nicht ganz so beeindruckend war.

Das Cover wurde wieder einfach gestaltet, stylisch, verspielt und einfach schön. Der Roman wird aus der Sicht von Lincoln und Whitney erzählt. Außerdem wechselt man sich immer mit der Gegenwart und der Vergangenheit ab, sodass man einen richtig guten Einblick bekommt, was denn da alles geschehen ist.

Seit langer Zeit herrscht eine Fehde zwischen den Gables und den Riscoffs. Niemals dürften sich die beiden ineinander verlieben. Doch Whitney und Lincoln können nicht voneinander lassen und verbringen eine wunderbare Zeit zusammen. Bis das Schicksal ihre Wege trennte. Nun, Jahre später, begegnen sie sich erneut und wissen, dass ihre Geschichte noch längst nicht vorbei ist...

Mir hat die Geschichte sehr gut gefallen, schon der Prolog war richtig interessant und machte Lust auf mehr. Whitney ist eine coole und taffe Frau, welche so durchs Leben schwebt, ohne recht zu wissen, was sie will, doch war sie mir von Anfang an sympathisch. Lincoln ist selbstbewusst, er steht mit beiden Beinen im Leben, weiß was er will. Er sieht, wie seine Familie tickt, lässt sich aber immer wieder auf sie ein. Trotzdem lässt er sich nicht ins Bockhorn jagen und kämpft für das, was er haben will.

Was mich gestört hat, oder was mir fehlte, war diese Liebesbeziehung näher kennengelernt zu haben. Es ging doch viel zu sehr bloß um Sex, als dass sie Gespräche, Gefühle geteilt hätten. Das hat mir gefehlt, da ist mir diese Verbindung zu wenig entstanden.

Den Großvater von Lincoln kann ich irgendwie nicht so ganz einschätzen, er wirkt auf mich wie der typische „Kommodore“, befehlend und herrisch. Doch es gibt auch ein paar Momente, wo er anders wirkt. Die Fehde zwischen dem Kommodore und Magnus Gable ist spannend mitanzusehen, vor allem wenn sie in deren jeweiligen Hütten sich gegenseitig verrückt machen. Für mich wirkte es aber eher so, als müssten sie das machen und nicht, weil sie es wollten. Aber okay, mal sehen wie es da weitergeht. Der Bruder von Lincoln ist mal ein echtes Ar***gesicht, der sorgt sicher für einige Probleme.

Die beste Freundin von Whitney, Cricket, ist echt eine liebe, herzliche und kecke Person, welche mir gut gefallen hat. Deren Zwillingsschwester Karma ist aber eine übergroße Zimtzicke, welche ich überhaupt nicht leiden kann, denn sie macht einfach jeden nieder den sie sieht. Lincolns Mutter ist ein Drache, welche die kleinsten Anlässe nimmt um das zu bekommen, was sie haben will.

Das Ende bringt uns wieder einmal, wie so oft von Meghan March, einen Cliffhanger, welcher etwas überraschend war. Ich hatte mir da ein klein wenig anderes vorgestellt, aber so ist es auch logisch und könnte auch etliche Probleme bringen.

Das Buch war nicht das beste von Meghan March, die Liebesbeziehung war mir zu lasch dargestellt, zu wenig in die Tiefe, doch es hat mich wunderbar unterhalten. Es war interessant, heiß, sexy und aufregend. Ich bin gespannt, wie es mit den beiden weitergeht, und wie genau Lincoln und Whitney zusammenkommen können. Es geht ja schon bald wieder weiter, also kein so großes Warten mehr.

Hiermit möchte ich mich noch recht herzlich bei LYX und NetGalleyDE für die Bereitstellung dieses Rezensionsexemplars bedanken, wobei meine Meinung jedoch in keinster Weise beeinflusst wurde.

Veröffentlicht am 22.07.2020

Part 1: traumhaft und berührend! Part 2: Unverständlich und nicht packend.

Wie die Ruhe vor dem Sturm
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Ich bin total zwiegespalten, wie ich das Buch hier bewerten soll. Mir haben Brittainy C. Cherrys Romane immer furchtbar gut gefallen, sie waren gefühlvoll, tiefgründig und wunderbar. Hier aber, weiß ich ...

Ich bin total zwiegespalten, wie ich das Buch hier bewerten soll. Mir haben Brittainy C. Cherrys Romane immer furchtbar gut gefallen, sie waren gefühlvoll, tiefgründig und wunderbar. Hier aber, weiß ich nicht, einerseits habe ich es gerne gelesen, doch es hat mich nicht gepackt, mich nicht mitgerissen. Das liegt am 2. Teil der Geschichte. „Wie die Ruhe vor dem Sturm“ wird aus der Sicht von Eleanor und Greyson erzählt. Dabei wird es in zwei Teile unterteilt. Die Vergangenheit, welche ich absolut, für megaschön befunden habe, und der zweite Teil, welcher mir einfach nicht zusprach, welcher das ganze Buch zu etwas weniger Bedeutungsvollem gemacht hatte. Leider.

Ellie tritt eine neue Stelle als Kindermädchen an, und zwar bei Greyson East. Dieser war damals ihr ein und alles, ihre Liebe, welcher immer für sie da war, ihr in schweren Zeiten beistand. Doch nun ist er ein kaltherziger Mann, welcher sich nicht einmal an sie wirklich erinnern kann. Er ist einsam geworden, eiskalt – unnahbar. Doch manchmal sieht sie etwas hervorblitzen - den Jungen von damals, und sie weiß, es lohnt sich zu kämpfen…

Der erste Teil war der absolute Hammer. Sehr emotional, tiefsinnig, aufwühlend, herzerwärmend. Man sieht den beiden zu, wie sie sich kennenlernen, wie sie eine Freundschaft schließen, wie sie sich näherkommen. Wie sie sich langsam verlieben. Es ist einfach wunderbar mitzuerleben, wie sich die beiden allem stellen, was auf sie zukommt. Die Teenager Ellie ist eine schüchterne, Büchervernarrte, kreative und herzliche Person. Greyson ist der Liebling der Schule, beliebt, doch ein absolut freundlicher und netter Mensch, welcher mir sofort sympathisch ist, nur weil er die „seltsame“ in Schutz nimmt. Von da an hatte er mich. Ihre Verbindung zueinander mitzuerleben war einfach wunderbar. Es gab einiges zu überwinden, wodurch sie dann auch leider getrennt wurden.

Und da setzt der zweite Teil ein, welchen ich nicht nachvollziehen kann. Denn hier ist Greyson so anders, es fühlt sich an, als wäre er ein anderer Mensch. Er hat eine neue Frau kennengelernt, für ihn wohl seine Seelenverwandte, doch diese ist bei einem Unfall gestorben und hat Greyson und seine beiden Kinder Karla und Lorelei zurückgelassen. Seitdem ist Greyson gefühlskalt, wirkt so gar nicht mehr wie der Junge einst, welcher so voller Lebensfreude war. Er ist unnahbar und ich konnte den Jungen von einst nicht mehr in ihm sehen. Die einstige Liebe zwischen Ellie und ihm schien verschwunden, gar nicht mehr existiert zu haben. Er hat sie aus seinem Gedächtnis verdrängt. So wirkt es für mich, als wäre Ellie die zweite Wahl und sonst nichts. Wie seine Gefühle wieder für Ellie erwachten, habe ich nicht mitbekommen, vor allem geschah es so plötzlich.

Ellie selbst blieb mir in diesem Teil zu blass. Sie hat auch etwas durchmachen müssen und durch dies nicht nur einen, sondern sogar schon zwei Elternteile „verloren“, was ich ein wenig traurig fand, denn dies habe ich nicht vorhergesehen. Das hätte ich nicht erwartet, dass es geschieht. Ellie ist in diesem Part so verflixt großzügig und verständnisvoll. Ich könnte sie schütteln. Die beiden waren damals ein Herz und eine Seele und der Mann kann sich nicht einmal richtig an sie erinnern?!? Und dann ist er auch noch ihr gegenüber so kalt. Ellie nimmt fast alles einfach so hin wie es ist, man weiß nicht, wie sie ihr Leben die ganze Zeit gelebt hat. Sie fand keine neue Liebe, es wirkte so, als hätte sie noch immer auf Greyson gewartet und keiner war gut genug. Sie ist offen, einfach großzügig mit ihrer „Gunst“ und Freundschaft, sie lässt vieles durchgehen. Ehrlich gesagt, weiß ich nicht mehr viel über sie, außer, dass sie Libellen liebt, Harry Potter verehrt und eine liebevolle, bodenständige Person ist.

Die Töchter Karla und Lorelei. Karla ist ein aufmotziger Teenager, welcher noch am meisten mit dem Unfall zu leben hat. Verständlich, dass sie sich zurückzieht, doch sie ist einfach ein unmöglich lästiger, nervender Mensch, dem mal Grenzen gesetzt gehören. Lorelei ist der kleine Sonnenschein der Familie, welcher immer Happy Peppy drauf ist. Sie ist der Goldschatz, einfach süß, doch auch ein wenig zu viel. Die Schwiegermutter ist mal ein eigenes Kaliber. Ist sie so verständnisvoll und immer für alle da, ein herzlicher und toller Mensch. Was mir ein wenig fehlt, ist wie die Familie vor dem Unfall gewesen ist, wie sie zusammengelebt haben, wie man so werden kann. Es war mir einfach zu unausgereift, zu unemotional. Es gab schwerwiegende Momente, ja schon, doch sie kamen bei mir einfach nicht an.

Was der Sache ein wenig Auflockerung bietet, sind die beste Freundin von Ellie, Shay und den besten Kumpel von Greyson, Landon. Die beiden miteinander haben auch eine Vergangenheit und ich bin da ehrlich gespannt, was mit den beiden geschehen wird. Diese werden einen Zweiteiler erhalten und Ende November erscheinen.

Zusammenfassend möchte ich noch einmal den wundervollen, berührenden, tiefgründigen ersten Part erwähnen, welcher mir einfach ans Herz ging. Dies war ein absoluter toller Teil und hat mich begeistert. Sodass ich den zweiten Teil leider nicht verstehen konnte. Er wirkte so anders, als wären die Personen grundverschieden. Nichtsdestotrotz, ich habe das Buch wirklich gerne gelesen, nur hat mich der zweite Teil wirklich enttäuscht, sodass ich nicht mehr als drei Sterne vergeben kann. Dem ersten Teil hätte ich glatte Fünf gegeben, aber so. Leider konnte mich der zweite Part nicht überzeugen, was ich wirklich schade finde.

Hiermit möchte ich mich noch recht herzlich bei LYX und NetGalleyDE für die Bereitstellung dieses Rezensionsexemplars bedanken, wobei meine Meinung jedoch in keinster Weise beeinflusst wurde.