Eine süße Geschichte mit viel ungenutztem Potenzial!
Blossoms of Fire"Blossoms of Fire" ist das erste Buch, welches ich von der Autorin Cosima Lang gelesen habe. Das Buch ist sehr gemütlich, charmant und kurzweilig. Das Cover finde ich ganz bezaubernd, nichts allzu prunkvolles ...
"Blossoms of Fire" ist das erste Buch, welches ich von der Autorin Cosima Lang gelesen habe. Das Buch ist sehr gemütlich, charmant und kurzweilig. Das Cover finde ich ganz bezaubernd, nichts allzu prunkvolles aber mit den Kräutern verspielt und einfach hübsch. Der Schreibstil war angenehm zu lesen, man bekam einen großen Einblick in die Kräuterkunde und was man damit anstellen kann, was mir super gut gefallen hat. Das Buch wird aus der Sicht von Briar erzählt.
Briar ist eine Kräuterhexe und auf Heilung spezialisiert. Genau deswegen wird sie von einem Drachenclan entführt um einen der ihren zu helfen. Als ihr dies auf wundersamer Weise gelingt, erhält sie das Angebot ein Jahr lang als Heilerin bei ihnen zu leben. Angetan von dieser Aufgabe nimmt sie an, denn dann wäre sie auch dem Drachen Darragh näher, welchen sie geheilt hat und der sich als Wandler entpuppt und ein äußerst faszinierender Mensch ist.
Der Roman spielt in der ganz normalen Zeit, wo alle über Magie, Hexen, Drachen und allerlei anderes sonst Bescheid wissen. Briar ist eine liebenswerte Person, welche ihre Aufgabe liebt, aber sich auch nach Abenteuern sehnt. Sie ist recht bestimmend, weiß ihren Wert und zeigt dies auch. Ich fand sie sehr sympathisch.
Darragh ist ein Drachen Wandler und ist äuerst selbstbewusst, sehr beschützend gegenüber seinem Bruder und Clan eingestellt. Wieder ein toller Charakter, den man einfach gern haben muss.
Wir lernen einige Personen kennen. Briars Gran kommt zwar nicht so häufig vor, ist jedoch ihr Fels in der Brandung und auch offen für Neues. Darraghs Bruder Basil kann ich nicht ganz so einschätzen. Manchmal wirkt er böse auf Darragh und dann ist er richtig charmant und nett. Dann gibt es noch Lennox, mit welchem sich Briar einen kleinen Spaß erlaubt, ihr seht dann schon warum. Und dann noch ein paar mehr.
Was ich äußerst lustig und lieb fand, war der tierische Begleiter, welchen Briar auf der Insel Schottlands gefunden hat. Eindeutig etwas Neues für mich, aber Flora ist einfach genial. Die Insel ist auch zauberhaft beschrieben und man wünschte sich gerne Mal dahin. Ein richtiger Wohlfühlort.
Zur Story selbst kann ich nur sagen, dass mir da das gewisse Etwas gefehlt hat. Es war schön und gemütlich, charmant und witzig. Die Chemie zwischen Briar und Darragh hat gestimmt und hat auch super dazu gepasst. Es ging mir nur ein wenig zu schnell und es passiert auch nicht wahnsinnig viel. Und wenn dann Mal etwas geschieht, ist es schnell wieder vorbei. Man verweilt nicht, man taucht nicht tiefer in das Geschehen ein, sondern springt schnell weiter. Es war für mich zu oberflächlich.
Da die Kräuter so ausgiebig erklärt wurden, hat es mich dann aber doch gewundert, dass wir sie nach dem heilen von Darragh nie mehr als Heilerin oder etwas mit ihrer Aufgabe auf der Insel zu sehen bekommen. Da kommt gar nichts und das fand ich sehr schade. Da hätte es jede Menge interessante und auch lustige Momente geben können. Nun, wenn man aber genau nachdenkt, heilen die Drachen ja in Rekordzeit und da gibt es nicht viel zu heilen. Wieso aber ist Briar dann überhaupt hier? Damit sie einmal jemanden vor Vergiftung heilen kann? Da kann man sie auch einfach kurz herfliegen lassen. Kleines Logikloch.
Das einzig richtige spannende waren zwei Szenen, eine irgendwo mittendrin und zum Schluss dann noch ein Angriff. Und dieser Angriff war so schnell vorbei und fast richtig einfach. Da fehlte mir leider die ganze Spannung.
Nun, die Geschichte hatte so viel Potenzial, welches nicht genutzt wurde, man hätte viel tiefer gehen können, länger in den Szenen verweilen, damit die Emotionen richtig ankommen können. So war es nur eine kurzweilige Story in der nicht wirklich viel passierte, man kam zwar gut durch das Geschehen und hatte dieses cozy Gefühl, aber da wäre so viel mehr gegangen, und das störte mich dann einfach. Das man Potenzial nicht ausschöpft. Die Kräutererklärungen und deren Nutzung war genial, die Protagonisten sind alle verschieden und sehr lieb und charmant. Die Story war nur ein Tröpfchen. Eine liebenswerte Geschichte, mit der man viel mehr anfangen hätte können.
Hiermit möchte ich mich Recht herzlich bei Loomlight und NetGalleyDE für die Bereitstellung dieses Rezensionsexemplars bedanken, wobei meine Meinung jedoch in keinster Weise beeinflusst wurde.