Ein temporeicher Auftakt
Crimson CircleIn „Crimson Circle“ geht es um Lunette, die den Tod ihres Bruders aufklären möchte. Bei ihren Untersuchungen in den Kreisen der Pariser High Society bringt sie nicht nur ihr Herz, sondern auch sich selbst ...
In „Crimson Circle“ geht es um Lunette, die den Tod ihres Bruders aufklären möchte. Bei ihren Untersuchungen in den Kreisen der Pariser High Society bringt sie nicht nur ihr Herz, sondern auch sich selbst in Gefahr …
Band 1 der „Crimson Circle“-Dilogie hat mich positiv überrascht. Die Themen, die im Buch angeschnitten werden, sind deutlich düsterer als erwartet und auch die Liebesgeschichte ist der Ermittlungshandlung merklich untergeordnet. Aufgrund des schnellen Erzähltempos sowie des lockeren Schreibstils habe ich das Buch innerhalb weniger Stunden beenden können.
Die Fantasyelemente sind vor allem zu Beginn nicht wirklich präsent und bleiben auch die restliche Handlung über eher wage. Dies habe ich tatsächlich als passend empfunden, da auch die Protagonistin Lunette erst im Verlauf lernt, dass ihre Fähigkeiten über luzides Träumen hinausgehen und ihre Familie in übernatürliche Angelegenheiten verstrickt ist. Entsprechend freue ich mich darauf, im zweiten Band gemeinsam mit Lunette noch tiefer in die Traumwelt einzutauchen.
Wie bereits angeschnitten, spielt die Liebesgeschichte eine eher untergeordnete Rolle. Auch der Loveinterest Adrien hat in diesem Band eine Randstellung inne und war für mich als Charakter noch nicht ganz greifbar. Bedingt dadurch habe ich die Entwicklung der Gefühle von Lunette für Adrien als etwas überstürzt empfunden, da auch sie nur wenig über ihn weiß. Trotzdem bin ich gespannt, wie sich die Liebesgeschichte entwickelt, da gegen Ende einige Fragen aufgeworfen wurden, die den bisherigen Verlauf in einem anderen Licht erscheinen lassen.
Alles in allem ein temporeicher Auftakt, der die Grenze zwischen Traum und Realität verschwimmen lässt und Lust auf mehr macht.