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Veröffentlicht am 12.05.2025

Eine süße Geschichte mit viel ungenutztem Potenzial!

Blossoms of Fire
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"Blossoms of Fire" ist das erste Buch, welches ich von der Autorin Cosima Lang gelesen habe. Das Buch ist sehr gemütlich, charmant und kurzweilig. Das Cover finde ich ganz bezaubernd, nichts allzu prunkvolles ...

"Blossoms of Fire" ist das erste Buch, welches ich von der Autorin Cosima Lang gelesen habe. Das Buch ist sehr gemütlich, charmant und kurzweilig. Das Cover finde ich ganz bezaubernd, nichts allzu prunkvolles aber mit den Kräutern verspielt und einfach hübsch. Der Schreibstil war angenehm zu lesen, man bekam einen großen Einblick in die Kräuterkunde und was man damit anstellen kann, was mir super gut gefallen hat. Das Buch wird aus der Sicht von Briar erzählt.

Briar ist eine Kräuterhexe und auf Heilung spezialisiert. Genau deswegen wird sie von einem Drachenclan entführt um einen der ihren zu helfen. Als ihr dies auf wundersamer Weise gelingt, erhält sie das Angebot ein Jahr lang als Heilerin bei ihnen zu leben. Angetan von dieser Aufgabe nimmt sie an, denn dann wäre sie auch dem Drachen Darragh näher, welchen sie geheilt hat und der sich als Wandler entpuppt und ein äußerst faszinierender Mensch ist.

Der Roman spielt in der ganz normalen Zeit, wo alle über Magie, Hexen, Drachen und allerlei anderes sonst Bescheid wissen. Briar ist eine liebenswerte Person, welche ihre Aufgabe liebt, aber sich auch nach Abenteuern sehnt. Sie ist recht bestimmend, weiß ihren Wert und zeigt dies auch. Ich fand sie sehr sympathisch.

Darragh ist ein Drachen Wandler und ist äuerst selbstbewusst, sehr beschützend gegenüber seinem Bruder und Clan eingestellt. Wieder ein toller Charakter, den man einfach gern haben muss.

Wir lernen einige Personen kennen. Briars Gran kommt zwar nicht so häufig vor, ist jedoch ihr Fels in der Brandung und auch offen für Neues. Darraghs Bruder Basil kann ich nicht ganz so einschätzen. Manchmal wirkt er böse auf Darragh und dann ist er richtig charmant und nett. Dann gibt es noch Lennox, mit welchem sich Briar einen kleinen Spaß erlaubt, ihr seht dann schon warum. Und dann noch ein paar mehr.

Was ich äußerst lustig und lieb fand, war der tierische Begleiter, welchen Briar auf der Insel Schottlands gefunden hat. Eindeutig etwas Neues für mich, aber Flora ist einfach genial. Die Insel ist auch zauberhaft beschrieben und man wünschte sich gerne Mal dahin. Ein richtiger Wohlfühlort.

Zur Story selbst kann ich nur sagen, dass mir da das gewisse Etwas gefehlt hat. Es war schön und gemütlich, charmant und witzig. Die Chemie zwischen Briar und Darragh hat gestimmt und hat auch super dazu gepasst. Es ging mir nur ein wenig zu schnell und es passiert auch nicht wahnsinnig viel. Und wenn dann Mal etwas geschieht, ist es schnell wieder vorbei. Man verweilt nicht, man taucht nicht tiefer in das Geschehen ein, sondern springt schnell weiter. Es war für mich zu oberflächlich.

Da die Kräuter so ausgiebig erklärt wurden, hat es mich dann aber doch gewundert, dass wir sie nach dem heilen von Darragh nie mehr als Heilerin oder etwas mit ihrer Aufgabe auf der Insel zu sehen bekommen. Da kommt gar nichts und das fand ich sehr schade. Da hätte es jede Menge interessante und auch lustige Momente geben können. Nun, wenn man aber genau nachdenkt, heilen die Drachen ja in Rekordzeit und da gibt es nicht viel zu heilen. Wieso aber ist Briar dann überhaupt hier? Damit sie einmal jemanden vor Vergiftung heilen kann? Da kann man sie auch einfach kurz herfliegen lassen. Kleines Logikloch.

Das einzig richtige spannende waren zwei Szenen, eine irgendwo mittendrin und zum Schluss dann noch ein Angriff. Und dieser Angriff war so schnell vorbei und fast richtig einfach. Da fehlte mir leider die ganze Spannung.

Nun, die Geschichte hatte so viel Potenzial, welches nicht genutzt wurde, man hätte viel tiefer gehen können, länger in den Szenen verweilen, damit die Emotionen richtig ankommen können. So war es nur eine kurzweilige Story in der nicht wirklich viel passierte, man kam zwar gut durch das Geschehen und hatte dieses cozy Gefühl, aber da wäre so viel mehr gegangen, und das störte mich dann einfach. Das man Potenzial nicht ausschöpft. Die Kräutererklärungen und deren Nutzung war genial, die Protagonisten sind alle verschieden und sehr lieb und charmant. Die Story war nur ein Tröpfchen. Eine liebenswerte Geschichte, mit der man viel mehr anfangen hätte können.

Hiermit möchte ich mich Recht herzlich bei Loomlight und NetGalleyDE für die Bereitstellung dieses Rezensionsexemplars bedanken, wobei meine Meinung jedoch in keinster Weise beeinflusst wurde.

Veröffentlicht am 08.05.2025

Tolle Protagonisten mit Hang zur Selbstzerstörung, aber interessant und aufregend!

The Wind Weaver (Wind Weaver 1)
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„The Wind Weaver – Sturmverführt“ ist mein erster Roman der Autorin Julie Johnson und ich war so gespannt darauf, was da alles auf mich zukommen würde. Das Cover ist einfach der Hammer, es gefällt mir ...

„The Wind Weaver – Sturmverführt“ ist mein erster Roman der Autorin Julie Johnson und ich war so gespannt darauf, was da alles auf mich zukommen würde. Das Cover ist einfach der Hammer, es gefällt mir außerordentlich gut. Die Farben, der Phönix, toll. Was mir daran aufstößt, es hat nichts mit der Geschichte zu tun. Es gibt keinen Phönix, und die Hauptprotagonistin ist eine Windweberin, und für mich stellt ein Phönix Feuer dar. Man könnte sagen, dass sie nach langer Zeit „wiederaufersteht“, ihre Kräfte annimmt und der Phönix ja fliegen kann, ist aber doch weit hergeholt und für mich nicht schlüssig.

Zum Aufbau des eBooks. Es gibt ein Glossar und auch eine Landkarte, welche sehr wichtig wäre, wenn das eBook diese auch richtig anzeigen würde. Ich habe alles ausprobiert, Größen ändern, Querformat, aber die Landkarte wird einfach nie ganz angezeigt und hat so ihren Sinn beim eBook komplett verfehlt. Bitte korrigieren, wenn möglich! Ich musste mir aus der Leseprobe die Karte abfotografieren, denn ich brauchte ein wenig um in die Karte und das Land eintauchen zu können. Die Geschichte wird nur aus der Sicht von Rhya erzählt und hat einen äußerst flüssigen und leichten Erzählstil, sodass man wunderbar durch das ganze Geschehen kommt.

In dem Buch geht es um die Halbfae Rhya, welche von Soldaten gefangen wurde und ihre Hinrichtung erwartet. Da wird sie jedoch zu ihrer Verwunderung von dem mysteriösen General Scythe gerettet, welcher für sie seine eigenen Leute meuchelt. Mit ihr auf der Flucht, da sie von Soldaten verfolgt werden, brennt in ihr eine neue Kraft, welche die Rettung des Landes bedeuten könnte.

Die Geschichte nimmt gleich zu Anfang einen düsteren Anfang und zeigt wie grässlich diese Welt sein kann. Rhya ist schlau, mutig und im Zwiespalt mit ihren Kräften. Ich finde es klasse, dass man sieht, wie sie erst mit ihren Kräften umzugehen lernen muss, dass es nicht so leicht ist, wie erwartet, und diese sie auch zerstören könnten. Nach und nach versucht sie damit umzugehen, macht Fehler und lernt. Sie ist eine Person mit Fehlern, ist Heilerin und möchte niemandem wehtun, hat aber auch nichts dagegen sich zu verteidigen, wenn nötig. Auch hat sie ein großes Mundwerk und weiß sich zu behaupten, was mir sehr gefällt.

Scythe ist anfangs ja vielleicht ein Rüpel und ungehobelt in seinem Benehmen, was ich eigentlich nicht ganz verstehe. Der Trope ist ja Enemies to Lovers, was aber nicht zutrifft, denn er war nie ihr Feind. Man kann verstehen, wieso man das denkt, denn er benimmt sich wirklich wie ein Grobian und führt sich äußerst gemein auf. Scythe ist anfangs sehr mysteriös, aber nach und nach, mehr in die Story verstrickt, erkennt man, wieso er so ist, was er alles durchmachen musste um Rhya zu finden, um sie am Leben zu erhalten. Das entschuldigt aber noch lange nicht sein Verhalten. Anfangs war er wie gesagt sehr grob und fast schon gleichgültig, danach kontrollierend und sehr beschützerisch. Zwischenzeitlich erkennt man, das ihm wirklich an ihr liegt, aber bei seinen Gefühlen kriegt man schon fast ein Schleudertrauma.

Es ist eine Slow Burn, Spice gibt es nicht viel, und das hat alles gut zusammengepasst. Beide haben in ihrem Leben schon viel erlebt und mitmachen müssen. Sie versuchen die Scherben und ihre Leben und wieder zusammenzusetzen. Und wie sollte es besser gehen als zu zweit? Die Geschichte hat auch recht viel Spannung, immer gibt es einen Angriff, man muss sich wehren, dabei lernt man immer wieder Neues kennen. Neue Landschaften, neue Personen, neue Feinde, ob menschlich, tierisch oder magisch. Scythes Freunde sind auch meine Freunde geworden, jeder hat seinen ganz eigenen Charme und sind tolle Menschen, bringen Witz und Humor mithinein. Alle miteinander haben viel erlebt.

Das Buch an sich war sehr gut, gutes Tempo, flüssiger Schreibstil, wenn mir auch die Landschaft und deren Städte und das drumherum noch immer schwerfällt, war es doch eine spannende und aufregende Geschichte, welche ich auch schnellstmöglich zu Ende lesen wollte. Aber trotzdem ist bei mir der Funke nicht so richtig übergesprungen. Die Protagonisten sind alle toll, die Story interessant, aber es fehlte mir etwas. Die Liebesbeziehung zwischen Scythe und Rhya hätte ein wenig mehr Romantik und weniger toxisch sein können, es war öfters anstrengend den beiden zu folgen. Ich hätte gerne wahnsinnig mehr über die Magie erfahren und warum es immer nur vier Verbliebene sein können usw. Das Ende des Buches war grauenvoll, fesselnd und auch ein wenig chaotisch. Jetzt wissen wir aber, was uns im zweiten Band erwarten kann, und ich bin auch darauf gespannt. Ein gutes Buch, was mich super unterhalten hat.

Hiermit möchte ich mich noch recht herzlich bei Forever by Ullstein und NetGalleyDE für die Bereitstellung dieses Rezensionsexemplars bedanken, wobei meine Meinung jedoch in keinster Weise beeinflusst wurde.

Veröffentlicht am 07.05.2025

Unterhaltsam und interessant, aber mit Potenzial nach oben!

Phantasma – Spiel um dein Leben, fürchte die Liebe
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Als ich das Buch „Phantasma“ von Kaylie Smith gesehen habe, wusste ich, dass ich es unbedingt lesen wollte. Schon den Einband finde ich einfach richtig hübsch. Leicht düster, wegen des Totenschädels, leicht ...

Als ich das Buch „Phantasma“ von Kaylie Smith gesehen habe, wusste ich, dass ich es unbedingt lesen wollte. Schon den Einband finde ich einfach richtig hübsch. Leicht düster, wegen des Totenschädels, leicht verspielt und romantisch wegen der Rosen, war es ein absolut tolles Cover. Die Inhaltsangabe gab mir den Rest und ich erwartete eine düstere, interessante, spannende Geschichte rund um Nekromanten, Dämonen, Geister usw.

Schon der Titel sagt viel aus. „Spiel um dein Leben, fürchte die Liebe“. Denn in dem Buch geht es um ein Spiel, welches nicht wirklich ein Spiel ist, sondern todernst ist, und das meine ich wortwörtlich. Es geht um die zwei Schwestern Ophelia und Genevieve. Ophelia erhält nach dem Tod der Mutter deren nekromantischen Kräfte – und auch alle Schulden. Um ihr Haus behalten zu können, begibt sich die jüngere Genevieve auf einen gefährlichen Pfad und meldet sich bei Phantasma an. Ein tödliches Spiel. Ophelia kann dies nicht zulassen und macht sich auch auf den Weg. Dabei begegnet sie den geheimnisvollen Fremden Blackwell und dieser schlägt einen Deal vor, von dem beide etwas haben sollen. Sie geht darauf ein, nichts ahnend, dass sie dadurch noch mehr in Gefahr gerät, denn gibt es nur eines, das tödlicher ist als die Spiele selbst - sich zu verlieben…

Der Anfang des Buches hat mich total gecatched. Schon gleich wird man hineingeworfen in das Geschehen und erkennt sofort, dass Ophelia am liebsten die Kräfte nicht annehmen will. Aber sie ist eine gute Tochter und vielleicht auch störrisch und auch stolz, denn sie hat keinesfalls vor, dass mit ihr die Nekromanten Linie zu Ende geht. Ophelia musste ihr ganzes Leben lang für die Aufgabe lernen, einmal die Kräfte zu übernehmen, und hatte so fast kein eigenes Leben. Sie lebte dafür ihre Mutter stolz zu machen, zu lernen, zu Hause zu bleiben. Sie ist sehr verunsichert und vorsichtig, da sie auch immer wieder sehr auf ihren inneren Zwiespalt hört und sich immer vorhalten muss, dass sie gut ist und dies alles schaffen wird.

In der Geschichte und in dem Spiel hat sie 9 Level zu absolvieren, eine schwieriger und gefährlicher als die andere, und nebenbei soll sie ihre Aufgabe gegenüber Blackwell erfüllen, ihre Schwester finden und ihre Kräfte kennenlernen. Mehr oder weniger hat mir die Geschichte sehr gut gefallen, sie war unterhaltsam und ich wollte wissen, wie es ausgeht, was alles noch auf einen zukommt. Andererseits gab es einige Macken. Dafür, dass sie so viel Aufgaben hatte, ist sie meist nur durch Glück und durch Hilfe von Blackwell durch die Level gelangt, nach ihrer Schwester kann sie erst ab Level 7 suchen, wegen Regeln, und die Sache für Blackwell, naja, sucht sie schon, aber nicht wirklich intensiv. Man sieht schon ein paar Suchaktionen, führen aber meist zu absolut gar nichts, außer dass sich die beiden näherkommen.

Blackwell ist sehr geheimnisvoll, man erfährt nicht sehr viel über ihn, was es schwer macht ihn einzuschätzen. Er führt sich immer sehr charmant auf, flirtet, nur ab und zu bleibt er ernst. Ich hätte so gerne mehr über ihn erfahren, aber leider geht das schon alleine wegen seiner Story nicht, was richtig schade ist, so bleibt sein Charakter sehr oberflächlich und bekommt nicht viel Tiefe. Die Richtung in welche seine Geschichte verläuft habe ich dann irgendwann erahnt. Keine schlechte Idee, aber man hätte sie so viel besser zeigen können oder noch mehr ausbauen. Es fühlte sich offen an und für mich gibt es da noch ein paar Fragen, welche ich gerne beantwortet haben würde. Ich habe ihn gemocht, aber es geht eben nicht sehr tief.

Die Story spielt in New Orleans, wobei wir die Stadt kaum zu Gesicht bekommen. Theoretisch nur zu Anfang ein wenig und dann spielt sich alles im Teufelshaus Phantasma ab. In welcher Epoche ist auch ein wenig schwer zu erraten. Es gibt noch Korsetts und Kutschen, also vor den Automobilen. Das Teufelshaus hätte so viel gruseliger und düsterer sein können, aber das meiste wurde verharmlost, vor allem aber da Blackwell fast alles von ihr fernhält. Schade, denn dieses Haus hätte so viel Potenzial gehabt. Es passiert schon einiges Gruseliges und die Level sind auch nicht so ohne, aber ich habe mir einfach mehr erwartet, und die Level hat sie auch recht „einfach“ gelöst.

Was mich noch ein wenig gestört hat, waren die vielen spicy Szenen ab der Hälfte des Buches. Ja, schon klar, die beiden haben den Funken entfacht und sind in der Verliebtheitsskala ganz oben, aber dadurch bekamen wir weniger Zeit für das Spiel, die Suche. Etwas weniger wäre nett gewesen. Es werden ein paar Geheimnisse aufgedeckt, Genevieve hat da auch so einige, genauso wie Blackwell. Gegenspieler versuchen so zu töten und Ophelia muss lernen sich zu verteidigen.

Nun, es wirkt durch die ganze Kritik so, als hätte mir das Buch nicht gefallen. Dem war aber nicht so. Ja, einiges hätte man anders, besser, ausführlicher machen können/sollen, aber nichtsdestotrotz hat mich das Buch sehr unterhalten. Ich konnte es nicht aus der Hand legen und wollte unbedingt wissen, wie alles vorankommt, was noch so alles passiert. Ich hätte gerne noch ein paar Fragen geklärt, vielleicht kommen da noch welche in Band zwei, mal sehen. Es war kein Meisterwerk, aber es war amüsant, interessant, sehr flott zu lesen. Ein Buch für zwischendurch, mit Potenzial nach oben.

Hiermit möchte ich mich noch recht herzlich bei Aufbau Verlage GmbH & Co. KG und NetGalleyDE für die Bereitstellung dieses Rezensionsexemplars bedanken, wobei meine Meinung jedoch in keinster Weise beeinflusst wurde.

Veröffentlicht am 07.04.2025

Ein toller Abschluss einer wunderbaren Reihe! Aufwühlend und emotional!

Only You
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Endlich halten wir den letzten Band der „Adair“ Reihe der Autorin Samantha Young in den Händen und ich habe mich sehr gefreut die Geschichte rund um Brodan und Monroe in ihrem Buch „Only You“ zu verfolgen. ...

Endlich halten wir den letzten Band der „Adair“ Reihe der Autorin Samantha Young in den Händen und ich habe mich sehr gefreut die Geschichte rund um Brodan und Monroe in ihrem Buch „Only You“ zu verfolgen. Brodan ist ausgebrannt und möchte sich in seinem Heimatdorf erholen und Zeit mit seiner Familie verbringen. Hier trifft er wieder auf seine allerbeste Jugendfreundin und Seelenverwandte Monroe, welche ihn vor Ewigkeiten im Stich gelassen hat. Dementsprechend lässt er seinen Frust und Gefühle an ihr aus. Aber mitten in diesen schweren Zeiten kommen Wahrheiten ans Licht, welche für beide alles ändern könnte. Werden die beiden wieder zueinander finden und endlich ihrem Glück folgen können?

Brodans und Monroes Geschichte war gespickt mit Frustration, fassungslosem Staunen, wie man so miteinander umgehen kann und hoffnungsvollem Flehen, sodass die beiden das doch bitte hinkriegen mögen. In dem Buch gibt es immer wieder kleinere Einblicke in die Vergangenheit von Brodan und Monroe und man bekommt so ein gutes Verständnis dafür, wie die beiden einander lieben lernten und sich immer aufeinander verlassen konnten, bis zu einem gewissen Zeitpunkt. Da ging dann alles schief.

Huh, Brodan war für mich in der ersten Hälfte des Buches ein mega großer A**** sondergleichen, welcher einfach seinen ganzen Frust und Wut an Monroe ausließ, ohne darauf zu achten wie sehr er sie damit verletzt. Aber hey, er hasst sich ja selbst dafür. Mein Gott, dann hör einfach auf damit und krieg deinen Blödsinn gebacken. Er hat sie ignoriert, er hat sie beschimpft, er hat gefühlt nichts ausgelassen um ihr weh zu tun. Wie sollte er das wieder hinkriegen? Jepp, er musste zu Kreuze kriechen, aber in meinen Augen hatte Brodan es dann doch ein wenig leichter als gedacht. Aber er hat endlich seinen Charme, Humor und liebevollen Charakter ausgepackt, welcher sich immer herzlich um Monroe gekümmert hat. Da fing ich wieder an ihn richtig zu mögen und wollte ihm keine mehr verpassen.

Monroe hat schon seit Kindesbeinen an viel in ihrem kleinen Leben mitmachen müssen, doch mit Brodan an ihrer Seite fühlte sie sich mutig und stark. Aber nun, da sie nicht davon ausgegangen ist, dass er Gefühle für sie entwickelt, hat sie einen dummen Fehler gemacht und seitdem war Funkstille zwischen den Zwei. Sie ist eine äußerst liebevolle Person, immer nett und freundlich zu anderen und möchte einfach wieder schnell aus dieser Stadt verschwinden. Man kann es ihr nicht verübeln, eine undankbare Mutter und dann diese ganze Situation mit Brodan macht es da gerade gar nicht einfach. Aber sie ist eine Kämpfernatur und gibt Brodan dann doch irgendwann eine Chance. Ich fand ihre Reaktionen sehr verständnisvoll und sie ist eine absolut sympathische Frau, welche man einfach gernhaben muss.

Wir lernen in dem Buch Brodans Bodyguard/Freund Walker etwas näher kennen. Ich fand ihn einfach zum schießen genial. Es war so was von klar, wie er sich verhalten wird. Als er dann auch noch die neue Freundin von Monroe, Sloane und deren Tochter kennenlernt, fliegen Funken, aber ich denke da braucht es noch einen gewissen Schubser, damit das Ganze ins Rollen kommt. Und den werden wir in der neuen „Highland“ Serie mitverfolgen können und da bin ich schon so gespannt darauf!

Natürlich wird wieder die ganze Familie zugegen sein. Robyn und Arro sind doch schwanger und die Väter sind schon ganz aus dem Häuschen. Wir werden von allen noch ein wenig mitverfolgen können und auch einen schönen Epilog für jeden von ihnen erhalten. Ich fand es einfach echt wahnsinnig schön. Die Familie hält natürlich zusammen und es ist wie immer ganz toll zu verfolgen, wie die Dynamik zwischen allen ist und es war einfach schön zu sehen, wie sich alles entwickelt.

Die Geschichte rund um Brodan und Monroe war echt zum Haare raufen, sehr emotional, sehr frustrierend und gerne mal möchte man Brodan einfach nur die Meinung geigen, aber seis drum. Beide haben eine tolle Chemie und passen wunderbar zusammen, sie brauchen einfach etwas um ihren Weg zu finden, aber dafür ist er genauso süß und schön wie bei den anderen. Natürlich will dann noch etwas aus deren Vergangenheit ihr Glück zerstören, aber Monroe und Brodan kämpfen darum. Ich hatte ja jemand anderen in Verdacht, aber so machte dies auch Sinn. Ein wenig schnell abgehandelt, passte aber gut in die Story mit rein.

Ein toller Abschluss der gesamten Familie Adair, wobei mir wie schon immer erwähnt, der erste Band am besten gefallen hat, die anderen dem aber in nichts nachstanden. Ich habe diese Reihe wahnsinnig gerne verfolgt, aber ganz müssen wir uns nicht von ihnen verabschieden, denn wir werden hoffentlich wohl hie und da ein paar Szenen in der neuen „Highland Serie“ erhaschen können. Ich bin jedenfalls gespannt was die neue Reihe bringen mag und sage wehmütig Adieu zu den Adairs. Ein tolles Ende, wieder ganz fesselnd geschrieben.

Hiermit möchte ich mich noch recht herzlich bei HarperCollins und NetGalleyDE für die Bereitstellung dieses Rezensionsexemplars bedanken, wobei meine Meinung jedoch in keinster Weise beeinflusst wurde.

Veröffentlicht am 12.03.2025

Spannender als Band Eins! Eine Slow Burn und Fragen über Fragen!

Shattered Palace
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„Shattered Palace“ ist der zweite Band der Trilogie „Kingsbay Secret“ der Autorin Kim Nina Ocker. Der erste Teil hatte bei mir nicht so große Erwartungen erfüllt und hat mich zwiegespalten zurückgelassen. ...

„Shattered Palace“ ist der zweite Band der Trilogie „Kingsbay Secret“ der Autorin Kim Nina Ocker. Der erste Teil hatte bei mir nicht so große Erwartungen erfüllt und hat mich zwiegespalten zurückgelassen. Das interessanteste damals war Romeo Favreau und wie Charlotte nach diesem Cliffhanger weitermacht. Tja, wie erwartet stirbt der Hauptcharakter noch nicht und Charlie hat diesen tödlichen „Unfall“ überlebt. Doch wem kann sie nun noch trauen? Wer wollte ihren Tod, oder war sie einfach nur ein Kollateralschaden und jemand anderes war das Ziel? Fragen über Fragen, wobei man in diesem Band nicht wirklich viel schlauer wird als zuvor.

Dieser zweite Band hat mir besser gefallen als der erste, hat mich aber auch nicht ein emotionales Wrack werden lassen, oder es war vor Spannung nicht mehr auszuhalten. Wenn ich mir das Ganze genau anschaue, ist auch wirklich nicht soo viel passiert. Einiges schon, aber auch nicht eine Menge, sodass man länger in den Situationen verweilt ist, was mir im Band Eins ja etwas gestört hatte, dass alles so schnell geht. Es ist eingetreten was ich mir nach dem Lesen von Tainted Dreams erhofft habe, und der innere Zwiespalt von Charlotte dabei war sehr gut zu verfolgen und zu verstehen. Ich fand es einfach klasse, denn Romeo hat so viele interessante Facetten, von denen man gerade dabei ist sie zu erkennen und zu verstehen, was ihn so antreibt.

Romeo ist zwar auch hinterhältig und manipulativ, und arbeitet daraufhin, dass es ihm und seine Bedürfnisse gut geht, aber wer macht das denn nicht? Man erkennt und sieht aber auch, dass er eigentlich ein guter Mensch ist, sich kümmert und meist keinen Gedanken an richtige Schwierigkeiten verschwendet, sondern davon ausgeht, das alles gut geht. Er ist als Charakter sehr einnehmend und hat mir an der Reihe bis jetzt am besten gefallen.

Charlotte war anfangs noch immer sehr naiv, doch das legt sich und sie erkennt langsam ihren Wert und was sie leisten kann. Sie versucht herauszufinden was hier eigentlich los ist und sucht widerstrebend die Hilfe bei Romeo. Was das Beste ist, was sie hier getan haben konnte. Zwischen den beiden ist so viel mehr Chemie, als ich bei ihr und Gideon gesehen habe. Sie gibt endlich ein wenig Gas, auch wenn sie innerlich noch etwas zwiegespalten ist, wem sie jetzt vertrauen kann, aber wohl nicht die Newtons. Denn sie geht immer wieder zu Romeo und für mich war dies eine schöne und tolle Slow Burn Romance, welche ich gerne verfolgt habe. Denn das war das Beste an dem Buch.

Zu Gideon sage ich nur WTF? Bei dem tauchen so viele Red Flags in diesem Teil auf, da kam ich gar nicht mehr hinterher. Wie er sich hier verhält ist einfach unter aller Sau und ich verstand es nicht ganz. Im ersten Teil war er doch noch ein wenig zugänglich und ich habe ihn doch etwas gemocht, doch hier, meine Güte. Entweder ist er wirklich so verpeilt, dass er nicht mitbekommt wie er sich verhält, dass er einfach keine Ahnung von Beziehungen und unterschwelligen Reaktionen hat, oder er ist absichtlich so ein Ekel. Ich tippe ja ein wenig auf Ersteres aber hauptsächlich Zweiteres, denn so verpeilt kann man nicht sein und Gideon verhält sich so, als würde man ihm sein Spielzeug wegnehmen. Einfach nur nein, der Typ ist jetzt für mich unten durch.

Zur Geschichte selbst. Es taucht jemand aus Charlottes Vergangenheit auf, welche für sie immer noch schmerzlich ist, dann natürlich noch dieser Angriff auf sie, die Ermittlungen und Vermutungen. Dann sehen wir auch endlich mehr von Romeos Familie, obwohl einige echt zum Vergessen sind. Sein Vater scheint ihn jedenfalls zu hassen und sein Bruder ist da nicht weit entfernt. Wir lernen auch Elijah etwas näher kennen, mit welchem sie in dem Wagen gesessen hat. Währenddessen geht die Beziehung zu Gideon vor die Hunde, denn wie er sich aufführt, geht gar nicht.

Geheimnisse, Intrigen und Missgunst vernebeln einem schon das Hirn, sodass man nicht mehr weiß, was hier eigentlich los ist. Zum Schluss hin erfahren wir noch etwas von Lydia, der ehemaligen Freundin von Gideon. Es wurde einfach mal so in den Raum geworfen und damit soll man was anfangen, wieso, weshalb? Warum hat niemand Charlotte eingeweiht, wenn sie für Gideons Schutz zuständig ist? Fragen über Fragen, welche wohl erst im letzten Band aufgelöst werden. Der Schluss war mal wieder ein Cliffhanger, ich weiß nicht genau in welche Richtung dies einschlagen wird, aber irgendwie denke ich, dass sich Charlotte da rausmanövrieren kann und wird. Was mich noch etwas zu denken gibt, ist dieses Kapitel von Romeo am Ende des ersten Buches, denn diese Szene ist noch nicht aufgetaucht, wobei ich eigentlich gedacht habe sie hängt mit dem Unfall mit dem Auto zusammen, aber nein. Da bin ich gespannt, wie dies noch eingebaut wird.

Wie schon gesagt, dieser Band hat mir besser als der Erste gefallen, hat mich aber auch nicht ganz vom Hocker gehauen. Die Slow Burn Romance hat mir wirklich sehr gefallen, man hat hier deutlich mehr an Chemie gesehen und wie Charlotte und Romeo sich aufeinander einlassen. Gideon war hier echt schrecklich und hat einen miesen Nachgeschmack hinterlassen und jetzt weiß ich nicht, was ich davon halten soll. Ist er wirklich ein ganz eiskalter, fieser Kerl, oder ist es einfach diese Situation für ihn. Aber was hat es dann mit diesen Nachrichten zum Schluss auf sich? Es war alles etwas spannender und die Szenen zwischen Charlotte und Romeo waren teilweise richtig süß, aufrichtig und fesselnd. Haufenweise Fragen bleiben zurück und darauf müssen wir wohl auf den dritten Band warten.

Hiermit möchte ich mich noch recht herzlich bei LYX und NetGalleyDE für die Bereitstellung dieses Rezensionsexemplars bedanken, wobei meine Meinung jedoch in keinster Weise beeinflusst wurde.