Leider kein Slow Burn
In Her Own LeagueIn „In Her Own League“ geht es um die Teambesitzerin Reese sowie den Trainer Monty. Obwohl beide sich zueinander hingezogen fühlen, versuchen sie, Distanz zu wahren, um ihren Ruf nicht zu gefährden …
Auch ...
In „In Her Own League“ geht es um die Teambesitzerin Reese sowie den Trainer Monty. Obwohl beide sich zueinander hingezogen fühlen, versuchen sie, Distanz zu wahren, um ihren Ruf nicht zu gefährden …
Auch wenn mir die Bücher von Liz Tomforde eigentlich zu spicy sind, greife ich immer wieder gerne zu ihnen, da ich Sportsromance liebe und zudem den Schreibstil der Autorin als sehr mitreißend empfinde. Darüber hinaus überzeugt sie mit liebenswerten Charakteren im Sinne einer großen Found Family. All diese Punkte haben mir auch in diesem Buch wieder zugesagt, jedoch hat mich ein Aspekt enttäuscht – und das war die Liebesgeschichte.
Die Nähe zwischen Monty und Reese habe ich als zu erzwungen erlebt. Das One-Bed-Trope lese ich sowieso nicht gerne und in diesem Buch taucht es bereits innerhalb des ersten Viertels auf. Angesichts des Angestelltenverhältnisses zwischen den Protagonisten habe ich es so früh als unpassend und unangenehm wahrgenommen. Im Verlauf konnte mich die Liebesgeschichte zwar mehr packen, jedoch gab es für meinen Geschmack zu viele Missverständnisse, weil die beiden lange an ihrem schlechten ersten Eindruck festhalten.
Etwas enttäuscht hat mich zudem, wie Monty in diesem Buch aufgetreten ist. Bei mir hat er einige Sympathiepunkte eingebüßt, was vorrangig an seiner Doppelmoral lag: Einerseits kritisiert er andere aufgrund ihres sexistischen Verhaltens, während er sich andererseits gegenüber Reese selbst so verhält, als wüsste er vieles besser. Den Umgang von Monty mit seinen Spielern und seiner Familie mochte ich hingegen wieder sehr – diese Szenen waren für mich das Highlight des Buches.
Reese war mir durchaus sympathisch. Zwar verhält auch sie sich teilweise unprofessionell, jedoch wurden ihre Selbstzweifel sowie die Kämpfe, die sie aufgrund ihrer Tätigkeit in einer Männerdomäne ausfechten muss, anschaulich und einfühlsam geschildert.
Alles in allem lässt mich das Buch zwiegespalten zurück: Zwar mochte ich die Found-Family-Momente wieder sehr, jedoch konnte mich die Liebesgeschichte leider nicht überzeugen.